Fener gewinnt Overtime-Krimi

Freitag, 13.05.2016 | 23:27 Uhr
Advertisement
NBA
Spurs @ Rockets
BSL
Besiktas -
Galatasaray
NBA
Jazz @ Cavaliers
Liga ACB
Barcelona -
Gran Canaria
Liga ACB
Obradoiro -
Real Madrid
NBA
Kings @ Raptors
NBA
Warriors @ Lakers
Basketball Champions League
Ludwigsburg -
Teneriffa
Basketball Champions League
Bonn -
Zielona Gora
NBA
Cavaliers @ Bucks
Basketball Champions League
Oldenburg -
Sassari
Basketball Champions League
Straßburg -
Bayreuth
NBA
Lakers @ Rockets
NBA
Celtics @ Knicks
NBA
Lakers @ Warriors
BSL
Darüssafaka -
Trabzonspor
Liga ACB
Fuenlabrada -
Teneriffa
NBA
Mavericks @ Hawks
NBA
76ers @ Knicks
NBA
Cavaliers @ Warriors
NBA
Wizards @ Celtics
NBA
Jazz @ Nuggets
NBA
Raptors @ Thunder

Fenerbahce hat das zweite Halbfinale beim Turkish Airlines Final Four in Berlin mit 88:77 (BOXSCORE) gegen Laboral Kutxa für sich entschieden und folgt damit ZSKA Moskau ins Finale. Bogdan Bogdanovic entschied die Partie in der Overtime für die Türken.

Das Traumfinale steht. Fenerbahce wird seiner Favoritenrolle gerecht und zieht nach allerdings sehr hartem Kampf ins Finale am Sonntag gegen ZSKA Moskau ein. Nach einem Blitzstart verlangten die Basken Fener alles ab. Erst der überragende Bogdanovic (18 Punkte) sorgte in der Overtime für klare Verhältnisse.

Unterstützung erhielt er in erster Linie von Kostas Sloukas (14 Punkte, 7 Assists) und Luigi Datome (15 Punkte). Auf Seiten von Laboral Kutxa war mal wieder Ioannis Bourousis überragend. Der Center kam auf 24 Punkte und 10 Rebounds. Darius Adams erzielte 19 Zähler und 7 Assists.

Die NBA live bei SPOX! Alle Spiele im LIVESTREAM-Kalender

Die Reaktionen:

Velimir Perasovic (Coach Laboral Kutxa): "Meine Glückwünsche an Fenerbahce. Sie haben die Sieg verdient. Wir haben es seriös gespielt, bis auf die fünf Minuten Verlängerung. In den letzten Minuten hatten wir einige schlechte Entscheidungen in der Offense. Wir hätten dieses Spiel sicher viele andere Male gewonnen. Unsere Fans waren die ganze Saison unglaublich."

Bogdan Bogdanovic (Fenerbahce Istanbul): "Das war unglaublich. Bei mir angefangen, wir haben viele Dreier verworfen. Auf der anderen Seite haben sie unglaubliche Würfe getroffen. Aber am Ende hatten wir das Glück in die Overtime zu kommen. Der Rest ist Geschichte."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Coach Obradovic schickt Dixon, Bogdanovic, Datome Udoh und Antic für Fenerbahce auf das Parkett. Bei Laborla Kutxa starten Adams, Hanga, Tillie, Bertans und Planinic.

1. Viertel: Die Fener-Fans verwandelten die Mercedes-Benz-Arena ab Sekunde 1 in einen unfassbaren Hexenkessel und das beflügelte auch das Team. Die Türken führten nach zwei Minuten 10:0. Labarola bekam kein Bein auf den Boden. Es dauerte 3.30 Minute ehe Hanga per Dunk die ersten Punkte machte. Durch aggressive Verteidigung kamen die Basken allerdings zurück. Vesely sorgte per Alley-oop für das erste Highlight. Mit 23:15 für Fener ging es ins zweite Viertel.

2. Viertel: Laboral erhöhte gleich noch mal die defensive Präsenz. Gerade Center-Klotz Bourousis bereitete den Türken arge Probleme. So kamen die Basken bis auf 3 Punkte heran. Adams schickte James per Alley-oop-Anspiel von der Mittellinie auf die Reise, aber nur eine Szene später kassierte Bourousis sein drittes Foul und das Momentum war wieder dahin. Dennoch blieb Laboral Kutxa dran. Zur Pause stand es 41:40.

