Dienstag, 22.04.2008

Eishockey

Keine Angst vor WM-Rummel um Busch

Dresden - Überlegungen für einen vorsorglichen WM-Ausschluss von Florian Busch prallen am Eishockey-Bundestrainer so ab wie früher die meisten Gegenspieler.

eishockey, Deutschland, Weißrussland
© DPA

"Wir haben keine Angst vor irgendwelchem Rummel. Wir wollen die beste Mannschaft aufstellen", sagte Uwe Krupp nach dem verlorenen vorletzten Test gegen Weißrussland in Dresden. Ironisch fügte Krupp nach der verweigerten Dopingprobe von Busch hinzu: "Wir lieben den Rummel im deutschen Eishockey."

Beim hart umkämpften 1:2 nach Verlängerung gegen die Weißrussen fehlte Busch noch, nachdem ihm tags zuvor das meisterschafts-entscheidende Tor geglückt war.

"Ein paar müssen antanzen"

Bei der WM-Generalprobe in Bietigheim gegen Dänemark sollen von Doublegewinner Eisbären Berlin voraussichtlich nur die Verteidiger Frank Hördler und Tobias Draxinger für die Weltmeisterschaft in Kanada vorspielen.

"Ein paar müssen antanzen", meinte Krupp. Die anderen WM-Kandidaten auch von Vizemeister Köln sollen ausruhen und direkt nach Kanada mitreisen.

Ein WM-Freifahrtsschein ist dies jedoch nicht. Jene Mannschaft, die am Sonntag nach Halifax fliegt, muss nicht identisch mit jener sein, die sechs Tage später am 3. Mai gegen Finnland auf dem Eis steht. Erst 24 Stunden vorher muss dass Aufgebot bekanntgegeben werden.

"Alle anderen müssen kämpfen"

Die überzeugende Sturmreihe mit Yannic Seidenberg, dem Schützen des 1:0 gegen die Weißrussen, Christoph Ullmann und John Tripp hat ihren Platz ebenso sicher wie Torjäger Michael Wolf.

"Alle anderen müssen kämpfen", betonte Krupp, dem anders als vor einem Jahr in Moskau diesmal deutsche NHL-Profis zur Verfügung stehen.

Ob auch Marco Sturm von den Boston Bruins nach dem Playoff-Aus dazugehören wird, ließ der Angreifer offen. "Ich muss jetzt erstmal alles sacken lassen und werde dann mit meiner Familie besprechen, wie es weitergeht", sagte der 29-Jährige nach dem 0:5 im siebten Spiel bei den Montréal Canadiens.

Zugesagt haben Dennis Seidenberg und Christoph Schubert, an denen in der Verteidigung kein Weg für einen DEL-Abwehrspieler vorbei führen dürfte. Im Tor glänzte Dimitrij Kotschnew ebenso wie Übersee-Profi Dimitri Pätzold beim 4:2 im ersten Vergleich gegen die Weißrussen.


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