Tennis

French Open Saison 2018

French Open - Finale

Paris, Frankreich26.05.2019 - 09.06.2019
R. Nadal
Match beendet
 
D. Thiem
R. Nadal
D. Thiem
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
6
6
6
4
3
2
Court Philippe-Chatrier | Finale
Spielzeit: 02:42 h
Letzte Aktualisierung: 04:16:05
Nadal
Thiem
Abschied
 
Während Rafa Nadal nun aber die Coupe des Mousquetaires ausgehändigt bekommt und sich halb auf französisch, halb auf englisch bei den Fans bedankt, wollen wir uns aus Roland Garros verabschieden. Im Namen des gesamten Teams sagt Oliver Stein Danke fürs Reinschauen und auf Wiederlesen - denn natürlich werden wir auch weiterhin zuverlässig von allen Großereignissen in der Welt des Tennissports berichten. Au revoir!
Ausblick
 
Gut also für alle Beteiligten, dass der Sandplatzswing (fast) vorbei ist - denn nun konzentriert sich die Tenniswelt natürlich auf das in drei Wochen beginnende Grand-Slam-Turnier in Wimbledon, bei dem traditionell auf Rasen gespielt wird.
Fazit
 
Dominic Thiem hingegen sieht in etwa so desillusioniert aus, wie wir uns sein Gemüt in diesen Minuten vorstellen. Denn schlecht spielte der Österreicher nur im letzten Spiel des ersten Satzes, ansonsten war er eigentlich fast auf Augenhöhe mit dem Spanier - aber eigentlich fast reicht eben nicht aus, um einen Nadal auf Sand zu nerven geschweige denn zu schlagen
Fazit
 
Eins vorneweg: Während wir uns hier an einem mal wieder extrem verdienten Sieger erfreuen, ist der schon unterwegs in die Kabine - kein Wunder, dass Nadal gern erst mal wissen möchte, was da mit seinem Finger los war/ist. Zum Match hingegen kann man nur eins sagen: Rafael Nadal ist völlig zu Recht der König der Sandplätze, bleibt in Endspielen bei den French Open auch im elften Anlauf ohne Niederlage und baut seine Matchbilanz in Roland Garros auf 86:2 Siege aus - dieser Rekord wird ganz sicher nie mehr gebrochen werden.
6:4, 6:3, 6:2
Und das war's dann endgültig: Thiems Return wird zu lang, Nadal bleibt einfach stehen und streckt die Arme in den Himmel - seit dieser Minute ist der Spanier elffacher Sieger der French Open!
6:4, 6:3, 5:2
 
Allerdings bleibt es bei der Regel: Auf Einstand folgt Matchball - über Thiems Vorhand geht es für Nadal zum fünften Versuch, dieses Turnier zu beenden.
6:4, 6:3, 5:2
 
Schade, Dominic Thiem: Der Österreicher will es mit der Rückhand wissen, die wird aber zu lang und bringt Nadal den vierten Matchballl - doch auch den kann der irgendwie leicht zittrige Spanier nicht über die Ziellinie schubsen!
6:4, 6:3, 5:2
 
Nanu - Rafa Nadal vergibt auch seinen dritten Matchball, diesmal mit dem Schlägerrahmen. EInstand!
6:4, 6:3, 5:2
 
Matchball Nummer eins vergibt Nadal aber dann mit einer Rückhand longline in den Korridor. Und auch den zweiten kann Thiem mit einem erlaufenen Stopp abwehren - nur noch 40:30!
6:4, 6:3, 5:2
 
Ohne Umwege geht es dann zum 40:0 - und drei Matchbällen für Nadal!
6:4, 6:3, 5:2
 
Bei Thiem geht nur noch ganz, ganz wenig - Nadal hingegen stellt mit zwei guten Ersten auf 30:0.
6:4, 6:3, 5:2
 
Aus dem Rutschen heraus will Thiem eine Vorhand am Netzpfosten vorbei longline ins Eck schieben, erwischt aber nur den Korridor und so hat der Spanier bei 5:2 jetzt gleich die Chance, diese French Open bei eigenem Aufschlag einzutüten - Rafa Nadal, serving for the Championship!
6:4, 6:3, 4:2
 
... und weil Thiem dann auch noch einen Gegenstopp ins Netz schiebt, hat Nadal bei 15:40 die nächsten beiden Breakchancen.
6:4, 6:3, 4:2
 
In der Tat, ein weiterer schwacher Zweiter (2/13 in diesem dritten Satz!) bringt Nadal das 15:30 ...
6:4, 6:3, 4:2
 
Immer diese Doppelfehler - schon wieder bietet Thiem Nadal bei 0:15 einen schönen Einstieg in sein Aufschlagspiel an. Das könnte schon wieder gefährlich werden ...
6:4, 6:3, 4:2
 
Zu Null kann der Mallorquiner sein Aufschlagspiel dann halten und zum 4:2 vorlegen - womit das Break Vorsprung auf Seiten von Nadal natürlich weiterhin Bestand hat.
6:4, 6:3, 3:2
 
... zumal der Spanier anschließend mit einem ganz krummen Halbvolley auch noch auf 40:0 stellen kann. Spielbälle für Nadal!
6:4, 6:3, 3:2
 
