Tennis

Shanghai Masters Saison 2017

Shanghai Masters - 2. Runde

Shanghai, China08.10.2017 - 15.10.2017
D. Thiem
[5]
Match beendet
 
V. Troicki
D. Thiem
V. Troicki
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
3
6
65
6
3
77
Stadium | 2. Runde
Spielzeit: 01:49 h
Letzte Aktualisierung: 14:58:20
Thiem
Troicki
Abschied
 
Das war's nun aber von uns aus Shanghai! Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spaß wie wir und würden uns freuen, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - tatsächlich werden wir nämlich jeden Tag live von diesem Masters-Event berichten. Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Lesern ein angenehmes Restwochenende!
Ausblick
 
Während für Thiem nun also die Heimreise auf dem Programm steht, geht es für Troicki schon morgen Abend weiter: Im Achtelfinale wird er dann auf den Amerikaner John Isner treffen, der heute gegen den griechischen Youngster Stefanos Tsitsipas erfolgreich war.
Fazit
 
Denn viel besser war Troicki gewiss nicht, eher hatte Thiem in den Sätzen zwei und drei ein leichtes spielerisches Übergwewicht - aber seine Schwächen beim zweiten Aufschlag (12/31 Punkten) sowie die vielen unnötigen Fehler (33 Stück) kosteten den Mann aus Lichtenwörth ein besseres Ergebnis.
Fazit
 
Herzlichen Glückwunsch an Viktor Troicki, der nach Denis Shapovalov schon den zweiten Weltklassemann aus dem Turnier wirft und hochverdient im Achtelfinale steht - wobei sich Dominic Thiem bei der Nachbetrachtung dieser Partie sicher des Öfteren an die eigene Nase fassen wird.
3:6, 6:3, 6:7
Und das war's - mit einem Rückhandwinner die Linie entlang macht Troicki den Sack mit 7:5 zu und wirft Dominic Thiem in dessen erstem Match aus dem Turnier!
3:6, 6:3, 6:6
 
Ei, ei, ei! Mit einem grenzgenialen Vorhandreturn, den er kurz cross an die T-Linie spielt, macht Troicki das nächste Minibreak dingfest - und damit bei 6:5 den ersten Matchball!
3:6, 6:3, 6:6
 
Die Halle steht Kopf: Aus der Defensive kommend spielt Thiem sich bis ans Netz vor und punktet dann mit dem feinen Rückhandvolley - 5:5, alles wieder in der Reihe in diesem Tiebreak!
3:6, 6:3, 6:6
 
Wahnsinn: Dominic Thiem behält die Ruhe und holt sich auch das zweite Minibreak umgehend zurück - allerdings dank eines Doppelfehlers von Troicki. Aber manchmal ist das Wie eben völlig egal ... 4:5 aus der Sicht des Österreichers!
3:6, 6:3, 6:6
 
Soviel dazu: Das erste von zwei Minibreaks holt sich Thiem mit einer Vorhandpeitsche die Linie entlang sofort wieder zurück. 3:5!
3:6, 6:3, 6:6
 
Der österreichische Faden ist gerissen: Mit einem weiteren unnötigen Fehler mit der Rückhand gibt Thiem auch seinen zweiten Aufschlag in Serie ab und sieht sich bei 2:5 nun großen Schwierigkeiten gegenüber.
3:6, 6:3, 6:6
 
Und Thiem gibt tatsächlich noch ein Minibreak ab! Den gesamten Satz lang funktionierte sein Aufschlag glänzend., im Tiebreak hakt er gewaltig - Troicki zum 4:2, Seitenwechsel.
3:6, 6:3, 6:6
 
Stark von Thiem, der sich das Minibreak sofort wieder zurückholt und über Troickis Vorhand zum 2:2 ausgleicht. Seinen zweiten Aufschlag kann der Serbe dann aber halten - 3:2.
3:6, 6:3, 6:6
 
Das erste Minibreak geht an Viktor Troicki! Mit viel Geduld legt sich der Serbe Thiem zurecht, um ihn am Ende mit dem Rückhandslice auszuspielen - 2:1 für den Underdog!
3:6, 6:3, 6:6
 
Troicki legt zu Beginn des Tiebreaks bei eigenem Aufschlag zum 1:0 vor, aber Thiem kontert das sofort mit seinem nächsten Ass zum 1:1.
3:6, 6:3, 5:6
 
