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Fr, 27.07.2018 Tour de France 2018

Radsport Live-Ticker

Tour de France 2018, 19. Etappe
Beendet
Letzte Aktualisierung: 15:08:23
Bis morgen
Damit endet die Berichterstattung von der letzten Bergetappe dieser Tour de France. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Die Klassements sind weitgehend gemacht. Zwar bleibt uns das morgige Zeitfahren über 31 Kilometer. Die ganz großen Abstände aber sollte es da nicht geben. Geraint Thomas ist absolut in der Lage, das nach Hause zu fahren. Wir werden es auf jeden Fall beobachten, steigen gegen 15 Uhr in die Live-Berichterstattung ein. Bis dahin - einen schönen Abend noch!
Weiß
Pierre Roger Latour schüttelte seinen lange Zeit schärfsten Verfolger Guillaume Martin heute endgültig ab. Zwar verlor der Franzose etwas Zeit auf Egan Bernal, doch sein Vorsprung ist mit beinahe sechs Minuten groß genug, um das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers auf den Champs-Elysees präsentieren zu dürfen.
Trikots
Alle weiteren Trikots sind noch klarer vergeben. Rechnerisch machte heute auch Julian Alaphilippe alles klar, kürte sich endgültig zum Bergkönig dieser Tour. Nach Paris aber muss der Franzose das gepunktete Textil noch tragen. Das gilt auch für das Grüne Trikot und Peter Sagen, der heute mächtig litt und bislang immer noch nicht im Ziel ist. Letzte Informationen jedoch deuteten darauf hin, dass der Weltmeister das im Schoße des Grupetto im Rahmen der Karenzzeit schaffen sollte.
Gelb
Für Primoz Roglic hat sich die Aktion doppelt gelohnt. Neben dem Etappensieg und dem Vorsprung strich der Slowene auch noch Bonifikation ein. In der Konsequenz zieht der 28-Jährige im Gesamtklassement an Chris Froome vorbei auf Platz drei. Die Zeitgutschriften sorgten ferner dafür, das Geraint Thomas sein Polster zu Tom Dumoulin auf 2:05 Minuten vergrößerte. Das dürfte sich der Waliser beim morgigen Zeitfahren nicht mehr nehmen lassen, der Tour-Sieg 2018 scheint vergeben. Wer neben den beiden in Paris auf dem Podium steht, muss noch geklärt werden. Doch Chris Froome sollte morgen in der Lage sein, die 13 Sekunden zu Roglic aufzuholen.
Ziel
Dann nähern sich die Verfolger dem Ziel. Geraint Thomas erweist sich als spurtstärkster Fahrer, erringt Rang zwei vor Romain Bardet. 19 Sekunden liegt die Gruppe mit Tom Dumoulin und Chris Froome hinter dem Tagessieger.
Ziel
Primoz Roglic holt sich den Sieg auf der 19. Etappe der Tour de France! Der Slowene ergattert seinen zweiten Etappenerfolg bei der Grande Boucle nach dem von 2017.
1 km
Flamme Rouge! Roglic begibt sich auf die letzten 1.000 Meter. Eine scharfe Rechtskurve schließt sich an. Anschließend geht es noch einmal links herum. Dann befindet sich der Mann von Lotto NL - Jumbo auf der Zielgerade. 500 Meter noch!
2 km
Bereits 18 Sekunden hat sich Roglic nun erarbeitet. Das schaut gut aus für den Slowenen. Das lässt sich der ehemalige Skispringer gewiss nicht mehr nehmen.
4 km
Durch die zahlreichen Kurven entschwindet Roglic immer wieder aus dem Sichtfeld der Verfolger, was seine Chancen erhöht. Tom Dumoulin investiert in die Nachführarbeit.
5 km
In rasender Fahrt nähert sich Primoz Roglic dem Ziel. Inzwischen scheint sein Vorsprung durchaus nennenswert. Das Risiko könnte sich auszahlen. Knapp zehn Sekunden sollten das derzeit sein.