Irgendeine Bewegung schient Abhilfe gebracht zu haben, denn Nadal wirkt bei eigenem Aufschlag wieder relativ solide. Das schnelle 30:0 unterstreicht das dann auch in Zahlen ...
6:4, 6:3, 3:2
Mit einer knackigen Vorhand cross erspielt sich Thiem dann das 2:3 aus seiner Sicht - und bei Nadal steht pünktlich zum Seitenwechsel schon wieder ein Rudel an Physiotherapeuten und Helfern einsatzbereit.
6:4, 6:3, 3:1
 
Zumindest scheint sich Nadal bei Aufschlag Thiem lieber schonen zu wollen und gibt die ganze Sache relativ offensichtlich ab - 40:0.
6:4, 6:3, 3:1
 
Thiem will es geduldig angehen, verliert dann aber doch schnell die Nerven und schenkt Nadal mit seinem 38. (!) Unforced Error das 3:1. Mal sehen, wie sich das hier noch entwickelt ...
6:4, 6:3, 2:1
 
Es ist offensichtlich, dass Nadal hier weiterhin Probleme mit der Schlaghand hat. Die Aufschläge des Spaniers erreichen keine 150 km/h mehr - im Vergleich zu sonst über 200. Und trotzdem kann er am Netz auf 40:15 stellen ...
6:4, 6:3, 2:1
Und das glaubt keiner, der nicht dabei ist. Rafa Nadal hat zu Beginn des Ballwechsels plötzlich ein Problem signalisiert, hat sich auf dem Weg zur Bank schon sämtliche Bandagen und Pflaster von den Fingern gerissen und wird nun vom Physio behandelt - es scheint, als habe der Spanier einen Finger an der linken Hand nicht mehr spüren können!
6:4, 6:3, 2:1
 
Thiem muss jetzt natürlich mehr Risiko gehen, aber zunächst mal endet das in zwei einfachen Fehlern, weil er mit der Rückhand überpowert. 30:0 für den aufschlagenden Nadal ...
6:4, 6:3, 2:1
 
Und diesen sechsten Breakball in diesem Satz nutzt Rafa Nadal dann auch mit einem Gewitter an Vorhandbällen, das er auf Thiem einprasseln lässt - 2:1 für den Mallorquiner, der auch in diesem dritten Satz schon wieder frühzeitig die Pole Position bezieht.
6:4, 6:3, 1:1
 
Dann ist es wieder Rafa Nadal, der zum Vorteil vorlegen kann, weil er Thiems Aufschlag prima liest und noch besser retourniert ...
6:4, 6:3, 1:1
 
Allerdings kann auch Thiem seinen folgenden Spielball nicht nutzen, erspielt sich per Servicewinner aber gleich noch einen zweiten - den Nadal dann auch wieder mit einer Vorhandpeitsche abwehrt. Das alte Hin und Her beim Einstand ...
6:4, 6:3, 1:1
 
Offenbar findet Thiem immer mehr gefallen an diesem tanz auf dem Drahtseil, denn auch diesen Breakball kann er abwehren - und zwar supercool mit einem Stopp gegen Nadals Laufrichtung.
6:4, 6:3, 1:1
 
Und Nadal ist es dann auch, der von einem schwachen zweiten Balls seines Gegenübers profitiert und aus dem Halbfeld mit der Vorhand cross punkten kann - 30:40 und erneut Breakball für den Spanier!
6:4, 6:3, 1:1
 
Wenig verwunderlich ist dementsprechend natürlich auch, dass Nadal seine Punkte in der Regel relativ leichtfertig gewinnt, während Thiem für die meisten seiner Punkte erheblich mehr ackern muss - das folgende 30:30 wirkt schon wieder mehr wie ein gewonnenes für den Spanier als andersherum ...
6:4, 6:3, 1:1
 
Falls man in den Matches gegen Schwartzman oder del Potro gedacht hatte ''Ui, Nadal ist verwundbar'', hat man sich wohl getäuscht. Vielleicht hat der Spanier nur Kräfte für heute gespart, vielleicht hat er Thiem einfach wochenlang studiert - bisher gibt sich Nadal jedenfalls keine Blößen und legt sofort wieder zum 1:1 nach.
6:4, 6:3, 0:1
 
Tiiiief durchatmen, Fans von Dominic Thiem: Der 24-Jährige hält sein Service nach ganz großem Kampf (und 0:40!) und geht mit 1:0 in Führung - während Rafa Nadal richtiggehend ungnädig wirkt, weil er das Break zum Satzbeginn (anders als im ersten und zweiten Durchgang) diesmal nicht geholt hat.
6:4, 6:3, 0:0
 
Auch Nadals darauf folgenden vierten Breakball kann der Österreicher mit einem knackigen Ersten abwehren. Und das nutzt Thiem, um mit einem ziemlich glücklichen Volley (im Straucheln mit dem Rahmen gespielt) auf Vorteil zu stellen. Puh!
6:4, 6:3, 0:0
 
Thiem! Er muss kämpfen wie selten, aber mit dem dritten konzentriert zu Ende gespielten Punkt des Spiels kann Thiem auf Einstand stellen - nach 0:40!
6:4, 6:3, 0:0
 
0:40 - darf das wirklich schon wieder wahr sein? Gut, was will man machen: Zum 15:40 geht es für Thiem per Servicewinner, zum 30:40 mit dem Angriffsball aus dem Halbfeld. Fehlt noch der dritte Breakball ...
6:4, 6:3, 0:0
 
