Dienstag, 15.01.2008

Eishockey

DEL-Meisterschaft wird aufgewertet

Berlin - Kurz vor der heißen Phase in der Vorrunde der DEL ist die nationale Meisterschaft aufgewertet worden.

Adler Mannheim
© Getty

Von sofort an geht es in der laufenden DEL-Saison, die am 16. Januar mit der Partie Hamburg Freezers gegen ERC Ingolstadt fortgesetzt wird, auch um einen Startplatz für den Meister in der künftigen Champions League.

"Es ist auf jeden Fall eine Aufwertung und ein zusätzlicher Anreiz", erklärte Peter John Lee, Manager des derzeitigen Tabellenführers Eisbären Berlin.

Königsklasse mit zwölf Teams 

Die vom Weltverband IIHF beschlossene europäische Königsklasse soll schon zur Spielzeit 2008/09 mit zunächst zwölf Teams starten und den unter sechs Mannschaften ausgespielten Champions Cup ablösen.

Letztmals war mit den Frankfurt Lions in der Saison 2004/05 ein DEL- Vertreter in diesem Wettbewerb dabei. "Ich gehe davon aus, dass die Champions League eine größere Resonanz als die schon einmal gespielte Europaliga haben wird, weil das Programm gestraffter ist", sagte Lee.

Als Preisgeld werden mindestens 10 Millionen Euro pro Saison ausgeschüttet, allein der Champions League-Sieger bekommt eine Million Euro.

Antrittsgeld von 300.000 Euro 

Jedem Teilnehmer aus Tschechien, Finnland, Schweden, Russland (je 2 Teams), der Schweiz, der Slowakei, Deutschland und einem noch nicht feststehenden Land sind 300.000 Euro Antrittsgeld garantiert.

Drei Investoren, zu denen der russische Konzern Gazprom und zwei schwedische Firmen zählen, sollen für das komplette Budget aufkommen. Von 2009/2010 ansoll die Champions League mit einer Qualifikations-Runde von 30 Mannschaften ausgebaut werden.

In der kommenden Spielzeit treten die zwölf Teams zunächst in vier Dreier-Gruppen an, deren Sieger qualifizieren sich für das Halbfinale, das mit je 200.000 Euro dotiert ist.

"Belastung hält sich Grenzen" 

Im Januar 2009 soll in Hin- und Rückspiel der ersten Champions League-Sieger ermittelt werden, die Endspiel-Teilnahme ist 500.000 Euro wert. Gespielt werden soll immer mittwochs.

"Die Belastung hält sich in Grenzen, das ist durchaus machbar", bemerkte Berlins Manager Lee zu den zusätzlich höchstens achte Saisonspielen für den Meister.

Wahrscheinlich wird der deutsche Titelträger dann nicht am nationalen Pokal teilnehmen.


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