Final Four: Fenerbahce - ZSKA Moskau 96:101 OT

ZSKA triumphiert in einem irrem Spiel

Sonntag, 15.05.2016 | 22:35 Uhr
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ZSKA Moskau hat sich zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den Titel der Euroleague gesichert. Beim 101:96-Sieg nach Verlängerung (BOXSCORE) verspielten die Russen eine 20-Punkte-Führung. Fenerbahce stand kurz vor der Sensation. In der Overtime setzte sich dann aber die Klasse von Nando de Colo und Milos Teodosic durch.

Es war ein würdiges Finale, das die Fans in der Berliner Mercedes Benz Arena zu sehen bekamen. ZSKA Moskau dominierte die erste Hälfte, aber dank einer überragenden Verteidigung gelang Fenerbahce ein unglaubliches Comeback. Nando de Colo (7 Assists, 3 Steals) war mit 22 Punkten bester Werfer der Partie. Backcourt-Partner Milos Teodosic kam auf 19 Punkte und 7 Assists.

Auf Seiten der Türken führte Bobby Dixon die Aufholjagd mit 17 Punkten an. Pero Antic und Luigi Datome kamen auf 16 Zähler. Das Spiel um Platz 3 ging zuvor Lokomotiv Kuban Krasnodar. Die Russen setzten sich gegen Laboral Kutxa mit 85:75 durch.

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Die Reaktionen:

Milos Teodosic (ZSKA): "Ich wusste gar nicht, dass es sich so großartig anfühlt, diese Trophäe zu gewinnen. Jetzt will ich einfach nur mehr. Es war ein hartes Spiel, wir haben es lange kontrolliert. Doch Fener hat nicht aufgegeben, sie sind einfach extrem starker Gegner gewesen. Wir haben aber Charakter gezeigt, tolle Defense gezeigt. Ich bin einfach nur happy!"

Dimitrios Itoudis (ZSKA Head Coach): "Es tut mir unglaublich leid, aber ich kann ihnen im Moment keine ausgefeilte Antwort geben. Ich bin einfach nur stolz, stolz auf meine Jungs. Ich habe ihnen gesagt, dass es ihre Bestimmung ist, heute hier zu gewinnen. Ich freue mich für den Klub, für das Management, für alle. Wir sind durch viele traurige Momente gegangen, doch wir sind nun an diesem wundervollen Punkt. Entschuldigen sie, ich bin einfach so emotional aufgeladen!"

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Moskau bleibt bei der Starting Five aus dem Halbfinalsieg gegen Kuban Krasnodar. Es starten de Colo, Higgins, Vorontsevich, Kurbanov und Hines.

Bei Fenerbahce gibt es gleich Veränderungen. Sloukas kommt für Point Guard Dixon rein und auch der Frontcourt ist neu. Dieses Mal beginnen Kalinic und Vesely anstatt Udoh und Antic. Dazu kommen Bogdanovic und Datome.

1. Viertel: Es wurde direkt deutlich, dass es hier um die größte Trophäe im europäischen Basketball ging. Beide Teams spielten äußerst aggressiv. Kalinic und de Colo gerieten schon nach wenigen Minuten aneinander. Die Wahnsinnsatmosphäre auf den Rängen tat ihr Übriges. Kein Team konnte sich absetzen. Mit 22:20 für ZSKA ging es die Viertelpause.

2. Viertel: Es blieb weiter hektisch mit vielen Unterbrechungen und Diskussionen. Durch einen 16:3-Lauf setzte sich ZSKA Mitte des zweiten Viertels das erste Mal auf 12 Zähler ab. Vor allem als Teadosic und de Colo gemeinsam auf dem Feld standen, fehlten Fener die Mittel, sie zu kontrollieren. Mit einem Zauberpass auf Jackson beendete Teodosic die erste Hälfte. Und so wurde aus einem 27:26 ein 30:50 aus Fener-Sicht.

3. Viertel: Fener hatte sich viel vorgenommen und auch das Publikum war direkt wieder da, aber Vorontsevich' Monsterblock gegen Vesely war gleich ein Stimmungskiller. Die Türken verteidigten über das ganze Feld und erzwangen so einige Ballverluste. Allerdings konnten sie offensiv keinen Nutzen daraus ziehen. Mit 69:53 ging es ins Schlussviertel.