Wow. Was soll man da sonst noch sagen? Erst retourniert Nadal quasi mit einem Stopp, dann punktet er mit der Rückhand longline - 0:30. Und bei Thiem dürften die Alarmglocken in den grellsten Tönen schrillen!
6:4, 6:3, 0:0
 
Und natürlich will hier niemand Dominic Thiem abschreiben - aber das wird jetzt ein unfassbar steiniger Weg, wenn der Wiener Neustädter noch mal zurück ins Match finden will.
Zwischenfazit
 
Respekt vor Rafael Nadal, der hier ein Mal mehr beweist, warum er der Herr im Hause Roland Garros ist: Mit seiner unnachahmlichen Topspin-Power und seinen nimmermüden Beinen dominiert er Thiem hier, ohne wirklich zu dominieren - weil er in den entscheidenden Momenten nach Lust und Laune aufs Tempo drücken und Thiem so vor unlösbare Aufgaben stellen kann. So spielt der König ... Vamos!
6:4, 6:3
Und das war's von Kapitel zwei: Über Thiems Rückhand tütet Rafael Nadal den zweiten Durchgang ein und stellt auf 2:0.
6:4, 5:3
 
Dann kann Thiem Nadal zwar mal zum Vorhandfehler verleiten, aber der Spanier bleibt cool: Mit dem nächsten Servicewinner geht es zum 40:15 und zwei Satzbällen.
6:4, 5:3
 
Soviel dazu: Mit einem Servicewinner auf den Körper des weit im Feld stehenden Thiem punktet Nadal schnell zum 30:0.
6:4, 5:3
 
Auch zum 40:15 geht es für Thiem dann, weil Nadal mit der Rückhand patzt. Und so kann der Österreicher am Ende ungefährdet zum 3:5 verkürzen - aber jetzt muss das Break her, koste es, was es wolle.
6:4, 5:2
 
Thiems 15:0 kann Nadal mit einem guten Return zum 15:15 jedenfalls schon mal kontern. Aber der Österreicher legt mit der Vorhand weiter vor - 30:15.
6:4, 5:2
 
Am Ende ist auch dieses wieder ein gewonnenes Aufschlagspiel für den Spanier, der damit zum 5:2 vorlegt. Und das mit dem Aufschlagen gegen den Satzverlust hatte bei Thiem ja schon im ersten Umlauf nicht sonderlich gut geklappt ...
6:4, 4:2
 
Aber das ist eben die Klasse einer Nummer eins: Obwohl Nadal über den zweiten Aufschlag gehen muss, spielt er Thiem ganz frech mit einer Kombination aus Stopp und Passierball aus - Einstand!
6:4, 4:2
 
Sensationell von Dominic Thiem! Erst schickt er Nadal mit der Vorhand longline in die Ecke, dann platziert er den Stopp perfekt - 30:40 und Breakball für den Österreicher!
6:4, 4:2
 
Aber auch dem Spanier unterlaufen hier und da mal unnötige Fehler. Was Thiem bei 30:30 zumindest ein ganz kleines Türchen öffnet ...
6:4, 4:2
 
Thiem spielt und spielt und spielt - meist, bis Nadal irgendeine Chance wittert und den Österreicher mit brillanten Schlägen ausspielt. Wobei man klar sagen muss: Nadal spielt so gut, dass Thiem hier selber stark spielen muss - ansonsten würde er gnadenlos untergehen.
6:4, 4:2
 
Thiem kommt gleich wieder zum 0:15, muss sich von Nadal dann aber eine Runde scheuchen lassen und kann der Vorhand longline des Spaniers am Ende Doch nur hinterher schauen - 15:15.
6:4, 4:1
 
Der nächste Rückhandwinner (Winner Nummer 23) bringt Thiem dann auch schon drei Spielbälle - und von denen nutzt er gleich den ersten mit der Vorhand cross, um zum 2:4 zu verkürzen. Erneut zu Null, wohlgemerkt.
6:4, 4:1
 
Mit seinem fünften Ass und einer wunderbaren Rückhand longline, die ganz genau passt, geht es für Thiem schnell zum 30:0. Wäre da doch bloß dieses blöde Break nicht ...
6:4, 4:1
 
... und tütet das Aufschlagspiel anschließend dann auch ein, weil Thiems nächster aggressiver Return viel zu lang wird. 4:1 für den Mallorquiner!
6:4, 3:1
 
Thiem! Mit dem Vorhandreturn, den er Inside-In an die Linie legt, kann der Österreicher immerhin mal wieder zum Enstand ausgleichen. Aber Nadal serviert sich sofort wieder zum Vorteil ...
6:4, 3:1
 
Aber Nadal ist eben nicht irgendwer und kontert das ganze umgehend mit zwei guten Aufschlägen und den darauf folgenden Winnern zum 30:30. Und auch zum 40:30 kann der Spanier aus eigener Kraft vorlegen ... das nennt man mal einen Zwischenspurt.
6:4, 3:1
 
Thiem. Ist. Da! Erst punktet er über Nadals Rückhand, dann über seine Vorhand - und schon steht es 0:30 gegen den Spanier. Was das Publikum übrigens zum ersten Mal seit Längerem wieder aus dem Häuschen geraten lässt.
6:4, 3:1
 
