DEL

Nürnberg gewinnt Spitzenspiel gegen Eisbären

SID
Sonntag, 06.01.2008 | 21:35 Uhr
ahren, spylo, nürnberg, ice tigers
© Getty
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Berlin - Die Frankfurt Lions haben aus der ersten Krise der Eisbären Berlin kein Kapital schlagen können und den Sprung auf Rang eins in der Deutschen Eishockey-Liga verpasst.

Tabellenführer Berlin bezog im Spitzenspiel mit 3:8 bei den Nürnberg Ice Tigers zwar die höchste Saisonniederlage und kassierte erstmals in dieser Spielzeit die dritte Pleite in Folge (Die Highlights des Spiels bei SPOX.TV). Frankfurt unterlag daheim jedoch 4:5 gegen die Kölner Haie.

Damit haben die Eisbären weiter zwei Punkte Vorsprung auf Frankfurt, weitere zwei Zähler dahinter folgt Nürnberg. Nur einen Punkt hinter den Franken liegt Köln, das am Dienstag in Berlin gastiert und derzeit fünf Zähler Rückstand auf die Hauptstädter hat. Frankfurt muss nun zum Derby bei Meister Adler Mannheim antreten.

Krefeld siegt erneut

Der Titelverteidiger gewann 3:2 nach Penaltyschießen beim EHC Wolfsburg und ist Achter. Mannschaft der Stunde sind die Krefeld Pinguine, denen mit 4:3 nach Verlängerung über den ERC Ingolstadt der sechste Sieg in Serie gelang. Der Ex-Meister ist Siebter vor Mannheim.

Der Tabellen-Fünfte Hannover Scorpions setzte sich 2:1 bei Schlusslicht Füchse Duisburg durch. Verfolger Iserlohn Roosters schlug daheim die Hamburg Freezers 4:3, Michael Wolf steuerte sein 35. Saisontor bei. Im Tabellen-Keller siegten die Augsburger Panther 3:2 nach Penaltyschießen gegen die Straubing Tigers.

Drei Tore in 90 Sekunden

In einem turbulenten ersten Drittel kam es für die Eisbären gleich knüppeldick. Björn Barta (6.), Andre Savage (7.) und Michel Périard (9.) schossen für Nürnberg binnen 90 Sekunden schon eine scheinbar beruhigende Führung heraus. Bei zwei Toren machte der später stärker werdende Nationaltorhüter Youri Ziffzer keine gute Figur.

"Die Berliner dürfen sich bei Youri bedanken, dass es nicht zweistellig geworden ist", sagte sein Nürnberger Auswahlkollege Dimitrij Kotschnew. "Es gibt so Nachmittage, wo nichts läuft. Wir können Dienstag schon zeigen, dass wir zurecht da oben stehen", erklärte Ziffzer be Premiere.

Die Eisbären schlugen nach dem 0:3 durch Sven Felski (9.) und Steve Walker (10.) jeweils in Überzahl sofort zurück. Andre Savage (13.) konterte aber postwendend für die Ice Tigers, die mit dem siebten Heimsieg in Folge einen Vereinsrekord aufstellten.

Katastrophale Bilanz im neuen Jahr 

Erneut Barta (37.), zweimal Greg Leeb (39./48.) und Ahren Spylo (41./im Bild) mit seinem 30. Saisontor machten alles klar gegen die ersatzgeschwächten und müde wirkenden Gäste, für die noch Mark Beaufait (55.) traf.

Die Eisbären hatten am Freitag eine 5:2-Führung gegen Krefeld verspielt und ließen in den drei Partien des neuen Jahres schon 20 Gegentore zu. "Ich suche einen heißen Torwart", sagte Berlins Trainer Don Jackson, der zudem die Personaldecke als dünn bezeichnete.

Müller rettet Kölns Sieg

Die Frankfurt Lions schienen nach Treffern von Jeff Heerema (7.) und Tobias Wörle (16.) auf dem besten Weg an die Spitze, zumal die 2:0-Führung eher zu knapp ausfiel. Doch Kölner Konter und zwei schwere Fehler von Torhüter Ian Gordon verhinderten den fünften Sieg nacheinander. Sean Tallaire (20.), Kamil Piros (21.), Bryan Adams (27.) in Unterzahl und Sebastian Furchner (29.) sorgten für das 2:4.

Jeff Ulmer (31.) brachte die Hessen in der gutklassigen Partie wieder heran. Philip Gogulla (56.) entschied das Spiel, Chris Taylor (60.) verkürzte nur noch. Nationaltorhüter Robert Müller rettete den Haien am Ende den Sieg. Frankfurts Star-Verteidiger Richie Regehr musste nach dem zweiten Drittel verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

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