Spielball Nummer eins kann Troicki noch mit einer Challenge abwehren, den zweiten nutzt Thiem dann aber über die Rückhand des Serben - es geht in den Tiebreak!
3:6, 6:3, 5:6
 
Wohl eher Tiebreak: Zwei Rahmentreffer des Serben und Thiems 18. Ass sorgen für das 40:0 zu Gunsten des Österreichers.
3:6, 6:3, 5:6
 
Ähnlich glatt geht es für den Serben dann auch zum Spielgewinn und der 6:5-Führung. Und so heißt es für Troicki nun also: Achtelfinale oder Tiebreak!
3:6, 6:3, 5:5
 
Troicki! Mit einer tollen Vorhand longline geht es zum 15:0, mit einer Vorhand cross zum 30:0. Das sah doch endlich mal wieder richtig gut aus!
3:6, 6:3, 5:5
 
Das 17. Ass des Österreichers bildet dann den würdigen Abschluss für das nächste Aufschlagspiel zu Null - bei 5:5 geht Satz drei also in die Verlängerung!
3:6, 6:3, 4:5
 
Groß erzählen muss man da eigentlich nichts: Thiem serviert sich erneut im Eiltempo zum 40:0 und drei Spielbällen. Also alles wie gehabt ...
3:6, 6:3, 4:5
 
Zu Null nimmt der Serbe sein Aufschlagspiel dann auch mit und legt zum 5:4 vor - Thiem gewinnt in diesem dritten Satz erneut weniger als 20 Prozent seiner Returnpunkte (5/26)
3:6, 6:3, 4:4
 
Es scheint, als haben sich beide Akteure mit dem Gedanken an einen entscheidenden Tiebreak abgefunden. Denn auch Thiem steckt nicht mehr wirklich viel Energie in sein Returnspiel, was Troicki ein schnelles und ungefährdetes 40:0 einbringt.
3:6, 6:3, 4:4
 
Am Ende hat Troicki zwar einen Returnpunkt auf die Tafel gebracht, seinen zweiten Spielball nutzt Thiem aber umgehend per Servicewinner und gleicht zum 4:4 aus. Und auch, wenn das Spielerische weiterhin etwas zu kurz kommt - die Spannung steigt!
3:6, 6:3, 3:4
 
No sleep 'till Achtelfinale: Mit einem Ass, einem Aufschlagwinner und einem Vorhandhammer punktet Thiem im Handumdrehen zum 40:0.
3:6, 6:3, 3:4
 
Dementsprechend flott macht es Troicki dann auch bei eigenem Aufschlag - zu Null geht es zum 4:3 für den Serben, der den Druck auf den gleich aufschlagenden Thiem konsequent aufrecht hält.
3:6, 6:3, 3:3
 
Apropos eilig: Mittlerweile zeigt die Uhr in Shanghai 23:43 Uhr. Auch mal eine interessante Zeit, um Tennis zu spielen ...
3:6, 6:3, 3:3
 
Zwei schnelle Asse bringen Troicki mal wieder ein beruhigendes 30:0. Offenbar hat es der Serbe auch wieder höchst eilig ...
3:6, 6:3, 3:3
 
Druck? Kein Problem für den Österreicher! In nur 76 Sekunden ballert sich Thiem zu Null zum 3:3 - so erledigt man seine Hausaufgaben (sprich: die eigenen Aufschlagspiele)!
3:6, 6:3, 2:3
 
Spielball Nummer zwei kann Troicki dann auch prompt nutzen und zum 3:2 vorlegen. Und natürlich setzt das Thiem wieder ein wenig unter Druck ...
3:6, 6:3, 2:2
 
Auch zum 40:0 kann der Serbe mit der Vorhand punkten, bevor Thiem dann auch mal wieder zu einem Punktgewinn kommt - aber zwei Spielbälle bleiben Troicki bei 40:15 ja noch.
3:6, 6:3, 2:2
 
Aber natürlich gedenkt auch Troicki nicht, sich hier noch irgendwelche Blößen zu geben. Mit einem guten Ersten geht es zum 15:0, mit einer Vorhand longline zum 30:0.
3:6, 6:3, 2:2
 