Sauber von Thiem, der endlich das gewünschte Zeichen setzt: Zu Null und ohne große Probleme geht es durch sein Aufschlagspiel und zum 1:3. Dann kann es doch jetzt eigentlich mit dem Re-Break weitergehen, oder ...?
6:4, 3:0
 
Ohne große Umstände nimmt Nadal sein Aufschlagspiel dann auch mit, bestätigt das Break diesmal und stellt auf 3:0 - von Dominic Thiem MUSS jetzt eine Reaktion kommen, denn einen 0:2-Satzrückstand wird er hier in Nadals Wohnzimmer wohl kaum wieder aufholen.
6:4, 2:0
 
Zumal Nadal auch gleich noch weiter vorlegt und mit der Vorhand cross auf 40:15 stellt. Thiem wirkt in dieser Phase einfach zu fehleranfällig - das muss alles wieder stabiler werden!
6:4, 2:0
 
Was vorhin allerdings bei 15:30 Zwischenstopp einlegte, tut es nun bei 30:15 für Nadal - da sieht wenig nach dem Re-Break aus.
6:4, 2:0
 
Das könnte nun aber natürlich auch bedeuten, dass sich Thiem das Break wie in Satz eins gleich wieder zurückholt. Zum 0:15 kann der Österreicher auf jeden Fall schon mal vorlegen ...
6:4, 2:0
 
Und dann ist es doch passiert: Mit der Rückhand erspielt sich Nadal den fünften Breakball - und den nutzt der Spanier dann auch über die Rückhand von Dominic Thiem. 2:0 und erneut das frühe Break für den Spanier!
6:4, 1:0
 
Viel zu oft die gleiche Leier: Mit einem Doppelfehler (Nummer vier) schenkt Thiem den Spielball ab, woraufhin Nadal dann wieder etwas offensiver agiert, an der Linie steht und den Ball mit der Rückhand longline im eck versenkt - Vorteil und Breakball Nummer vier für den Spanier. Doch den kann Thiem mit Serve-and-Vorhandwinner dann wieder abwehren ... Einstand.
6:4, 1:0
 
Nadal bekommt gleich noch eine Chance zum Break vorgelegt, aber auch die kann Schwerstarbeiter Thiem dann abwehren. Und daraufhin dann auch endlich mal wieder vorlegen - Vorteil und Spielball!
6:4, 1:0
 
... und den zweiten Breakball kann der Österreicher dann mit einem mustergültig vorbereiteten Netzangriff aus der Welt schaffen. Einstand nach 15:40!
6:4, 1:0
 
Tatsächlich kann Nadal auch zum 15:40 vorlegen und sich zwei Breakbälle erspielen. Den ersten wehrt Thiem dann aber mit einem Servicewinner nach außen ab ....
6:4, 1:0
 
Soviel dazu. den Druck übt nämlich wieder Nadal aus, der Thiem zu zwei Fehlern zwingt und sich so das 0:30 erspielt. Das könnte für den Österreicher mal wieder eng werden ...
6:4, 1:0
 
Mit einem feinen Stopp macht Nadal dann auch unter dieses Aufschlagspiel einen Strich und legt zum 1:0 vor. Und Thiem wird sich hier schnell etwas einfallen lassen müssen, denn Nadal wirkt nicht so, als fühle er sich momentan stark unter Druck gesetzt ...
6:4, 0:0
 
Es ist schon beeindruckend, wie Nadal sich zwar an jedem Fehler seinerseits stört, dann aber sofort wieder auf Vollgas und Topspin stellt und Thiem kaum Chancen lässt - 40:15.
6:4, 0:0
 
Rafa Nadal ist zurück aus der Kabine - weiter geht's mit dem Aufschlag des Spaniers.
Zwischenfazit
 
Innerhalb von zwei Minuten macht sich Dominic Thiem alles kaputt, wofür er 55 Mnuten lang hart gearbeitet hat - als alles auf einen Tiebreak setzt, holt sich Nadal das Break zu Null und fügt den Titelhoffnungen des Österreichers eine erste Delle zu. Jetzt muss Dominic Thiem zeigen, dass er solche Dinge abschütteln kann - denn insgesamt spielt der Österreicher ja auf Augenhöhe mit dem spanischen Magier.
6:4
Die Vorhand, die Vorhand: Nadal spielt seinen Return halbhoch zurück, Thiem setzt erneut zum Schuss an - und drischt die Filzkugel hinter die Grundlinie. Satzführung für den König von Roland Garros!
5:4
 
Und schon landen wir bei drei Satzbällen für Nadal: Thiem hämmert die Vorhand Inside-In ins Netz und flucht, Nadal ballt die Faust - 0:40.
5:4
 
Au weia! Erst versemmelt Thiem einen einfachen Volley, dann legt er auch noch eine Vorhand longline in den Korridor - und schon ist Nadal bei 0:30 nur noch zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt!
5:4
 
Zu 15 tütet Nadal die Geschichte dann auch ein und legt zum 5:4 vor. Und damit ist es nun an Dominic Thiem, den Satzverlust bei eigenem Aufschlag zu verhindern.
4:4
 
Einem Servicewinner von Nadal folgt dann endlich mal wieder ein richtig hochkarätiger Ballwechsel, den der Spanier dann aber auch erfolgreich beenden kann, weil Thiem zu kurz wird - 40:15.
4:4
 