8 km
Inzwischen sind noch ein paar Meter dazu gekommen. Roglic riskiert alles. Sieben Fahrer befinden sich in unmittelbarer Verfolgung. Dumoulin, Thomas, Bardet, Froome, Landa, Majka und Martin. Zakarin und Kruijswijk dagegen haben den Anschluss verloren.
10 km
Unterdessen wird die Entscheidung der Jury bekannt, die Mikel Landa zum kämpferischsten Fahrer des Tages ernannt hat. Der Spanier wird morgen die rote Startnummer tragen.
11 km
Primoz Roglic braust zu Tal, legt einige Meter zwischen sich und die Kontrahenten. Es gelingt ihm aber nicht, weit genug wegzukommen. Dumoulin, Thomas, Bardet folgen.
14 km
Ein Blick zurück zur Bergwertung: Dort holten sich Primoz Roglic (30), Tom Dumoulin (24), Geraint Thomas (20), Mikel Landa (16), Romain Bardet (12), Daniel Martin (8) und Steven Kruijswijk (4) die weiteren Punkte.
16 km
Rafal Majka ist gestellt. Zehn Fahrer befinden sich in der Verlosung um den Etappensieg. Die Gruppe zieht sich bei hoher Geschwindigkeit lang auseinander.
18 km
Wenige Sekunden fährt Majka voraus. Dahinter führt Primoz Roglic die Verfolger an. Am Ende der Gruppe eiert Ilnur Zakarin mächtig herum. Der Russe erweist sich wiederholt als schwacher Abfahrer, hält nur mühsam Kontakt - mit einigen halsbrecherischen Manövern.
20 km
Nun bleiben 20 Kilometer Abfahrt hinunter ins Ziel nach Laruns. Dabei werden die Profis vermutlich alles riskieren. Die Sicht hat sich noch verschlechtert. Bei diesem hohen Tempo macht sich der Nebel deutlicher bemerkbar.
20 km
Am Col d'Aubisque in 1.709 Metern Höhe holt sich Rafal Majka die letzte Bergwertung dieser Tour de France. Für die Ehrenkategorie gibt es doppelte Punkte, 40 an der Zahl und 800 Euro. Allenfalls zehn Sekunden liegt der Pole vorn.
21 km
Kurz vor dem Gipfel attackiert Primoz Roglic nochmals. Der Angriff wird pariert. Dann geht Bardet aus dem Sattel. Nur Roglic hält da für den Moment Schritt.
22 km
Die Verfolger kommen bedrohlich nahe, daher ergreift Rafal Majka vorn die Flucht. Beim Polen von Bora-Hansgrohe sieht das nach den letzten Reserven aus, die da mobilisiert werden. Eine Lücke tut sich auf, Mikel Landa und Romain Bardet begeben sich in einem fast schon gewohnten Duett auf die Verfolgung.
24 km
Lotto NL- Jumbo ergreift wieder die Initiative. Erneut prescht Steven Kruijswijk vorne raus, wird aber wenig später wieder gestellt. Neun Fahrer sind das, die da hinter dem Führungsquartett kurbeln.
25 km
Schnell ist der Bergab-Stück bewältigt, nun wartet der letzte Teil des Anstiegs zum Col d'Aubisque. Noch etwas mehr als vier Kilometer sind das. Chris Froome ist mit Egan Bernal und Daniel Martin wieder an die Gruppe ums Gelbe Trikot herangefahren. Diese bewegt sich gut 20 Sekunden hinter der Kopfgruppe.
26 km
Die Wolken hängen tief über den Pyrenäen. Dennoch bleibt den Radprofis genügend Sicht. Allerdings hat Nairo Quintana die Konkurrenten aus den Augen verloren, der Kolumbianer liegt bereits deutlich mehr als drei Minuten zurück.
