Tennis

Australian Open Saison 2018

Australian Open - Finale

Melbourne, Australien14.01.2019 - 27.01.2019
M. Cilic
[6]
Match beendet
 
R. Federer
[2]
M. Cilic
R. Federer
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
4. Satz
5. Satz
2
77
3
6
1
6
65
6
3
6
Rod Laver Arena | Finale
Spielzeit: 03:04 h
Letzte Aktualisierung: 15:17:23
Cilic
Federer
Abschied
 
Während ein strahlender Roger Federer den Pokal überreicht bekommt ist es auch für uns an der Zeit, sich von den Australian Open und Ihnen zu verabschieden. Wir hoffen, Sie hatten in den vergangenen zwei Wochen ähnlich viel Spaß wie wir, würden uns freuen, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen und sagen Tschüss - Oliver Stein sagt Danke fürs Mitlesen und wünscht allen Lesern ein angenehmes Restwochenende!
Statistik
 
Anstatt uns nach 3:04 Stunden und fünf Sätzen nun aber Gedanken über irgendwelche Zahlen zu machen, konzentrieren wir uns auf eine einzelne, die zeigt, WIE gut Marin Cilic hier heute war: Bei den direkten Punkten, den Winnern, lag der Kroate am Ende mit 45:41 vorn.
Fazit
 
20 Grand-Slam-Titel, davon sechs hier in Melbourne, den Titel verteidigt und sich in einem absoluten Klassiker gegen einen starken Gegner behauptet - Roger Federer beweist ein Mal mehr, warum er wohl der beste Tennisspieler aller Zeiten ist. Und dabei sieht man dem Schweizer sogar noch die Freude am Spiel an - die Konkurrenz sollte gewarnt sein, was den Rest der Saison 2018 angeht.
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:6
Und nach gut drei Stunden ist es dann vorbei: Mit einem letzten Servicewinner (den Cilic sogar noch challenged!) macht FedEx den Sack zu und gewinnt zum sechsten Mal die Australian Open!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:5
 
... um anschließend dann mit der Vorhand zum 40:0 zu punkten. Drei Championship Points für den Maestro!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:5
 
Mit einem Ass und einem Aufschglagwinner legt Federer schon mal ganz sicher zum 30:0 vor ...
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:5
 
Da ist das zweite Break für Roger Federer in diesem fünften Satz - und damit darf der Schweizer jetzt zum Matchgewinn aufschlagen!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:4
 
Mit dem starken Ersten kann Cilic zumindest verkürzen. Dann muss der Kroate aber über den zweiten Aufschlag kommen - und das nutzt Federer, um ihm im folgenden Rückhandduell einen weiteren Fehler rauszuleiern. 15:40 und Breakchancen für FedEx!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:4
 
Die große Frage lautet also: Kann sich Cilic hier noch mal aufbäumen? Zwei ganz leichte Fehler zum 0:30 sagen dazu eher nein ...
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:4
 
Federer wusste offenbar ganz genau, warum ihm die neuen Bälle so wichtig waren: In nur 61 Sekunden geht es vom ersten Aufschlag bis zum Spielgewinn - zu Null. 4:1 für den Maestro!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 1:3
 
Da kann Federer dann einfach Kräfte sparen: Ein weiterer Aufschlagwinner und ein weiteres Ass von Cilic sorgen für das 1:3 aus der Sicht des Kroaten. Und jetzt gibt es für den Schweizer dann auch die ominösen neuen Bälle!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:3
 
Federer will wohl Chip-and-Charge spielen, returniert aber ins Netz. Was Cilic dann mit seinem 16. Ass in das 30:0 verwandelt.
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:3
 
Dass Federer hier ebenfalls gespannt ist wie eine Reißleine, zeigt diese kleine Geschichte: Soeben ''ermahnt'' der Schiedsrichter Garner, ihm zu erzählen, wann es neue Bälle gibt. Eigentlich zählt man da als Profi auch mal selber mit ... aber hier ist jetzt eben alles anders.
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:3
 
Natürlich entwickelt sich das Ganze hier jetzt zu einer Nervenangelgenheit. Cilic kann den Vorhandfehler erzwingen und auf Einstand stellen, Federer dann aber über die Rückhand des Kroaten wieder vorlegen ... und diesen Spielball dann auch nutzen. Break bestätigt, zum 3:0 vorgelegt - Cilic wird jetzt tief graben müssen!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:2
 
Cilic kontert das aber erstmal mit einem erlaufenen Stopp und dem Vorhandwinner die Linie entlang 7zum 30:30. Aber Federer bleibt cool und kann mit dem zweiten Aufschlag zum Spielball vorlegen ...
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:2
 
Klar, dass Cilic das sofort wieder ausbügeln will. Mit einer schönen Rückhand longline geht es zum 0:15 ... dann aber erstmal nicht weiter. 30:15 Federer.
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:2
 
Die Rod Laver Arena steht Kopf - mit einem Return weit raus auf Cilics Rückhand erzwingt Federer den Fehler beim Kroaten und sichert sich das erste Break im fünften Satz. Wie aus dem Nichts!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:1
 
... und dann kann sich der Maestro doch tatsächlich eine Breakchance erspielen - weil Cilic sich SCHON WIEDER so einen bitteren Doppelfehler leistet. Ei, ei, ei!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:1
 
Cilic macht weiterhin das Spiel, aber mehr Risiko bedeutet oft natürlich auch mehr Fehler. Die Rahmenvorhand des Kroaten bringt Federer zumindest mal den Einstand ...
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:1
 
Da sage ich so etwas - und dann serviert Cilic prompt den Doppelfehler zum 15:30. Gut, dass er das umgehend wieder ausbügeln und per Servicewinner zum 30:30 ausgleichen kann.
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:1
 
Wie sich aber aus dem Ganzen auch lesen lässt, muss Federer hier sein allerbestes Tennis spielen, um überhaupt mithalten zu können. Ob Cilic dieses Niveau angesichts des doch beträchtlichen Drucks halten kann, weiß man nicht - auf jeden Fall ist das hier ein absolut würdiges Endspiel.
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:1
 
Was für eine Rückhand von Federer! Der Schweizer spielt den Ball in einem unfassbar steilen Winkel kurz cross vor die T-Linie, Cilic challenged - aber auch das Hawkeye gibt das Geschoss gut. 1:0!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:0
 
