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Peter Sauber, Motorsportlegende. Der Schweizer nahm mit einem getunten VW Käfer an Bergrennen teil. Später entwickelte er Protoypen und wählte als Modellnamen den Anfangsbuchstaben des Vornamens seiner Frau: C1 a.k.a. "Käseschnitte"
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Nach dem C1 folgt mit dem C5 der internationale Druchbruch, Herbert Müller gewinnt die Interserie 1976. Hier im Bild: Der C9, mit dem Sauber die Langstrecke erobert
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Die Lackierung ändert sich schnell, denn Sauber startet als offizielles Werksteam in der Langstrecken-WM. Da sind Silberpfeile Pflicht!
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Der Sauber-Mercedes C9 gewinnt die 24 Stunden von Le Mans erstmals 1989: Doppelsieg mit den Fahrertrios Jochen Mass/Manuel Reuter/Stanley Dickens und Mauro Baldi/Kenneth Acheson/Gianfranco Brancatelli
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Der C11 debütiert 1991 (die Aussprache von C10 war zu schwierig, die Nummer wurde ausgelassen). Erstmals seit den 1950ern trägt ein Rennwagen wieder die offizielle Bezeichnung "Mercedes-Benz". Mit Erfolg: Wie sein Vorgänger gewinnt das Auto die WM
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Sauber war zu Größerem berufen: Mercedes will in die Formel 1 und verpflichtet die besten deutschsprachigen Nachwuchsfahrer: Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen, Karl Wendlinger. Schumi wird 1990 punktgleich mit Wendlinger WM-Fünfter
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Seit Sommer 1991 bereitete Peter Sauber zusammen mit Mercedes' Norbert Haug den F1-Einstieg vor. Mercedes zog im November den Stecker, zu wenig Kohle. Sauber nutzte die Abfindung zur C12-Konstruktion und debütierte 1993 beim Südafrika-GP in der Formel 1
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Sauber setzt auf Bewährtes: Im Heck der Ilmor V10 "powered by Mercedes-Benz", den man gemeinsam entwickelt hatte. Neben J.J. Lehto darf Karl Wendlinger ans Steuer, den hatte das Team schließlich ausgebildet
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In der Saison 1993 springt beim Debüt mit Platz 5 direkt ein Punkte-Resultat heraus, mehr Autos waren auch nicht ins Ziel gekommen. 1994 steigt Mercedes doch als Motoren-Namensgeber ein, mit Heinz-Harald Frentzen fährt der zweite Sauber-Mercedes-Junior
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Beim Monaco-GP 1994 verunglückt Karl Wendlinger schwer, er liegt lange Zeit im Koma. Neben Frentzen starten Andrea de Cesaris und in zwei Rennen Rückkehrer Lehto. Sauber wird Achter der WM, nachdem im Vorjahr Platz 7 als Endresultat herausgesprungen war
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Während der Saison 1994 steigt der Sponsor aus, Sauber steht vor der Insolvenz. Dazu kündigt Mercedes den Werksteamsstatus und wechselt zu McLaren. Die Rettung: Red Bull und Petronas sponsoren Sauber, die Motoren liefert ab der Saison 1995 Ford
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Mit Benettons früheren Weltmeister-Motoren gelingt Heinz-Harald Frentzen der lang ersehnte Erfolg: Den Italien-GP in Monza beendet er als Dritter hinter Johnny Herbert und Mika Häkkinen. Der erste Podestplatz für Sauber in der Formel 1
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1996 bremst das schlechte Auto Sauber. In Monaco blitzt Frentzens Talent auf: Im Regen fährt er als Dritter Eddie Irvine im Ferrari rein und seinen Frontflügel kaputt. Die zwei Erstplatzierten fallen aus, Frentzen wirft den Sieg also durch Ungeduld weg
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Zur Saison 1997 wechselt Sauber als Kunde zu Ferrari, Ford gibt die Werksmotoren lieber dem neuen Team von Jackie Stewart. Petronas gibt dem Triebwerk seinen Namen, Sauber wird zum Mehrheitsbeschaffer für die Italiener
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Neben technischer Unterstützung bekam "Red Bull Sauber Petronas" auch Fahrer aus dem Ferrari-Stall. 1997 griffen neben Johnny Herbert die Italiener Nicola Larini, Gianni Morbidelli und Norberto Fontana ins Steuer, 1998 kam Jean Alesi ins Team
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Reglementänderungen wie die Einführung der Rillenreifen und die Verringerung der Fahrzeugbreite werfen Sauber ins hintere Mittelfeld zurück, manchmal parkt auch Jarno Trulli einfach seinen Peugeot auf dem Schweizer Auto
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Einmal profitiert Sauber: Als beim Belgien-GP 1998 nach dem Start 13 Autos kollidieren, ist neben den Jordan-Männern Damon Hill und Ralf Schumacher auch Jean Alesi zur Stelle. Saubers vierter Podestplatz in vier Jahren, der letzte bis Brasilien 2001
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Die Saison 1999 verläuft mit nur 5 WM-Punkten völlig enttäuschend. In Erinnerung bleibt nur Pedro Diniz' spektakulärer Unfall am Nürburgring
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Der Sauber-Pilot will beim Start an der Außenbahn an allen vorbei, nur legte Alex Wurz ein Ausweichmanöver hin. Diniz flippert durch die Luft, bleibt kopfüber liegen - zieht sich aber nur Prellungen an Schulter und Knie zu
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Am Ende der Saison 2000 der nächste Rückschlag: Red Bull verlagert Großteile seiner Sponsoringgelder zu Arrows, weil sein Wunschpilot kein Cockpit bekommt. Sauber wendet sich Credit Suisse zu
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Peter Sauber hat einen guten Grund dafür: Kimi Räikkönen. Neben Nick Heidfeld fährt der zuvor völlig unbekannte Rookie aus Finnland die beste Saison der Teamgeschichte
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Nick Heidfeld fährt beim Brasilien-GP aufs Podium, ein Befreiungschlag. Michael Schumacher gratuliert. Sauber belegt am Saisonende sensationell Platz 4 der Konstrukteure
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In Sao Paulo feiert das gesamte Team von Peter Sauber. Der Unternehmer hat allen Grund zur Freude: Wenige Tage später erfolgt in Hinwil der Spatenstich zum ersten eigenen Windkanal
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Das Niveau in der WM kann Sauber nicht halten, zu groß sind die Werke. Selbst die nacheinander verpflichteten GP-Sieger Heinz-Harald Frentzen, Giancarlo Fisichella und Jacques Villeneuve kommen nicht auf das Heidfeld/Räikkönen-Niveau
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Einen Besuch wert ist Sauber trotzdem weiterhin. Kurze Frage: Herr Frentzen, warum lecken Sie sich die Lippen?
