Zwischen Trostpreis und Träumerei

Von SPOX
Montag, 12.10.2015 | 16:20 Uhr
Will Cherry (r.) will mit Alba Berlin im Eurocup ähnlich durchstarten wie in der BBL
© imago
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Insgesamt fünf deutsche Teams sind in diesem Jahr im Eurocup vertreten, jeweils zwei stehen sich dabei in einer Gruppe gegenüber. Wie stehen die Chancen für Alba Berlin, Ratiopharm Ulm und Co.? Und was passiert mit dem einzigen deutschen Legionär? SPOX blickt auf die Gruppen mit deutscher Beteiligung und analysiert.

Gruppe A

EWE Baskets Oldenburg

Zwei Jahre in Folge scheiterte Oldenburg denkbar knapp am Einzug unter die besten 32, beim dritten Mal soll es nun endlich klappen. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Zwar unterlagen die Baskets erst Bamberg im Champions Cup und dann Bayern zum Saisonstart der BBL deutlich, in den beiden darauffolgenden Partien zeigte das Team allerdings eine ansteigende Form.

Ohnehin hat der amtierende deutsche Pokalsieger unter dem Mitte der letzten Saison geholten Coach Mladen Drijencic einen großen Sprung gemacht, im Sommer kamen mit Klemen Prepelic, Brian Qvale sowie Vaughn Duggins noch einige hochkarätige Neuverpflichtungen dazu, welche den Oldenburgern eine neue Tiefe verleihen.

Natürlich hat zum Saisonstart angesichts der vielen neuen Gesichter noch nicht alles gepasst: "Wir haben Fehler gemacht, die auf diesem Level nichts zu suchen haben", ärgerte sich Drijencic nach dem Arbeitssieg über Medi Bayreuth am Sonntag. Rufen die Oldenburger ihr Potenzial ab, sollte das Ziel des Weiterkommens im dritten Anlauf jedoch endlich Realität werden.

Dominion Bilbao Basket

Nach einem Jahr Pause sind die Spanier zurück im Eurocup, in dem sie mit 44-19 eine durchaus beeindruckende Bilanz aufweisen und bereits dreimal das Halbfinale erreicht haben. Bilbao hat eine starke Saison hinter sich und erreichte in der Liga ACB den durchaus beeindruckenden vierten Platz.

Da der Kader mit Shawn James, Alex Suarez, Alex Ruoff und Clevin Hannah noch verstärkt wurde und Leistungsträger wie Axel Hervelle und Raul Lopez gehalten werden konnten, kann man die Basken in Gruppe A durchaus zu den Favoriten zählen. Was die internationale Erfahrung angeht, können mit dieser Truppe nur wenige Konkurrenten mithalten.

Union Olimpija Ljubljana

Es war eine ziemlich ungewöhnliche Saison für den slowenischen Vorzeigeklub: Kein einziger Titel wurde im letzten Jahr gewonnen, in der Adriatic League verpasste man gar die Playoffs - so kennt man es eigentlich nicht in Ljubljana.

Im Eurocup will das Team von Gasper Potocnik zum dritten Mal in Serie unter die besten 32 Teams einziehen, dabei verfolgt man allerdings einen anderen Ansatz als die meisten anderen Teams. Es stehen hauptsächlich Slowenen im Kader, kaum ein Team im Wettbewerb weist eine jüngere Mannschaft auf. Teenagern wie Blaz Mesicek oder Vasilije Vucetic sollen durchaus prägende Rollen zukommen.

JSF Nanterre

Noch vor Bilbao ist Nanterre wohl der Topfavorit in Gruppe A. Die Franzosen holten in der abgelaufenen Saison nicht nur den heimischen Supercup, sondern auch noch die EuroChallenge und waren somit automatisch für den Eurocup qualifiziert. Im Halbfinale zeigten sie dabei den Fraport Skyliners ihre Klasse.

Ihr damaliger Topscorer Kyle Weems ist zwar nicht mehr da, dafür wurde der Kader mit Tasmin Mitchell, Fernando Raposo und dem überragenden Scorer Gerald Robinson (16,1 Punkte pro Spiel im Eurocup) aber hochkarätig verstärkt. Im ersten Spiel der Gruppe in Bilbao steht für Nanterre direkt mal eine Standortbestimmung an.

Telekom Baskets Bonn

Der Eurocup ist für Bonn nicht gerade Neuland, bereits zum dritten Mal in Serie sind die Baskets im zweitbesten europäischen Wettbewerb vertreten. Bisher gab es allerdings ein gravierendes Problem: Zuhause verkaufte man sich stets gut, auswärts weist Bonn bis dato aber eine erschreckende Bilanz von 3 Siegen bei 25 Niederlagen im Eurocup auf.

Das soll diese Saison besser werden und die Chancen dafür stehen nicht allzu schlecht: Mit Tadas Klimavicius und Eugene Lawrence konnten im Sommer zwei sehr wichtige Spieler gehalten werden, mit Aaron White und Xavier Silas fanden zwei Hochkaräter ihren Weg in die frühere Bundeshauptstadt.

Der Saisonstart mit zwei Siegen und einer Niederlage in der BBL machte durchaus Hoffnung, vor allem offensiv ist Bonn richtig gefährlich: Kein Team punktete bisher mehr als die Baskets (89,76 Punkte pro Spiel). Zumal am Sonntag gegen Bayern ein wahres Ausrufezeichen gesetzt wurde: "Ich hoffe, dass uns dieser Sieg Auftrieb gibt", sagte Coach Matthias Fischer im Anschluss. Zum Auftakt gegen Oldenburg könnten die Baskets diesen Auftrieb zweifellos gut gebrauchen.

Dolomiti Energia Trento

Die Italiener sind in einer interessanten Lage - Trento hat die beste Saison seiner Geschichte hinter sich und hatte nicht nur die viertbeste Bilanz in Italien, sondern auch den MVP Tony Mitchell in seinen Reihen. Der spielt nun zwar in Wolgograd, dennoch kann sich das Team auf seine erste Eurocup-Saison durchaus freuen.

Mit Trent Lockett etwa wurde im Sommer ein alter Bekannter aus der BBL verpflichtet, mit Julian Wright patrouilliert künftig sogar ein früherer NBA-Center die Zone. Mit Diego Flaccadori hat Trento zudem eines der größten italienischen Talente in seinen Reihen. Es mag ein wenig an Erfahrung fehlen, vom Talent her ist das Weiterkommen aber durchaus möglich für die Debütanten.

Seite 1: Gruppe A mit Oldenburg und Bonn

Seite 2: Gruppe B mit Alba und Ludwigsburg

Seite 3: Gruppe C mit Ulm

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