Der Kroate bestimmt das Tempo, der Kroate erzwingt die Fehler - aber auch seine zweite Breakchance kann Cilic gegen den Servicewinenr von Federer nicht nutzen. Und so kann der Schweizer mit der Vorhand cross doch irgendwie für einen Spielball sorgen ...
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:0
 
Geht Federers Erfolgsgeschichte hier heute tatsächlich zu Ende? Auch, wenn Cilic seine Breakchance hier nicht nutzt - er ist momentan der bessere Spieler. Einstand, die zweite!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:0
 
Cilic kann das schnelle 30:0 von Federer zwar ausgleichen, aber der stellt mit der Vorhand Inside-In auf 40:30. Woraufhin Cilic dann aber auch wieder einen Vorhandwinner in petto hat ... Einstand!
2:6, 7:6, 3:6, 6:3, 0:0
 
Übrigens hat Federer einen klaren Auftrag, was im fünften Durchgang anders werden muss: Im vierten Satz hat der Schweizer nur 36 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld gebracht. So kannst du kein Grand-Slam-Endspiel gewinnen ...
Zwischenfazit
 
Während sich Roger Federer mal eben in die Kabine verabschiedet, schauen wir noch mal schnell zurück auf diesen vierten Satz. Denn eigentlich lag Cilic bei 1:3 schon aussichtslos zurück- aber fünf Spiele in Folge für den Kroaten stellten das Geschehen komplett auf den Kopf und sorgten dafür, dass wir hier noch weiter Spitzentennis erleben dürfen. Mit einem Marin Cilic, der das Momentum mit diesem Satzausgleich endgültig auf seine Seite gebracht haben dürfte ...
2:6, 7:6, 3:6, 6:3
2:30 Stunden sind gespielt, da hämmert Cilic einen weiteren starken ersten Aufschlag durch die Mitte und sichert sich so den vierten Durchgang mit 6:3. Und wir erleben tatsächlich einen entscheidenden fünften Satz!
2:6, 7:6, 3:6, 5:3
 
Korrektur: Ein Punkt. Mit dem Servicewinner nach außen stellt Cilic auf 40:0 und drei Satzbälle.
2:6, 7:6, 3:6, 5:3
 
Während Federer irgendwie um Fassung ringt, geht bei Cilic alles. Mit Serve-and-Volley geht es zum 15:0, über die Rückhand des Maestros dann zum 30:0. Und schon fehlen dem Kroaten nur noch zwei Punkte für den Satzausgleich ...
2:6, 7:6, 3:6, 5:3
 
Bärenstark von Marin Cilic! Federer greift zum Vorhandslice, Cilic rückt sofort nach und punktet mit der Inside-Out geschlagenen Vorhandpeitsche aus dem Halbfeld - 5:3 und Break vor für den Kroaten!
2:6, 7:6, 3:6, 4:3
 
Cilic stellt aber gleich wieder auf Einstand. Und weil Federer dann eine Rückhand cross weit raus haut (was auch das Hawkeye ganz deutlich so sieht), hat der Kroate plötzlich doch wieder eine Breakchance ...
2:6, 7:6, 3:6, 4:3
 
Federers ersten Spielball bei Vorteil kann Cilic dann zwar mit exzellent verteilten Bällen und der abschließenden Vorhand cross abwehren, aber der Schweizer legt mit seinem 20. Ass sofort wieder vor ...
2:6, 7:6, 3:6, 4:3
 
Ist das stark von Federer! Gleich zwei Mal kann der Schweizer über Cilics Rückhand punkten - Einstand nach 15:40!
2:6, 7:6, 3:6, 4:3
 
FedEx kann dann zwar verkürzen, aber Cilic packt gleich wieder eine fabelhafte Vorhand Inside-In aus - 15:40 und Breakchancen für den Kroaten!
2:6, 7:6, 3:6, 4:3
 
Cilic! Zwei richtig gute Punkte mit der Vorhand bringen dem Kroaten das 0:30 - und Federer arge Probleme!
2:6, 7:6, 3:6, 4:3
 
Mit seinem 14. Ass stellt Cilic dann auf Spielball - den er anschließend auch mit einem weiteren Aufschlagwinner mtinimmt. Und schon liegt der Kroate bei 4:3 wieder vorn!
2:6, 7:6, 3:6, 3:3
 
Und dann wackeln bei Cilic sichtlich die Nerven: In einem langen, eher langsamen Ballwechsel ist es der Kroate, der als Erster mit der Rückhand patzt und Federer so das 30:40 ermöglicht. Das Cilic dann aber am Netz abwehren kann - Einstand!
2:6, 7:6, 3:6, 3:3
 
Natürlich würde Federer gern sofort wieder kontern, aber Cilic schlägt im Moment wieder sehr sicher auf und erspielt sich so viele leichte Möglichkeiten für Winner. Aber Federer kann sich mit viel kratzen und beißen (laufen, laufen, laufen!) zum 30:30 vorkämpfen ...
2:6, 7:6, 3:6, 3:3
 
Mit der Vorhand cross und zu Null nimmt Cilic das Break dann auch mit - und ist plötzlich wieder mitten drin in einem Match, das Federer eigentlich demnächst über die Ziellinie schleppen wollte. 3:3!
2:6, 7:6, 3:6, 2:3
 
Das gibt es nur beim Tennis: Mit einem DOPPELFEHLER schenkt Federer auch noch den Punkt zum 0:40 ab. Eben sah das beim Schweizer alles noch sooooo souverän aus ... plötzlich klemmt es hinten und vorn.
2:6, 7:6, 3:6, 2:3
 
Oho! Erst kann Cilic mit einem tollen Return mit der Vorhand cross für den Fehler bei Federer sorgen, dann legt er eine Rückhand cross genau auf die Grundlinie - 0:30!
2:6, 7:6, 3:6, 2:3
 
Aber bei diesem kurzzeitigen Spaß bleibt es dann auch: Zu 15 kann Cilic sein Service eintüten und zum 2:3 verkürzen. Was aber natürlich nichts an der Grundprämisse ändert: Der Kroate braucht jetzt möglichst schnell ein Break.
2:6, 7:6, 3:6, 1:3
 
Klar, dass sich Federer angesichts der hohen Temperaturen (nach wie vor knapp 34 Grad) bei 0:15 meist aus Cilics Aufschlagspielen verabschiedet. Aus Spaß packt der Schweizer dann aber doch mal eine SABR-Attacke aus - 30:15.
2:6, 7:6, 3:6, 1:3
 