Es bleibt für Thiem aber bei dem einen Schlagloch, denn die nächsten beiden Punkte gehen dann wieder an den Österreicher - 2:2!
3:6, 6:3, 1:2
 
... bevor sich Troicki dann aber doch noch in das Aufschlagspiel einklinkt und am Netz per Smash auf 30:15 stellt.
3:6, 6:3, 1:2
 
Und auch Dominic Thiem gedenkt offenbar nicht, daran etwas zu ändern. Am Netz geht es zum 15:0, mit einem Servicewinner zum 30:0 ...
3:6, 6:3, 1:2
 
Diesen ersten Spielball kann Troicki dann auch sofort nutzen und auf 2.1 vorlegen - bislang geht in Satz drei alles seinen geregelten Gang.
3:6, 6:3, 1:1
 
... um dann aber mit einem schönen langen Rückhandvolley auf 40:30 und Spielball zu stellen.
3:6, 6:3, 1:1
 
Troicki scheint die eben erhaltenen Geschenke umgehened zurück geben zu wollen. Aus einem lockeren 30:0 macht der Serbe mit einem Doppelfehler und einer wilden Vorhand ein 30:30 ...
3:6, 6:3, 1:1
 
Und dann geht es ganz schnell: Ass 14 wird von Ass 15 (mit dem zweiten Aufschlag!) gefolgt, was Thiem das 1:1 einbringt.
3:6, 6:3, 0:1
 
Bärenstark von Thiem, der die erste Breakchance mit einem Vorhandwinner Inside-Out und die zweite mit einem Rückhandwinner kurz cross gespielt abwehrt - Einstand!
3:6, 6:3, 0:1
 
Während Thiem noch mit sich hadert, returniert ihm Troicki vor die Füße, übernimmt die Initiative und punktet am Ende über Thiems Rückhand - 15:40 und zwei Breakchancen für den Serben!
3:6, 6:3, 0:1
 
Troicki ist nur am laufen und rutschen, während Thiem den Ballwechsel komplett kontrolliert - um dann einen Stoppversuch ins Netz zu legen. 15:30!
3:6, 6:3, 0:1
 
Über einen schwachen zweiten Aufschlag von Thiem kann Troicki zwar zum 0:15 punkten, muss sich hinterher aber im Rückhandduell geschlagen geben und das 15:15 hinnehmen.
3:6, 6:3, 0:1
 
Einen Volleystopp und ein Ass später hat Troicki dann aber doch zum 1:0 vorgelegt - mal abwarten, wie Thiem in diesen Entscheidungssatz reinkommt.
3:6, 6:3, 0:0
 
Troicki serviert sich den Frust von der Seele und kommt zu einem schnellen 30:0. Dann kann sich Thiem aber auch wieder einklinken und mit einem Rückhandreturn auf 30:15 stellen.
Zwischenfazit
 
Die Erklärung für diesen Richtungswechsel ist ganz einfach: Dominic Thiem macht schlicht und einfach alles besser als im ersten Satz. Seine Aufschläge sitzen besser, er schlägt mehr Winner und leistet sich weniger Unforced Errors - während Troicki zwar nicht wirklich mehr falsch, dafür aber weniger richtig gut macht.
3:6, 6:3
Den ersten Satzball vergibt Thiem noch, den zweiten nutzt der Mann aus Lichtenwörth dann aber mit einer krachenden Vorhand Inside-Out - Satzausgleich, die Entscheidung fällt gleich im dritten Durchgang!
3:6, 5:3
 
Troickis Punkt zum 30:15 ist wohl nur ein kleiner Schönheitsfehler - denn anschließend kann Thiem mit dem nächsten richtig guten ersten Aufschlag auf 40:15 stellen und sich damit zwei Satzbälle erspielen.
3:6, 5:3
 
So macht man das: Mit einem Ass und einem Servicewinner geht es für Thiem zum schnellen 30:0.
3:6, 5:3
 
Unter dem Stricjh kann Troicki seinen Aufschlag dann aber doch halten und auf 3:5 verkürzen - doch jetzt serviert Thiem natürlich selber zum Satzausgleich.
3:6, 5:2
 
Und auch den zweiten Spielball kann der Österreicher abwehren, indem er Troicki auf dessen Rückhand zum Fehler zwingt - Einstand!
3:6, 5:2
 
