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Am 19. November kommt es in der T-Mobile Arena zum Kracher zwischen Sergey Kovalev und Andre Ward. Auf dem Spiel stehen nicht nur die Titel der WBA, WBO und IBF im Halbschwergewicht, sondern auch jede Menge Prestige. SPOX wirft einen Blick auf beide Boxer
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ZAHLEN: Kovalev hat 30 Siege (26 K.o.) vorzuweisen, Ward ebenfalls (15). Beide sind ungeschlagen. Der Russe ist 183 cm groß und hat eine Reichweite von 184 cm, bei Ward sind es 183 und 180 cm. Beide wiegen 175 Pfund. Ward ist 32, Kovalev 33 Jahre alt
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BOXERISCHE FÄHIGKEITEN: Kovalev agiert methodisch, nutzt vor allem das Wissen über seine Power und die Angst seiner Gegnern vor selbiger aus, um sich im Kampf in vorteilhafte Positionen zu bringen. Der Russe kann variieren und Duelle somit diktieren
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Es gibt wohl keinen Boxer, der über die technischen Fähigkeiten Wards verfügt. Der US-Amerikaner hat zudem einen unvergleichlichen Ring-IQ und kann mehrere Schritte im Voraus bedenken. Ein weiterer Pluspunkt ist die Anpassungsfähigkeit des Herausforderers
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FAZIT: Ward ist im direkten Vergleich technisch gesehen der bessere Boxer. Seine Fähigkeiten sind schlichtweg nicht antrainierbar. Allerdings hat sich auch Kovalev weiterentwickelt. Die boxerischen Fähigkeiten des Russen werden gerne etwas unterschätzt
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POWER: Kovalev trägt den Spitznamen "Krusher" nicht umsonst. Wo der Russe hin schlägt, wächst kein Gras mehr. Auch die Körpertreffer der Knockout-Maschine können jederzeit das Kampfende bedeuten. Bernard Hopkins attestierte ihm den härtesten Punch
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Ward kann in diesem Bereich nicht mithalten. Der US-Amerikaner kann harte Treffer setzen, kommt bei der Power allerdings nicht ansatzweise an Kovalev heran. Von 30 Siegen feierte Ward nur 15 via Knockout. Seine Stärken liegen in anderen Bereichen
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FAZIT: In Sachen Power hat Kovalev klar die Nase vorn. Der Russe ist mit seiner schieren Schlagkraft einer der furchteinflössendsten Boxer und kann jeden Gegner ausknocken. Selbst mit seinem brutal harten Jab kann er Duelle beenden
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DEFENSIVE: Bei der Abwehrarbeit baut Ward auf seine unheimliche Antizipationsfähigkeit sowie seine Reflexe. Ob beim Timing oder der Distanz: Ward hat stets ein Gefühl dafür, wo er zu stehen hat. Er hat zudem eine mehr als überzeugende Beinarbeit
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Große Schwachstellen sucht man bei Kovalev auch hier zwar vergebens, dennoch gehört die Defensive des Russen nicht zu dessen herausstechenden Qualitäten. Die Folge? Er ist nicht das schwerste Ziel, wenn es um Treffer geht - kann diese aber wegstecken
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FAZIT: Ward hat bei der Defensivarbeit gegenüber Kovalev die Nase vorn. Die Defensivarbeit ist gleichzeitig wohl der größte Vorteil des Herausforderers, der es tunlichst vermeiden sollte, saubere Treffer von seinem Gegenüber zu kassieren
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TAKTIK: Kovalev muss facettenreich boxen, die Distanz finden und mit seinem Jab Wirkungstreffer setzen, ohne sich auskontern zu lassen. Körpertreffer sind wichtig, um Ward einzuschränken. Zudem muss er den Ring abschneiden und nicht auf einen K.o. setzen
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Ward wird auf seine Anpassungsfähigkeit setzen. Aufgrund der Power Kovalevs muss der US-Boy den Infight suchen oder mit Nadelstichen arbeiten. Er muss aggressiv sein, Kovalev in Fehler locken und seinen Ring-IQ nutzen. Ein K.o. scheint aber ausgeschlossen
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FAZIT: Ein guter Game Plan ist wie so oft der Schlüssel, allerdings auch schwer umzusetzen. Jeder Grundgedanke steht und fällt mit dem ersten eingesteckten Treffer. Ward ist technisch überlegen, Kovalev eine Zerstörungsmaschine. Beide sind auf Augenhöhe
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GESAMTFAZIT: Es gibt nur wenige Fights, die kaum zu tippen sind. Das Duell zwischen Ward, der den Spitznamen "Sohn Gottes" trägt, und Kovalev ist ein solches. Im Endeffekt wird sich jedoch die Power der russischen Höllenmaschine durchsetzen


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