Mit einem frechen, fast schon dreisten Rückhandstopp von der Grundlinie sackt Federer auch den letzten zum 3:1 benötigten Punkt ein und verteidigt das Break Vorsprung. Und so langsam darf der Graveur seine Nadel wohl schon mal heiß machen ...
2:6, 7:6, 3:6, 1:2
 
Soviel zu einem eventuellen Break gegen FedEx: Mit Serice-and-Volley geht es im Eiltempo zum 40:0, Angriffspunkte gibt es da absolut gar keine ...
2:6, 7:6, 3:6, 1:2
 
Gut für den Kroaten, dass er die Nerven behält und sich das Spiel nach der abgewehrten Breakchance doch noch mit einem (wenn auch glücklichen) Netzroller sichert. Mal sehen, ob er Federer jetzt auch mal zum wackeln bringen kann ...
2:6, 7:6, 3:6, 0:2
 
Immerhin kann sich Cilic dann aber doch wieder am Riemen reißen, die Breakchance abwehren und sich mit einem Ass gleich einen eigenen Spielball sichern. Hier ein zweites Break zu kassieren wäre aber wohl auch einer Vorentscheidung gleichgekommen ...
2:6, 7:6, 3:6, 0:2
 
Cilics Probleme werden nicht weniger. Bei 15:30 hilft ihm nur ein Netzroller, um auszugleichen zu können - doch der folgende Doppelfehler beschert Federer dann doch das 30:40 und die nächste Breakchance.
2:6, 7:6, 3:6, 0:2
 
Einen Spielball verdaddelt Federer noch, den zweiten (genutzten) quittiert er dann aber mit dem typischen ''Komm jetzt!'' - 2:0 und Break vor für FedEx!
2:6, 7:6, 3:6, 0:1
 
Für Cilic ist das natürlich eine ganz bittere Situation. Er weiß, er muss sich das Break zurückholen - aber Federer serviert wieder so wie im ersten Satz. Und da steht der Kroate eben nur chancenlos daneben ... 40:0.
2:6, 7:6, 3:6, 0:1
 
Und diesen Breakball nutzt Federer dann auch sofort über Cilics Rückhand - 1:0 für den Schweizer, der das mit dem Marschieren wörtlich zu nehmen scheint!
2:6, 7:6, 3:6, 0:0
 
Ei, ei, ei! Cilic beginnt den satz bei eigenem Aufschlag solide und mit dem 30:0. Was dann folgt, ist aber eher Slapstick: Zwei Rahmentreffer und eine ganz wilde Rückhand cross bescheren Federer bei 30:40 ohne viel eigenes Zutun den Breakball.
Zwischenfazit
 
Nach wie vor ist das hier ein spannendes Endspiel, dem aber leider die ganz großen spielerischen Momente fehlen - Roger Federer hat seine kurze Schwächephase im zweiten Satz aber überwunden, mit einer kurzen Tempoverschärfung den dritten Durchgang entschieden und schickt sich nun an, schnurstracks auf seinen sechsten Titel bei den Australian Open hinzu zu marschieren.
2:6, 7:6, 3:6
Mti seinem nun schon 19. Ass des Tages tütet Federer den Durchgang dann auch ein - 2:1-Satzführung für den Maestro!
2:6, 7:6, 3:5
 
Besser kann man das nicht machen: Zwei Aufschlagwinner und eine Vorhand longline bringen FedEx bei 40:0 drei Satzbälle.
2:6, 7:6, 3:5
 
Zu Null stellt der Kroate dann auch auf 3:5 - aber jetzt serviert Federer natürlich zum Satzgewinn.
2:6, 7:6, 2:5
 
Wahrscheinlich wollte Federer da volles Risiko gehen, weil er ja kein Break mehr braucht - aber drei wilde Returns, die teilweise fast an der Platzumrandung landen, geben dann doch ein seltsames Bild ab. 40:0 Cilic!
2:6, 7:6, 2:5
 
Den ersten Spielball kann Cilic zwar vereiteln, den zweiten nutzt Federer aber mit einem Servicewinner, den er mal wieder mit einem zweiten Aufschlag liefert - Break bestätigt, 5:2 für den Maestro!
2:6, 7:6, 2:4
 
Federer erwischt Cilic mit dem langen Halbvolley zu weit im Feld stehend - perfekt gespielt, 30:15. Und weil es so einfach geht, gibt es den Servicewinner zum 40:15 gleich hinterher ...
2:6, 7:6, 2:4
 
Logisch, Cilic muss jetzt mit Vollgas auf das Re-Break gehen. Den ersten offensiven Return kann er auch gleich in einen Punkt ummünzen - den zweiten schießt Federer mit der Vorhand aber einfach ab. 15:15!
2:6, 7:6, 2:4
 
Das Publikum steht Kopf, Federers Box jubelt - eine rechts in den Korridor gewischte Vorhand Inside-Out von Cilic sorgt für das erste Break im dritten Satz und die 4:2-Führung für den Schweizer!
2:6, 7:6, 2:3
 
Das ist doch irre! DAS ist Federer in Reinform: Zwei gute Returns bringen ihm das 0:30, mit einem geduldigen Slicebeschuss stellt er dann auch noch auf 0:40 - aus dem Nichts gibt es drei Breakchancen für den Schweizer!
2:6, 7:6, 2:3
 
Spielball Nummer eins wehrt Cilic dann zwar mal wieder mit einem dieser tollen Vorhandreturnwinner kurz cross gespielt ab (nun schon der siebte!), doch den zweiten kann FedEx dann mit einem Aufschlagwinner nutzen - 3:2 für den Baselbieter, alles in der Reihe in Satz drei!
2:6, 7:6, 2:2
 
Und dabei bleibt es auch. Cilic kann zwar auf 15:15 stellen, dann hat Federer aber zwei Servicewinner in Folge im Köcher - 40:15 und zwei Spielbälle für den Maestro.
2:6, 7:6, 2:2
 
Gleich den ersten Spielball kann Cilic dann auch nutzen und am Netz auf 2:2 stellen - auf die erste Breakchance in diesem dritten Satz warten wir damit weiterhin.
2:6, 7:6, 1:2
 
Tatsächlich ist es nämlich nicht mehr so, dass Cilic nur punktet, wenn Federer Fehler macht - der Kroate dominiert die Ballwechsel immer wieder aus eigenem Antrieb und stellt bei eigenem Aufschlag auch wieder schnell auf 40:15.
2:6, 7:6, 1:2
 
