DEL-Zwischenbilanz

Die DEG Metro Farce

Von Alexander Mey
Montag, 17.12.2007 | 18:08 Uhr
eisbären, berlin, deg, düsseldorf
© Imago
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München - 33 Spieltage hat die DEL in dieser Saison hinter sich, rund 20 Mal müssen alle Teams noch ran, bis die Teilnehmer an Playoffs und Pre-Playoffs feststehen. Zeit für eine Zwischenbilanz.

SPOX.com hat drei Brennpunkte der Liga herausgegriffen und dabei sowohl große Gewinner als auch große Verlierer der Saison gefunden.

Premiere-Experte Michael Leopold bewertet die völlig gegensätzlichen Entwicklungen in Berlin und Düsseldorf und das unglaubliche Comeback von Robert Müller.

Hey, wir wollen die Eisbären seh'n!

Platz eins in der DEL-Tabelle ist Eisbären-Zone. Die Berliner dominieren im Moment die Liga und haben sich in den letzten Wochen zum Top-Favoriten auf den Titel gemausert. Ein toller Erfolg, wenn man bedenkt, wo die Eisbären noch vor einem Jahr standen. Damals musste man unter Trainer Pierre Page sogar um den Einzug in die Pre-Playoffs bangen. Die erreichte man zwar am Ende, viel mehr aber auch nicht.

Seitdem hat sich eine Menge geändert, aber eben nicht alles. "Das Lob für den Aufschwung gebührt auch dem Management", sagt Leopold. "Man hat nach der letzten verkorksten Saison nicht alles umgekrempelt, sondern stattdessen Schwachstellen erkannt und mit dem Trainerwechsel das wohl intern größte Problem gelöst. Das sieht man an Steve Walker, der mit Page überhaupt nicht mehr zurechtkam und jetzt eine Leistungsexplosion hinlegt."

Das Fazit des Experten: "Sie haben clever reagiert und sich nur punktuell verstärkt." Mussten sie auch, denn immerhin steht in der kommenden Saison der Umzug in die 14.500 Zuschauer fassende O2-World an. Mit mittelmäßigem Eishockey bekommt man diese Halle nicht voll. "Die Eisbären betreiben im Moment allerbeste Werbung für die O2-World. Das ist das Thema schlechthin in Berlin. Darüber wird sich das Management freuen", sagt Leopold.

DEG Metro Farce 

Düsseldorf war vor der Saison einer der Titelfavoriten, jetzt ist die DEG im freien Fall. Es geht sogar so weit bergab, dass die Qualifikation für die Pre-Playoffs in ernster Gefahr ist. Und nicht nur das. Dazu kommen auch immer weniger Zuschauer in die Halle, die Leidensfähigkeit der Fans ist ausgereizt. Gleiches gilt auch für die Lösungsansätze der Verantwortlichen.

"Die DEG-Krise ist kaum zu erklären. Da herrscht die absolute Ratlosigkeit", sagt Leopold. Trainer Lener wurde schon kurz nach Beginn der großen Krise in die Wüste geschickt, doch unter Interims-Coach und Manager Lance Nethery ist es sogar eher noch schlimmer geworden. "Fakt ist: Vermeintliche Leistungsträger wie Collins, Stevens, Reid und Wright spielen einfach nicht konstant genug. Ich habe den Eindruck, dass das Gefüge in Düsseldorf einfach nicht passt", sagt Leopold.

Auch die Tatsache, dass mit Tore Vikingstad und Daniel Kreutzer zwei Leistungsträger Verletzungspech hatten, kann bei einem Verein mit dem Kader und dem Potenzial der DEG nicht als alleinige Entschuldigung herhalten. Nächste Termine zur Besserung: Freitag gegen die Eisbären und Sonntag in Mannheim (ab 14.20 Uhr live im Internet TV).

Keine leichten Aufgaben, aber irgendwann muss Düsseldorf die Abwärtsspirale verlassen. Denn mit seiner momentanen Leistung schadet sich der Verein selbst, das steht für Leopold fest: "Die Marke DEG hat in den letzten Monaten extrem gelitten. Der Mythos wurde mit Füßen getreten."

Der magische Müller 

Robert Müller ist nicht nur der Mann der Saison, er ist ganz klar der Mann des Jahres. Nach einer schweren Tumorerkrankung kam er zurück. Erst ins Mannheimer Tor, dann zum Hinterbänkler aus Duisburg - und jetzt zurück an eine Top-Adresse im deutschen Eishockey. Müller steht bei den Kölner Haien im Tor und hält dort wunderbar. Doch dass er überhaupt dort steht, ist das eigentliche Wunder.

"Robert Müller ist das Highlight des Jahres 2007. Mit welcher Einstellung der zurückkommt, ist unglaublich. Mir fehlen die Worte, wie er diese Krankheit weggesteckt hat", sagt Leopold. "Jeder, der versucht, etwas über ihn zu sagen, kann dem eigentlich gar nicht gerecht werden, was er geleistet hat."

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