Laureus Stiftung

Laureus-Projektbesuch in New York

SID
Freitag, 06.07.2012 | 15:37 Uhr
Laureus-Projektbesuch in New York
© Laureus

Im Rahmen der Produktion einer TV-Reportage reiste ein Laureus-Team nach New York und besuchte dort mehrere von der Laureus-Stiftung geförderte soziale Sportprojekte.

Ge­schäfts­leu­te mit Handy und Kaf­fee in der Hand het­zen durch Man­hat­tan, un­zäh­li­ge gelbe Taxis ver­stop­fen die Stra­ßen, in den Hoch­häu­sern ist es an­ge­nehm kühl - das ist New York. Lange Men­schen­schlan­gen mor­gens um sie­ben Uhr vor der Me­tha­don-Aus­ga­be­stel­le, Ban­den­krie­ge und Schuss­wech­sel - auch das ist New York. Das New York, das uns in­ter­es­siert, die Lau­reus Sport for Good Stif­tung.

Ge­mein­sam mit dem Pro­duk­ti­ons­team von SPOR­T1 sind wir in New York, um eine TV-Re­por­ta­ge über die Ar­beit der Lau­reus Sport for Good Foun­da­ti­on zu dre­hen. Lau­reus USA un­ter­stützt meh­re­re so­zia­le Sport­pro­jek­te, dar­un­ter die Or­ga­ni­sa­ti­on "Coach across Ame­ri­ca".

Chance für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

Ziel von CAA ist es, Col­le­ge-Ab­sol­ven­ten als Sport-Trai­ner für so­zi­al be­nach­tei­lig­te Kin­der und Ju­gend­li­che ein­zu­stel­len. Da die Coa­ches oft aus den­sel­ben Stadt­tei­len kom­men wie die Pro­jekt­teil­neh­mer, fun­gie­ren sie als Vor­bil­der, Men­to­ren - und nicht sel­ten als El­ter­n­er­satz.

Einer der Coa­ches ist Ktri­ce: 26 Jahre alt, Bas­ket­ball­coach in der Bronx. Er selbst wuchs in einem Um­feld von Dro­gen und Ban­den­krie­gen auf. Bas­ket­ball zu spie­len war sein ein­zi­ger Halt. Nach sei­nem Col­le­ge­ab­schluss trai­niert er nun selbst Kids in dem Vier­tel, in dem er auf­ge­wach­sen ist. "Ich habe durch den Sport Ei­gen­schaf­ten wie Dis­zi­plin, Ver­ant­wor­tung und Selbst­ver­trau­en ken­nen­ge­lernt. Ei­gen­schaf­ten, die ich nun ver­su­che, an die Kids wei­ter­zu­ge­ben."

So wie Ariel, 20 Jahre alt, aus East Har­lem. Als Ju­gend­li­cher ver­prü­gel­te er Men­schen, ge­riet mit dem Ge­setz in Kon­flikt und schwänz­te die Schu­le. Als seine Tante starb, be­gann Ariel Rugby zu spie­len.

"Du musst dich selbst respektieren"

"Das Rug­by-Trai­ning hat mir die Kraft und den Wil­len ge­ge­ben, mein Leben zu ver­än­dern. Mir wurde klar, dass nichts Ma­te­ri­el­les von mir übrig bleibt, wenn ich ster­be. Das ein­zi­ge, woran sich die Leute nach dei­nem Tod er­in­nern, ist, ob und wie du ihr Leben ver­än­dert hast."

Ariel fängt an, re­gel­mä­ßig zur Schu­le zu gehen, wird beim Rugby zum Team­ka­pi­tän ge­wählt und fliegt mit sei­nem Club "Old Blue RFC" zu einem Match nach At­lan­ta - sein ers­tes Mal in einem Flug­zeug. Seine Er­fah­run­gen gibt er zudem als Rug­by-Coach an die Jün­ge­ren wei­ter: "Du musst dich selbst re­spek­tie­ren. Erst wenn du das tust, kannst du auch an­de­ren Men­schen Re­spekt ent­ge­gen­brin­gen. Au­ßer­dem musst du dich an­stren­gen, du musst 100 Pro­zent geben. Wenn du dich beim Sport oder in der Schu­le an­strengst, be­kommst du dafür auch etwas zu­rück. Es lohnt sich!"

Dank der Spen­de von 1,3 Mio. Dol­lar von Mer­ce­des-Benz USA an die US-ame­ri­ka­ni­sche Lau­reus Sport for Good Stif­tung, kann CAA seine Pro­gram­me wei­ter aus­bau­en und mit noch mehr Coa­ches noch mehr Kin­der und Ju­gend­li­che er­rei­chen.

"Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern"

Doch MB USA en­ga­giert sich nicht nur fi­nan­zi­ell: Beim Ki­ck­off in New York und Mont­va­le mo­ti­viert MB USA-Chef Steve Can­non ge­mein­sam mit Lau­reus Aca­de­my Mit­glied Mark Spitz die Mit­ar­bei­ter, sich für die Lau­reus-Idee "Sport hat die Kraft, die Welt zu ver­än­dern" zu be­geis­tern.

Und tat­säch­lich spie­len kurze Zeit spä­ter die MB-An­ge­stell­ten ge­mein­sam mit Steve Can­non und den Lau­reus Kids Rugby und Bas­ket­ball oder mes­sen sich im Tisch­ten­nis. "Ich finde die Mis­si­on von Lau­reus Sport for Good gro­ßar­tig und bin stolz, dass Mer­ce­des-Benz USA diese Pro­jek­te un­ter­stützt", er­klärt Karen Lee vom Mer­ce­des-Benz Di­ver­si­ty & In­clu­si­on Of­fice in Mont­va­le.

Für Schwimm­le­gen­de und Lau­reus Aca­de­my Mit­glied Mark Spitz sind Pro­jek­te wie diese der Grund für sein so­zia­les En­ga­ge­ment: "Wenn man in Stadt­tei­len wie der Bronx oder in East Har­lem auf­wächst, ist es nicht leicht, sich für den rich­ti­gen Weg zu ent­schei­den. Wir kön­nen die Kin­der nicht zwin­gen, sich zu ver­än­dern, aber wir kön­nen ihnen die Wahl geben. Genau das tun wir - mit Er­folg."

Laureus-Botschafter Braxenthaler als DTM-Zaungast

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