Nach wie vor funktioniert bei Cilic die Vorhand aber bedeutend besser als die Rückhand, auf der ihm nach wie vor zu viele unnötige Fehler unterlaufen. Aber die Tatsache, dass Federer den simpelsten aller Punkte (zum 40:30, wohlgemerkt) mit der geballten Faust feiert, sollte Cilic Mut machen ... denn der Schweizer hat gemerkt, dass das hier kein Sonntagsspaziergang wird. 2:1!
2:6, 7:6, 1:1
 
Wie zur Bestätigung feuert Cilic mal wieder einen Vorhandreturn kurz cross ins Feld. Federer kann das zwar mit zwei Assen kontern, aber Cilic ist sofort hellwach und nutzt seine nächste Chance aus dem Halbfeld zum 30:30 ...
2:6, 7:6, 1:1
 
Gleich den ersten Spielball kann der Kroate dann auch nutzen und mit der Rückhand longline auf 1:1 stellen - und plötzlich erinnert hier nichts mehr an die ersten 25 Minuten, in denen Cilic wirkte, als wäre er mit gleich zwei falschen Füßen aufgestanden.
2:6, 7:6, 0:1
 
Schade nur, dass dem Schweizer dann doch wieder zwei völlig unnötige Fehler von der Grundlinie rausrutschen - 40:30 und Spielball Cilic.
2:6, 7:6, 0:1
 
Und auch bei Aufschlag Cilic wählt FedEx mal wieder die proaktivere Variante. Zwei gute Returns üben Druck aus, erzwingen Fehler und bringen dem Schweizer das 15:30 ...
2:6, 7:6, 0:1
 
Die Wut muss offenbar raus: In nur 78 Sekunden pflügt Federer durch sein Aufschlagspiel und stellt im Eiltempo auf 1:0.
Zwischenfazit
 
Wer nach dem ersten Satz auf diese Wende gewettet hat, dem sei Respekt ausgesprochen - insgesamt glaubten wohl nur die Wenigsten daran, dass Cilic nochmal so ins Match zurück kommen könnte. Aber ein wesentlich verbessertes Service und die innere Ruhe des Kroaten sorgten dann doch für den Satzausgleich - zumal sich Federer gen Satzende auch den einen oder anderen uncharakteristischen Fehler leistete. Mal sehen, wie sich das gleich im dritten Durchgang anlässt - Federers Aussicht auf einen Turniersieg ohne Satzverlust ist in jedem Fall dahin!
2:6, 7:6
Wir haben ein Match! Cilic begibt sich dank eines guten ersten Aufschlags gleich in den Vorwärtsgang, spielt einen guten Angriffsball aus dem Halbfeld - und tütet den zweiten Satz dann mit dem Smash zum 7:5 im Tiebreak ein. Chapeau!
2:6, 6:6
 
Den ersten Satzball kann Federer zwar mit einem Servicewinner abwehren, aber jetzt darf Cilic selber aufschlagen ...
2:6, 6:6
 
Mit einem trockenen Servicewinner durch die Mitte geht es für Cilic dann auch zum 5:4 - da hilft Federer auch die Challenge nicht. Und weil der Kroate sich dann mit einem Vorhandhammer Inside-Out auch den nächsten Punkt holt, heißt es plötzlich: 6:4 Cilic, Satzbälle!
2:6, 6:6
 
Seinen zweiten Aufschlag kann FedEx dann aber wieder halten und so zum 4:3 vorlegen. Aber Cilic gibt sich keine Blöße, punktet über Federers Vorhand und gleicht zum 4:4 aus.
2:6, 6:6
 
Federer hotl sich das Minibrak zum 3.2 mit einem Returnwinner - und genau so holt sich Cilic das dann auch gleich wieder zurück. 3:3, Aufschlag Federer!
2:6, 6:6
 
Kein Problem für Cilic, der mit einem Netzangriff und dem abschließenden Rückhandvolley auf 2.2 stellt. Während der Kroate bei diesem Turnier aber schon drei Tiebreaks verloren hat, ist Federer in dieser Bilanz noch fehlerfrei ...
2:6, 6:6
 
Federer hält sein Service auch zwei Mal ganz cool - 2:1 für den Schweizer, alles in der Reihe.
2:6, 6:6
 
Im direkten Vergleich liegt Cilic bei den Tiebreaks übrigens mit 3:2 vorn - mal sehen, ob er diesen Ruf hier bestätigen kann. Bei eigenem Aufschlag geht es zum 1:0 für den Kroaten.
2:6, 6:6
 
Rums, bums, aus die Maus: Federer macht es noch schneller als Cilic und rettet sich zu Null in den Tiebreak. Auf geht's!
2:6, 6:5
 
Cilic trägt auf jeden Fall seinen Teil dazu bei: In nur 87 Sekunden bringt der Kroate sein Service zu Null durch und stellt auf 6:5 - nun ist es an Federer, nachzuziehen und den Kurzsatz zu erzwingen.
2:6, 5:5
 
Das wär's doch gewesen - aber Cilic kann seine dritte Breakchance des Tages auch nicht nutzen und muss am Ende doch das 5:5 hinnehmen. Satz zwei läuft damit weiterhin auf einen Tiebreak hinaus ...
2:6, 5:4
 
Und trotzdem behält Cilic die Ruhe, stellt sich offensiv zu Federers zweitem Aufschlag - und ''erzwingt'' den Doppelfehler. 30:40 und Satzball Cilic!
2:6, 5:4
 
Soviel dazu! Erst zum zweiten Mal heute kommt Cilic in der Folge zu einem 15:30, weil sein kurz cross gespielter Vorhandreturn exzellent passt. Aber Federer kann sich zunächst mal mit dem Ass (mit dem Zweiten) zum 30:30 befreien ...
2:6, 5:4
 
Nanu? Federer startet mit einem Doppelfehler in sein eigenes Aufschlagspiel. Das kann der Schweizer dann zwar umgehend ausgleichen, aber ein bisschen wackelig wirkt das schon ... 15:15.
2:6, 5:4
 
Zwei richtig gute über die Vorhand gewonnene Punkte von Cilic sorgen dann für das 5:4 aus der Sicht des Kroaten - womit Roger Federer zum ersten Mal am heutigen Tage zumindest ein klein bisschen unter Druck steht.
2:6, 4:4
 
Respekt an Marin Cilic, der den Breakball mit einem Ass MIT DEM ZWITEN abwehrt. Durch die Mitte. Wow, ist das eiskalt - Einstand!
2:6, 4:4
 
