Laut einem Fachblatt

Auf- und Abstiegsregelung gescheitert

SID
Freitag, 14.03.2008 | 16:46 Uhr
Eishockey DEL
© Getty
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Berlin - Die geplante Relegations-Regelung zwischen Deutscher Eishockey-Liga (DEL) und 2. Bundesliga für die kommende Spielzeit ist nach Informationen der "Eishockey News" gescheitert.

Beide Parteien hätten sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können und wollten noch an diesem Wochenende eine gemeinsame Erklärung herausgeben, berichtete das Fachblatt in seiner Online-Ausgabe.

Im vergangenen November hatten die DEL-Gesellschafter beschlossen, dass in der kommenden Saison der Tabellen-Letzte der Vorrunde gegen den Vorletzten eine Playoff-Serie bestreitet.

Der Verlierer sollte in einer weiteren Serie gegen den Zweitliga-Meister um einen DEL-Platz spielen, nachdem es zuletzt keinen Absteiger mehr gab.

Zweitligisten lehnen Angebot ab

Die ESBG als Spielgesellschaft der unteren Ligen hätte dem Plan jedoch zustimmen müssen. "Das Angebot der DEL wurde von den Zweitligisten nicht angenommen", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Ungelöst waren außerdem einige organisatorische Schwierigkeiten. ESBG-Aufsichtsrat Uwe Harnos erläuterte, die Relegation hätte Mitte März beginnen sollen: "Die Hauptrunde der 2. Bundesliga hätte Mitte Februar zu Ende sein sollen. Dann hätten zwei Klubs schon zu diesem Zeitpunkt Saisonende gehabt und die Verlierer der ersten Playoff-Runde bereits Ende Februar. Das war nicht zu vermitteln."

Ob es im Sommer weitere Gespräche über eine Auf- und Abstiegsregelung ab der übernächsten Saison gibt, steht noch nicht fest.

Kooperationsvertrag wird nicht geändert

"Das werden die DEL-Gesellschafter erst noch zu entscheiden haben", sagte Tripcke. Damit wird auch der Kooperationsvertrag zunächst nicht geändert.

Sollte der Meister der 2. Liga nicht die Anforderungen für die DEL erfüllen, müsste die Liga wie bisher mit 15 Clubs spielen, da laut Kooperationsvertrag nur der Meister und keine Nachrücker in die DEL aufgenommen werden können.

Eigentlich soll die DEL von der kommenden Saison an auf 16 Mannschaften aufgestockt werden. Die Zahl der Vorrundenspiele pro Verein soll nach den Erfahrungen dieser Saison dennoch von 56 auf 52 verringert werden.

Reform des DEB-Pokals fraglich

Auch die Reform des Deutschen Eishockey-Pokals steht nach dem Widerstand gegen die Auf- und Abstiegspläne wieder in den Sternen.

"Das sind natürlich zwei verschiedene Wettbewerbe, aber ich könnte mir vorstellen, dass das in den Köpfen mancher DEL-Gesellschafter ein zusammenhängendes Reformpaket war", sagte Tripcke.

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