... von denen Thiem den ersten aber mit einem grandiosen Vorhandreturn die Linie entlang abwehren kann. 40:30!
3:6, 5:2
 
Mittlerweile erspielt sich Thiem in fast jedem Ballwechsel gute Chancen, kann diese aber nach wie vor zu oft nicht nutzen. Zwei leichte Volleyfehler bringen Troicki schnell zwei Spielbälle ...
3:6, 5:2
 
Ass Nummer 13 (auch einer der Gründe für Thiems Comeback) bringt dem Wiener dann das 5:2 - Break bestätigt, vorgelegt, alles gut!
3:6, 4:2
 
... bevor er mit einer schönen kurz cross gespielten Rückhand zum 40:15 und zwei Spielbällen kommt. Plötzlich läuft's beim Österreicher!
3:6, 4:2
 
In sein eigenes Aufschlagspiel startet Thiem dann gleich wieder mit einem Doppelfehler. Zwei schnelle Punkte des Wieners bringen ihm dann aber doch ein 30:15 ...
3:6, 4:2
 
Da ist das Break! Thiem greift das Netz an und zwingt Troicki auf dessen Vorhand zum Fehler - 4.2 für den Österreicher!
3:6, 3:2
 
Dafür gibt es dann sogar Standing Ovations: Mit starker Laufarbeit und einer starken Vorhand Inside-In geht es für Thiem zum 30:40 und einer Breakchance!
3:6, 3:2
 
... denn dann dreht Thiem plötzlich auf! Über Troickis Rückhand geht es zum 30:15, per Returnwinner zum 30:30. Und endlich returniert der Wiener Troickis zweiten Aufschlag mal offensiv!
3:6, 3:2
 
Und bei eigenem Aufschlag führt Troicki hier sowieso weiter ein Trainingsvideo auf. Zumindest bis zum 30:0 ...
3:6, 3:2
 
Mit einem Ass und einem weiteren Aufschlagwinner macht Thiem dann aber doch einen Deckel auf sein Aufschlagspiel und legt zum 3:2 vor. Doch nach wie vor gilt: Viktor Troicki steht bereit, um jede noch so kleine Unkonzentriertheit von Thiem zu bestrafen.
3:6, 2:2
 
Wichtig, dass Thiem diese Breakchance mit einem Servicewinner abwehren kann. Den darauf folgenden Spielball kann der Österreicher aber auch nicht verwerten ... Einstand!
3:6, 2:2
 
Ach herrje. Was eben noch so gut aussah, wirkt plötzlich wieder wie eine Rückblende auf den ersten Satz: Thiems Vorhand gerät ohne Not viel zu lang, was Troicki bei 30.40 eine Breakchance einbringt.
3:6, 2:2
 
Und weiter geht das Auf und Ab bei Dominic Thiem. Zwei schnelle Punkte zum 30:0 ''kontert'' der Wiener selber - eine zu lange Vorhand und ein Doppelfehler bescheren Troicki das 30:30.
3:6, 2:2
 
Beim entfernten Winken bleibt es dann aber auch: Zwei konsequente Netzangriffe von Troicki sorgen für das 2:2.
3:6, 2:1
 
Troicki kann bei eigenem Aufschlag zwar zwei Mal vorlegen, Thiem aber auch zwei Mal kontern. Und bei 30:30 winkt die Breakchance zumindest schon aus der Ferne ...
3:6, 2:1
 
So schnell kann es gehen: In nur 63 Sekunden (!) legt Thiem ein astreines Aufschlagspiel auf den Court und stellt zu Null auf 2:1. Vielleicht bringt ihm das ja ein wenig Sicherheit!
3:6, 1:1
 
Und schon hat der Serbe zum 1:1 ausgeglichen - während sich für Thiem die Story fortsetzt, bei Aufschlag Troicki kein Land zu sehen (7/34 Returnpunkten).
3:6, 1:0
 
Ganz anders sieht es dagegen bei Troicki aus: Ein Servicewinner, ein Serve-and-Volley-Angriff (mit dem zweiten Aufschlag!) und ein Ass sorgen für das nächste lässige 40:0.
3:6, 1:0
 
Ein Mal tief durchatmen für alle Thiem-Fans: Mit einem Servicewinner und einem Ass verhindert der Wiener den Fehlstart in Satz zwei und stellt doch noch irgendwie auf 1:0. Hui!
3:6, 0:0
 