Korrektur: Die Gefahr ist DA. Denn Cilic rückt eher schlecht vorbereitet ans Netz vor, sodass FedEx sich die Ecke aussuchen kann - mit der wie an der Schnur gezogenen Rückhand longline geht es zum 30:40 und einem Breakball!
2:6, 4:4
 
Federer vermasselt es, Cilic nach einem erlaufenen Stopp zu passieren. Statt 15:30 kann sich der Kroate also zum 30:15 retten ... woraufhin Federer dann aber doch zum 30:30 kommt. Und das bedeutet aus kroatischer Sicht natürlich wieder mal: Gefahr im Verzug!
2:6, 4:4
 
Nein, da geht (mal wieder ) nichts für Marin Cilic. Mit einem Ass holt sich Federer den Spielball - und benötigt dann auch nur den einen, um zum 4:4 auszugleichen. Der Tiebreak winkt schon aus der Ferne!
2:6, 4:3
 
Oho! Federer lässt Cilic mal in sein Aufschlagspiel und schenkt dem Kroaten dann per Doppelfehler auch noch das 30:30. Geht das was in Richtung Breakball?!
2:6, 4:3
 
Relativ mühelos kann dann auch der Kroate seinen Aufschlag halten und zum 4:3 vorlegen. Mal sehen, wie Federer das gleich wieder kontert ... vermutlich aber mit dem nächsten zu Null.
2:6, 3:3
 
Federer kann aus einem geschenkten 15:15 nichts machen, weil Cilic zwei Servicewinner aneinander schraubt und so zum 40:15 vorlegt. Und je länger Cilic sein Service hält, desto mehr Chancen hat er , sich in seine Spezialdisziplin (den Tiebreak) zu retten.
2:6, 3:3
 
Siebtes Ass des Maestros - 3:3. Aber Cilic verzieht keine Miene - immerhin läuft es bei ihm ja doch um einiges besser als im ersten Durchgang.
2:6, 3:2
 
Wie auf Kommando bastelt FedEx mal wieder an einem zu Null, zumindest bis zum 40:0 läuft das auch exzellent ...
2:6, 3:2
 
Und um das mit den Returnspielen auch mal in Zahlen umzusetzen: Während Federer bei eigenem Aufschlag erst 28 Punkte spielen musste, sind es bei Cilic und seinem Service schon deren 50. Das kostet Kraft, sowohl psychisch als auch physisch ...
2:6, 3:2
 
Ein schöner Netzangriff und ein abschließendes Ass sorgen dann doch für das 3:2 des Kroaten - aber auf diese Breakball-Schrecksekunde hätte er sicher verzichten können.
2:6, 2:2
 
Wow. Da muss man wenig zu sagen: Mit einem genialen, die Linie entlang gespielten Returnwinner mit der Vorhand stellt Federer auf 30:40 und Breakball. Gut für Cilic, dass er sich auf einen Aufschlagwinner berufen kann ... Einstand!
2:6, 2:2
 
Und schon wird es wieder eng für den Kroaten! Den Rahmentreffer zum 15:30 kann er zwar mit einem Aufschlagwinner nach außen beantworten - aber bei 30:30 hat Federer natürlich nach wie vor alle Chancen.
2:6, 2:2
 
Cilic muss bei eigenem Aufschlag gleich mal wieder ein 0:15 umdrehen. Was ihm auch gelingt - aber erst, nachdem Federer zwei (!) seiner Smashs in Vollstreckung hinter der Grundlinie beantwortet hat. 15:15!
2:6, 2:2
 
Mit seinem fünften Ass kommt Federer dann zu zwei Spielbällen, von denen er gleich den ersten mit einem Aufschlagwinner nutzt - 2:2 in Satz zwei!
2:6, 2:1
 
Natürlich kann Cilic immer mal wieder zeigen, wie gut er eigentlich ist. Doch Bälle wie die Vorhand Inside-Out zum 15;15 gelingen ihm heute eben viel zu selten ... stattdessen spielt er viel mehr Bälle wie die Rückhand ins Netz zum 30:15 für Federer.
2:6, 2:1
 
Sechs Mal muss Cilic am Ende über Einstand gehen, bevor er seinen Aufschlag halten kann. Wichtig ist dabei aber natürlich nur das Ergebnis - 2:1 für den Kroaten, alles in der Reihe in Satz zwei.
2:6, 1:1
 
Vor allem bei einer Statistik legt Cilic hier immer weiter vor: Bei den unnötigen Fehlern. 18:7 lautet sein Vorteil da schon und ständig kommen neue dazu - Einstand, die fünfte.
2:6, 1:1
 
Trocken und ganz cool von Cilic: Mit einem Ass geht es zurück zum Einstand, da hilft Federer auch die Challenge nicht. Wobei auch der Kroate seinen darauf folgenden Spielball nicht nutzen kann ... Einstand, die dritte!
2:6, 1:1
 
Und weil Federer offenbar Blut geleckt hat, bespielt er wieder geduldig die Rückhand von Cilic und wartet auf den Fehler - Vorteil FedEx und damit Breakball!
2:6, 1:1
 
Den ersten von zwei Spielbällen des Kroaten kann Federer über dessen Vorhand abwehren, weil die fast zwei Meter (!) hinter die Grundlinie segelt. Dann semmelt Cilic auch noch eine Vorhand ins Netz - Einstand.
2:6, 1:1
 
Ausnahmsweise werfen beide Akteure mal wieder mit unnötigen Fehlern um sich. Insgesamt ist das spielerische Niveau aber doch solide - sieht man mal von Cilics verschlafenem Start ab.
2:6, 1:1
 
Den ''besten'' Aufschläger gibt es wohl nicht. Aber vielleicht den kontrolliertesten? Der Titel dürfte dann an Federer gehen - mit einem wunderbaren Mix aus Kickaufschlägen und voll durchgezogenen Versuchen stellt der Schweizer mit vier Punkten in reihe mühelos auf 1:1. Und Cilic guckt, als wären die beiden Breakchancen nur ein Traum gewesen ...
2:6, 1:0
 
Aber das bringt Federer wie so oft dazu, sein bestes Tennis zu spielen. Erst gibt es das Ass zum 30:40, dann semmelt er eine Vorhand Inside-In genau ins Eck - Einstand.
2:6, 1:0
 
