10 Dinge über Hamburgs Gökhan Töre

Der Junge, der Real Madrid vermöbelte

Von Jan Konietzny
Freitag, 23.03.2012 | 13:51 Uhr
Ob Jaroslav Drobny öfter mal zum Playstation-Duell beim Gökhan vorbei schaut? Man weiß es nicht
© Getty
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Wissenswertes, Witziges und Kurioses: In der neuen Serie "10 Dinge über..." stellt SPOX die Stars der Bundesliga aus einer anderen Perspektive vor. Was sind ihre Vorlieben? Ihre Geheimnisse? Ihre Spezialtricks auf dem Platz? Diesmal mit Hamburgs Dribbelwunder Gökhan Töre.

1. Versprechen an Opa: Gökhan Töre (20) wuchs bei seinen Großeltern auf. So scheint es auch nicht weiter verwunderlich, dass es Opa Sabri war, der den jungen Gökhan einst für Fußball begeisterte. "Er spielte immer im Park", berichtet Töre über seinen Opa. "Da habe ich sein Talent gesehen. Er spielte auch zwei Jahre bei Bayer Leverkusen, als ich dort in der Jugend war." Opa Töre ist mittlerweile verstorben. "Ich muss sagen, ich hatte einen Großvater, für den ich Gott danken muss. Er war praktisch wie ein Vater für mich." Am Sterbebett versprach er seinem Opa, dass er nur für die türkische Nationalmannschaft spielen werde - und nicht die deutsche. Mittlerweile trägt er das Band zu seinem Opa auch auf der Haut. Töre ließ sich den Namen seines Opas, Sabri, auf den linken Unterarm tätowieren.

2. Who the f**k is Malouda? An einer Sache hat es Töre nie gemangelt: Selbstbewusstsein. Im Jahr 2009 wechselte er von Bayer Leverkusen zum großen FC Chelsea nach London. Tatsächlich wurde er für die erste Mannschaft verpflichtet und trainierte auch mit dieser. Einsätze gab es jedoch nur in der Reserve. In einem Interview damals antwortete Töre auf die Frage, wie er sich im Vergleich zu "Konkurrent" Florent Malouda sieht: "Ich bin schneller und technisch besser als er. Aber er hat mehr internationale Erfahrung und ist natürlich ein guter Spieler."

3. Bros - Klappe, die erste: Bros sind wichtig im Leben, das weiß man nicht erst seit "How I Met Your Mother". Kommt man als kleiner Junge zum großen FC Chelsea ins noch größere London, braucht man natürlich Leute, die sich um einen kümmern - am besten Mannschaftskollegen. In Chelsea wohnte Töre direkt neben Salomon Kalou, mit dem er sich heiße Playstation-Duelle lieferte. Auch mit Stars wie Michael Essien, Paulo Ferreira und Joe Cole verbrachte der Youngster seine Zeit. "Es gab niemals diese 'Ich bin der Star, du bist der Jüngling'-Einstellung. Jeder bei Chelsea ist ein Weltstar, aber keiner verhält sich so", berichtete Töre.

4. Bros - Klappe, die zweite: Ein ganz besonders guter Bro sollte der Russe Juri Schirkow werden: "Mit Juri war ich fünf Tage die Woche unterwegs." Auch an seinem Wechsel zum Hamburger SV war ein Fußballer-Kumpel von Töre beteiligt - ein gewisser Mesut Özil. Im Urlaub tauschten sich beide über einen Wechsel zu den Hanseaten aus, Özil hielt es für eine gute Idee. Und Bros belügen bekanntlich keine Bros. Also ging Gökhan zum HSV.

5. Vorbilder: Irgendwie hat irgendwo jeder seine Idole, auch Gökhan Töre. Wer kommt einem in den Sinn, wenn man an kleine, wuselige Dribbler denkt? "Als ich klein war, hatte ich keine. Aber jetzt mag ich Sergio Agüero und Lionel Messi. Unsere Art Fußball zu spielen ist durchaus vergleichbar." In Sachen türkische Nationalspieler lobte Töre vor allem Arda Turan, bei dem er das Zeug für einen ganz Großen sieht.

6. Gegen die Königlichen: Einmal dem spanischen Rekordmeister zwei Tore eingeschenkt zu haben, das können wohl nur sehr wenige Spieler auf dieser Welt von sich behaupten. Gökhan Töre gehört dazu. Als kleiner Bub schenkte er den Königlichen im Trikot von Bayer Leverkusen zwei Treffer hintereinander ein.

7. Karriere-Killer-Trick: Im Jahr 2009 trat Töre in der Türkei erstmals so richtig in Erscheinung. Es war ein freundschaftliches Testspiel zwischen der türkischen U 21 und Beskitas Istanbul. Ein gewisser Rodrigo Tabata, zuvor der wohl begehrteste Spieler der Süper Lig, war für acht Millionen Euro zu Beskitas gewechselt und präsentierte sich damals zum ersten Mal den heimischen Fans. Den jungen Töre kannte zum diesem Zeitpunkt kaum jemand. Dann kam es zu einer Szene, die verheerend für Tabata werden sollte: Töre ließ ihn in einem Zweikampf dermaßen schlecht aussehen, dass er von den türkischen Medien geradezu zerrissen wurde. Auf den Durchbruch bei Beskitas wartete Tabata daraufhin vergebens. Anfang 2011 wurde er nach Katar transferiert.

8. Wenn der Hrubesch nervt: Natürlich stand er als talentierter Deutsch-Türke irgendwann vor der Entscheidung, welche Nationalmannschaft es denn nun sein soll. Von Beginn an spielte Töre aus genannten Gründen für die Türkei, um genau zu sein seit der U 16. Trotzdem ließ Horst Hrubesch nicht locker, um ihn für die deutschen U-Nationalmannschaften zu begeistern. "Hrubesch hat mich einmal im Monat angerufen und gefragt 'Was meinst du? Komm und spiel bei uns.' Aber ich habe immer nein gesagt."

9. Männersachen: Als Fußballer braucht man einfach Hobbies, schließlich will der stressige Job ausgeglichen werden. Was machen viele Frauen, wenn sie gestresst sind? Richtig, sie gehen shoppen. Und was für Frauen gut ist, kann für Kerle nicht verkehrt sein. "Ich mag es einfach, Sachen zu kaufen", gab Töre offen zu. Seine Episode bei Chelsea war in der Hinsicht natürlich ein Paradies: "London war fantastisch in Sachen Shopping. Dort gibt es mit die besten Geschäfte der Welt."

10. Blick in die Zukunft: Wer genügend Selbstvertrauen hat, der steckt sich auch hohe Ziele. Chelsea war ein großer Schritt, unter Ancelotti bekam Töre jedoch keine Chance. Der Durchbruch soll nun in Hamburg klappen. Fink setzt auf seinen Youngster: "Er kann eine Abwehr schwindelig spielen." Für die ferne Zukunft hat Töre jedoch größere Ziele: "Irgendwann könnte es dann vielleicht Barcelona oder Real Madrid sein."

Gökhan Töre im Steckbrief

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