Und plötzlich geht es doch wieder los mit Pleiten, Pech und Pannen. Erst leistet sich Thiem einen Doppelfehler, dann verschießt er eine Vorhand aus dem Halbfeld (einen guten Meter zu lang!) - und am Ende spielt er eine ganz einfache Rückhand longline ohne Not in den Korridor. Einstand - nach 40:0!
3:6, 0:0
 
Da muss wohl erst mal Frust raus: Mit ein paar Hammeraufschlägen punktet Thiem im Höchsttempo zum 40:0.
Zwischenfazit
 
Nachdem wir uns alle die Augen gerieben hatten, stand es in diesem Match schon 3:0 für Viktor Troicki - das frühe Break verteidigte der Serbe dann bis zum Satzende, ohne dabei in größere Schwierigkeiten zu geraten (Thiem nur mit einer Breakchance). Der Österreicher wird sich also steigern müssen, will er hier nochmal zurück ins Match finden - wir hoffen auf jeden Fall auf etwas mehr Spannung!
3:6
Und nach einer halben Stunde Spielzeit ist Satz eins dann auch Historie: Mit einem Servicewinner sichert sich Viktor Troicki den ersten Durchgang.
3:5
 
Korrektur, Einer. Mit Serve-and-Volley geht es für Troicki zum 40:15 und zwei Satzbällen.
3:5
 
Troicki gibt sich bei eigenem Aufschlag weiterhin keine Blößen (22/28 Punkten gewonnen). Bei 30:15 fehlen nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn ...
3:5
 
Nicht schlecht, wie gut Thiem mittlerweile aufschlägt: Mit den Assen sechs und sieben geht es blitzschnell zum 3:5. Aber jetzt gibt es für den Österreicher kaum noch Alternativen: Entweder holt er das Break - oder Satz eins ist futsch.
2:5
 
Der Österreicher beginnt mit einem Ass zum 15:0, woraufhin Troicki mit einem starken Return auf Thiems Körper ausgleicht - und der Wiener mit dem nächsten guten Ersten gleich wieder vorlegt. 30:15!
2:5
 
Zu Null holt sich der Serbe dann auch das Spiel zum 5:2. Was für Thiem bedeutet, nun gegen den Satzverlust aufschlagen zu müssen.
2:4
 
Was du kannst, kann ich schon lange: Troicki serviert sich im Eiltempo zum 40:0 und drei Spielbällen. Da hat man als Returnierender wenig Spaß ...
2:4
 
Mit seinem vierten Ass der Partie verkürzt Thiem dann auch umgehend auf 2:4. Und darf jetzt wieder dem Break hinterher laufen ...
1:4
 
Zumindest findet Thiem immer besser zu seinem Rhythmus und vor allem seiner Länge. Zwei Punkte mit der Rückhand und ein Ass sorgen für ein schnelles 40:0.
1:4
 
Hätte man denken können - am Ende ist es aber doch Troicki, der mit einem Servicewinner und seinem zweiten Ass auf 4:1 stellt. Und so langsam muss sich Thiem hier etwas einfallen lassen, was das Break Rückstand angeht.
1:3
 
... den Thiem aber wiederum zunichte machen kann. Und irgendwie riecht das jetzt doch verdächtig nach dem benötigten Re-Break für den Österreicher ...
1:3
 
Thiem kann sich in der Folge sogar seine erste Breakchance erspielen, die Troicki aber mit einer starken Rückhand aus dem Halbfeld abwehrt. Ein Servicewinner sorgt dann wieder für einen Spielball des Serben ...
1:3
 
Es war wohl doch der erhoffte Startschuss - mit dem nächsten starken Return erspielt sich der Österreicher den ersten Einstand bei Aufschlag Troicki!
1:3
 
Spielball eins vergibt der Serbe dann aber per Doppelfehler, bevor Thiem den zweiten mit einem Returnwinner mit der Vorhand Inside-In abwehrt. 30:40!
1:3
 
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht: Troicki benötigt keine 50 Sekunden, um zum 40:0 vorzulegen.
1:3
 
Puh, das hat Kraft gekostet: Nach der Abwehr eines 0:40 kann sich Dominic Thiem sein Aufschlagspiel doch noch sichern und zumindest schon mal den Bagel verhindern. Vielleicht ist das ja so etwas wie ein Startschuss für den Mann aus Lichtenwörth?
0:3
 
