Langlauf

(Herren), Olympia 2018 in PyeongChang, Saison 2017/2018

Langlauf Liveticker

PyeongChang, Südkorea18. Februar 2018
der Herren
Zeit im Ziel Beendet
Pos.
Name
Zeit
Diff.
Letzte Aktualisierung: 03:57:25
Ende
 
Damit beenden wir die Berichterstattung von der Langlaufstaffel der Herren. Unsere Gratulation geht an die Medaillengewinner. Vielen Dank für Ihr Interesse und noch viel Spaß mit unserem weiteren Olympischen Programm!
ÖSV
 
Von den Österreichern war nicht viel mehr zu erwarten. Rang 13 spiegelt das Leistungsniveau der ÖSV-Läufer wieder. Da fehlt es derzeit an Qualität. Eine absolute Spitzenkraft ist nicht in Sicht, doch auch in der Breite sucht man Klasse, die Top-Leistungen und -Platzierungen ermöglichen würden, vergebens.
Swiss-Ski
 
Auch der Schweizer Startläufer Jonas Baumann büßte viel Zeit ein. Allein an seinem Stockbruch kann das nicht gelegen haben. So war die Sache bereits erledigt, als sich Dario Cologna auf den zweiten Klassik-Abschnitt begab. In der Folge fehlte den Eidgenossen offenbar die Motivation, bis an die Schmerzgrenze zu gehen, weshalb man außerhalb der Top 10 landete.
DSV
 
Entthront wurden die Schweden als zuletzt zweifacher Olympiasieger in Folge. Die letzten Ergebnisse ließen aber auch vermuten, dass die Skandinavier zumindest keine Goldchance besitzen. Am Ende wurde es Platz fünf. Die Deutschen schlugen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut. Wäre Startläufer Andreas Katz etwas besser über seine Runden gekommen, hätte es noch mehr geben können, Edelmetall war für den DSV aber ohnehin unrealistisch.
Fazit
 
Wie erwartet, hat sich der Favorit die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Ein über die Maßen souveräner Johannes Kläbo brachte die Sache am Ende sicher nach Hause. Die Olympioniken aus Russland erwiesen sich noch als härtester Konkurrent, führten anfangs lange und verdienten sich Silber. Große Freude herrschte auch bei den Franzosen über den dritten Platz auf dem Podium, die vermochten ihre Rolle im erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zu nutzen.
 
 
Hinter Finnland und Schweden erreicht Jonas Dobler das Ziel als Sechster. Auf die Schweiz müssen wir ein Weilchen warten. Roman Furger kommt als Elfter an. Luis Stadlober läuft die ÖSV-Staffel auf Platz 13 ins Ziel.
Gold
Gold für Norwegen! Nach dem unwiderstehlichen Antritt bringt das Johannes Kläbo ohne Probleme ins Ziel, hat Zeit, sich eine Flagge zu greifen und fährt in die ausgebreiteten Arme von Simen Hegstad Krüger. Denis Spitsov kommt als Zweiter an, Silber für die OAR-Staffel. Bronze gibt es für Frankreich.
8,27 km
 
Die Entscheidung ist gefallen. Entspannt kann das Johannes Kläbo zu Ende laufen.
 
 
In einer Abfahrt rutscht Johannes Kläbo wieder spielerisch an Denis Spitsov vorbei. Und jetzt tritt der Norweger an! Der Sprint-Olympiasieger lässt den Kontrahenten mühelos stehen.
6,6 km
 
Lari Lehtonen hat Federico Pellegrino abgehängt. Finnland ist nach wie vor Vierter. Der Weg zum Franzosen ist aber viel zu weit.
6,6 km
 
Backscheider büßt jetzt dafür, verliert de Anschluss. Das Polster nach hinten sollte aber groß genug sein, um Bronze abzusichern. Zudem weist Johannes Kläbo auch das bessere Material gegenüber Spitsov auf. Gold liegt eigentlich bereit für die Skandinavier, Kläbo muss das nur noch abholen.
 
 
Wenig später schließt Denis Spitsov auf. Adrien Backscheider hat auch im Vergleich zu dem russischen Läufer schlechtere Ski. Auf dem Weg runter ins Skistadion muss der Franzose viel mehr arbeiten.
4,97 km
 
Und Kläbo hat ganz ausgezeichnetes Material. In der Abfahrt fährt der 21-Jährige dem Franzosen mühelos davon. Noch nutzt er das nicht zur Attacke.
 
