Tennis

Paris Masters Saison 2017

Paris Masters - Halbfinale

Palais Omnisports Paris, Frankreich30.10.2017 - 05.11.2017
J. Benneteau
Match beendet
 
J. Sock
[16]
J. Benneteau
J. Sock
 
 
1. Satz
2. Satz
5
2
7
6
Court Central | Halbfinale
Spielzeit: 01:18 h
Letzte Aktualisierung: 05:03:02
Benneteau
Sock
Abschied
 
Das war's nun aber für heute von uns und aus Paris! Wir hoffen, Sie hatten ähnlich viel Spaß wie wir und würden uns freuen, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen - vielleicht ja schon morgen zum Endspiel? Bis dahin oder zum nächsten Mal sagt Oliver Stein nun aber Tschüss und wünscht allen Lesern ein angenehmes Restwochenende!
Ausblick
 
Und während sich Julien Benneteau mit dieser Niederlage vom internationalen Tenniszirkus verabschiedet (''Hallo Fans, es war toll, aber leider nicht bis zum nächsten Mal!''), geht es für Jack Sock morgen Nachmittag weiter - in seinem ersten Masters-Finale geht es für den Amerikaner gegen den Qualifikanten Filip Krajinovic dann nicht nur um seinen ersten großen Einzeltitel, sondern (im Erfolgsfall) auch um die Qualifikation für das Saisonfinale der ATP in London (momentan ist Pablo Carreno Busta/ESP noch Achter in der Jahreswertung).
Fazit
 
Es war leider ein eher einseitiges Match, zumindest im zweiten Durchgang: Nicht einen einzigen Punkt konnte sich Julien Benneteau in Satz zwei gegen den Aufschlag von Jack Sock sichern - so kann man ein Match auf diesem Niveau natürlich nicht gewinnen.
5:7, 2:6
Mit einem letzten Servicewinner macht Jack Sock dann einen Deckel auf dieses Halbfinale und sichert sich zum ersten Mal den Einzug in ein Masters-Finale!
5:7, 2:5
 
Irgendwie logisch, das Benneteau jetzt nicht plötzlich anfängt. gegen Socks Service zu punkten - 40:0 und Matchbälle für Jack Sock!
5:7, 2:5
 
Den nächsten Punkt sichert sich der Amerikaner mit der Vorhand Inside-Out auf Benneteaus Rückhand 30:0. Fehlen noch zwei Punkte ...
5:7, 2:5
 
Sicher ist sicher: Mit seinem sechsten Ass geht Sock gleich mal mit 15:0 in Führung. Fehlen also nur noch drei Punkte ...
5:7, 2:5
 
Die Halle ist komplett verstummt, man würde wohl eine Stecknadel fallen hören: Mit einem weiteren ganz bitteren Doppelfehler gibt Benneteau auch dieses Aufschlagspiel ab und sieht sich bei 2:5 nun einer Mammutaufgabe gegenüber. Während Jack Sock jetzt gleich zum Matchgewinn aufschlagen darf!
5:7, 2:4
 
Ei, ei, ei! Breakchance eins wehrt der Franzose am Netz ab, bei der zweiten segelt Socks Vorhandreturn longline in den Korridor. Nur noch 30:40!
5:7, 2:4
 
Ja, das wird dann wohl die Vorentscheidung sein: Mit seinem vierten Doppelfehler (drei davon in kritischen Situationen) gibt Benneteau auch den Punkt zum 0:40 und drei weiteren Breakchancen für Jack Sock her.
5:7, 2:4
 
Kündigt sich da so langsam Benneteaus (spielerisches) Ende an? Sock punktet gleich nochmal mit einem herrlichen Lob, sodass die anschließend verzogene Rückhand des Franzosen dem Amerikaner schon wieder ein vielversprechendes 0:30 einbringt.
5:7, 2:4
 
Und es bleibt dabei: Drei Aufschlagspiele von Jack Sock im zweiten Satz, drei Mal kann Benneteau nicht einen einzigen Punkt gewinnen. Break bestätigt, 4.2 für Jack Sock!
5:7, 2:3
 
Sock legt gleich weiter vor und stellt per Servicewinner auf 30:0. Eine schöne Vorhand Inside-In sorgt dann für das 40:0 und drei Spielbälle ...
5:7, 2:3
 