Das ist jetzt ein ganz anderer Cilic als noch im ersten Satz: Mit gesunder Aggressivität beantwortet der Kroate Federers zweiten Aufschlag und punktet anschließend mit einer wunderbaren Rückhand Inside-Out (!) zum 15:40. Breakchancen auf kroatisch!
2:6, 1:0
 
Da scheint sich jetzt aber jemand etwas vorgenommen zu haben! Über Federers Rückhand kann Cilic gleich zwei Mal punkten - und sich so ein erstes 15:30 erspielen!
2:6, 1:0
 
Zu 15 beendet der Kroate sein Service dann auch und legt zum 1:0 vor. Nachdem das mit dem Frontrunning im ersten Satz nicht so gut geklappt hatte, bekommt Cilic immerhin nochmal eine zweite Chance ...
2:6, 0:0
 
Das sieht doch schon gleich viel besser aus! Mit einem Ass und zwei Aufschlagwinnern kann Cilic schnell zum 40:0 vorlegen. So hatten wir uns das vor dem Match in etwa vorgestellt ...
Zwischenfazit
 
Den perfekten Tipp für Marin Cilic, wie er diesen Satz ganz schnell aus seinem Gedächtnis streichen kann, habe auch ich nicht. Aber versuchen muss der Kroate es, denn so chancenlos will er sich sicherlich nicht nochmal präsentieren - zehn verschlafene Minuten zu Satzbeginn, in denen Cilic kaum einen ersten Aufschlag ins Feld brachte, entschieden diesen ersten Durchgang nämlich äußerst frühzeitig.
2:6
Aber unter dem Strich bleibt es dabei: Das geht alles viel zu schnell. Mit zwei Assen schnappt sich Federer zwei Satzbälle - von denen er gleich den ersten über Cilics Rückhand nutzt. Satzführung für den Baselbieter!
2:5
 
Roger Federer, serving for the set. Dem Thema nach startet der Schweizer auch mit einem Servicewinner zum 15;:0 - dann kann ihn Cilic aber mit einer feinen kurz cross gespielten Vorhand passieren. 15:15!
2:5
 
Zu Null kann der Kroate seinen Aufschlag dann auch halten und zum 2:5 verkürzen. Aber natürlich wird sich Cilic ärgern, diese eigentlich angeborene Sicherheit beim Service erst so spät entdeckt zu haben, denn die beiden Breaks wird er wohl kaum noch umdrehen können ...
1:5
 
Federer will sich spielerisch befreien, legt seinen ersten Stoppversuch des Tages aber ins Netz - 40:0 und drei Spielbälle für Marin Cilic.
1:5
 
Früher wäre auf jeden Fall besser gewesen: Plötzlich hat Cilic seinen ersten Aufschlag abgestaubt und startet mit zwei Assen in Reihe in sein Aufschlagspiel. 30:0.
1:5
 
Mit einem guten Kickaufschlag durch die Mitte erzwingt Federer dann gleich noch einen Fehler bei Cilic und stellt auf 5:1. Und so langsam wird sich der Kroate wohl vom ersten Satz verabschieden müssen ...
1:4
 
Aber das ist für Federer natürlich überhaupt kein Grund zur Sorge. Denn bei eigenem Aufschlag ist der Schweizer weiterhin unantastbar, legt schnell zum 30:0 vor und legt dann noch ein Ass zum 40:0 nach ...
1:4
 
Soviel dazu: Mit der ersten vernünftig getroffenen Rückhand des Tages - einem Volley - kann Cilic ausnahmsweise mal zum 40:30 und Spielball vorlegen. Und den kann der Kroate dann auch mit einem Servicewinner über die Ziellinie schubsen - 1:4 aus der Sicht der bisher doch ziemlich deutlich unterlegenen Nummer sechs der Welt.
0:4
 
Aber nach wie vor bleibt ein Umstand Fakt: Solange Cilic mit seiner Rückhand agieren muss, ist er chancenlos. Die beiden nächsten leichten Fehler bringen Federer mal wieder ein 30:30 ...
0:4
 
Kleinvieh macht auch Mist. Nach dem Prinzip muss Cilic hier agieren, um überhaupt mal in ein Spiel reinzukommen - eine zu lange Rückhand von Federer und das erste Ass des Kroaten sorgen für das 30:0.
0:4
 
Dann kann sich Cilic zwar mal seinen ersten Returnpunkt sichern, aber anschließend tütet Federer auch dieses Spiel zu 15 ein - während der Baselbieter schon mit 4:0 führt, hat Cilic insgesamt gerade mal vier Punkte gewonnen.
0:3
 
Auch die ersten zaghaften Versuche von Cilic, das Tempo mal zu bestimmen, gehen schief. Zwei leichte Vorhandfehler und einer mit der Rückhand bescheren Federer gleich das nächste 40:0 ...
0:3
 
Was für ein Auftakt von Roger Federer! den ersten Breakball kann Cilic noch abwehren, den zweiten schenkt er FedEx dann aber wieder mit einer völlig verzogenen Rückhand cross - 3:0 und schon zwei Breaks vor für Federer!
0:2
 
Federer ist das verständlicherweise egal, der Schweizer spielt lieber gleich noch eine gute Rückhand cross in Cilics Füße und erspielt sich bei 0:40 die nächsten Breakchancen.
0:2
 
Und schon nach sechs (!!) gespielten Minuten muss Cilic hier höllisch aufpassen. Denn auch in seinem zweiten Aufschlagspiel sieht sich der Kroate schnell mit 0:30 hinten ... woraufhin er sich erstmal ein neues Racket schnappt.
0:2
 
Von der ersten bis zur letzten Ballberührung dauert Federers Aufschlagspiel ganze 61 Sekunden - zu Null geht es zum 2:0.
0:1
 
Auch,wenn das ''nur'' das erste Spiel des Matches war: Ein Break gegen Cilic ist in diesen Tagen Gold wert. Zumal das mit dem Re-Break wohl gegen jeden anderen einfacher wäre als gegen den Schweizer ...
0:1
 
Zunächst mal hat Cilic Glück, dass er sich mit einer Challenge eine Punktwiederholung erstreiten kann. Dann versemmelt der Kroate aber einen Smash im Halbfeld - 1:0 und Break vor für Roger Federer!
0:0
 
Dann kann Federer aber mit einem guten Return und über Cilics Rückhad auf 30:30 stellen. Und das nutzt der Schweizer dann auch, um sich in der Folge mit einer schönen Rückhand cross das 30:40 und Breakball zu erspielen!
0:0
 