Ärgerlich, dass Thiem seinen folgenden Spielball (vier Punkte in Serie!) dann aber per Doppelfehler vergibt. Aber der nächste Vorteil folgt umgehend ....
0:3
 
... und die dritte Breakchance wehrt der Österreicher dann mit resolutem Serve-and-Volley ab. Einstand - Chapeau!
0:3
 
Aber immerhin fightet Thiem - wenn spielerisch schon nichts klappt. Mit einem Servicewinner geht es zum 15:40, mit einem Netzroller zum 30:40 ...
0:3
 
Schneller könnte es kaum bergab gehen: Thiems Rückhand cross ist viel zu lang, Troicki darf sich über die nächsten drei Breakchancen freuen.
0:3
 
Mittlerweile kann man wohl getrost sagen: Bei Dominic Thiem geht überhaupt gar nichts. Erst segelt eine Vorhand Inside-Out in den Korridor, dann kann Troicki locker am Netz punkten - 0:30!
0:3
 
Ein weiterer Servicewinner des Serben sorgt dann für zwei Spielbälle, von denen Troicki auch gleich den ersten nutzt - Break bestätigt, 3:0 für den Underdog!
0:2
 
Aber das ist natürlich nur ein vorübergehendes Bild, denn tatsächlich wirkt Troicki hier hellwach und hochmotiviert. Zwei schnelle Punkte mit dem ersten Aufschlag bringen ihm das 30:15.
0:2
 
Soviel zum Blitzstart: Troickis erster Doppelfehler zum 0:15 bringt nun auch den Serben ins Stocken.
0:2
 
Die erste Chance kann Thiem noch mit einem Ass abwehren, die zweite nutzt Troicki dann aber über die Rückhand des Österreichers - der dritte unnötige Fehler von Thiem sorgt für das Break zum 0:2.
0:1
 
Bärenstark, was der Serbe hier spielt: Mit einem Vorhandwinner Inside-Out geht es für Troicki zum 0:40 und drei Breakchancen!
0:1
 
Nanu! Troicki rückt gleich mal resolut ans Netz vor und lässt sich auch von Thiems hoch abspringendem Netzroller nicht aus dem Konzept bringen - 0:30!
0:1
 
Troickis unkonventionelles Spiel macht auch vor einem Vorhandslice nicht Halt, was Thiem irgendwie aus dem Konzept bringt und für das 0:15 sorgt.
0:1
 
Troickis erstes Ass sorgt dann für das 1:0 - und schon muss Dominic Thiem nachziehen.
0:0
 
Scheinbar hat der Serbe die Wartezeit besser weggesteckt als Thiem. Auf jeden Fall beginnt er mit Vollgas und drei schnellen Punkten zum 40:0.
0:0
 
Vom Mainstream unbemerkt und mit schlappen fünf Stunden Verspätung kann es also endlich losgehen: Viktor Troicki eröffnet das Match mit eigenem Aufschlag.
Chair Umpire
 
Fehlt nur noch der Schiedsrichter dieser Partie - diesen Job übernimmt gleich der Amerikaner Ali Nili, der auf der Tour zu den erfahreneren Spielleitern gehört.
Prozedere
 
Genug erzählt, denn da sind unsere beiden Hauptdarsteller auch schon (Ortszeit 22:05 Uhr): Nach dem Münzwurf, dem obligatorischen Erinnerungsfoto und dem fünfminütigen Einschlagen kann es also losgehen.
Verspätung IV
 
Klassischer Fall von ''Zu früh gefreut'' - der Veranstalter hat offenbar beschlossen, Thiem und Troicki auf den Centre Court zu verlegen, wo sich Roger Federer gerade noch in den Endzügen seiner Partie gegen Diego Schwartzman befindet. Es kann sich also nur noch um Minuten handeln ...
Verspätung III
 