Stark reagiert von Sock, der einen Netzroller von Benneteau samt eines eigenen Ausrutscher in einen Vorhandwinner ummünzt. 15:0!
5:7, 2:3
 
Ist das bitter: Mit seinem dritten Doppelfehler des Tages schenkt Julien Benneteau dieses umkämpfte Aufschlagspiel ab und ermöglicht Sock so das Break zum 3:2 - mal sehen, ob der Amerikaner das jetzt über die Ziellinie retten kann!
5:7, 2:2
 
Tadellos von Jack Sock: Erst zwingt er Benneteau am Netz zum tiefen Volley, dann passiert er den Franzosen mit der Rückhand longline. Breakball Nummer zwei für den Amerikaner!
5:7, 2:2
 
Nein, dieser Spielball ist es noch nicht, weil Benneteau eine Vorhand abrutscht und viel zu lang wird. Einstand, die Zweite!
5:7, 2:2
 
Kein Problem für Benneteau, der das Ganze mit einem Servicewinner ganz cool wieder richtet. Und anschließend auch zum eigenen Vorteil vorlegt.
5:7, 2:2
 
Aber das ist dann GANZ stark von Jack Sock: Benneteau greift solide an und stellt sich am Netz gut auf - aber gegen Socks Passierball mit der ganz kurz cross gespielten Rückhand ist der Franzose machtlos. Breakball für den Amerikaner!
5:7, 2:2
 
Sock kann dann sogar zum 15:30 vorlegen, aber Benneteau kontert das mit einem Punkt am Netz und per Smash - 30:30!
5:7, 2:2
 
Pech für Sock, dass sein Volleylob einen Tick zu lang gerät. Dafür kann er anschließend aber über Benneteaus Rückhand punkten -15:15!
5:7, 2:2
 
Es bleibt dabei, Julien Benneteau hat in diesem zweiten Satz noch keinen Punkt bei Aufschlag Sock gewinnen können - 2:2!
5:7, 2:1
 
Aber Sock marschiert bei eigenem Aufschlag weiter unaufhaltsam. Ein Ass, ein Servicewinner, ein Vorhandstopp - 40:0.
5:7, 2:1
 
Nicht schlecht vom Franzosen, der die Vorhand Inside-out optimal trifft und noch vor der T-Linie auf die Seitenlinie spielt. Da kann Sock nur verwundert gucken - 2:1 für Benneteau.
5:7, 1:1
 
Oh je! Per Doppelfehler schenkt Benneteau den Punkt zum 30:30 ab - kann anschließend aber mit einem guten Ersten wieder vorlegen. Es ist und bleibt ein Drahtseilakt!
5:7, 1:1
 
Sock kann zwar mit einem 0:15 loslegen, Benneteau das aber auch gleich wieder ausgleichen. Ein Servicewinner mit dem Zweiten bringt dem Franzosen dann auch das 30:15.
5:7, 1:1
 
Und so kann am Ende auch Jack Sock sein erstes Aufschlagspiel im zweiten Satz zu Null gewinnen und zum 1:1 ausgleichen.
5:7, 1:0
 
Ass Nummer vier gibt es gleich hinterher - 40:0 und drei Spielbälle für den Amerikaner.
5:7, 1:0
 
Gegen Benneteaus Laufrichtung punktet Sock mit der Vorhand longline zum 15:0. Mit einem Ass (Nummer drei) geht es dann auch schnell zum 30:0.
5:7, 1:0
 
Zu Null stellt der Franzose dann auch auf 1:0 - aber Sock dürfte das angesichts der Satzführung natürlich relativ egal sein.
5:7, 0:0
 
Benneteau hat es erstmal eilig und stellt schnell auf 40:0. Da schwingt sicher auch ein ganz klein bisschen Wut mit, den ersten Satz so leichtfertig aus der Hand gegeben zu haben.
Zwischenfazit
 