Wie so oft in so großen Matches müssen beide Spieler zunächst mal ihre Länge finden. Bis zum 30:15 endet das drei Mal im Netz ...
0:0
 
Genug erzählt, los geht's mit Aufschlag Cilic!
Chair Umpire
 
Und natürlich hat diese Partie auch einen Schiedsrichter: Diesen Job wird gleich der Amerikaner Jake Garner übernehmen, der auf der Tour zu den erfahrensten Referees gehört und als einer der Wenigen schon alle vier Grand-Slam-Endspiele geleitet hat.
Tropentraining
 
Und natürlich hat (ein leicht schmunzelnder) Federer auch die perfekte Erklärung dafür, warum Cilic und er sich innerhalb von sechs Monaten schon im zweiten Grand-Slam-Finale gegenüberstehen: ''Das gemeinsame Training in den Tropen hat uns hier ins Finale geholfen.''
Nummer 20
 
Übrigens versucht Federer tatsächlich auch nach all den Jahren noch, den Hype um sich und seine Person einzudämmen - wenngleich er natürlich vor einer unfassbar großartigen Leistung steht. ''Ja, ich versuche, das mit den 20 Grand-Slam-Titeln gar nicht an mich heran zu lassen. ich wollte im letzten Jahr unbedingt Nummer 18 gewinnen - alles, was jetzt noch kommt, ist ein Bonus.''
Wetter
 
Das Wetter spielt übrigens nur teilweise mit und beschert den beiden sehr anstrengende (dafür aber typisch australische) Tennisbedingungen - 36 Grad und Sonnenschein dürften die Fitness der Akteure auf eine ganz spezielle Probe stellen.
Prozedere
 
Soooo! Unsere Wartezeit hat ein Ende, denn die Rod Laver Arena hat sich mittlerweile gefüllt und die eben angesetzte Ehrung diverser Offizieller ist beendet. Sobald unsere beiden Kontrahenten den Court betreten haben, geht es hier ans Erinnerungsfoto, den Münzwurf und das fünfminütige Einschlagen - und dann kann es auch schon losgehen.
Geld und Titel
 
Gespielt wird um insgesamt um 55 Millionen australische Dollar (36 Millionen Euro), für den Sieger/die Siegerin gibt es jeweils 4 Millionen und natürlich hat der Happy Slam auch zwei Titelverteidiger: Bei den Herren setzte sich Roger Federer (SUI) im Vorjahr in einem Klassiker gegen Nadal durch, bei den Damen gewann die in diesem Jahr nicht teilnehmende Serena Williams das Finale gegen ihre Schwester Venus (beide USA).
Melbourne Park
 
Womit wir dann auch noch schnell ein paar Worte zum Turnier an sich verlieren sollten. Gespielt werden diese Open im Melbourne Park, der abgesehen von einem Fußball- und Rubgy-Stadion aus 38 Tenniscourts besteht. Die größten davon sind die Rod Laver Arena (15.000 Plätze), die Hisense Arena (10.500 Plätze) und die Margaret Court Arena (7.500 Plätze) - wobei diese drei Courts auch alle ein Dach haben, falls die Temperaturen des australischen Sommers doch mal zu hoch steigen.
Head 2 Head
 
Apropos Federer: Den direkten Vergleich mit dem Schweizer wird Cilic sicher lieber verdrängen wollen. Denn abgesehen von seinem einen Sieg bei den US Open '14 hat der Kroate noch nie gegen den Schweizer gewonnen - 1:8 Siege stehen in der Bilanz notiert, darunter unter anderem die Niederlagen bei den beiden letzten Wimbledon-Turnieren 2016 (VF) und '17 (F).
Cilic vs Nadal
 
Sein Meisterstück lieferte der Kroate dann aber im Viertelfinale ab, als er sich mit Rafa Nadal (ESP/1) einen fast vier Stunden langen Marathon lieferte, bei dem er zwei Mal nach Sätzen zurück lag - und in dem er den Spanier so lange bekämpfte, bis der mit einer Hüftverletzung aufgeben musste. Und auch, wenn sich Cilic im Halbfinale dann wieder in drei glatten Sätzen gegen Kyle Edmund behaupten konnte - insgesamt hat er mehr als sechs (!) Stunden länger auf dem Court gestanden als Roger Federer.
Turnierverlauf Cilic
 
Hier in Melbourne hat sich Cilic bislang fast schadlos gehalten: In Runde eins gegen Vasek Pospisil (CAN) verlor der Kroate einen Satz, anschließend konnte er sich gegen Joao Sousa (POR) und Ryan Harrison (USA) jeweils in drei Durchgängen durchsetzen, bevor er dann im Achtelfinale gegen Pablo Carreno Busta (ESP) doch wieder vier Sätze lang auf dem Platz stehen musste. Was vor allem daran liegt, dass Cilic hier bärenstark aufschlägt: Von 73 Aufschlagspielen hat er 68 gewonnen und dabei schon 76 (!!) Asse geschlagen.
Cilics Karriere
 
Unter dem Radar fliegend scheint insgesamt eine prima Erklärung für Cilics Karriere zu sein. Denn immerhin ist der Kroate bereits Grand-Slam-Sieger (US Open 2014), hat 2015 einen der illustren Masters-Titel gewonnen (Cincinnati) und besetzt so momentan Platz sechs der Weltrangliste - womit er zum vierten Mal in Serie als Top-10-Spieler in die Australian Open gestartet ist. Wobei seine Beziehung zu diesem Turnier bisher eher auf wackeligen Beinen stand: Nach seiner Halbfinalteilnahme 2010 war Cilic nie weiter als bis in die 4. Runde gekommen.
Cilic, der Ruhige
 
Wobei Cilic keiner ist, der sich zu irgendwelchen großspurigen Ansagen hinreißen lassen würde. Man könnte man sogar behaupten, dass der Kroate ein wenig unter dem Radar fliegt - denn einen stilleren, zurückgezogeneren Charakter gibt es in den Top10 eigentlich nicht. ''Ich stehe ungern im Mittelpunkt'', so Cilic letzte Saison in Rom. ''Vor allem abseits vom Platz habe ich gern meine Ruhe, ich mag es, mit der Familie und meinem Team zu sein.''
Damals in New York
 