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Als Frentzen schließlich beim US-GP 2003 aufs Podium fährt, würde er wohl am liebsten die ganze Welt busseln
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Sieger Schumi bemüht sich ausgiebig darum, mit gutgekühltem Champagner den hitzigen Frentzen auf die Temperatur von McLarens Iceman zu bringen
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Dass Heinz-Harald Frentzen seiner Zeit voraus war? Eindeutig! Hier der eindeutige Beweis: Der Deutsche hat das Selfie erfunden
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Suchbild vom Monaco-GP 2004: Hier stimmt was nicht! Fragt mal David Coulthard und Giancarlo Fisichella nach dem Grund
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22. Juni 2005, die Sensation: BMW steigt in die Formel 1 ein und kauft Sauber zu 80 Prozent auf, Peter Sauber wird zum Berater von Dr. Mario Theissen
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Schon bei den Testfahrten gibt's Probleme, hier wird Nick Heidfeld im BMW Sauber zurück zur Box geschoben
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2007 war die erfolgreichste Saison für BMW Sauber: Konstrukteurs-Vizeweltmeister. Im selben Jahr gab's den heftigsten Unfall der Teamgeschichte: Robert Kubica flog in Montreal mit 230 km/h in die Mauer. Vom BMW Sauber blieb nur das Monocoque übrig
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Kubica hat Prellungen, eine leichte Gehirnerschütterung und einen verstauchten Fuß, trotzdem verweigert ihm die FIA den Start beim US-GP. Das ermöglicht BMW-Testfahrer Sebastian Vettel sein Formel-1-Debüt. Starkes Resultat: Platz 7 im Qualifying
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Und auch Robert Kubica bekmmt ein Happy End: Ein Jahr nach dem schweren Unfall gewinnt er den Kanada-GP 2008. Der erste und einzige Sieg für BMW Sauber in der Formel 1
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Es folgt ein Abstieg sondergleichen. In den ersten zehn Rennen holt das Team nur zwölf Punkte. Am 29. Juli 2009 gibt BMW den Formel-1-Ausstieg bekannt
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Danach: Beispiellose Vewirrung. Erst soll eine in der Schweiz ansässige Stiftung das Team übernehmen, dann mehren sich die Zweifel an deren Existenz und Geschäftsgebahren. Peter Sauber geht in die Vollen und kaufte sein Lebenswerk zurück
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Sauber hat noch immer das richtige Gespür. Die Kooperation mit Ferrari lebt wieder auf. James Key leitet die technische Abteilung in Hinwil, Scuderia-Junior Sergio Perez mit zwei zweiten und einem dritten Platz in der Saison 2012
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Teamkollege Kamui Kobayashi fliegt nicht nur spektakulär in Monaco durch die Gegend, er steuert beim Heimspiel in Japan auch einen dritten Platz zum Erfolg bei. 126 WM-Punkte 2012 bedeuten für Sauber Rang 6 in der Konstrukteurs-WM
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Peter Sauber sieht seinen Rennstall auf bestem Weg. Er überschreibt 30 Prozent der Anteile an Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn und macht sie zur Teamchefin, der ersten der Formel-1-Geschichte
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Finanziell wird die Belastung immer höher, trauriger Höhepunkt: Sauber gibt Felipe Nasr und Marcus Ericsson für die Saison 2014 Verträge, dabei hat Giedo van der Garde schon einen. Der zieht vor Gericht und klagt sich ins Cockpit, bis ihn Sauber abfand
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Chef, Diktator, Gentleman - um das Sauber-Team zu retten, verkauft der Pionier des Schweizer Motorsports sein Lebenswerk an Longbow Finance und zieht sich endgültig aus dem Rennstall zurück. SPOX ist betrübt