Soooo. Nach eher zähen Wartestunden ist der Court III frei für unsere beiden Akteure - wir dürfen uns also berechtigte Hoffnungen auf einen baldigen Beginn unserer Partie machen.
Verspätung II
Das Warten geht weiter (14:27 Uhr MEZ), aber immerhin gibt es eine nette Nachricht für alle Freunde des deutschen Herrentennis: Jan-Lennard Struff hat sich soeben in zwei Sätzen gegen Kevin Anderson (RSA/11) behaupten können und steht im Achtelfinale, wo er nun auf den Spanier Albert Ramos-Vinolas trifft.
Verspätung
Aufgrund von Regenwetter und der Verschiebung diverser Matches auf die Indoorcourts ist das mit der Startzeit unseres Matches ein wenig kompliziert - wir hoffen auf 14:00 Uhr (MEZ), halten Sie aber natürlich durchweg auf dem Laufenden.
Shanghai Masters
 
Fehlt also eigentlich nur noch ein Wort zum Turnier an sich. Das Shanghai Masters (offiziell Shanghai Rolex Masters) ist ein chinesisches Herren-Tennisturnier, das 2009 erstmals ausgetragen wurde und Teil der ATP-World-Tour-Masters-1000-Serie ist. Die Qizhong Forest Sports City Arena (der Centre Court) hat eine Kapazität von 15.000 Zuschauern, zu gewinnen gibt es bei diesem Turnier mittlerweile satte 5.924.890 Dollar (1.192 Millionen für den Sieger) und Titelverteidiger ist der in diesem Jahr verletzt nicht angetretene Andy Murray - der gemeinsam mit Novak Djokovic (drei Titel) auch die Liste der Rekordsieger anführt.
Head 2 Head
 
Aber klar, wie immer beginnt auch dieses Tennismatch bei 0:0. Abgesehen natürlich vom direkten Vergleich: In dem führt Troicki nämlich mit 2:0 Siegen, bei denen Dominic Thiem bislang noch nicht mal einen Satz gewinnen konnte.
Troicki 2017
 
In dieser Saison tut sich Troicki, der mit dem serbischen Team bereits den Davis Cup gewonnen hat, allerdings ziemlich schwer: 14 (!) Erstrundenniederlagen stehen gerade mal zwei Halbfinalteilnahmen bei 250er Turnieren (Sydney, Istanbul) gegenüber.
Troicki
 
Wobei man bei dieser Beschreibung natürlich sämtliche Geschichten über Doping (Troicki verweigerte einst eine Probe und wurde gesperrt) und Partys (in jungen Jahren) außen vor lässt - sondern sich nur auf das sportliche konzentriert. Und da war Troicki meist zu Jahresbeginn erfolgreich: Zwei seiner drei Turniersiege holte der Serbe im Januar in Sydney (2015 und '16).
Troicki
 
Aber Thiem ist eben erst 24 Jahre alt und hat demnach einen äußerst regenerativen Körper. Anders als zum Beispiel Viktor Troicki, der mit seinen 31 Jahren eher aus der Kiste ''Erfahren und ruhig'' stammt.
Knie kaputt beim Slice
 
Arbeit war für den 24-Jährigen aber ja noch nie ein Problem. Obwohl er sich seit dem letzten Herbst auch noch mit einer ziemlich dummen Verletzung herumschlagen muss (die heuer bei den US Open wieder aufbrach): ''Bei den US Open 2016 hab ich mir beim Rückhand-Slice-Training den Griff aufs rechte Knie gerammt. Seither tut das Knie weh, im Prinzip bei jedem Schritt, beim Rennen, bei jeder Richtungsänderung, sogar wenn du nicht spielst, wenn du dich nur hinknien möchtest. Dann wird's irgendwann schwer mit Spaß haben.''
Thiem 2017
 
Und schlecht lief es beim Österreicher bis zum Sommer ja nun wirklich nicht. Mit 50 Siegen hat er im Jahr 2017 bislang die drittmeisten auf der Tour zusammengesammelt (nach Nadal/58 und vor A. Zverev/58), hat in Rio de Janeiro ein Turnier gewonnen und zuletzt in Barcelona sowie beim Masters in Madrid das Endspiel sowie in Rom und bei den French Open das Halbfinale erreicht - nach vier Turniersiegen im Vorjahr keine schlechte Ausbeute für die ersten sechs Monate einer Saison.
Thiem 2017
 