 
Johannes Kläbo kontrolliert scheinbar das Geschehen, hat den Abstand von Spitsov im Blick und lauert. Der Norweger lässt Backscheider vorn die Arbeit machen.
3,3 km
 
An der Spitze bleiben Kläbo und Backscheider zusammen. Der Norweger wartet ab. So kommt Denis Spitsov etwas näher. Dahinter hat Federico Pellegrino zu Lari Lehtonen aufgeschlossen.
3. Wechsel
 
In der deutschen Staffel übernimmt jetzt Jonas Dobler auf Platz sieben - direkt hinter Schweden. Der Rückstand ist etwa zwei Minuten groß. Die Schweiz läuft an Position zehn, Österreich auf Zwölf.
3. Wechsel
 
Der letzte Wechsel steht an. Für Norwegen begibt sich Johannes Kläbo auf die Reise, für Frankreich Adrien Backscheider. Alexey Chervotkin büßt 16 Sekunden ein und übergibt an Denis Spitsov. Für Finnland geht es Lari Lehtonen an. Das ist knapp eine Minute Rückstand - eigentlich zu viel, denn Spitsov sollte deutlich besser zurechtkommen. Die Medaillen sind wohl vergeben. Doch wer bekommt welche?
8,27 km
 
Aufgrund der Tempoverschärfung an der Spitze, wächst der Rückstand der Finnen wieder an. Matti Heikkinen schnappt sich zwar gleich den Italiener und schiebt sich auf Rang vier, das Podium aber ist noch weit weg.
 
 
Simen Hegstad Krüger und Clement Parisse sind richtig gut drauf, die hängen Alexey Chervotkin ab. So kristallisiert sich ein Spitzenduo heraus.
6,6 km
 
An der Spitze bekommt der Salvadori Probleme. Vorn geht die Post ab und der 25-Jährige geht richtig fliegen. Das wird noch eine bittere Runde für den Italiener. Die Deutschen laufen nach wie vor mit Schweden zusammen. Da haben sich noch die Kanadier dazu gesellt.
4,97 km
 
Simen Hegstad Krüger bekommt Hilfe von Clement Parisse. In dieser Einträchtigkeit schaffen die Verfolger den Anschluss zur führenden OAR-Staffel. Jetzt werden die Karten neu gemischt.
 
 
Lucas Bögl läuft zusammen mit dem Schweden Marcus Hellner. Gemeinsam haben die beiden ein paar Sekunden raus geholt. Die Medaillen aber sind viel zu weit weg. Der Titelverteidiger wird heute entthront.
3,3 km
 
Alexey Chervotkin zehrt von seinem Vorsprung, der Stück für Stück zusammenschmilzt. Dahinter macht Olympiasieger Simen Hegstad Krüger Druck. Clement Parisse für Frankreich und der Italiener Giandomenico Salvadori bleiben dran.
2. Wechsel
 
Die Finnen sind zu Kasachstan aufgelaufen. An Position acht hat Thomas Bing zum Ende sogar ein wenig aufgeholt, knapp zwei Minuten Rückstand sind es dennoch. Lucas Bögl ist jetzt an der Reihe. Dario Cologna vermochte keine Wunder zu bewirken, es bleibt Rang elf mit 2:20 Minuten Rückstand für die Schweiz. Die Österreicher laufen als Zwölfte mehr als drei Minuten hinter der Spitze.
2. Wechsel
 
Alexander Bolshunov gibt Alexey Chervotkin noch knapp 25 Sekunden mit auf den Weg. Die Attacke von Francesco De Fabiani hat also Wirkung gezeigt. Für Italien begibt sich Giandomenico Salvadori auf die Strecke. Ab sofort geht es im Skatingstil zur Sache.
 
 
Keine guter Verfassung scheint Martin Johnsrud Sundby zu haben. Der Norweger kämpft mächtig, um an dem Franzosen Maurice Manificat dran zu bleiben.
8,27 km
 
Francesco De Fabiani hat jetzt genug und forciert das Tempo. Der Italiener setzt sich ab. Zugleich schmilzt der Rückstand zur OAR-Staffel um zehn Sekunden. Um Yevgeniy Velichko ist es jetzt geschehen, der Kasache muss die Kollegen ziehen lassen.
6,6 km
 
Bolshunovs Vorsprung wächst weiter an. Die Verfolger sind sich nicht einig. Bestes Anzeichen dafür ist die Tatsache, dass der Kasache weiter dran bleibt. Zudem bekommen eventuell die sechstplatzierten Finnen die Möglichkeit, den Anschluss zu schaffen. Iivo Niskanen läuft 25 Sekunden hinter der Gruppe.
 
 
Thomas Bing liegt auf Platz neun - knapp zwei Minuten hinter der Spitze. Dario Cologna macht Positionen gut - nicht aber Zeit. Rang elf mit 2:17 Minuten Rückstand! Die Österreicher laufen auf Platz zwölf - 2:36 Minuten zurück.
4,97 km
 
Dann möchte Sundby die Führungsarbeit nicht allein verrichten, fordert Hilfe ein. So geht das Tempo verloren, was den Kasachen wieder aufschließen lässt. Davon profitiert auch die OAR-Staffel. Alexander Bolshunov ist inzwischen 36 Sekunden voraus.
 
 
In der Verfolgung ergreift nun Martin Johnsrud Sundby die Initiative. Yevgeniy Velichko scheint nicht in der Lage, dieses Tempo mitzugehen. Vor dem Kasachen tut sich eine Lücke auf. Es wird also weiter ausgesiebt.
3,3 km
 
Der Kasache vermag dem forschen Angang von Bolshunov nicht zu folgen. Die OAR-Staffel läuft allein an der Spitze. Und dessen Einsatz zahlt sich aus, der Vorsprung wächst jetzt auf 25 Sekunden an. Dahinter bildet sich eine vierköpfigen Verfolgergruppe mit Kasachstan, Italien, Norwegen und Frankreich.
1. Wechsel
 
Schweden liegt 37 Sekunden zurück, Finnland eine Minute. Für Deutschland macht sich Thomas Bing daran, am fast 75 Sekunden großen Rückstand zu arbeiten. Österreich hat anderthalb Minuten eingebüßt. Als Letzte wechseln die Schweizer, zwei Minuten muss Dario Cologna aufholen, das ist heftig.
1. Wechsel
 
Poltoranin wechselt als Erster und schickt Yevgeniy Velichko auf die Reise. Die OAR-Staffel aber ist dran - und für die macht sich Alexander Bolshunov auf den Weg. Italien und Frankreich folgen mit zehn Sekunden Rückstand. Für die Norweger muss Martin Johnsrud Sundby 18 Sekunden aufholen.
 
 
Kasachstan spielt jetzt seinen Trumpf aus. Poltoranin drückt auf die Tube. Für den Moment hält lediglich Andrey Larkov mit.
8,27 km
 
Alexey Poltoranin übernimmt die Führungsarbeit, hat den erstaunlich starken Italiener Maicol Rastelli im Schlepptau. Andreas Katz hat nun bereits 43 Sekunden eingebüßt, läuft jetzt mit dem Finnen zusammen. Die Schweiz und Österreich liegen schon mehr als eine Minute zurück.
 
 
Schwedens Jens Burman hat Mühe. Der 23-Jährige hält das Tempo der Spitzengruppe nicht, muss reißen lassen.
6,6 km
 
Norwegen führt die sechsköpfige Spitzengruppe an. Dahinter hat Andreas Katz bereits mehr als sieben Sekunden Rückstand. Auch Finnland hat den Anschluss verloren, da fehlen fast 14 Sekunden. Noch ein Stück weiter hinten läuft der Schweizer Jonas Baumann.
4,97 km
 
Das Anziehen der OAR-Staffel zieht das Feld weit auseinander, es bilden sich Gruppen. Die Deutschen und die Schweizer finden sich plötzlich in der Verfolgung wieder. Die Österreicher laufen noch weiter hinten. An der Spitze sind sechs Athleten beisammen. Da gehören natürlich die Norweger, die Kasachen, die Schweden, die Italiener und die Franzosen dazu.
 
 
Andrey Larkov spannt sich vors Feld. Jetzt wird es etwas schneller. Das sorgt beim Esten Andreas Veerpalu für Probleme.
3,3 km
 
Dann schiebt sich Didrik Tönseth nach vorn. Eine spürbare Tempoverschärfung gibt es noch nicht. Wenig später läuft Alexey Poltoranin daneben. Die Kasachen sind auf Position eins stark besetzt, müssten eigentlich mehr probieren.
 
 
Weiterhin werden die Sportler nicht ernsthaft gefordert. Alle Läufer kommen locker mit. Das bietet Andreas Katz die Möglichkeit, sich mal relativ weit vorn sehen zu lassen.
1,67 km
 
Danach geht recht behutsam zur Sache. In gemächlichem Tempo bewegt sich das Feld der 14 Staffeln geschlossen über die Strecke. An der Spitze läuft der Italiener Maicol Rastelli.
 
Jetzt ertönt der Startschuss. Aus fünf Startkorridoren hetzen die Staffeln los. Die Athleten schieben mit kräftigen Doppelstockschüben in paralleler Skiführung an.
Bedingungen
 
Die Bedingungen sind sehr gut im Alpensia Langlaufzentrum. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt scheint die Sonne. Die Loipe ist gespurt, die Strecke bestens präpariert. Alles angerichtet.
Favoritenkreis
 
Ferner müssen wir die Finnen beachten und natürlich die OAR-Staffel. Zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten gehören gewiss auch die Franzosen und die bereits erwähnten Schweizer.
Titelverteidiger
 
Die letzten beiden Staffel-Olympiasiege 2010 und 2014 jedoch gingen nach Schweden. An beiden hatten Daniel Rickardsson und Marcus Hellner ihren Anteil. Die beiden laufen heute an Position zwei und drei. Startläufer ist Jens Burman. Und Calle Halfvarsson soll die Staffel möglichst sehr weit vorn ins Ziel bringen.
Favoriten
 
Top-Anwärter auf Gold sind die Norweger, die sich seit 2001 neunmal in Folge den WM-Titel sicherten. Deren Staffel läuft Didrik Tönseth an, der an den letzten beiden WM-Siegen mitwirkte. Martin Johnsrud Sundby war 2017 in Lahti dabei. Und dann schieben die Skandinavier über die Freistilstrecken noch zwei aktuelle Olympiasieger nach: Simen Hegstad Krüger und Johannes Kläbo.
ÖSV
 
Nicht im Vorderfeld erwarten wir die Österreicher, die mit Dominik Baldauf, Max Hauke, Bernhard Tritscher und Luis Stadlober in den Wettkampf gehen. Einzig Hauke hat bei diesen Winterspielen zumindest Top-30-Platzierungen vorzuweisen. Die ÖSV-Staffel ist einfach nicht gut genug besetzt.
Swiss-Ski
 
Bessere Aussichten hat die Schweiz. Jonas Baumann wird die Staffel anlaufen. Ihm folgt auf dem zweiten Klassikabschnitt Olympiasieger Dario Cologna. Als Skater werden Toni Livers und Roman Furger antreten. Letztgenannter Schlussläufer wusste wie Cologna über 15 Kilometer zu gefallen, wurde da Zwölfter.
DSV
 
Für den Deutschen Skiverband wird Andreas Katz die Sache als Startläufer angehen. Auf den 30-Jährigen folgen Thomas Bing für den zweiten klassischen Teil sowie Lucas Bögl und Jonas Dobler für die Freistilstrecken. Sebastian Eisenlauer, der fünfte deutsche Olympia-Langläufer wurde für die deutsche Staffel nicht berücksichtigt. Das beste Einzelergebnis der nominierten Männer war der elfte Platz von Thomas Bing im Skiathlon. Unter normalen Umständen besitzt die DSV-Staffel keine Medaillenchancen.
Tagesaufgabe
 
Vor den Läufern liegt eine 3.229 Meter lange Runde, die jeweils dreimal zu durchlaufen ist. Zunächst werden die ersten beiden Athleten jeder Staffel im klassischen Stil agieren. Danach geht es auf der identischen Strecke in der Skatingtechnik zur Sache. Insgesamt stehen 14 Teams am Start.
Willkommen
 
Herzlich willkommen in PyeongChang zum olympischen Langlauf der Herren.
Keine Einträge auf der Startliste vorhanden.
Pos.
Name
Zeit
Diff.
1.
Alexander Bolshunov
35:05.3
2.
Alex Harvey
+47.1
3.
Dario Cologna
+47.5
4.
Martin Johnsrud Sundby
+48.7
5.
Maxim Vylegzhanin
+50.3
6.
Hans Christer Holund
+51.7
7.
Calle Halfvarsson
+54.1
8.
Sjur Röthe
+54.9
9.
Niklas Dyrhaug
+1:04.1
10.
Denis Spitsov
+1:04.2