Mittwoch, 08.04.2015

Eurocup, Halbfinale

Ex-Bayer Rice bringt Khimki ins Finale

Dank eines starken Tyrese Rice egalisiert Khimki Moskau Region die knappe Hinspielniederlage gegen Banvit Bandirma und steht im Finale um den Eurocup. Am Ende müssen die Russen allerdings gehörig zittern. Im Endspiel geht es nun gegen Herbalife Gran Canaria Las Palmas, das sich auch im Rückspiel gegen Unics Kazan durchsetzt.

Tyrese Rice wurde kürzlich zum MVP des Eurocups ernannt
© imago
Tyrese Rice wurde kürzlich zum MVP des Eurocups ernannt

Khimki Moskau Region - Banvit Bandirma 93:89 (Hinspiel: 82:83)

Bereits drei Minuten waren gespielt, als Paul Davis Moskau die ersten Punkte bescherte. Den Start hatten die Russen also schon mal verschlafen. Dabei galt es, die knappe Hinspielniederlage aufzuholen. Im Bewusstsein der eigenen Heimstärke ließ sich Khimki von Banvits gutem Beginn allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Bereits kurz darauf bescherte Petteri Koponen Moskau von draußen die erste Führung, die die Gastgeber bis zur Halbzeit sogar bis auf sieben Zähler ausbauen konnten.

Knapp eine Minute vor dem Ende sah es dann so aus, als wäre die Sache durch, als hätte Khimki den Finaleinzug bereits sicher. Mit zwölf Punkten führten die Russen. Eigentlich genug, doch Banvit startete einen letzten, verzweifelten Run. Acht Punkte legten die Türken in Serie auf, Khimki traf plötzlich nichts mehr und stand mit einem Mal gehörig unter Druck.

Allerdings scheint Tyrese Rice in solchen Momenten erst so richtig aufzublühen. 10,2 Sekunden vor dem Ende traf der Ex-Bayer zwei Freiwürfe, sicherte den Moskowitern damit das Weiterkommen und krönte zudem seine auch sonst herausragende Vorstellung. Mit 28 Punkten war Rice Topscorer und steht nun erneut in einem europäischen Finale, nachdem er vergangene Saison mit Maccabi Tel Aviv bereits die Turkish Airlines Euroleague gewann.

Herbalife Gran Canaria Las Palmas - Unics Kazan 78:76 (Hinspiel: 83:70)

Gran Canaria hat einfach einen Lauf. Im Hinspiel hatten die Spanier ihr achtes Spiel in Serie gewonnen und ließen nun Nummer neun folgen. Zwar enteilten die Gastgeber nie wirklich, aber sie hatten ja auch keine 13 Punkte aufzuholen. Andererseits machte es auch nicht den Anschein, als bekäme Kazan die Möglichkeit, sich für die deutliche Heimniederlage zu revanchieren.

Dazu arbeitete Gran Canaria schlicht am Brett zu gut (34:22 Rebounds), während bei den Russen der Dreier einfach nicht fallen wollte (4/18 3FG). So führte Las Palmas zur Halbzeit mit fünf Punkten und fuhr am Ende den knappen, aber selbstverständlich völlig ausreichenden Sieg ein. Ausschlaggebend war dabei auch die geschlossene Teamleistung der Gastgeber, bei denen vier Spieler zweistellig scorten. Am fleißigsten war der Ex-Berliner Levon Kendall mit 17 Punkten. Da halfen auch James Whites 20 Zähler nichts.

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