28 km
So haben die Fahrer den Gipfel des Col de Soulor erklommen. Derart steil wird es dann nur noch einmal kurz vor dem Ende des Aubisque, wo die Bergwertung abgenommen wird. Jetzt aber steht eine kurze Abfahrt an.
29 km
Eine halbe Minute dahinter fahren die Männer ums Gelbe Trikot zu Bob Jungels und Gorka Izagirre auf. Weitere 30 Sekunden zurück hat Chris Froome Mühe, mit Daniel Martin und seinem Teamkollegen Egan Bernal mit zu halten. Der Titelverteidiger droht, seinen Podiumsplatz zu verlieren.
30 km
An der Spitze des Rennens fahren weiterhin Mikel Landa, Romain Bardet und Rafal Majka zusammen. Zu diesem Trio schließt nun Ilnur Zakarin auf.
31 km
Chris Froome ist am Ende! Der vierfache Tour-Sieger kommt nicht mehr mit. So ist es an Tom Dumoulin, die Nachführarbeit zu leisten. Der Mann in Gelb hält Schritt. Dann fahren sie zu Steven Kruijswijk auf, der fortan die Arbeit für den Teamkollegen Roglic übernimmt.
31 km
Gerade hat Daniel Martin den Anschluss hergestellt, nun attackiert der Ire. Ihn lässt man erst einmal gewähren. Dann tritt Primoz Roglic an. Chris Froome, Tom Dumoulin und Geraint Thomas fahren dahinter.
32 km
Wenig später fahren Daniel Martin und Domenico Pozzovivo nochmals heran. Das sind die verbliebenen Fahrer in der Gruppe um den Führenden der Tour. Steven Kruijswijk ist noch ein paar Sekunden voraus unterwegs. Nairo Quintana hingegen hat heute nicht die Beine. Nach seinem Etappensieg vorgestern fällt der Kolumbianer nun zurück.
33 km
Dann ergreift Tom Dumoulin hinten die Initiative. Jetzt fühlt sich Geraint Thomas herausgefordert, geht mühelos mit. Der Niederländer probiert es noch einmal. Doch das Gelbe Trikot lässt sich nicht abschütteln. Primoz Roglic hält ebenfalls Anschluss. Und kurz darauf schließen auch Egan Bernal und Chris Froome wieder auf.
34 km
An der Spitze machen sich Mikel Landa und Romain Bardet aus dem Staub. Einzig Rafal Majka ist versucht, den Angriff zu parieren.
35 km
Es geht also schon wieder bergauf. Steven Kruijswijk setzt sich mit recht großem Gang von dem extrem reduzierten Feld ums Gelbe Trikot ab. Das sind keine zehn Fahrer mehr. Simon Geschke ist da auch wieder aussortiert worden.
37 km
Unterdessen ist auch Ilnur Zakarin vorn wieder dran und macht gleich einmal Tempo. Gorka Izagirre muss auf die Zähne beißen.
39 km
Simon Geschke fährt besser ab und schließt noch einmal zu der Gruppe der Favoriten auf, die 1:50 Minuten hinter den Spitzenreitern liegt.
40 km
Nun folgt eine kurze Abfahrt, auf der Ilnur Zakarin Mühe hat, mit den Kollegen Schritt zu halten. Nach Ende der des Bergab-Stücks muss der Russe das Loch allein schließen.
41 km
Nun wird die vorletzte Bergwertung dieser Tour erreicht. Auf dem Col des Borderes holt sich Tanel Kangert die fünf Zähler ab. Für den Berg der 2. Kategorie gibt es zudem 500 Euro. Die weiteren Punkte gehen an Ilnur Zakarin (3), Gorka Izagirre (2) und Rafal Majka (1).
42 km
Von den Ausreißern sind sieben Profis verblieben. Bob Jungels macht an der Spitze das Tempo. Mikel Landa, Romain Bardet, Ilnur Zakarin, Tanel Kangert, Rafal Majka und Gorka Izgirre folgen. Mikel Nieve ist nicht mehr dabei.