Nadals eingesprungene Vorhand cross zum 15:0 ''kontert'' Thiem mit einem Doppelfehler. Also klar, den Doppelfehler serviert Nadal - das 15:15 geht aber natürlich an Thiem.
4:4
 
Hach ja, die Doppelfehler: Der zum 40:15 ist nun schon wieder Thiems dritter - aber diese Story zieht sich beim Österreicher ja schon durch den gesamten Turnierverlauf. Und seinen zweiten Spielball nutzt Thiem auch ganz cool: 4:4, alles im Einklang in Satz eins!
4:3
 
Kein Problem für Thiem, der sich von dem Missgeschick schnell frei macht, stark serviert und zwei Mal mit der Rückhand punkten kann - 40:0.
4:3
 
Nanu? Thiem unterschätzt einen eher notdürftigen Passierball von Nadal und will es/muss es per Tweener versuchen - der landet aber im Netz und beschert dem Spanier das 4:3.
3:3
 
Nadal scheint die Zügel wieder etwas anziehen zu wollen, verteilt die Bälle wieder druckvoller und kann sich schnell das 40:15 erspielen - zwei Spielbälle für den Spanier.
3:3
 
Über Umwege kommt Thiem dann irgendwann doch noch zum Spielgewinn und dem 3:3 - wobei irgendwann in diesem Fall ''nach elf Minuten'' bedeutet. Puh!
3:2
 
Umso ärgerlicher ist dann aber natürlich der sofort folgende leichte Fehler des Österreichers, der Nadal gleich noch eine Breakchance einbringt - doch die vergibt der Spaniers diesmal in Eigenregie mit einer etwas zu optimistischen Rückhand longline. Einstand, die sechste!
3:2
 
Stark von Dominic Thiem, der das Tempo variiert, auch mal zum Slice greift und Nadal dann plötzlich doch wieder mit Fullspeed überrumpelt: Einstand, die fünfte!
3:2
 
Auch seine beiden folgenden Spielbälle kann Thiem nicht nutzen, weil sich Nadal wieder ziemlich zäh wehrt. Und dann kann der Spanier auch noch selber auf Breakball stellen, weil Thiem mal wieder einen Ball aus dem Halbfeld fliegen lässt - Vorteil Nadal!
3:2
 
Ei, ei, ei, die zweite: Diesmal bricht Thiem mitten im Ballwechsel ab und moniert eine Rückhand von Nadal - doch Dumusois hat den Ball gut gesehen, bestätigt das auch an der Linie stehend und gibt den Einstand. Und noch bitterer für Thiem: Das (hier nicht offiziell aktive) Hawkeye hat den Ball im Korridor gesehen ...
3:2
 
Thiem hat leichtes Glück mit einem Rahmenball, kann dies dann aber auch in das 40:30 ummünzen, weil er Nadal mit der immer solider werdenden Vorhand ausspielen kann - Spielball für den Wiener Neustädter.
3:2
 
Es geht Hin und Her, meist aber eher zurückhaltend - die offenen Visiere vom Matchbeginn sind mittlerweile geschlossen und es wird eher taktiert als Vollgas gegeben. 30:30.
3:2
 
Seinen ersten Spielball verzockt Nadal in der Folge noch, weil er zu schnell zu viel Risiko geht, aber den zweiten nimmt er dann ganz souverän und per Servicewinner mit - 3:2.
2:2
 
Ei, ei, ei! Den muss man machen - Thiem schießt seine Rückhand aus dem Halbfeld genau in Nadals Rückhand, sodass der Spanier ganz glücklich und per auf die Grundlinie gelöffelten Lob zum 30:15 kommt.
2:2
 
Vor allem Nadals zweiten Aufschlag scheint Thiem jetzt schon verstanden zu haben. Immer wieder kann der Österreicher daraufhin leicht punkten - aber Nadal nutzt seine Ersten eben, um auf Augenhöhe zu bleiben.
2:2
 
Am Ende ist es sein dritter Spielball, den Thiem dank eines Nadal'schen Rahmentreffers nutzen kann - 2:2, alles ausgeglichen.
2:1
 
Gut gekontert von Thiem, der erst einen Servicewinner durch die Mitte auspackt und mit einem Ass nachlegt - Vorteil für den Österreicher.
2:1
 
In der Tat: Thiems Stopp gerät zu kurz und landet im Netz, was Nadal bei Vorteil die nächste Breakchance einbringt.
2:1
 
Zum 40:30 kann Thiem dann mit einem Servicewinner vorlegen, aber der Österreicher ''revanchiert'' sich sofort mit einem Doppelfehler zum Einstand. Womit Nadal schon wieder in Schlagdistanz ist ...
2:1
 
Richtig gut gespielt von Thiem, der Nadal da zwei Mal von links nach rechts schickt und ihn am Ende auf der Vorhand ausspielt - 30:30.
2:1
 
Thiem hat seinen Rhythmus sichtlich gefunden, aber Nadal ist natürlich auch nicht schlechter geworden. Und so werden die Ballwechsel länger und umkämpfter - dank eines Doppelfehlers von Thiem ist es diesmal wieder Nadal, der zum 15:30 vorlegen kann.
2:1
 
... doch seine zweite Chance lässt sich Dominic Thiem dann nicht nehmen und holt sich das verlorene Aufschlagspiel mit einer krachenden Vorhand Inside-In umgehend wieder zurück. 2:1 für Nadal, alles wieder in der Reihe in Durchgang eins!
2:0
 