Es ist eine verdammt enge Kiste, die sich Jack Sock und Julien Benneteau hier vor ausverkauftem (und äußerst lautem) Haus liefern. Dabei machen beide in etwa gleich viele Fehler, schlagen ähnlich viele Winner und servieren annähernd gleich stark - diese Partie wird, wenn es so weitergeht, einzig und allein im Kopf entschieden. Weshalb man dem gegen Benneteau und eine Halle voller Franzosen spielenden Sock auch ein Extra-Kompliment aussprechen muss.
5:7
Sock greift die Rückhand von Benneteau an, der spielt seinen Passierball ins Netz - und schon darf sich der Amerikaner über den Gewinn des ersten Durchgangs freuen!
5:6
 
Das ist dann aber natürlich wieder Extraklasse: Mit der Vorhand Inside-Out stellt Sock auf 40:30 und Satzball!
5:6
 
... und schon wackelt Sock wieder, spielt eine einfache Vorhand Inside-In ins Netz und muss das 30:30 hinnehmen.
5:6
 
Und das macht der Amerikaner bis zum 30:0 auch sehr souverän. Dann kann Benneteau allerdings wieder verkürzten, weil er seinen Vorhandreturn perfekt trifft ...
5:6
 
Und damit heißt es für Sock jetzt natürlich: Serving for the set!
5:6
 
Ist das bitter für Julien Benneteau: Sein Return klatscht an die Netzkante und fällt dann direkt hinter dem Platzteiler herunter - Break vor und 6:5-Führung für Jack Sock!
5:5
 
Da sagt man so etwas - und dann punktet Sock plötzlich mal mit einer feinen Vorhand longline zum 15:30. Und stellt anschließend über einen Return auf die Grundlinie sogar auf 15:40- und damit zwei Breakchancen!
5:5
 
Die Zahl der ansprechenden Ballwechsel schwankt weiterhin stark. Mal sieht das zwei spiele lang alles sehr appetitlich aus, dann gibt es wieder eine Serie von Assen und Aufschlagwinnern zu bestaunen. Momentan geht es wieder in eine sehr aufschlaglastige Richtung ...
5:5
 
Mit einem abschließenden Ass tütet Sock das Aufschlagspiel dann auch zu Null ein und gleicht zum 5:5 aus - Satz eins geht in die Verlängerung!
5:4
 
Mit Serve-and-Volley geht es für Sock zum 15:0, mit einem Aufschlagwinner zum 30:0. Und weil es so einfach ist geht es dann gleich wieder ans Netz - der perfekte Halbvolleystopp bringt dem Amerikaner das 40:0.
5:4
 
Auch zum 40:0 kommt Benneteau mit taktisch hervorragendem Tennis, bevor ihm ein starker erster Aufschlag zum Abschluss einen Vorhandschuss von der T-Linie übrig lässt - 5:4 für den Mann aus Boulogne-Billancourt!
4:4
 
Mit einem schön herausgespielten Netzangriff punktet Benneteau zum 15:0, mit einem Servicewinner zum 30:0. Wo war diese Souveränität nur in den ersten 20 Minuten dieser Partie?
4:4
 
Zu Null geht es dann auch zum 4:4 - alles in der Reihe in Satz eins. Und das gab es heute Abend ja noch nicht so wahnsinnig oft!
4:3
 
Aber Sock ist natürlich keiner, der schnell verzweifelt. Mit frohem Mut und einem Schwung Angriffstennis erspielt er sich bei 40:0 schnell drei Spielbälle.
4:3
 
Seinen ersten Spielball vergibt Benneteau dann aber über seine nach wie vor ein bisschen wackelige Rückhand. Den zweiten kann er jedoch mit einem Angriffsball mit der Vorhand Inside-In nutzen - was ihm bei 4:3 seine erste Führung in diesem Match einbringt!
3:3
 
Ist das genial! Aus dem Nichts zaubert Benneteau einen ansatzlosen Stopp ins Halbfeld, der bereits drei Mal aufgekommen ist, als Sock den Ball erreicht - 40:15.
3:3
 
Sock kontert das zwar umgehend mit einem herrlichen Stopp von der Grundlinie zum 15:15, aber Benneteau hat gleich den benötigten Servicewinner auf Halde und kann zum 30:15 vorlegen.
3:3
 
Da muss man sich glatt mal die Augen reiben: Mit seinem ersten Ass legt Benneteau bei eigenem Aufschlag doch tatsächlich mal zum 15:0 vor!
3:3
 