42 km
Unterdessen ist Robert Gesink völlig fertig. Seine Arbeit ist getan. Für den Moment fährt der Niederländer in Schlangenlinien über die Straße. Nun muss er sich kurz ein wenig erholen, um in irgendeiner der abgehängten Gruppen das Ziel zu erreichen. Kurz darauf ist es auch um Simon Geschke geschehen. Der letzte Deutsche im Vorderfeld verliert den Anschluss zur Gruppe des Gelben Trikots.
43 km
Warren Barguil ringt immer noch darum, den Kontakt zu halten. Nun aber scheint die Unternehmung zu scheitern. Der Mann von Fortuneo-Samsic muss jetzt wohl endgültig reißen lassen.
45 km
Die Arbeit von Robert Gesink zeigt Wirkung. Während die Gruppe ums Gelbe Trikot an Julian Alaphilippe vorbei fährt, rutscht der Rückstand zur Spitze unter zwei Minuten. Neben dem Franzosen fällt auch Tejay van Garderen zurück.
46 km
Das kleine Feld um das Gelbe Trikot ist auf etwa 15 Fahrer geschrumpft. Alejandro Valverde gehört nicht mehr dazu. Und auch Ion Izagirre ackert ganz schön, um da irgendwie dran zu bleiben. An der Spitze kurbelt Robert Gesink mit weit aufgerissenem Mund. Lange wird das beim Niederländer nicht mehr gehen.
46 km
Es gibt die 31. Aufgabe der diesjährigen Tour de France zu vermelden. Jelle Vanendert streckt weit zurückliegend die Waffen und steigt vom Rad. Damit sind von Lotto Soudal lediglich noch drei Profis verbleiben.
47 km
In der Gruppe der Favoriten fährt Robert Gesink ein mörderisches Tempo. Der Niederländer möchte den Weg für Steven Kruijswijk und vor allem Primoz Roglic bereiten.
48 km
Bei Julian Alaphilippe sind die Kräfte jetzt aufgebraucht. Der Bergkönig dieser Tour verliert den Kontakt zur Spitzengruppe. Eine der auffälligsten Figuren dieser Tage verschwindet erst einmal aus unserem Blickfeld. Spätestens auf dem Podium in Paris werden wir ihn wieder sehen.
50 km
So richtig kommt das Trio nicht weg. Dennoch ist das Tempo hoch, was einzelnen Fahrern Schwierigkeiten bereitet. Warren Barguil hat Mühe, an der Gruppe dran zu bleiben.
52 km
Nachdem lange Mikel Landa den Ton angab, springt nun Romain Bardet vorn aus der Spitzengruppe heraus. Der Spanier und Rafal Majka setzen nach.
52 km
Im Peloton übernimmt Lotto NL - Jumbo in Person von Robert Gesink die Arbeit. Das Team hat erkannt, dass der aktuell vierte Platz von Primoz Roglic im Gesamtklassement und damit die Chance aufs Podium in Paris in Gefahr gerät.
53 km
Der Weg auf den Col des Borderes ist 8,6 Kilometer lang und im Schnitt 5,8 Prozent steil. Es handelt sich um einen Berg der 2. Kategorie.
54 km
Dann ist Andrey Amador verschlissen. Der Costa Ricaner geht raus und fällt zurück. In recht steilem Gelände muss es Mikel Landa nun ohne Helfer richten.
56 km
Nun geht es schon wieder bergauf. Noch aber handelt es sich nicht um den offiziellen Anstieg zum Col des Borderes. An der Spitze bemühen sich die beiden Männer von Movistar ums Tempo. Andrey Amador steckt die Nase da in den Wind.
58 km
Mittlerweile liegt das Grupetto unter anderem mit Peter Sagan und John Degenkolb 19 Minuten zurück. Hier wird eine Zielankunft rechtzeitig vor dem Kontrollschluss organisiert.
