Modus der Eishockey-WM 2008

SID
Dienstag, 29.04.2008 | 14:19 Uhr
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Halifax - Erstmals seit 1996 werden die Absteiger bei der 72. Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada wieder im Playoff-Format ausgespielt. Die Gruppen-Letzten aus den Vorrundengruppen in Halifax und Quebec treffen dort in einer Serie über maximal drei Partien aufeinander.

Zwei Erfolge sind zum Klassenverbleib nötig. Sollte die deutsche Auswahl in ihrer Staffel nur Vierte werden, käme es wohl zu Duellen gegen Dänemark oder Italien, die auf den Plätzen zwölf und 13 der Weltrangliste direkt hinter der DEB-Auswahl rangieren.

Hintergrund der Änderung ist die Absicht, den Mannschaften Reisestress zu ersparen. Dadurch gibt es auch im Viertelfinale keine Überkreuzvergleiche mit den Teams aus den beiden Zwischenrundenstaffeln des anderen Austragungsortes.

Keine unendliche Verlängerung 

Die Viertelfinalisten haben im Turnierverlauf - anders als bisher - bereits gegeneinander gespielt. Nur die beiden Halbfinalisten aus Halifax müssen nach Quebec umziehen.

Die Änderung sollte bereits im vorigen Jahr in Russland greifen. Doch nachdem St. Petersburg als Austragungsort wegfiel, fanden alle Spiele in der Hauptstadt Moskau und ihrer Vorstadt Mytischtschi statt, so dass keine Mannschaft während des Turniers reisen musste.

Anders als in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wird ab dem Viertelfinale nicht bis zu einem entscheidenden Tor weitergespielt. Im Viertel- und im Halbfinale sowie im Spiel um Platz drei wird um maximal zehn Minuten verlängert.

Penaltyschießen mit je drei Schützen 

Fällt ein Tor, ist die Partie sofort beendet. Im Finale wird um maximal 20 Minuten verlängert, dann folgt ein Penaltyschießen mit zunächst drei Schützen pro Team.

In Vor- und Zwischenrunde gibt es bei einem Unentschieden nach 60 Minuten wie in der DEL-Vorrunde eine fünfminütige Verlängerung mit jeweils vier statt wie sonst mit fünf Feldspielern. Fällt dort kein entscheidendes Tor, geht die Partie ins Penaltyschießen.

Für einen Sieg nach regulärer Spielzeit gibt es analog zur DEL drei Punkte, für einen Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschießen zwei Punkte, für eine Niederlage nach Verlängerung oder Penaltyschießen einen Punkt, für eine Niederlage nach 60 Minuten keinen Punkt.

Neue Weltrangliste 

Die ersten Drei jeder Vorrundengruppe erreichen die Zwischenrunde und nehmen die Ergebnisse gegen die ebenfalls qualifizierten Kontrahenten mit. Aus beiden Zwischenrunden-Staffeln mit je sechs Teams ziehen jeweils die besten Vier ins Viertelfinale ein.

Nach dem Turnier wird der Internationale Eishockey-Verband (IIHF) seine neue Weltrangliste erstellen. Die besten neun Mannschaften sind für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver qualifiziert.

Die restlichen drei Tickets werden in Qualifikations-Turnieren vergeben. Deutschland belegt zur Zeit Platz elf in der Weltrangliste und hat nur eine kleine Chance, an Weißrussland vorbeizuziehen, das derzeit Rang neun vor Lettland und dem deutschen Team belegt.

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