Den ersten Breakball kann Nadal dann aber ganz sicher abwehren ...
2:0
 
Thiem! Im Crossduell (das Nadal ja liebt) sieht alles nach einem Punkt für den Spanier aus, aber plötzlich spielt der Österreicher seine Vorhand noch steiler cross also sowieso schon - 15:40 und Chancen zum Re-Break!
2:0
 
Bei Aufschlag Nadal würde Thiem natürlich gern gleich kontern und legt mit einem aggressiven Return zum 0:15 vor. Und Nadal patzt in der Folge gleich noch mal mit der Rückhand - 15:30!
2:0
 
So schnell kann es gehen. Thiem patzt gleich noch mal mit der Vorhand und wirkt dabei ziemlich nervös, während Nadal hier ganz klar anzeigt: Wir sind in meinem Wohnzimmer, zieh dir die Schuhe aus. 2:0 und Break vor für den Spanier.
1:0
 
... und das nutzt Nadal dann auch, um sich mit toller Laufarbeit die ersten Breakchancen zu erarbeiten. 15:40!
1:0
 
Mit einer starken Rückhand longline erspielt sich Thiem dann auch endlich mal einen Punkt. Aber bei 15:30 bleibt die Lage natürlich gefährlich, zumal Thiem über seinen Zweiten kommen muss ...
1:0
 
Auch bei eigenem Aufschlag bekommt Thiem zunächst mal kein Bein auf den Boden und muss sich von Nadal zum 0:15 zwingen lassen. Beziehungsweise dann auch gleich noch zum 0:30, weil Nadal einen unerreichbaren Stopp ins Halbfeld zaubert ...
1:0
 
Mit einem schön herausgespielten und dann ganz trocken abgeschlossenen Netzangriff stellt Nadal dann mühelos und zu Null auf 1:0 - so darf es für den Spanier sicher gern weitergehen.
0:0
 
Nadal beginnt im Gegensatz zu seinen letzten beiden Partien mit einem ganz trockenen Aufschlagspiel. Vor allem die Länge der Schläge des Spaniers ist imposant - 40:0.
0:0
 
Genug erzählt, Vorhang auf: Rafael Nadal eröffnet dieses Finale mit eigenem Aufschlag!
Chair Umpire
 
Rechtzeitig zum Endspiel wurden übrigens auch einer der ganz Großen der Schiedsrichterzunft abgestaubt: Den Vorsitz wird heute der Franzose Damien Dumusois haben, der auf der Tour zu den routiniertesten Referees gehört und schon unzählige große Matches geleitet hat.
Prozedere
 
Sooooo! Unsere beiden Akteure haben den Court soeben betreten, werden gleich für das Erinnerungsfoto posieren und sich dann noch fünf Minuten lang einspielen - und dann kann's auch schon losgehen.
Wetter
 
Über Paris ist der Himmel zwar leicht bedeckt, aber 24 Grad Lufttemperatur und wenig Wind dürften perfekte Tennisbedingungen sein.
Der Pokal
 
Soeben wird die Coupe des Mousquetaires, der Siegerpokal für das Herrenturnier präsentiert - da können unsere beiden Hauptdarsteller auch nicht mehr weit sein.
French Open
 
Und damit sind wir dann auch schon bei den Fakten zum Turnier an sich angekommen. Das Tournoi de Roland Garros, wie die French Open offiziell heißen, findet seit 1891 jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Anfang Juni im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement in Paris statt - und dabei sind die French Open nicht nur das einzige Sandplatzturnier der vier Grand Slams, sondern lassen im Entscheidungssatz auch keine Tiebreaks spielen (was regelmäßig zu den längsten Matches auf der Tour führt). Zu gewinnen gibt es bei den Herren mehr als 13 Millionen Euro (alleine 2,2 Millionen für den Sieger) - und der Titelverteidiger dieser Veranstaltung ist wie erwähnt Nadal höchstpersönlich, der im Vorjahr seinen 10. Titel (La Decima) gewann.
Head 2 Head
 
Ob Nadal das Gewinnen heute genau so gut gelingen wird, sei dahingestellt. Fakt ist nämlich, dass Dominic Thiem eine ganz anständige Bilanz gegen den Spanier vorzuweisen hat (3:6 Siege) und ihn in den letzten vier Sandplatzduellen zwei Mal geschlagen hat - eine ähnliche Bilanz können weder ein Roger Federer noch ein Novak Djokovic vorweisen.
Turnierverlauf Nadal II
 
In der zweiten Turnierwoche hatte Nadal dann aber doch wieder ein paar Probleme mehr. Im Viertelfinale gab es gegen Diego Schwartzman (ARG) nicht nur ordentlich Gegenwehr, sondern auch den ersten richtig dicken Schrecken des Turniers: Erst eine unglückliche Phase des Argentiniers sowie eine nächtliche Regenunterbrechung im zweiten Satz drehten die Partie zu Nadals Gunsten und sicherten ihm seinen elften Halbfinaleinzug in Roland Garros. Und auch gegen Juan Martin del Potro wackelte Nadal im Halbfinale einen Satz lang beträchtlich - unter dem Strich reichten dem Spanier aber auch in diese Match drei Sätze.
Turnierverlauf Nadal I
 