Verrückt: Jack Sock patzt erneut ohne Grund mit der Vorhand (schon sein neunter Unforced Error), Benneteau darf sich freuen - das nun schon vierte Break der Partie bringt dem Franzosen das 3.3.
2:3
 
Kein Problem für Benneteau: Mit einer Rückhandpeitsche Inside-Out punktet der Franzose gleich nochmal und erspielt sich bei 30.40 doch wieder eine Breakchance!
2:3
 
Ein ganz einfacher Vorhandvolley steht zwischen Benneteau und den nächsten Breakchancen, doch der landet dann im Netz und beschert Sock ein leicht unverdientes 30:30.
2:3
 
Über die Rückhand des Franzosen punktet der Amerikaner dann zwar zum 15:15, aber Benneteau richtet sich sofort wieder auf und spielt seinen fünften Winner von der Grundlinie - 15:30!
2:3
 
Aber was bedeutet schon ein einzelnes Break? In diesem Match offenbar eher wenig - Benneteau stellt nämlich auch gleich wieder auf 0:15.
2:3
 
Und da ist dann auch schon das dritte Break in den ersten fünf Spielen: Mit einem Return in die Füße des aufrückenden Benneteau punktet Sock zum 3:2.
2:2
 
Und auch das ist richtig gut gespielt von Sock: Mit viel Geduld bleibt er im Vorhandduell, um das Tempo dann urplötzlich longline anzuziehen und sich den nächsten Breakball zu erspielen. Vorteil Sock!
2:2
 
Eher nicht, denn zunächst mal kann Benneteau hier wieder vorlegen. Oder doch, nachdem Sock eine Vorhand longline genau ins Eck spielt? Einstand!
2:2
 
Stark von Jack Sock! Der Amerikaner lässt Benneteau erst mit einem schwierigen Rückhandsmash laufen, um anschließend mit dem feinen Vorhandvolleystopp auf 30:30 zu stellen. Geht da etwa gleich wieder etwas?
2:2
 
So richtig einige wird sich Sopck mit dem Linienrichter an der T-Linie nicht. Aber auch das Hawkeye sieht Benneteaus ersten Aufschlag auf der Linie ... 30:15.
2:2
 
Erst punktet Benneteau mit der Rückhand, dann patzt er mit dem gleichen Schlag - 15:15.
2:2
 
Aber beim dritten Breakball behält Benneteau dann die Ruhe, Sock hingegen will zu schnell zu viel und feuert eine Vorhand Inside-Out weit in den Korridor - Re-Break für den Franzosen, alles wieder in der Reihe in Satz eins!
1:2
 
Breakball Nummer eins kann Sock dann aber mit einem Servicewinner abwehren,. Nummer zwei vernichtet er anschließend über Benneteaus Rückhand ... 30:40!
1:2
 
Sogar das 0:40 schenkt ihm Sock dann noch - der Amerikaner ist in der Tat leicht von der Rolle.
1:2
 
Sock scheint das ganze auf jeden Fall stärker irritiert zu haben als Benneteau. Denn der Franzose zeigt sich gleich wieder angriffslustig, marschiert zwei Mal schön vorbereitet ans Netz und punktet dort dann auch zum 0:30.
1:2
 
Da der Veranstalter noch Dutzende Zuschauer verspätet in die Halle lässt, verzögert sich das weiterspielen ein wenig. Den Spielern gegenüber ist das natürlich eher unfair.
1:2
 
So reagiert man darauf am besten: In nur 70 Sekunden bringt Benneteau sein Aufschlagspiel zu Null durch und verkürzt auf 1:2.
0:2
 
Zwei leichte Fehler von Benneteau verschaffen Sock dann auch gleich etwas mehr Luft zum Atmen - denn damit bestätigt der Amerikaner das Break und legt zum 2:0 vor.
0:1
 
Sock punktet über Benneteaus Vorhand zum Einstand, feiert das lautstark - und zieht sich gleich mal den Unmut des überwiegend französischen Publikums zu. Dazu sei gesagt: beim Tennis sind die Franzosen ein SEHR patriotisch.
0:1
 
Das war aber erst der Anfang. denn nach Benneteaus Punkt zum Vorteil und der ersten Breakchance platzt die Halle fast vor Begeisterung ...
0:1
 