4. Viertel: Die Türken kamen nach einem Drei-Punkte-Spiel von Antic schnell auf 12 Zähler ran. Als Udoh und Datome dann auf acht Punkte verkürzten, kochte die Arena. Fener spielte überragende Defense und auf einmal lief es auch vorne. Mit einem Dreier aus der Ecke verkürzte Dixon 3:25 Minuten vor dem Ende auf drei Punkte, 1:41 Minuten vor Schluss war es dann nur noch ein Zähler. Der nächste Dixon-Dreier mit verbleibenden 43 Sekunden auf der Uhr sorgte für das 81:81. Unfassbar. Sloukas brachte Fener dann von der Linie in Führung, aber Khryapa rettete Moskau in die Verlängerung.

Verlängerung: Auch die Overtime blieb hochklassig. Beide Teams schlossen ihre Angriffe zumeist erfolgreich ab, sodass die Führungen quasi jedes Mal wechselten. Dann übernahm der MVP. De Colo baute Moskaus Führung 1:26 Minuten vor dem Ende auf 93:90 aus. ZSKA führte bereits mit 7, dann verkürzte wieder Dixon mit einem wilden Dreier. Teodosic erhöhte von der Linie auf 6, aber Datome nagelte postwendend den nächsten Dreier rein. Es war wieder de Colo, der das Spiel schließlich nach Hause brachte. ZSKA holt sich mit einem 101:96 den Titel.

Fenerbahce vs. ZSKA Moskau: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Nando de Colo. Zusammen mit Teodosic spielte er eine unglaubliche erste Hälfte, tauchte nach dem Wechsel aber ab. Als es dann in die Overtime ging, übernahm der Franzose wie ein echter Leader. De Colo erzielte in den letzten fünf Minuten zehn Punkte. Insgesamt waren es 22 Punkte, 7 Assists und 3 Steals. Folgerichtig heimste er auch die Auszeichnung zum Finals MVP ein.

Der Flop des Spiels: Jan Vesely. Der Tscheche traf nur einen seiner zehn Freiwürfe. Eine bessere Quote hätte Fenerbahce wohl sonst den Sieg gebracht. Vesely kam nur auf 7 Punkte und 5 Rebounds und spielte auch bei der sensationellen Aufholjagd in der zweiten Hälfte keine Rolle.

Das fiel auf:

  • Vor dem Finale stellte sich die Frage, wie Fener das Mismatch gegen de Colo ausgleichen wird. Coach Obradovic entschied sich, den kleinen Dixon von der Bank zu bringen und stellte Sloukas in die Starting Five. Beide Trainer setzten auf eher bewegliche, schnelle Spieler. Die Bewachung von de Colo sollte aber Kalinic übernehmen. Der Serbe geriet jedoch schnell in Foultrouble.
  • Obradovic rotierte in der Folge ziemlich wild im Backcourt durch. Jeder durfte sich mal versuchen, aber gerade als im zweiten Viertel über weite Strecken Teodosic und de Colo gemeinsam auf dem Feld standen, hatten die Türken überhaupt keine Chance. Auch Datome blieb von der Rotation nicht verschont. Nachdem er im ersten Viertel noch der Go-to-Guy (8 Punkte), schmorte er danach lange auf der Bank. In der zweiten Hälfte wachte er dann wieder auf.
  • Generell war es ein äußerst hektisches Spiel mit vielen Unterbrechungen und Wechseln. Istanbul hatte mit Start des zweiten Viertels bereits zehn Spieler eingesetzt. Fener bekam nie einen Fluss ins Spiel und hatte zur Halbzeit mehr Turnover (6) als Assists (5).
  • Als niemand mehr nur einen Pfifferling auf Fener gesetzt hätte, kämpften sich die Türken mit einer überragenden Verteidigung zurück ins Spiel. Dabei lief es lange offensiv gar nicht. Erst Dixon, der zuvor gar keine Rolle spielte, brachte dann auch die Offensive ins Rollen und war der Anführer des Comebacks.
  • De Colo und Teodosic bewiesen eindrucksvoll, warum sie wohl das beste Backcourt-Duo Europas sind. Beide lenkten gemeinsam das Spiel und setzten ihre Mitspieler immer wieder herausragend in Szene. Ihrer starken Performance war es zu verdanken, dass ZSKA letztlich doch noch den siebten Titel einheimste.

Das Final Four im Überblick

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