In Runde eins musste der Spanier allerdings wesentlich härter ackern, als es ihm lieb gewesen sein dürfte: Gegen den 32-jährigen Italiener Simone Bolelli reichten zwar drei Sätze, aber knapp drei Stunden Spielzeit (2:57) und ein abschließender Tiebreak sind als Belastung auch nicht zu verachten. Aber vielleicht war so ein Schreck zum Start gar nicht schlecht - anschließend zerlegte Nadal seine Gegner Guido Pella (ARG), Richard Gasquet (FRA/27) und Maximilian Marterer (GER) nämlich dermaßen glatt, dass einem Angst und Bange werden konnte.
Im Wohnzimmer
 
Und dann wäre da ja noch die Tatsache, dass Paris quasi so etwas wie Nadals zweites Wohnzimmer (nach dem in Manacor/Mallorca) ist. Satte zehn Mal hat der Spanier ''sein'' Turnier schon gewonnen (zuletzt im Vorjahr) und hat hier eine Matchbilanz von 85:2 (!!!) zusammen getragen - unschlagbar ist natürlich niemand, aber Nadal ist in Roland Garros zumindest schon mal nah dran.
Nadal auf Sand
 
Auf Sand lief es bei Nadal dann sogar fast noch besser als im Vorjahr: 20:1 lautet seine 2018er-Bilanz auf seinem Lieblingsbelag, einzig in Madrid musste er sich Dominic Thiem geschlagen geben - während er die Titel in Monte-Carlo, Barcelona und Rom größtenteils mühelos einsammelte und Spanien mit zwei gewonnenen Rubbern gegen Deutschland ins Halbfinale des Davis Cups brachte.
Nadal 2018
 
In dieser Saison hingegen musste Nadal nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe im Viertelfinale der Australian Open eine längere Pause einlegen, weil seine Hüfte nicht mitspielte, und verpasste so die Turniere von Indian Wells und Miami - Position eins in der Weltrangliste eroberte er sich aber auch nichts-tuend zurück, weil Federer bei seiner Titelverteidigung in Florida patzte.
Federer kneift!
 
Ähnlich haben sich natürlich auch schon viele andere über den zehnmaligen French-Open-Sieger geäußert - Roger Federer zum Beispiel lässt die Sandplatzsaison komplett sausen, weil er nicht daran glaubt, Nadal den French-Open-Titel entreißen zu können. Und eigentlich ist es ausschließlich eine Frage der Fitness des Spaniers, wie viele Chancen er seinen Gegnern lässt: Im Vorjahr zum Beispiel verlor Nadal auf Sand im gesamten Saisonverlauf nur ein einziges Match (wie erwähnt gegen Thiem).
Thiem über Nadal
 
Und dementsprechend idolisieren ihn seine vor allem jüngeren Kollegen auch. ''Rafa ist der Favorit, egal wo er auf Sand spielt. Er ist der Favorit in Rom, er ist der Favorit in Paris, dort noch mehr als anderswo. Er ist immer noch der, den es zu schlagen gilt'', so Alexander Zverev vor zwei Wochen. Oder eben sein heutiger Gegner: ''Wir hatten im letzten Jahr eine tolle Rivalität. Aber seien wir ehrlich: Rafa macht das schon seit zehn oder elf Jahren. Ich würde erst mal gern noch so eine Saison wie 2017 spielen.''
König Rafa
 
Fast noch entspannter ist del Potros heutiges Gegenüber durch das Turnier gekommen - allerdings ist Rafael Nadal wie eingangs erwähnt ja auch der Beste wenn es darum geht, seine Gegner über den roten Sand zu scheuchen.
Turnierverlauf Thiem
 
Bisher hat sich Thiem bei diesem Turnier übrigens kaum Blößen gegeben. Gegen Ilya Ivashka (BLR) reichten dem Wiener Neustädter drei Sätze, gegen Angstgegner Tsitsipas (GRE/über zwei Tage), Matteo Berrettini (ITA) und Kei Nishikori (JPN/19) mussten dann jeweils vier Durchgänge herhalten - aber dafür ist eben auch jeder dieser drei Kontrahenten ein ausgewiesener Sandplatzspezialist. Und außerdem entschädigte sich Thiem im Viertel- sowie im Halbfinale ja für diese Mehrarbeit: Gegen Alexander Zverev (GER) und Marco Cecchinato (ITA) stand der Österreicher insgesamt gerade mal vier Stunden auf dem Court und dürfte deshalb heute bestens ausgeruht ins Match gehen können.
Liebe zu Paris
 
Und dementsprechend hatte Thiem beim einzigen Grand Slam auf Sand auch einiges vor. Denn die French Open sind nicht nur sein erklärtes Lieblingsturnier (''Ich mag die Anlage, den Sand, die Tradition. Paris ist wunderbar.''), Thiem hat mittlerweile auch eine französische Freundin (Kristina Mladenovic, ebenfalls Tennisspielerin) und 2016 und 2017 das Halbfinale von Roland Garros erreicht - was aber natürlich auch bedeutet, dass er hier an der Seine einen Berg Punkte zu verteidigen hatte.
Nadal über Thiem
 