3. Viertel: Hanga sorgte kurz nach der Pause für die erste Führung im Spiel. Laboral Kutxa hatte allerdings bereits nach 3:30 Minuten die Teamfoulgrenze erreicht. Das bescherte Fener einige Freiwürfe, das Spiel blieb dennoch eng. Bourousis machte den Deckel drauf. Die Basken gingen mit einer knappen 57:55-Führung ins Schlussviertel.

4. Viertel: Bourousis machte da weiter, wo er aufgehört hatte. Per Hook Shot und Dreier schraubte er die Führung direkt auf 7 Punkte hoch. Es entwickelte sich eine unfassbar intensive Schlussphase, in der Topscorer Datome in Foulprobleme geriet. Fener kam durch Vesely wieder ran. 25,7 Sekunden vor dem Ende sorgte Sloukas per Korbleger für den Ausgleich. Adams ließ die Uhr runterlaufen, verwarf aber dann den Gamewinner aus der Mitteldistanz. Fener blieben 0,6 Sekunden auf der Uhr, aber Dixon verwirft den Notwurf. 72:72. Overtime!

Verlängerung: Bogdanovic erzielte die ersten fünf Fener-Punkte und Laboral hatte kein Glück. Erst wurde ein Treffer trotz Ablauf der Wurfuhr gegeben, dann legte Bourousis zwei Freiwürfe daneben und auch bei James sprang der Ball wieder raus. Bogdanovic erhöhte rund zwei Minuten vor dem Ende auf 81:74. Fener schaukelte das Spiel dann nach Hause. 88:77

Fenerbahce vs. Laboarl Kutxa: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Bogdan Bogdanovic. Der Serbe nahm in der Overtime das Heft in die Hand erzielte 9 der 16 Fenerbahce-Zähler. Insgesamt kam der zukünftige NBA-Spieler auf 18 Punkte und war damit Topscorer in einem ausgeglichenen Team. Auch stark: Kostas Sloukas.

Der Flop des Spiels: Davis Bertans. Der Lette spielte eigentlich eine richtig gute Saison. Nur im Semifinale lief es dann überhaupt nicht für den Forward. Bertans fand zu keiner Zeit ins Spiel und erzielte in 24 Minuten Einsatzzeit nur mickrige 2 Punkte. Defensiv hatte er zudem Probleme mit dem Frontcourt der Türken.

Das fiel auf:

  • Was für ein Start ins Spiel. Was für ein Hexenkessel. Laboral Kutxa zeigte sich sichtlich eingeschüchtert von der Atmosphäre. Ein 0:13 zum Start war die Folge, aber nach zwei Auszeiten lief es dann für die Basken. Sie kämpfen sich über die Defense zurück in die Partie und kamen so zu leichten Fastbreak-Punkten.
  • Dazu brachten sie Bourousis in die Partie und der Center-Koloss war endgültig der Momentum-Changer. Der Grieche stellte Fener defensiv mit seiner Präsenz vor große Probleme und punktete vorne im Post und nach dem Pick-and-Roll nach Belieben. Allerdings geriet Bourousis gegen Ende des zweiten Viertels in Foulprobleme. Fener stellte sich nach der Pause besser auf Bourousis ein und hielt ihn vom Korb weg. Vor allem Udoh verteidigte besser gegen ihn, auch wenn sie ihn nie komplett in den Griff bekamen.
  • Es wurde wieder einmal deutlich, welch tiefen Kader die Türken besitzen. Fener-Coach Obradovic konnte im Grunde ohne Qualitätsverlust durchwechseln. Bis spät ins dritte Viertel hatte kein türkischer Spieler zweistellig gepunktet. Die Last wurde auf mehrere Schultern verteilt. Als es dann in die Crunchtime ging, war es Bogdanovic, der sich als Go-to-Guy herauskristallisierte.
  • Die Basken zeigten sich als gute Verlierer. Noch lange nach Spielende feierten die mitgereisten Fans auf den Rängen ihr Team und tanzten zur mitgebrachten Blaskapelle. Die Fans beider Teams verpassten der Veranstaltung auf jeden Fall einen mehr als würdigen Rahmen.

Das Final Four im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung