Tennis

US Open Saison 2018

US Open - Halbfinale

New York, USA26.08.2019 - 08.09.2019
K. Nishikori
Match beendet
 
N. Djokovic
K. Nishikori
N. Djokovic
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
3
4
2
6
6
6
Arthur Ashe Stadium | Halbfinale
Spielzeit: 02:23 h
Letzte Aktualisierung: 12:30:02
Nishikori
Djokovic
Goodbye!
 
Das war's nun aber für heute aus New York - weiter geht es bei uns allerdings schon gegen 22:00 Uhr MESZ, wenn das Finale der Damen zwischen Serena Williams (USA/17) und Naomi Osaka (JPN/20) ansteht. Schauen Sie doch einfach wieder rein, wir halten dieses Wochenende auf jeden Fall noch eine Menge Spitzentennis für Sie bereit - bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Lesern einen entspannten Samstag!
Djokovic II
 
Einen hat der Serbe dann aber auch noch für sein offenbar wirklich nicht sonderlich geliebtes Publikum übrig. ''Gucken wir doch mal, ob euch mein Tennis vielleicht dann im Endspiel Spaß macht'', so der Djoker süffisant zum Abschied - bevor er das Mikrofon mit einem Lachen beiseite schiebt.
Djokovic
 
''Es fühlte sich alles sehr gut an heute. Vom ersten Punkt an war ich hellwach, das muss man gegen Kei aber auch sein. Ich glaube, ich habe heute wirklich gut gespielt'', so Djokovic im Interview direkt nach der Partie. Und auf die Frage, warum er schon neun Major-Halbfinales in Serie gewinnen konnte: ''Ich sage mal: Glück. Ich habe hier und an anderen Plätzen schon genug Finales und Halbfinales verloren. Aber momentan fühle ich mich wieder toll, mal gucken, wie weit das noch geht.''
Nishikori
 
Unser Mitgefühl gilt heute natürlich irgendwie Kei Nishikori, ob er das nun möchte oder nicht. Denn zum einen wirkte der Japaner nach seinem Marathon im Viertelfinale gegen Marin Cilic nicht zu 100 Prozent auf der Höhe seiner Schaffenskraft - und zum anderen sind 51 unnötige Fehler in drei Sätzen eben kaum zu kompensieren, schon gar nicht gegen einen Novak Djokovic.
Fazit
 
Egal, wohin man schaut - ob auf die Anzeigetafel, auf den Statistikbogen oder auf den strahlenden Sieger: Überall sieht man nur den Namen Djokovic, denn das hier war mal wieder ein unglaublich effizienter, reifer und abgeklärter Auftritt des Serben. Vollkommen zurecht steht der also nun in seinem achten US-Open-Endspiel - und darf sich dort auf Juan Martin del Potro freuen.
3:6, 4:6, 2:6
Und dann spielt Djokovic SO einen Ball zum Abschluss: Nishikori treibt ihn mit der Rückhand cross ganz weit raus - aber der Serbe wischt den fast zum zweiten Mal am Boden angekommenen Ball in Federer-Manier (nur eben mit der Rückhand) am Netzpfosten vorbei und hinten links ins Eck. WAHNSINN!
3:6, 4:6, 2:5
 
In der Tat eher nicht: Mit einem zweiten Kickaufschlag nach außen erspielt sich Djokovic den Vorteil und damit seinen zweiten Matchball.
3:6, 4:6, 2:5
 
Da gibt es noch mal Szenenapplaus für Nishikori: Mit der Rückhand longline geht es zum Einstand. Aber weiter dann wohl eher nicht mehr .. oder?
3:6, 4:6, 2:5
 
... aber mit der Vorhand cross ins Eck erspielt sich Novak Djokovic dann das 40:30 und damit seinen ersten Matchball.
3:6, 4:6, 2:5
 
Ob sich Djokovic nun an den Zuschauern gerieben hat oder nicht, sportlich ist es keinesfalls, dass zahlreiche Zuschauer den Court jetzt schon verlassen. Dabei kann Nishikori noch mal auf 30:30 stellen ...
3:6, 4:6, 2:5
 
Ein kurzzeitiges 0:15 muss Djokovic zwar ausbügeln, aber das geht schnell und einfach (Passierball mit der Vorhand longline) und ist sowieso nur der Zwischenstopp auf dem Weg zum 30:15 (grandiose Vorhand Inside-Out). Fehlen also nur noch zwei Punkte ...
3:6, 4:6, 2:5
 
Das ist die Entscheidung: Den ersten Breakball kann Nishikori noch mit einem Ass abwehren, den zweiten nutzt der Djoker aber mit einem langen Return in die Füße des Japaners - 5:2 und damit serving for the Match, Novak Djokovic.
3:6, 4:6, 2:4
 
Darauf folgt dann der mittlerweile schon gewohnte Rahmenball des Japaners - und das 15:40 sowie zwei Breakchancen für den Djoker.
3:6, 4:6, 2:4
 
Es ist leider immer wieder das Gleiche: Rückhandfehler Nishikori, Rückhandfehler Nishikori, 15:30.
3:6, 4:6, 2:4
 
Der zackige Freudenschrei des Serben unterstreicht den folgenden Punkt zum Spielgewinn - 4:2 für den Djoker, das wirkt weiterhin alles ganz unaufgeregt und kaltschnäuzig. Also mal abgesehen von seiner Privatfehde mit Teilen des Publikums ... warum auch immer.
3:6, 4:6, 2:3
 
Nanu! Erst wundert man sich, dass Djokovic sich einen leichten Rückhandfehler leistet - dann challenged der Serbe das aber und hat natürlich recht. Wäre ja auch gelacht gewesen ... 40:15.
3:6, 4:6, 2:3
 
Mittlerweile hängt bei Nishikori nicht mehr nur die Zunge raus, sondern auch Kopf und Schultern herunter. Wer da noch ans Comeback glaubt, dem sei Djokovics nächstes ganz einfaches 40:15 nahe gelegt ...
3:6, 4:6, 2:3
 
Mittlerweile stehen für Nishikori 45 (!!) Unforced Errors notiert. Und das sind ja auch nur die Fehler, die er ohne Druck gemacht hat ... für Djokovic geht das alles viel zu einfach.
3:6, 4:6, 2:3
 
Immerhin: Nach der Abwehr des nächsten Breakballs kann Nishikori sein Service doch noch mal halten und zumindest auf 2:3 verkürzen. Aber wie gesagt: 0/2 genutzte Breakchancen sprechen jetzt nicht unbedingt dafür, dass der Japaner noch mal zurück ins Match kommt ...
3:6, 4:6, 1:3
 
Djokovic will das Break direkt mit dem Return eintüten, aber damit lässt er seine Vorhandseite komplett offen - das nutzt Nishikori, Einstand.
3:6, 4:6, 1:3
 
Den folgenden Spielball vergibt Nishikori dann, weil er eine Vorhand mit dem Rahmen hoch oben auf die Tribüne drischt. Und das nutzt der Djoker diesmal, um über Nishikoris weiterhin extrem wackelige Rückhand zum eigenen Vorteil und der nächsten Breakchance vorzulegen.
3:6, 4:6, 1:3
 
Es folgt leider zu wenig Genie auf Genie. Auch dieses Mal kommt Nishikori schnell wieder beim Wahnsinn an - die Rückhand aus dem Halbfeld landet direkt im Netz, Einstand.
3:6, 4:6, 1:3
 
Das ist doch noch mal ein schönes Ausrufezeichen: Mit der eingesprungenen Vorhand stellt Nishikori auf 40:30.
3:6, 4:6, 1:3
 
Klar, dass Nishikori hier nicht abschenken wird. Aber der Japaner streut weiterhin mächtig und kann das 30:0 so erst mal nicht weiter ausbauen ... 30:30.
3:6, 4:6, 1:3
 
Sie wollen effektiv: Djokovic berührt den Ball genau acht Mal, dann hat er das Break auch schon wieder bestätigt und zum 3:1 vorgelegt - das sieht alles nach einem zeitnahen Ende aus.
3:6, 4:6, 1:2
 
Effizient, kaltschnäuzig und wieder fast fehlerfrei: Djokovic bedient die Fehelrflut von Nishikori quasi nur noch, weil er das alles ganz abgeklärt macht - erneut holt sich der Serbe das schnelle Break und wird sich jetzt wohl kaum noch vom Finaleinzug abbringen lassen.
3:6, 4:6, 1:1
 
Alles wie immer: Nishikori verkürzt, Djokovic legt wieder vor - und das sind schon wieder zwei frühe Breakchancen für den Serben.
3:6, 4:6, 1:1
 
...feuert Nishikori eine Rückhand, das könnte man sich hier heute einfach auf eine Taste legen. Denn so laufen die Punktverluste des Japaners eben meistens - 0:30.
3:6, 4:6, 1:1
 
Im folgenden Ballwechsel feuert Nishikori dann eine Rückhand meterweit neben das Feld - 1:1, alles in der Reihe in diesem Satz.
3:6, 4:6, 1:0
 
Nach einer bis zur letzten Sekunde durchgezogenen Aufschlagroutine serviert der Djoker einen ganz starken Zweiten - 40:30.
3:6, 4:6, 1:0
 
Irgendwie ist das ja schon lustig: Nachdem die ersten beiden Aufschlagspiele im zweiten Satz zusammen 25 (!) Minuten gedauert haben, erledigen Nishikori und Djokovic fast das gleiche Pensum hier im dritten innerhalb von nur vier Minuten. Dann fängt der Djoker aber plötzlich an zu wackeln und stellt von 30:0 auf 30:30 ...
3:6, 4:6, 1:0
 
Zu Null tütet Nishikori sein Aufschlagspiel dann auch ein. Das kann sich sehen lassen - 1:0.
3:6, 4:6, 0:0
 
Auch das 30:0 gibt es anschließend vom Djoker geschenkt, das 40:0 hingegen serviert sich Nishikori selbst - und das sieht doch schon alles viel solider aus als noch im zweiten Satz, wo eigentlich jedes Aufschlagspiel ein kleines Drama darstellte.
3:6, 4:6, 0:0
 
Weiter geht's, Nishikori eröffnet den Durchgang mit eigenem Aufschlag und einer erfolgreichen Challenge. Gut gemacht, denn die Punktwiederholung geht an den Japaner - 15:0.
3:6, 4:6, 0:0
 
Und während der Djoker noch schnell in der Kabine verschwunden ist, verraten wir Ihnen, dass Nishikori in seiner Karriere erst zwei Mal von einem 0:2 wiedergekommen ist - und natürlich noch nie gegen einen Mann vom Kaliber des Serben.
Zwischenfazit
 
Auch, wenn der Djoker sich hier nach außen hin nicht sonderlich cool präsentiert - viel abgeklärter als es der Serbe hier tut kann man ein Grand-Slam-Halbfinale kaum absolvieren. Nishikori ist nicht schlecht, findet aber eben auch zu keiner Zeit zu so etwas wie einem Rhythmus - während sich Djokovic ganz eiskalt ein Break pro Satz geschnappt und diese dann auch bis zum Ende verteidigt hat. So macht man das, wenn man Weltklasse ausstrahlt - außer einer ganz vagen Hoffnung auf ein Wunder ist von Nishikoris Selbstvertrauen auf jeden Fall nicht mehr viel übrig.
3:6, 4:6
Es ist symptomatisch: Nishikori spielt gut mit, bis er einen Rückhandsschwinger cross in den Korridor versenkt - was dem Djoker ohne große Mühe die 2:0-Satzführung einbringt.
3:6, 4:5
 
Plötzlich zieht Djokovic das Tempo wieder an, spielt die Rückhand longline wie geplant genau ins Eck - und hat bei 40:15 seine ersten beiden Satzbälle.
3:6, 4:5
 
Der Japaner kämpft nach wie vor um jeden Punkt - entweder, bis er einen genialen Ball spielt oder, bis er einen dicken Patzer baut. Es ist eine fünfzig-fünfzig Angelegenheit - aber bei 30:15 hat der Djoker noch die Nase vorn.
3:6, 4:5
 
Das Ass zum Auftakt passt da natürlich prima ins Bild, genau wie der folgende Vorhandfehler von Nishikori - 30:0.
3:6, 4:5
 
... und so besiegelt eine zu lange Djokovic-Vorhand das 4:5 aus der Sicht des Japaners- aber nun darf der Djoker natürlich selbst zum Satzgewinn aufschlagen.
3:6, 3:5
 
Mit einem Rückhandschuss aus dem Halbfeld kann Nishikori den Satzball gegen sich zunächst mal vermeiden. Über die Vorhand des Djokers kann er dann sogar zum 40:30 vorlegen ...
3:6, 3:5
 
Qualitativ liegen zwischen dem ersten Satz bei del Potro gegen Nadal und diesem Match Welten. Aber spannend ist das 15:30 natürlich trotzdem ...
3:6, 3:5
 
Kaum sagt man so etwas, fehlert Nishikori gleich wieder böse los. Das Verb sei heute bitte erlaubt, denn wie sonst soll man diese Fehelrflut des Japaners beschreiben ...
3:6, 3:5
 
Ein paar mehr Fehler als in Durchgang eins leistet sich Djokovic mittlerweile auch, aber der Weg ans Netz ist dann doch ein Garant für den Spielgewinn - mit dem eingesprungenen Rückhandvolley geht es zum 5:3. Und schon hat Nishikori wieder größte Sorgen - denn er muss gegen den Satzverlust aufschlagen. Und das mit dem Servieren war zuletzt ja nicht gerade die Lieblingsübung des Japaners ...
3:6, 3:4
 
Nishikori schafft es momentan einfach nicht, den Aufschlag des Djokers in Gefahr zu bringen - der nächste Vorhandfehler die Linie entlang sorgt für das 40:0.
3:6, 3:4
 
Guter Erster, direkter Vorhandwinner - was eigentlich sonst mehr del Potros Stilmittel ist, kann der Djoker auch ganz gut. Um anschließend dann auch gleich noch zum 30:0 zu punkten.
3:6, 3:4
 
Ein Spielball bleibt Nishikori aber ja noch. Und den kann er über Djokovics Rückhand auch problemlos nutzen - nur noch 3:4 aus der Sicht des weiterhin mit einem Break zurück liegenden Japaners.
3:6, 2:4
 
... aber den ersten Spielball verdaddelt der Japaner dann doch wieder mit einer viel zu langen Vorhand, seinem 25. unnötigen Fehler.
3:6, 2:4
 
Komischerweise wird der Djoker plötzlich mal wieder über irgendwas sauer und holzt gleich zwei Returns in Folge ganz weit raus. Das nutzt Nishikori dann gleich noch zum schnellen 40:15 ...
3:6, 2:4
 
Au weia, das sollte Nishikori natürlich gänzlich bleiben lassen: Per Doppelfehler geht es für den Djoker zum 0:15.
3:6, 2:4
 
Am Ende schütteln Nishikori und seine Box gemeinsam mit den Köpfen - das war ein komplett abgeschenktes Returnspiel, da bekam der Djoker viel zu viel geschenkt. Und der Serbe freut sich, dass er das Break bestätigen und zum 4:2 vorlegen kann.
3:6, 2:3
 
Schade, dass darauf dann gleich wieder ein ganz billiger Fehler des Japaners folgt. Korrektur, es sind sogar zwei - 30:15 Djokovic.
3:6, 2:3
 
WAHNSINN! Das kann man leider gar nicht beschrieben: Beide agieren mit den fiesesten Sliceschlägen, Nishikori kratzt einen davon sogar als Halbvolley (!) über das Netz - was ihm am Ende das 0:15 einbringt. Weltklassetennis auf beiden Seiten!
3:6, 2:3
 
Wie so oft folgt auf einen genialen aber leider auch wieder ein weniger genialer Moment des Japaners: Erst semmelt er eine Vorhand cross ins Netz, dann erwischt er die nächste wieder mal mit dem Rahmen - und das bedeutet dann doch das Break für Novak Djokovic. 3:2 für den Serben!
3:6, 2:2
 
Ist das mutig von Kei Nishikori: Der Japaner weiß nicht, wohin, und rückt deshalb einfach wieder ans Netz vor. Ein glücklich-perfekter Volleystopp sorgt dann für den Einstand nach 0:40 - mal wieder!
3:6, 2:2
 
Breakball Nummer zwei wehrt der Japaner dann mit einer Rückhand cross ab. 30:40, fehlt also nur noch eine Breakchance ...
3:6, 2:2
 
Sensationell von Nishikori: Der Stopp des Djokers ist einen Tick zu lang, aber Nishikori starte so schnell durch, dass er den Ball fast noch von oben über das Netz drücken zu können - 15:40, nur noch zwei Breakchanen für Djokovic!
3:6, 2:2
 
Und schon brennt bei Nishikori mal wieder der Baum: Zwei leichte Fehler des Japaners und ein ausnahmsweise mal konsequenter Angriff des Djokers können nur eins bedeuten: 0:40 und schon wieder drei Breakchancen für den Djoker.
3:6, 2:2
 
Zu Null stellt der Djoker dann auch auf 2:2 - sitzt der erste Aufschlag, holt der Djoker weiterhin fast 90 Prozent (23/26) der Punkte.
3:6, 2:1
 
Wie gesagt: hätte. In der Realität serviert Djokovic aber schon seinen gefühlt zwanzigsten Servicewinner - 40:0.
3:6, 2:1
 
Das Einzige, was man Nishikori nach wie vor anlasten kann, sind seine vielen unnötigen Fehler (19). Ohne die wäre der erste Satz nie so glatt gewesen ... und Djokovic hätte in seinen Aufschlagspielen viel öfter mehr Mühe.
3:6, 2:1
 
Die Menge tobt, der davon aufgestachelte Nishikori punktet gleich noch mal mit einem Netzangriff: 2:1 für den Japaner, der plötzlich so wirkt, als habe ihn jemand wachgekniffen - und der den Djoker damit vor ganz schön große Probleme stellt. Wenn er das jetzt auch noch konstant zeigen könnte ...
3:6, 1:1
 
Auch zum 40:15 kommt Nishikori in einem unkompromisslosen Vorwärtsgang. Und um dem besser gegenüber zu stehen, müsste auch der Djoker sich mal wieder ein bisschen aus seiner Passivität lösen ...
3:6, 1:1
 
... die Nishikori aber mit unfassbar starkem Angriffstennis ausbügelt. 30:15 - und das Publikum applaudiert im Stehen!
3:6, 1:1
 
Nach acht in Folge gewonnen Punkten am Netz muss sich Nishikori zum ersten Mal von einem Lob bezwingen lassen. 15:15, dazu ein zweiter Aufschlag, das ist schon wieder keine angenehme Situation ...
3:6, 1:1
 
Man kann sehen, wie es im Djoker brodelt. Trotz der ganzen Erfolge der letzten Monate ist der Serbe weiterhin extrem dünnhäutig, was Interaktionen mit dem Publikum und dem Schiedsrichter angeht - für den Spielgewinn zum 1:1 reicht es aber trotzdem.
3:6, 1:0
 
Aber es ist momentan leider die Geschichte der verschenkten Chancen - nach 25 Minuten steht es in Satz zwei weiterhin 1:0 und Einstand. Verrückt!
3:6, 1:0
 
Während sich Djokovic mal wieder über das Publikum mokiert, weil es einen Aufschlagfehler mit einem Raunen kommentiert hatte, verspielt Nishikori den Breakball mit der Rückhand ins Netz extrem leichtfertig. Einstand - aber daraus macht der Japaner gleich noch einen Vorteil. Breakchance Nummer zwei steht an!
3:6, 1:0
 
Djokovic verliert beim Service den Schläger, weil sein Grifftape da wohl wieder mal zu rutschig geworden ist - und das bringt Nishikori wie aus dem Nichts seine erste Breakchance ein. Vorteil für den Japaner!
3:6, 1:0
 
Eher nicht, denn Djokovic kann sich erst mit einem Aufschlagwinner das 40:30 erspielen und anschließend einen Stopp mit viel Restzeit erlaufen - aber den schiebt er dann als Gegenstopp weit in den Korridor. EInstand und das komplett unnötigerweise!
3:6, 1:0
 
... aber der Doppelfehler macht dem Djoker einen Strich durch die Rechnung. 30:30, wird das etwa spannend?
3:6, 1:0
 
Logisch, dass Djokovic so eine Viertelstunde Zirkus bei eigenem Aufschlag gern vermeiden würde, denn das kostet natürlich jede Menge Kraft. Bei 30:15 sieht es damit zumindest schon mal ganz solide aus ...
3:6, 1:0
 
Das Publikum tobt, Nishikori freut sich sichtlich - nach vier abgewehrten Breakchancen kann der Japaner sein Service doch noch halten und zum 1:0 vorlegen. Das nennt man dann ''ganz, ganz wichtig''.
3:6, 0:0
 
In diesem Aufschlagspiel sind nun schon fast 13 Minuten vergangen - und wir stehen schon wieder beim Einstand (Nummer sechs). Vier Breakbälle hat der Djoker schon vergeben, drei Spielbälle Nishikori ...die nächste Chance geht wieder an den Japaner.
3:6, 0:0
 
Diesmal will es der Djoker trickreich und per Stopp versuchen, aber Nishikori ist schnell vorn und spielt den Ball ins leere Feld. Einstand ... und diesmal kann dann ausnahmsweise der Japaner zum Vorteil vorlegen.
3:6, 0:0
 
So leicht ist das mit den Breakbällen aber nicht, wie Djokovic nun schon zum dritten Mal in Serie erfahren muss - aber wenig überraschend überreicht ihm Nishikori die nächste Gelegenheit umgehend auf dem Silbertablett.
3:6, 0:0
 
Aha, Djokovic macht also doch noch leichte Fehler. Aber nur den zum Einstand - den nächsten Breakball bekommt er von Nishikori nämlich per Doppelfehler geschenkt.
3:6, 0:0
 
Aus der Grätsche klatscht Djokovic seine Vorhand genau vor Nishikoris Füße, woraufhin der Japaner mit seiner Vorhand cross patzt - Vorteil und Breakball Nummer zwei für den Serben.
3:6, 0:0
 
Schade, dass Djokovic auch noch da ist. Und der scheint wieder richtig Bock auf das Break zu haben - mit einer ähnlich guten Vorhand wie der von Nishikori eben geht es zurück zum Einstand.
3:6, 0:0
 
Wichtig, dass Nishikori diese Breakchance mit einem schönen Vorhandwinner gegen die Laufrichtung des Djokers vereiteln kann. Ausgestanden ist die Sache bei Einstand zwar nicht, aber nach der nächsten guten Vorhand des Japaners zum Vorteil sieht es schon ganz anständig aus ...
3:6, 0:0
 
Wobei das dem Djoker natürlich egal ist, denn der kann sich den Japaner x-beliebig oft zurechtstellen: Mit der Vorhand cross ins lange Eck geht es zum 30:40 und einem Breakball.
3:6, 0:0
 
Wie gesagt: Nishikoris Knöchel ist heil. Der Japaner wetzt und wetzt über den Court und erläuft mal eben alles, was Djokovic irgendwann entnervt - 30.30.
3:6, 0:0
 
Länge, Winkel, Dosierung, das ist beim Djoker alles nahezu perfekt - sodass Nishikori gleich wieder gegen ein 0:30 ankämpfen muss.
Zwischenfazit
 
Das, was Novak Djokovic hier knapp 40 Minuten lang abgeliefert hat, ist schon verdammt überlegen - auch ohne den kleinen Strauchler wäre Nishikori hier chancenlos gewesen, nachdem er das Break abgegeben hatte. Denn der Serbe spielt insgesamt fast fehlerfrei, hat sich erst sieben unnötige Fehler geleistet und gewinnt knapp 90 Prozent seiner ersten Aufschläge - Nishikori muss eigentlich in allen Bereichen mehr Gas geben, will er hier heute noch mal ins Match finden.
3:6
Und so macht das ein Djoker: Mit dem zweiten Ass geht es zum Satzgewinn. Und das wörtlich gesprochen ohne Fehl und Tadel.
3:5
 
Zumindest scheint es, als habe Nishikori das Straucheln am Netz unbeschadet überstanden. Das hindert Djokovic aber nicht, noch einen Servicewinner auszupacken - 40:15 und Satzbälle für den Serben.
3:5
 
Zunächst mal wird weitergespielt. Erst kann Nishikori sein Service eintüten und zum 3:5 verkürzen, dann kann Djokovic aber auch gleich wieder zum 30:0 vorlegen - so serviert man zum Satzgewinn.
2:5
 
Bitte das nicht! Nishikori punktet zum Vorteil, scheint sich dabei aber den Knöchel vertreten zu haben, denn er humpelt plötzlich - eine weitere Aufgabe heute Abend wäre ganz, ganz traurig (nachdem Rafa Nadal sein Match vorhin schon hatte abbrechen müssen).
2:5
 
Das Publikum schmunzelt laut, als Djokovic einen einfachen Smash verholzt - was der Serbe mit einem sarkastischen ''Daumen hoch!'' beantwortet. Freunde wird man bei diesem Turnier wohl nicht mehr ... 40:30.
2:5
 
Ein Ass ist immer eine gute Kur, sorgt aber auch nur für das 15:30. Aber zum Glück für den Japaner verschenkt Djokovic den folgenden Punkt aus dem Halbfeld, sodass Nishikori ihn doch noch passieren kann - 30:30 statt der ersten Satzbälle.
2:5
 
Und langsam wird es für den Japaner. richtig eng Erst segelt seine Rückhand cross weit in den Korridor, dann erwischt er eine Vorhand mit dem Rahmen - 0:30!
2:5
 
Und dann geht es wieder ganz schnell: Zwei weitere gute erste Aufschläge retourniert Nishikori mit der Vorhand viel zu lang, das sind leichte Punkte für den Djoker - und das 5:2 für den Serben. Soviel zum Break für Nishikori ...
2:4
 
Man muss sich das mal vorstellen: Djokovic dominiert das Match, hat aber eben erst seinen zweiten (!) Winner geschlagen. 30:0 - was vor allem an Nishikoris unnötigen Fehlern (zehn) liegt, von denen er sich gegen Cilic schon satte 45 geleistet hatte.
2:4
 
Dann wird aber auch Djokovic zwei Mal aus eigenem Antrieb zu lang und Nishikori kann doch noch auf 2:4 verkürzen. Aber irgendwann müsste jetzt mal das Break her ...
1:4
 
Wie gesagt: Wenn Djokovic Punkte braucht, setzt er gern mal auf die Rückhand longline. 40:30, einen Spielball hat Nishikori ja noch ... aber auch den vergibt er nach einem artistischen Djokovic-Return. Einstand!
1:4
 
Bei 15:0 sieht für Nishikori noch alles normal aus, aber der Djoker ist auch sofort wieder im Spiel drin. Dem kann der Japaner dann aber doch mal wieder zwei schnelle Punkte entgegnen - 40:15.
1:4
 
4:1, es läuft beim Djoker. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass Nishikori es ihm hier größtenteils sehr einfach macht - der Japaner muss schlicht und einfach sicherer werden, wenn er den Serben auf der anderen Seite des Netzes gefährden will.
1:3
 
Djokovic will dann auch mal wieder ein bisschen agieren statt immer nur zu kontern. Dafür packt er gern mal die Rückhand longline aus - 40:15.
1:3
 
Das 0:15 wirkt weniger so, das Ass zum 15:15 dagegen schon. Und schon rutscht Nishikori zurück in seine Fehlerzone - die Rückhand longline segelt ins Netz, 30:15.
1:3
 
Gleich den ersten tütet Nishikori dann auch ein und verkürzt auf 1:3. Aber Djokovic ist natürlich ein Meister darin, frühe Breaks zu verteidigen und sozusagen den Frontrunner zu spielen.
0:3
 
Nishikori hingegen muss gleich wieder ein 0:15 kontern, tut das von der Grundlinie und am Netz aber prima. Bei 30:15 serviert er dann auch endlich mal wieder einen Winner - zwei Spielbälle für den Japaner.
0:3
 
Das Spiel beschert ihm dann ein ganz wilder Returnversuch von Nishikori, der irgendwo zwischen Korridor und Platzumrandung landet - Break bestätigt, 3:0 für den Djoker.
0:2
 
Sorgen macht das Djokovic allerdings nicht, denn der Serbe mag sich auf seinen Aufschlag verlassen. Wie immer kommt der nicht sonderlich hart, aber unheimlich gut platziert und meist schön angeschnitten - 40:30.
0:2
 
Aber das kontert Nishikori gleich mal bärenstark! Erst erzwingt er den Fehler im Vorhandduell, dann punktet er mit einem grenzgenialen Stopp - 15:30!
0:2
 
Diesen fünften Breakball kann Djokovic dann auch nutzen, indem er Nishikori immer weiter in dessen Vorhandecke drängt und so zum Fehler zwingt - Break und 2:0 für den Serben, der sich hier erst einen einzigen Fehler geleistet hat.
0:1
 
Nein, auch seinen vierten Breakball kann Djokovic nicht nutzen, zurück geht es zum Einstand. Aber kein Problem, Nishikori bietet mit dem zweiten Aufschlag wieder viel an - Vorteil Djokovic.
0:1
 
Aber was war das denn jetzt wieder? Irgendwie bewegt sich Nishikori gegen die Flugrichtung des Balles, was vom Djoker aber gar nicht so geplant war - und trotzdem holzt der Japaner die Kugel mit dem Rahmen weit raus. Vorteil Djokovic!
0:1
 
Immerhin kann Nishikori die ersten beiden Breakbälle locker abwehren. Bei 30:40 muss er dann aber doch wieder zum zweiten Aufschlag greifen ... und kann Djokovic trotzdem im Vorhandduell ausspielen. Einstand nach 0:40!
0:1
 
Der Linienrichter bei Djokovic bleibt stumm, aber Ali Nili gibt Nishikoris Vorhand Aus - 0:40 und gleich drei Breakchancen für Novak Djokovic. Ohne, dass der Serbe da wirklich viel für hätte tun müssen ...
0:1
 
Oha, das wird gleich mal brenzlig für Nishikori: Erst patzt er mit der Vorhand cross, dann punktet Djokovic mit der Vorhand Inside-Out - 0:30!
0:1
 
Kaum kommt Nishikori mal in einen Ballwechsel, kann der Japaner auch punkten. Und so greift Djokovic dann doch lieber zum Servicewinner, um das Spiel einzutüten - 1:0 für den Djoker.
0:0
 
Relativ locker kommt Djokovic zu einem schnellen 30:0 und anschließend auch gleich drei Spielbällen - Nishikori findet noch überhaupt keinen Zugriff auf das Service des Serben.
0:0
 
Genug erzählt, los geht's mit Aufschlag Djokovic, nachdem der Serbe den Münzwurf gewonnen hat.
Chair Umpire
 
Einen Schiedsrichter hat dieses Match natürlich auch: Ali Nili aus den USA wird hier gleich den Hochsitz besteigen und diese Angelegenheit leiten.
Prozedere
 
Sooooo! Unsere beiden Hauptdarsteller haben den Court soeben etreten, nach dem Münzwurf wird sich noch fünf Minuten lang eingespielt - und dann kann es auch schon losgehen!
Die US Open
 
Einen kurzen Moment nehmen wir uns noch, um auch die Geschichte dieses Turniers noch ein wenig genauer zu beleuchten. Seit ihrer Erstaustragung im Jahr 1881 sind die Open das zweitälteste Tennisturnier der Welt (nach Wimbledon), gespielt wird im New Yorker Stadtteil Queens/Flushing Meadows auf der Anlage des USTA Billie Jean King National Tennis Center - und der Centre Court, das gewaltige Arthur Ashe Stadium, ist mit seinen fast 24.000 Sitzplätzen das größte reine Tennisstadion der Welt. Kein Wunder also, dass es für einen Tennisspieler wenig Größeres gibt, als hier vor ausverkauftem Haus und unter Flutlicht in der Nightsession antreten zu dürfen - nebenbei gibt es bei diesem Turnier aber auch noch rekordverdächtige 53 Millionen Dollar (Herren und Damen gemeinsam) zu gewinnen. Und natürlich hat die Veranstaltung auch zwei Titelverteidiger: Das Dameneinzel gewann 2017 die Amerikanerin Sloane Stephens, bei den Herren war vor 12 Monaten Rafael Nadal erfolgreich.
Head 2 Head
 
Wobei das natürlich klingt, als habe Djokovic mit Nishikori des Öfteren Probleme gehabt ? und dem ist beim Blick auf den direkten Vergleich eher nicht so. 14 von 16 Duellen gewann bislang nämlich der Serbe (darunter die letzten zwölf in Serie) - allerdings war es Nishikori, der Djokovic bei den US Open 2014 den Finaleinzug verwehrte.
Djokovic
 
Und trotzdem ist Djokovic natürlich gewarnt, was seinen heutigen Gegner angeht. ''Ich weiß, dass ich die Punkte gegen Kei tot machen muss. Nicht nur halb zu Ende spielen, sondern jedes mal weitermachen, bis der Ball an der Wand landet. Anders bekommt man den Jungen nicht klein ...''
Das Comeback II
 
Nach weiteren frühen Pleiten in Barcelona und Madrid stürzte der zweifache Familienvater bis auf Platz 22 der Weltrangliste ab - so tief war er zuletzt im Oktober 2006 gerankt. Doch Djokovic schaffte den Turnaround und legte den besagten Supersommer hin, das Achtelfinalaus in Toronto klammern wir dabei mal aus.
Das Comeback
 
Das war vor gut acht Monaten allerdings noch überhaupt nicht abzusehen, schließlich hatte der Djoker nach zuvor sechsmonatiger Pause bei seinem Comeback gleich wieder Pech und verletzte sich am Ellenbogen. Acht Wochen nach seinem Viertelfinalaus gegen Hyeon Chung bei den Australian Open stieg der Serbe dann wieder in die Saison ein - und kassierte in Indian Wells und Miami Erstrundenniederlagen gegen Taro Daniel (108/Japan) und Benoit Paire (47/FRA).
Djokovics Sommer
 
Unter dem Strich bedeutet das zwar, dass Djokovic von allen Halbfinalisten eventuell den leichtesten Weg durch das Tableau hatte, dabei aber in Topform auftritt: Immerhin hat der amtierende Wimbledonsieger in der Vorbereitung auf dieses Turnier auch das Masters in Cincinnati und zuletzt überhaupt 20 von 21 Spielen gewonnen.
Turnierverlauf Djokovic
 
Viel mehr Blößen hat sich allerdings auch Nishikoris heutiger Gegner, Novak Djokovic, in diesem Turnier noch nicht gegeben. Zu Beginn stotterte der Motor des Serben gegen Marton Fucsovics (HUN) und Tennys Sandgren (USA) noch ein wenig, anschließend hakte er aber sowohl sein Match gegen Richard Gasquet (FRA) als auch die gegen Joao Sousa (POR) und John Millman (AUS) in drei glatten Sätzen ab.
Turnierverlauf Nishikori
 
Hier in New York hat sich Nishikori bis zum Viertelfinale übrigens relativ schadlos gehalten: Einem lockeren Dreisatzsieg gegen Maxi Marterer/GER folgten die frühe Aufgabe von Gael Monfils/FRA und ein hinten raus ganz souveräner Viersatzerfolg gegen den an 13 gesetzten Argentinier Diego Schwartzman - bevor Nishikori im Achtelfinale dann wenig Mitleid mit Zverev-Bezwinger Philipp Kohlschreiber zeigte.
Nishikori 2018
 
Vorgespult in die zweite Hälfte Saison 2018 muss man allerdings sagen: Challenger dürften endgültig der Vergangenheit angehören, denn punktuell konnte Nishikori schon längst wieder unter Beweis stellen, dass er nach wie vor ein Kandidat für die Top5 der Weltrangliste ist. Angefangen mit dem Halbfinale beim Hallenturnier in New York ging es wenig später auch schon ins Endspiel von Monte-Carlo (Niederlage gegen Nadal) sowie bei den French Open ins Achtel- und in Wimbledon sogar ins Viertelfinale - weshalb Nishikori mittlerweile auch wieder bis auf Platz 19 der Weltrangliste geklettert ist.
Asiens Beliebtester
 
Wobei man natürlich auch sagen muss, dass Nishikori nach wie vor der bekannteste Sportler Asiens ist und sich immer auf seine hochkarätigen Werbeverträge stützen konnte, wie er auch selber zugibt: ''Es ist ein großer Luxus, wenn du nicht für Geld spielen musst. Ich konnte zurück auf die Challenger Tour, habe da dann sogar ein Turnier gewonnen (Dallas, d. Red.) und mir Selbstvertrauen geholt.''
Chang plus Bottini
 
Vielleicht auch deshalb hat Nishikori sein Team mittlerweile umgestellt (nebst Michael Chang ist nun vor allem Dante Bottini für seine Betreuung zuständig) und sagt ganz bescheiden: ''Letztes Jahr war wie ein Neustart. Ich habe sechs Monate quasi Urlaub gehabt. Das war großartig. Ich fühle keinen Druck und muss sagen: Ich habe wieder mehr Spaß am Tennisspielen als vor meiner Verletzung.'' Und auch Bottini sagt ganz offen: ''Wir hatten keinerlei Erwartungen für diese Saison, ich wollte einfach nur sehen, ob Kei mit meiner Idee vom offensiveren Tennis zurecht kommt. Und das klappt wirklich richtig toll.''
Das Handgelenk
 
Denn nachdem der mittlerweile in Florida beheimatete Nishikori drei Jahre lang ein fester Bestandteil der Top 10 war, hat er in der letzten Saison viel Zeit wegen einer Handgelenkverletzung verloren - wobei sich die Experten einig sind, dass die Probleme des fleißigen Japaners die klare Folge von zu vielen Turnierteilnahmen waren.
Happy Nishi
 
Zunächst mal, oder besser: vor allem anderen ist der Japaner allerdings in erster Linie froh, eine verletzungstechnisch sehr schwierige Zeit hinter sich gebracht zu haben und mittlerweile wieder in der Weltspitze mitspielen zu können. ''Das letzte Jahr war nicht einfach'', so der 28-Jährige im Frühsommer gegenüber der ATP. ''Aber ich war immer geduldig, habe wieder ganz unten angefangen und hoffe, dass ich jetzt einfach erst mal ganz lange gesund bleiben kann.''
Nishikori
 
''Ich bin so glücklich'', so Nishikori, nachdem er nach dem Matchball fast zehn Minuten mit seinen Fans gefeiert hatte. ''Das Match war so lang und so anstrengend, es ging dauernd auf und ab. Aber am Ende hab ich die Nerven behalten und meine Fitness hat auch mitgespielt. Jetzt geht es ab ins Eisbad und dann freue ich mich auf meine nächste Chance, ins Endspiel einzuziehen.''
Das Trauma
 
Allerdings kann der Japaner seit vorgestern für sich reklamieren, sein Trauma von 2014 endgültig besiegt zu haben: In einem epischen Fünfsatzmatch rang er im Viertelfinale nämlich Marin Cilic nieder - den Kroaten, gegen den er das Endspiel vor vier Jahren noch verloren hatte.
Alles Sieger?
 
Vier - so viele Starter sind bei diesen US Open von anfangs 128 noch übrig. Und diese vier werden in den kommenden drei Tagen einen neuen Champ ausspielen - wobei drei der vier Anwärter diesen Pokal ja schon mindestens ein Mal gewonnen haben. Und dazu gehört auch Novak Djokovic - während Kei Nishikori es hier in NY bisher ''nur'' bis ins Endspiel geschafft hat.
Welcome to NX
 
Herzlich willkommen bei den US Open zur Halbfinalpartie zwischen Kei Nishikori und Novak Djokovic.
R. Nadal [1]
J. Potro [3]
6
2
7
6
K. Nishikori [21]
N. Djokovic [6]
3
4
2
6
6
6
J. Potro [3]
N. Djokovic [6]
3
6
3
6
7
6
Weltrangliste
Spielerprofile
K. Nishikori
Ranking:
9
Geburtsd.:
29.12.1989
Größe:
1.78
Gewicht:
73
Bilanz:
41-22
Preisgeld:
USD 21.007.386
N. Djokovic
Ranking:
1
Geburtsd.:
22.05.1987
Größe:
1.88
Gewicht:
77
Bilanz:
52-13
Preisgeld:
USD 121.015.589