60 km
Romain Bardet hat natürlich ebenfalls das Gesamtklassement im Blick, was auch für Ilnur Zakarin und, wie bereits erwähnt, für Bob Jungels gilt. Alle anderen schielen auf den Tagessieg.
64 km
In der Abfahrt rollt es vorn zusammen, womit sich nun eine elfköpfige Spitzengruppe bildet. Movistar hat mit Mikel Landa einen Interessenten, der sich im Gesamtklassement verbessern möchte. Hilfe bietet Andrey Amador an. Doch die Mannschaft könnte diese beiden auch noch als Relaisstation für Nairo Quintana nutzen. Wenn der Kolumbianer noch etwas reißen möchte bei dieser Tour, dann muss er das heute tun.
67 km
Wie liegen die Interessen in der Kopfgruppe? Bob Jungels möchte sich im Gesamtklassement verbessern. Alle andere fahren auf Etappensieg. Doch gleich werden die Karten neu gemischt.
70 km
Bergab hat sich die Situation stabilisiert. Eine knappe halbe Minute hinter der führenden Sechsergruppe sind nun noch fünf Fahrer unterwegs, weil Adam Yates die Überzeugung in der Abfahrt fehlt. Der Brite ist vor ein paar Tagen gestürzt und traut sich nicht so richtig. So fällt er zurück. Das Peloton liegt etwas mehr als drei Minuten zurück.
75 km
Ein Blick voraus zum Ziel: In Laruns macht die Tour de France erst zum zweiten Mal Station - erstmals mit einer Etappenankunft. Bisher wurde in der Gemeinde 1985 lediglich mal ein Tagesabschnitt gestartet.
80 km
Im Gesamtklassement ist Mikel Landa Siebter mit gut viereinhalb Minuten Rückstand auf Gelb. Romain Bardet liegt direkt dahinter noch eine halbe Minute weiter zurück. Bis zu Geraint Thomas ist das noch ein weiter Weg, einen Angriff aufs Podium jedoch stellt das in jedem Fall dar.
85 km
Der Grüne Peter fährt etwa elf Minuten hinter der Spitze. Damit sollte das Zeitlimit doch kein Problem darstellen. Wenn der Weltmeister das heute schafft, sollte dem Gewinn des Grünen Trikots nichts mehr im Wege stehen. Auch das Bergtrikot haben wir inzwischen fest an Julian Alaphilippe vergeben, aber auch der Franzose muss es natürlich nach Paris bringen. Das gilt auch für das Weiße Trikot von Pierre Roger Latour, der gleichfalls ungefährdet scheint. Die größte Spannung herrscht da noch im Kampf um Gelb, doch Geraint Thomas hat bislang alles im Griff. Die geflüchteten Mikel Landa und Romain Bardet werden zunächst anderen gefährlich.
90 km
Mit 40 Sekunden Vorsprung begeben sich die sechs Spitzenreiter in die 30 Kilometer lange Abfahrt. Mit nach wie vor knapp drei Minuten Abstand rollt das geschrumpfte Hauptfeld über den Pass.
92 km
Die weiteren Punkte gehen an Mikel Nieve (15), Bob Jungels (12), Warren Barguil (10), Tanel Kangert (8) und Gorka Izagirre (6) aus der Kopfgruppe. Von den Verfolgern stauben noch Rafal Majka (4) und Andrey Amador (2) ein paar Zähler ab.
92,5 km
Standesgemäß holt sich der Bergkönig dieser Tour auch die Ehrenkategorie am Col du Tourmalet auf 2.115 Metern. Julian Alaphilippe benötigt die 20 Punkte eigentlich nicht mehr. Das Souvenir Jacques Goddet bringt Quick Step Floors aber stattliche 5.000 Euro ein.
