Laureus-Projekt fördert Integration

Becker bei den "Kicking Girls"

SID
Mittwoch, 29.02.2012 | 14:22 Uhr
Gruppenfoto mit den Kicking Girls: Boris Becker besuchte eine Bremer Grundschule
© laureus

Mesut Özil, Sami Khedira oder Fatmire Bajramaj: Integration ist in den deutschen Fußball-Nationalmannschaften ein aktuelles Thema. Und nicht nur dort. Wie Fußball helfen kann, Selbstbewusstsein und Emanzipation von Mädchen mit sogenanntem Migrationshintergrund zu stärken, zeigt das von der Laureus Sport for Good Stiftung und dem DFB geförderte Projekt "Kicking Girls".

Am Morgen vor dem Länderspiel gegen Frankreich besuchte Boris Becker am Mittwoch die Bremer Grundschule am Pastorenweg, die im vergangenen November von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Integrationspreis 2011 ausgezeichnet wurde.

Hier kicken rund 50 Mädchen - und fast alle von ihnen sind nicht in Deutschland geboren worden. "Kicking Girls" soll in ganz Deutschland Mädchen helfen, selbstbewusst zu sein, sich zu emanzipieren und den Weg in die Sportvereine zu ebnen.

"Ich habe nicht vergessen, woher ich komme und was mir der Sport für Möglichkeiten gegeben hat", sagte Becker.

Becker liegt das Projekt am Herzen

Und weiter: "Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Mädchen hier Fußball spielen. Ich freue mich über die Gelegenheit, die Kinder aus den Laureus Projekten näher kennenzulernen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Natürlich ist es wichtig, dass sich Sportler wie ich für die Laureus Sport for Good Stiftung einsetzen, doch die eigentlichen Hauptdarsteller sind die Kinder selbst. Bei diesen Projektbesuchen geht es darum, ihnen Zeit zu widmen, ihnen zuzuhören und Aufmerksamkeit zu schenken. Ich nehme aus diesen Projektbesuchen immer sehr viel mit."

Mit den Grundschülerinnen kickte der Wimbledonsieger und konnte sich von dem Enthusiasmus überzeugen, der nicht selbstverständlich ist für Kinder aus vergleichbar problematischem Umfeld.

Die Schirmherrschaft des Projekts haben die Laureus-Botschafterinnen und Fußball-Weltmeisterinnen Nia Künzer und Birgit Prinz.

"Fußball ist bestens geeignet, Mädchen aus ihrer klassischen Rolle heraus zu holen", sagte Projektleiter Professor Ulf Gebken von der Uni in Oldenburg. In den kommenden drei Jahren soll das Projekt weiter ausgebaut werden. In Bremen sind es derzeit fünf Standorte - insgesamt sollen es rund 50 in ganz Deutschland werden.

Sport als Mittel zu sozialer Veränderung ist das Konzept der Laureus Sport for Good Foundation. Weltweit werden rund 80 Projekte gefördert, die sich vordringlich um benachteiligte Kinder kümmert.

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