Ein Tag beim Kremer Racing Team

Nur selber fahren wäre noch näher dabei

Von W. Fries
Das Kremer Racing Team bei den Startvorbereitungen am Red Bull Ring
©  Kremer Racing

Auf Einladung von Kremer Racing habe ich einen Tag bei den International GT Open am Red Bull Ring im österreichischen Spielberg miterlebt. Beeindruckt von den Fahrzeugen, der Rennaction, den Emotionen, der Anspannung der Fahrer und besonders der Tatsache, dass man alles hautnah (O-Ton ich: "Ich glaube, ich habe jetzt den Reifengummi in der Fresse!") miterleben kann, wird mir unvergessen bleiben. Diese Serie ist wirklich hoch professionell, aber immer noch zum Anfassen.

Los geht es von München um 6.30 Uhr Richtung Spielberg in Österreich. Was mich genau erwartet, ist mir noch nicht bewusst. Am Ring angekommen werden wir gleich von der Team Managerin begrüßt und durch die Kremer Racing Box geleitet.

Ferraris wohin man schaut, Techniker, die noch letzte Einstellungen an den Boliden vornehmen, sich aber auch die Zeit nehmen, einem Besonderheiten der Fahrzeuge zu erklären.Dann werden die Motoren zum Testlauf "gezündet".

Laut, sehr laut, im Leerlauf. Als einer der Mechaniker den Motor nur kurz mal hochdreht, ist mein erster Eindruck: So, der ist doch jetzt mal hin! Ne, ist er nicht, muss so knallen. Nur blöd, dass der Ferrari direkt hinter mir stand und ich mich auf Auspuffrohr-Niveau befand (Video: 0:13).
So ist dann auch leichtes Ohrensausen garantiert. Ich unterstelle dem Mechaniker noch heute Absicht!

Dann ist noch Zeit bis zum Mittagessen, um die anderen Teamboxen zu inspizieren. Ferraris haben hier eindeutig das Sagen, aber auch einige Porsche und ein Mercedes SLS sind mit am Start.
Einer der Porsche Piloten wird sich heute bei den Ferraristis noch recht unbeliebt machen, dazu aber später mehr.Die Scheu, einfach mal in die verschiedenen Boxen zu gehen und sich die Fahrzeuge aus der Nähe anzuschauen ist bald auch verflogen. Zumindest habe ich es nicht verstanden, falls mich jemand zurechtgewiesen hat - Amtsprache, zumindest bei den Mechanikern, ist Italienisch.

Auf zur Startaufstellung

Dann noch schnell im VIP-Gästebereich zum Mittagessen. Allerdings bin ich schon etwas spät dran und als die Team Managerin fragt, ob ich Lust hätte mit zur Startaufstellung zu kommen, bin ich gefühlt schon aus dem Teamzelt, bevor das Besteck auf dem Teller landet.

Da wir bei Startplatz 1 auf die Strecke gehen ist der Weg bis zum den Kremer Startplatz etwas länger als gedacht, aber so fahren zumindest noch mal (fast) alle Boliden an mir in langsamer Fahrt zur Startposition vorbei.

Den Start und die ersten Runden schaue ich noch von der VIP-Terrasse an, gehe dann aber wieder in die Box des Kremer Racing Teams. Nach Rücksprache mit einem der Mechaniker kann ich auch bis kurz vor den Pflicht-Fahrerwechseln an die Boxenmauer.

Bei den Vorbereitungen der zweiten Fahrer ist die Anspannung wirklich greifbar. Alleine das so nah mitzuerleben ist beeindruckend. Fahrer, die sich vor ihrem Einsatz lockern, Mechaniker, die noch mal hier und dahin laufen, die Fahrzeuge die gefühlt viel zu schnell auf die Wechselpositionen fahren, Piloten die aus den Fahrzeugen raus und rein klettern, um dann mit zum Teil spektakulären Drifts wieder auf die Strecke jagen.Das Fahrzeug mit der Nummer 51 hat mich mit seinen Drift zu der Aussage in meiner Einleitung genötigt (Video: 3:40).

Ferrari vs. Porsche = Dreher und laute Italiener

Gegen Ende des Rennens zwingt einer der Porsche Fahrer noch einen der Ferraris in einen Dreher, und meinte nach dem Rennen noch mal in der Ferrari-Box vorbei zu schauen. Hätte er mal besser bleiben lassen.
Was da genau von einen der Italiener gesagt wurde weiß ich nicht, der Porsche Fahrer hat aber sehr schnell das Weite gesucht. Hat vielleicht auch nichts verstanden (Video:4:45).

Der Bolide von Kremer Racing mit den Piloten Freddy Kremer und Detlef Schmidt hat es leider auf Grund von technischen Problemen nicht bis zur Zielflagge geschafft. Einen Bericht zum Rennwochenende und Rennverlauf gibt es bei SPOX:
KREMER RACING in den Fängen des Technik-Teufels

Jetzt noch einen Espresso im VIP-Gästebereich und für die Heimfahrt vorbereiten. Wieder vier Stunden Vollgas mit max. 130 km/h durch Österreich zurück nach München.

Mein Fazit

Noch mal miterleben! Tolle Boliden, packende Rennaction. Auch wenn sich die Mechaniker weigerten, meinen 11 Jahre alten Diesel aufzurüsten, ein spektakuläres Erlebnis. Motorsportfans sollten sich das nicht entgehen lassen.
Ein großes Dankeschön an das Kremer Racing Team.

Hier gibt's es auch noch weitere Videos, Bilder und News zum Team:
Kremer Racing Homepage
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