Glück für den Franzosen, dessen Passierball eigentlich ein leichtes für Sock wäre - doch der springt dann fies von der Netzkante ab und senkt sich hinter dem Amerikaner ins Feld. Einstand!
0:1
 
Auch zum 40:15 kann Sock dann relativ mühelos punkten, den ersten Spielball wehrt Benneteau aber mit einem feinen Passierball ab. 40:30!
0:1
 
Huiui, das geht aber gut los! Sock erholt sich schnell von dem leichten Fehler und punktet mit der Vorhand Inside-Out direkt. Am Netz geht es für den Amerikaner dann zum 30:15.
0:1
 
Und schon ist es Sock, der anfängt, zu patzen. Eine leichtfertig viel zu lang gespielte Vorhand bringt Benneteau immerhin schon mal das 0:15 ein ...
0:1
 
Oh je! Was war das denn? Benneteau vermasselt einen halbhohen Vorhandvolley, den er zwei Handbreit in den Korridor spielt - 1:0 und Break vor für Jack Sock!
0:0
 
Benneteau steht gleich wieder unter Druck, kann sich nicht befreien und patzt mit der zu langen Rückhand - 15:40, zwei Breakchancen für Jack Sock!
0:0
 
Stark vom Amerikaner, der seine Schusschance aus dem Halbfeld mit der Vorhand cross sofort nutzt und auf 15:30 stellt!
0:0
 
Kontrollierte Aggression, so beschrieb ein Experte des amerikanischen Senders ESPN das Tennis von Benneteau. Die führt gleich mal zum 15:0 - das Sock aber mit einem feinen Rückhandreturn ausgleichen kann.
0:0
 
Auf geht's, Julien Benneteau serviert als Erster!
Chair Umpire
 
Schiedsrichter der Partie wird übrigens gleich Carlos Bernardes ein - der Brasilianer ist wohl der erfahrenste und beliebteste Umpire auf der Tour.
Prozedere
 
Und da sind unsere beiden Hauptdarsteller dann auch schon: Julien Benneteau betritt den Court zu lautstarkem Jubel als Erster, gleich gibt es das obligatorische Erinnerungsfoto, den Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es hier auch schon losgehen!
Verspätung II
 
Tatsächlich hat Filip Krajinovic die Sensation geschafft und John Isner im Tiebreak des dritten Durchgangs geschlagen - womit er als erster Qualifikant seit dem Polen Jerzy Janowicz (2012) im Endspiel dieses Masters-Turniers steht.
Verspätung
 
Ein wenig müssen wir uns bis zum Beginn unserer Partie leider noch gedulden, denn auf dem Centre Court sind John Isner und Filip Krajinovic noch mit dem ersten Halbfinale beschäftigt - nach zwei Stunden ist man dort gerade in der Mitte des dritten Durchgangs angekommen.
Head 2 Head
 
Womit wir dann auch schon beim direkten Vergleich dieser beiden Herren angekommen sind. Und in dem ist erst ein einziges Treffen notiert: 2014 setzte sich Benneteau beim Masters in Shanghai glatt in zwei Sätzen durch.
Turnierverlauf Sock
 
Hier in Paris setzte sich Sock nach einem Freilos in Runde eins gegen Edmund (GBR), Pouille (FRA/17) und Verdasco (ESP) durch - wobei sein Viertelfinalmatch gegen den Spanier heute morgen erst gegen ein Uhr zu Ende ging.
Sock 2017
 
Was man auf jeden Fall sagen kann ist, dass der 24-Jährige dieses Jahr in der Form seines Lebens begann. Schon vor den Australian Open gewann er das Turnier in Auckland, nach dem Grand Slam gewann er gleich noch in Delray Beach, darauf folgten dann die Halbfinalteilnahmen in Indian Wells und Houston - doch ganz so rasant ging es dann nicht weiter. Von Cincinnati über die US Open bis Shanghai sammelte Sock zum Beispiel fünf Erstrundenniederlagen in Serie und purzelte so bis auf Platz 23 der Welt - Tendenz aber natürlich wieder steigend.
Auf nach London!
 