Und außerdem sagen ja mittlerweile selbst die Allerbesten, dass Thiem die Zukunft auf Sand gehört. Wie zum Beispiel Rafael Nadal nach seiner Niederlage in Madrid: ''Wenn er gut spielt, dann ist es ganz schwer, ihn zu stoppen'', so der Spanier nach seiner Niederlage gegen den Wiener Neustädter auf der Pressekonferenz. ''Ich habe gegen einen der besten Sandplatzspieler der Welt gespielt. Und ich war in den meisten Ballwechseln nicht Herr der Lage, das muss man so sagen.''
Happy in Lyon
 
Doch dann folgte vor zwei Wochen die spontane Meldung für das 250er Turnier in Lyon, bei dem Thiem zwar hart arbeiten musste (drei Mal drei Sätze), sich am Ende aber mit seinem zweiten Turniersieg der Saison belohnen konnte: ''Ich bin super happy. Ich habe wirklich hart für diesen Titel gekämpft. Ich habe so viele Stunden auf diesem Platz verbracht und auch im Finale gegen Gilles (Simon) war ich fast schon draußen. Ich glaube, wir sind nach heute beide körperlich für Paris gut vorbereitet.''
Thiem auf Sand
 
Und auch Thiems Auftritte auf seinem Lieblingsbelag Sand ließen wochenlang nur erahnen, warum der Österreicher 2017 der zweitbeste Spieler auf dem roten Untergrund war. Denn abgesehen von einem Sieg gegen den unbezwingbar wirkenden Rafael Nadal in Madrid (Finalniederlage gegen Zverev) hatte Thiem bis zum Wochenende noch nicht viel Gutes abgeliefert: In Monte-Carlo und in Barcelona scheiterte er jeweils schon im Viertelfinale, in Rom war nach einem Freilos sogar schon in Runde 2 Feierabend.
Thiem 2018
 
Thiems Ergebnisse der ersten Monate des Jahres wirkten wie eine Fahrt mit der Hauptattraktion auf einer Kirmes. Einigen wenig überzeugenden Auftritten in Südamerika (Rio, Acapulco) ließ der Wiener Neustädter vor einem Monat die verletzungsbedingte Aufgabe in Indian Wells und eine sich daran anschließende dreiwöchige Verletzungspause folgen - die ihm nach eigenem Bekunden aber gut getan hat: ''Die Verletzung hat am Anfang sehr geschmerzt. Aber weil sie letztlich doch nicht so schwer war, war da auch Zeit zum Genießen. Ich hatte Zeit für Dinge, für die sonst keine Zeit ist. Ich habe also keine schlechte Zeit hinter mir.''
Achterbahn!
 
Also wollen auch wir, anstatt hier weiter in der Tennishistorie zu graben, lieber einen genaueren Blick auf die beiden Hauptdarsteller dieses Endspiels werfen - und beginnen tun wir beim Österreicher und seiner Achterbahnsaison.
Thiem
 
Thiem selber hält allerdings relativ wenig von den Vergleichen mit Muster. Zumal der schon vom Spielstil und der taktischen Ausrichtung her ein ganz anderes Tennis bevorzugte als der Wiener Neustädter: ''Ich sehe das komplett unabhängig. Er ist eine komplette Legende in dem Sport. Er hat eine richtig gute Karriere gehabt, ich hab eine Karriere und versuche das Bestmögliche aus der zu machen. Sicher vergleicht jeder gerne, aber für mich ist das nicht relevant.''
Muster spricht
 
Und eben jener Muster, der nicht nur einem gewissen Boris Becker zahlreiche Sandplatztitel vor der Nase wegschnappte, sparte nach Thiems Finaleinzug auch nicht mit Lob für seinen Nachfolger: ''Er hat sein hochgestecktes Ziel erreicht, der Rest ist Draufgabe. Natürlich ist es ihm zu wünschen, dass er gewinnt, aber sollte es heuer nicht passieren, dann wird es eben nächstes Jahr sein. Es ist einmal Tatsache, dass er sein größtes Potenzial auf Sand hat. Wenn man sich Rafa Nadal wegdenkt, dann ist er unumstritten die Nr. 1 auf diesem Belag.''
Thiem gleich Muster?
 
Denn zunächst mal soll es um einen Mann gehen, der seinem Land Österreich den größten (nicht winter-)sportlichen Triumph der letzten 20 Jahre bescheren soll. Und dabei ist Dominic Thiem erst 24 Jahre alt ? wird aber trotzdem schon als legitimer Nachfolger von Volksheld Thomas Muster gefeiert, der 1995 die French Open gewann und 1996 dann für sechs Wochen zur Nummer eins der Weltrangliste aufstieg.
Das Finale
 
Dass Rafael Nadal in diesem Endspiel steht, ist keine große Überraschung. Denn für den Rest der Tenniswelt ist der Spanier nicht nur der König von Roland Garros, sondern im Grunde der Herrscher über alle Sandplätze dieser Welt - aber dazu später mehr.
Bonjour!
 
Herzlich willkommen zum Finale der French Open zwischen Rafael Nadal und Dominic Thiem.
Weltrangliste
Spielerprofile
R. Nadal
Ranking:
1
Geburtsd.:
03.06.1986
Größe:
1.85
Gewicht:
85
Bilanz:
45-4
Preisgeld:
USD 102.326.975
D. Thiem
Ranking:
8
Geburtsd.:
03.09.1993
Größe:
1.85
Gewicht:
79
Bilanz:
52-20
Preisgeld:
USD 13.726.144