Wobei der 23-Jährige in diesem Jahr nicht nur in den Top10 angekommen ist, sondern mittlerweile schon relativ selbstverständlich dazu gehört. Und das vor allem, weil Thiem auch als Star noch als so wissbegierig gilt, dass er Trainingslektionen, Niederlagen und Erfolge in sich aufsaugt, verarbeitet und mit den neuen Erfahrungen quasi sofort besser wird - so scheint es zumindest in 2017.
Thiem 2017
 
Aber auch sonst ist Thiem mit den Hardcourts dieser Welt ja noch nicht wirklich warm geworden. Weder in den Vorjahren, noch in 2017: In Washington endete das Turnier für ihn bereits im zweiten Match (gegen Kevin Anderson/RSA), in Montreal musste sich der Österreicher sogar schon nach seinem allerersten Match (und nach vier vergebenen Matchbällen gegen Diego Schwartzman/ARG) verabschieden. Und deshalb stellt sein Viertelfinaleinzug in Cincinnati quasi schon das obere Ende des Hartplatzspektrums beim Wiener dar - und bei den US Open musste er dann ein ganz bitteres Fünfsatzaus gegen del Potro (nach 2:0-Satzführung) verdauen.
Thiem in Asien
 
''Ja, zum Jahresende gibt es bei mir immer noch ein paar Highlights. Da stehst du dann natürlich auch mehr unter Druck. Gepaart mit dem vielen reisen, dem fliegen und dem Jetlag ... das schlaucht schon ganz schön'', so Thiem bei seiner Ankunft in Shanghai. Kein Wunder also, dass die Ergebnisse des Weltranglisten-7. in den letzten Wochen erheblich nachgelassen haben: Sowohl im chinesischen Chengdu als auch in Tokio war für den Lichtenwörther schon im ersten Match Feierabend
Das Duell
 
Die ersten drei Tage des Turniers sind überstanden: Zeit, dass sich nun auch die großen Jungs in die Veranstaltung einmischen. Denn während Viktor Troicki schon ein nervenaufreibendes Erstrundenmatch hinter sich gebracht hat, bestreitet Thiem heute seine Shanghai-Premiere - wenngleich der Österreicher wohl alles andere lieber tun würde, als in Asien Tennis zu spielen.
Shanghai Masters
 
Herzlich willkommen bei den Shanghai Masters zur Zweitrundenpartie zwischen Dominic Thiem und Viktor Troicki.
Spieler:
R. Nadal [1]
J. Donaldson
6
6
2
1
F. Fognini
L. Pouille [15]
7
6
6
3
S. Querrey [10]
F. Tiafoe [Q]
6
7
3
6
R. Harrison
G. Dimitrov [6]
6
3
6
3
6
7
M. Cilic [4]
K. Edmund
6
7
3
6
D. Wu [W]
S. Johnson
2
1
6
6
K. Anderson [11]
J. Struff
6
6
7
7
A. Ramos-Vin.
P. Busta [7]
7
7
5
5
D. Thiem [5]
V. Troicki
3
6
6
6
3
7
S. Tsitsipas [Q]
J. Isner [12]
6
6
7
7
J. Potro [16]
A. Rublev
6
6
3
4
A. Bedene
A. Zverev [3]
0
4
D. Goffin [8]
G. Simon
6
3
7
6
R. Gasquet
H. Chung
3
6
6
6
4
3
A. Dolgopolo. [Q]
F. Lopez
7
1
6
6
6
4
D. Schwartzm.
R. Federer [2]
6
4
7
6
R. Nadal [1]
F. Fognini
6
6
3
1
S. Querrey [10]
G. Dimitrov [6]
3
6
6
7
M. Cilic [4]
S. Johnson
7
6
6
4
J. Struff
A. Ramos-Vin.
6
4
7
6
V. Troicki
J. Isner [12]
6
7
4
6
J. Potro [16]
A. Zverev [3]
3
7
6
6
6
4
G. Simon
R. Gasquet
5
7
3
7
6
6
A. Dolgopolo. [Q]
R. Federer [2]
4
2
6
6
Weltrangliste
Spielerprofile
D. Thiem
Ranking:
4
Geburtsd.:
03.09.1993
Größe:
1.85
Gewicht:
82
Bilanz:
50-27
Preisgeld:
USD 8.495.497
V. Troicki
Ranking:
54
Geburtsd.:
10.02.1986
Größe:
1.93
Gewicht:
86
Bilanz:
23-28
Preisgeld:
USD 7.869.413