Und auch Cilic hat sich vorgenommen, weniger an die vielen Pleiten gegen Federer zu denken als mehr an das eine Erfolgserlebnis, das er nie vergessen wird. ''Ich weiß ja, wie man Roger schlägt. 2014, auf dem Weg zum US Open Sieg. An das Match (Dreisatzsieg im Halbfinale) denke ich sehr gerne zurück. Da habe ich mein bestes Tennis gespielt und Roger wirkte irgendwie ratlos.''
Trauma Wimbledon
 
Und natürlich gehört zur besten Zeit der Karriere auch ein erfolgreicher Saisonverlauf. Also das, was Federer schon im letzten Jahr auf die Courts der Tour gelegt hat. Wozu unter anderem ja auch der Satzverlust-freie Durchmarsch in Wimbledon gehört - der dann ja vom Finalsieg gegen einen gewissen Marin Cilic gekrönt wurde. ''Ich weiß, dass Marin in Wimbledon die gleichen Probleme hatte wie Chung hier (Blase am Fuß, d. Red.). Deshalb denke ich heute gar nicht groß über das Match nach'', so Federer nach seinem Halbfinalsieg. ''Er ist in einer topform und wirkt körperlich fit. Das sollte ein ganz anderes Match werden als im letzten Jahr.''
FedEx privat
 
Und weil es über die durchweg deutlichen Matches wenig zu sagen gab, ließ Federer ausnahmsweise mal einen ganz tiefen Einblick ein sein Seelenleben zu. ''Macht mir das Reisen auf der Tour heute mehr Spaß als früher? Schwierig. Es ist ganz anders'', so der Schweizer. ''Ganz früher durfte ich gegen meine Helden und Idole spielen, die ich vorher nur aus dem TV kannte. Das war so unglaublich cool. Als ich die Nummer eins war, habe ich einfach viel gewonnen. Das war auch ein Spaß. Und mittlerweile habe ich bei jedem Turnier Freunde, auf die ich mich freue, und kann mit meiner großen Familie die Welt bereisen. Vielleicht ist das tatsächlich die beste Zeit meiner Karriere.''
Turnierverlauf Federer
 
Auch im Achtelfinale hatte Federer mit dem ungesetzten Ungarn Marton Fucsovics dann keine Probleme, das Viertelfinale gegen Kumpel Tomas Berdych war nach dem ersten Satz eher ein besseres Trainingsmatch und Hyeon Chung musste im Halbfinale nach einer chancenlosen Stunde aufgeben - und so steht der Schweizer nach sechs gespielten Partien weiterhin ohne Satzverlust da.
Nochmal die Nummer eins
 
Aber egal, was Gentleman Roger so von sich gibt - Ziele hat der Schweizer auf seine alten Tage nach wie vor. Am liebsten würde FedEx ''noch ein paar Grand Slams gewinnen'' und sich doch noch ein Mal auf den Tennisthron (Position eins der Weltrangliste) setzen - aber eins nach dem anderen. Denn zunächst mal begann Federer das Jahr mit einem Durchmarsch beim Hopman Cup, den er gemeinsam mit Partnerin Belinda Bencic gewann und dabei in vier Matches nur einen Satz abgab (im Finale gegen Alexander Zverev) - bevor er dann nach einer Woche Training hier in Melbourne sein Erstrundenmatch gegen Aljaz Bedene (SLO) locker in 99 Minuten gewann, in Runde zwei gegen Jan-Lennard Struff (GER) keine 120 Minuten auf dem Court stand und auch Richard Gasquet (FRA) in Runde drei nicht den Hauch einer Chance ließ.
Oldie but Goldie
 
''Der Titel im letzten Jahr war einer der besten Momente meiner Karriere, weil ich vorher acht Monate Pause gemacht hatte. In diesem Jahr, dachte ich, die anderen würden aufholen. Aber ich muss schon sagen, ich fühle mich richtig gut und spiele teilweise auch sehr gut. Vielleicht, weil ich in meinem Alter nichts mehr zu verlieren habe'', so der 36-jährige Federer nach seinem Viertelfinalsieg gegen Tomas Berdych.
Federer
 
Was bei anderen Sportlern auf diesem Niveau undenkbar wäre, ist bei Federer einfach nur ein Teil seines Charakters - denn der Schweizer steht auf der Tour irgendwo zwischen Maestro und Ersatzpapa für alle. Und außerdem hat man beim Baselbieter ja nach wie vor das Gefühl, er wird nicht nur ständig besser, sondern irgendwie auch immer lockerer. Ob das am Alter, den vielen Rekorden oder dem guten Einfluss der vier Kinder liegt, sei dahingestellt - Fakt ist auf jeden Fall, dass der Schweizer nach zwei Grand-Slam-Titeln im letzten Jahr auch in dieser Saison ein Kandidat für die Position eins der Weltrangliste ist.
Urlaubstennis
 
So geschehen bei Marin Cilic, der im November mit seiner Verlobten auf die Malediven aufbrach, und Roger Federer, seinem Gegenüber im letztjährigen Wimbledon-Endspiel. ''Nach zwei Tagen auf den Malediven kam plötzlich eine SMS von Marin, ob wir uns treffen wollen. Und ich habe dann gesagt 'Klar, wenn er Bälle schlagen will, soll er Bescheid sagen''', so Federer unter der Woche. ''Wir haben dann zwei Mal gespielt, uns aber auch neben dem Court getroffen. Es gab Kaffee und Kuchen, ich habe Marins Verlobte kennen gelernt, wir haben ein paar Drinks genommen und Spaß gehabt.''
Bis ans Ende der Welt
 
Normalerweise verteilen sich die Tennisstars nach dem Ende ihrer Saison in aller Herren Länder. Heimatbesuche, Familienfeiern, die eine oder andere Hochzeit - man hat Zeit, für sich zu sein. Nur Manchmal klappt dieser Versuch nicht - und das, obwohl man bis an das andere Ende der Welt geflohen ist.
Welcome Down Under
 
Herzlich willkommen zum Finale der Australian Open zwischen Marin Cilic und Roger Federer.
Spieler:
M. Cilic [6]
R. Federer [2]
2
7
3
6
1
6
6
6
3
6
 
Weltrangliste
Spielerprofile
M. Cilic
Ranking:
7
Geburtsd.:
28.09.1988
Größe:
1.98
Gewicht:
89
Bilanz:
44-20
Preisgeld:
USD 25.646.425
R. Federer
Ranking:
3
Geburtsd.:
08.08.1981
Größe:
1.85
Gewicht:
85
Bilanz:
51-10
Preisgeld:
USD 118.875.916