Aber Socks Race to London ist eben ein ganz Spezielles, bei dem ein positiver Ausgang wohl niemanden mehr wundern würde. Denn die Woche begann der Mann aus Nebraska als Nummer 24 (!) in der Jahreswertung - und in Runde eins war er außerdem fast schon ausgeschieden. ''Als ich gegen Edmund im dritten Satz mit 1:5 hinten lag, hab ich einfach gar nichts mehr gedacht'', so Sock gestern. ''Ich spiele hier quasi mit einem Freilos, denn eigentlich müsste ich schon längst im Flieger sitzen.''
Sock
 
In etwas anderen Sphären als Benneteau bewegt sich dagegen Jack Sock. Denn unter anderem könnte der Amerikaner auf den letzten Drücker noch das ATP Saisonfinale der besten Acht erreichen - dafür müsste er dieses Turnier allerdings gewinnen. Doch die große Bühne Masters ist dem Amerikaner dabei in keinster Weise fremd: In Indian Wells erreichte er im Frühjahr ebenfalls das Halbfinale eines 1000er Turniers - verlor dieses dann aber gegen den späteren Turniersieger Roger Federer.
Benneteau 2017
 
Im Jahr 2017 hat der Franzose übrigens schon zwei Halbfinals gespielt: Beim Challenger in Cherbourg/FRA verlor er im Februar gegen Maximilian Marterer/GER, vor vier Wochen dagegen schlug er den zuletzt in Basel so erfolgreichen Marton Fucsovics/HUN beim Challlenger in Orleans/FRA (Finalniederlage gegen Gombos/SVK). Und als sein größter Karriereerfolg steht bis dato das Halbfinale beim Masters in Cincinnati 2014 notiert ...
Turnierverlauf Benneteau
 
Was unter Umständen gar nicht so weit hergeholt ist, wenn man die bisherigen Leistungen von Benneteau in dieser Woche betrachtet. Als Wildcardler nur dank des Veranstalters in das Hauptfeld gerutscht, setzte sich der 35-Jährige in Reihe gegen Youngster Denis Shapovalov (CAN), Landsmann Jo-Wilfried Tsonga (Nr 11 der Setzliste), David Goffin (BEL/7) und Cilic durch - viel schwerer kann eine Auslosung bei so einem Masters kaum aussehen.
Benneteau
 
Wobei große Endspiele Benneteau ja nicht fremd sind: 2014 zum Beispiel gewann er in Roland Garros seinen ersten Grand-Slam-Titel - nur eben im Doppel. Und 2014 feierte er auch seinen letzten Sieg gegen einen Top10-Spieler - weshalb ihm nach seinem Erfolg gegen Cilic, die Nummer fünf der Welt, auch erst mal die Tränen kamen. ''Gestern war unglaublich'', so Benneteau auf seiner Pressekonferenz nach Mitternacht. ''Aber mal sehen, vielleicht erwische ich ja noch so einen perfekten Tag.''
Der Endspielverlierer
 
Über ein mögliches Finale wollte Lokalmatador Julien Benneteau nach seinem Viertelfinalsieg gegen den an Nummer drei gesetzten Marin Cilic (CRO) am liebsten gar nicht reden. ''Ich genieße jetzt erst mal diesen Sieg. Ich glaube, es ist einer der größten in meiner gesamten Karriere. Wobei, vielleicht warte ich lieber den Ausgang dieser Geschichte ab, bevor ich das alles einordne'', so der Franzose, der in seiner Karriere noch nie einen Einzeltitel gewonnen hat (0:10 in Endspielen).
Paris Masters
 
Herzlich willkommen beim Paris Masters zur Halbfinalpartie zwischen Julien Benneteau und Jack Sock.
Spieler:
F. Krajinovi. [Q]
J. Isner [9]
6
6
7
4
7
6
J. Benneteau [W]
J. Sock [16]
5
2
7
6
F. Krajinovi. [Q]
J. Sock [16]
7
4
1
5
6
6
Weltrangliste
Spielerprofile
J. Benneteau
Ranking:
83
Geburtsd.:
20.12.1981
Größe:
1.85
Gewicht:
79
Bilanz:
13-13
Preisgeld:
USD 8.743.186
J. Sock
Ranking:
9
Geburtsd.:
24.09.1992
Größe:
1.91
Gewicht:
84
Bilanz:
37-20
Preisgeld:
USD 7.288.779