Boris Becker über das Laureus-Projekt

"Wir müssen nach Afrika"

SID
Donnerstag, 10.02.2011 | 13:33 Uhr
Boris Becker ist seit Jahren Botschafter der Laureus-Stiftung
© Getty

Seit zwölf Jahren hilft die Laureus-Stiftung Kindern auf aller Welt. Laureus-Botschaufter Becker erklärt, was die Verantwortlichen motiviert und wie die Zukunft aussehen könnte.

In Abu Dhabi wurden zum zwölften Mal die Laureus World Sports Awards verliehen. Und mit Martin Kaymer (Europas Golfspieler Nummer eins) und Verena Bentele, die bei den Olympischen Spielen der Menschen mit Handicap in Vancouver im vergangenen Jahr fünf Goldmedaillen für sich verbuchen konnte, gewannen gleich zwei Deutsche.

Kaymer und Bentele gewinnen Laureus-Award

Die Laureus World Sports Awards sind die bedeutendsten internationalen Auszeichnungen im Bereich des Sports. Schirmherr des Laureus ist Nelson Mandela. Bei der ersten Verleihung im Jahr 2000 sagte der Friedensnobelpreisträger: "Sport hat die Macht, die Welt zu verändern". Und der Laureus hat in den zwölf Jahren schon viel von diesem Versprechen eingelöst. Boris Becker zieht nach zwölf Laureus-Jahren in einem kurzen Interview, das SPOX von all4radio zur Verfügung gestellt wurde, eine rundum positive Bilanz.

Frage: Bereits zum zwölften Mal fanden die Laureus World Sports Awards statt. Wie sieht Ihre persönliche Bilanz aus?

Boris Becker: Am Anfang war es ein Traum, eine Wunschvorstellung - und niemand hätte damit gerechnet, dass Laureus in diesem Maße wächst und dass wir international eines Tages so erfolgreich sind. Dennoch soll das erst der Anfang sein. Wir sind als Sport-Stiftung ja noch sehr jung. Mit zwölf Jahren sind wir noch ein Baby - und erreichen dennoch 1,5 Millionen Kinder mit unserer Idee, dass Sport die Kraft hat, die Welt zu verändern. Aber wenn man bedenkt, wie viele Kinder es auf der Welt gibt, ist das doch nur ein Bruchteil.

Frage: Sie sind auf der ganzen Welt für die Laureus-Projekte unterwegs. Was erleben Sie, wenn Sie vor Ort sind?

Becker: Wenn man den Kindern in die Augen schaut und ihre Freude sieht, dann ist das etwas, das einem Kraft gibt und motiviert. Wenn man das Lachen sieht, sei es nun bei einem Fußball-Spiel oder einem Tennis-Match, dann ist das Grund genug, weiter zu machen.

Frage: In Abu Dhabi werden nicht nur die Weltsportler des Jahres geehrt, es werden auch die Aktivitäten der nächsten Jahre besprochen. Und es sieht so aus, als ob sich immer mehr Sportler engagieren wollen?

Becker: Wir haben in der Tat die Erfahrung gemacht, dass wir jedes Jahr mehr Schreiben von Sportlern erhalten, die unsere Idee verstanden haben. Sportler, die große Erfolge gefeiert haben, sich jetzt in Ruhestand befinden und sich einbringen wollen. Das ist ein großes Kompliment.

Frage: Wie stellen Sie sich die weitere Entwicklung bei Laureus vor?

Becker: Dass wir weiter international denken. Es war zum Beispiel eine richtige Entscheidung, den Standort zu wechseln. Die ersten Jahre in Monte Carlo waren richtig. Aber die Tatsache, dass unsere Idee sozusagen auf die Reise geht, über Estoril, Barcelona, St. Petersburg jetzt in Abu Dhabi, war gut. Wir müssen irgendwann mal nach Amerika, wir müssen irgendwann mal nach Afrika und nach Südamerika. Wir haben noch viel vor.

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