93 km
Dann gelingt Ilnur Zakarin und Romain Bardet wieder der Anschluss an die Verfolgergruppe, die in diesem Moment an Adam Yates vorbeifährt, der zunächst dran blebt. Dieses Sextett bewegt sich eine gute halbe Minute hinter den sechs Fahrern, die nach wie vor die Spitze bilden. Im Peloton macht Sky die Arbeit - bei knapp drei Minuten Rückstand.
94 km
Unterdessen ist Mikel Landa an Andrey Amador herangefahren. Nun macht der Movistar-Teamkollege noch ein wenig Arbeit. Rafal Majka hält das Hinterrad des Spaniers.
95 km
Ganz vorn sind fünf Profis verblieben. Julian Alaphilippe, Tanel Kangert, Warren Barguil, Mikel Nieve und Gorka Izagirre heißen die Protagonisten an der Spitze des Rennens. Auch Bob Jungels klemmt sich dann wieder dran. Nun also sind sie zu sechst.
96 km
Während das Feld ums Gelbe Trikot noch gut 20 Fahrer groß ist, tritt Mikel Landa in der Verfolgergruppe an. Mit etwas Verzögerung hält Rafal Majka dagegen und bekommt letztlich Kontakt. Romain Bardet und Ilnur Zakarin allerdings bleiben zunächst zurück.
97 km
Unterdessen fällt Bauke Mollema immer weiter zurück, wird heute keine Rolle mehr spielen. Die Verfolgergruppe, zu der Rafal Majka inzwischen aufgeschlossen hat, zieht vorbei. Auch Jakob Fuglsang tut das, dem Dänen aber mag die Kontaktaufnahme mit der Gruppe um Romain Bardet nicht gelingen.
98 km
Die Spitzengruppe führt seit geraumer Zeit Adam Yates an. Bob Jungels hat ein wenig Mühe, dessen Tempo zu folgen. Besser schaut es da für Tanel Kangert aus. Gorka Izagirre, Julian Alaphilippe und Mikel Nieve kommen ebenfalls gut mit.
100 km
Zusammen mit Ilnur Zakarin bilden Bardet und Landa nun eine Dreiergruppe. So arbeitet man sich eine halbe Minute heraus. Einige Sekunden dahinter sind Jakob Fuglsang und Rafal Majka zu zweit unterwegs.
101 km
Romain Bardet geht aus dem Sattel und springt aus dem Feld der Favoriten. Wenig später fühlen sich Jakob Fuglsang und Rafal Majka ermutigt, ebenfalls in die Offensive zu gehen. Sky schaut sich das an, reagiert aber erst einmal nicht. Vier Helfer hat Geraint Thomas noch an seiner Seite - inklusive Chris Froome.
102 km
Im Hauptfeld gibt weiterhin Katusha den Ton an. Hier wird für Ilnur Zakarin, den Zwölften der Gesamteinzelwertung, gearbeitet. Hinter den vier Fahren dieses Teams hält Sky die Augen offen. So rückt man näher an die Rennspitze heran.
104 km
Mitchelton-Scott mit Adam Yates und Mikel Nieve, Quick Step Floors mit Julian Alaphilippe und Bob Jungels, Fortuneo-Samsic mit Warren Barguil und Romain Hardy sowie Movistar mit Andrey Amador und Daniele Bennati sind mit jeweils zwei Fahrern in der Ausreißergruppe vertreten.
106 km
Und schon geht es wieder bergauf. Die gnadenlosen 17 Kilometer hoch zum Tourmalet stehen an. 7,3 Prozent steil ist das Gelände hier, in Abschnitten geht es jedoch mit zehn Prozent zur Sache.
108 km
Peter Sagan leidet heute gewaltig. 48 Stunden nach seinem Sturz wirken sich die daraus resultierenden Folgen und Schmerzen heftig aus. Der Weltmeister tritt sehr schwer, hat aber immerhin zwei Teamkollegen an seiner Seite. Mit Maximiliano Richeze ist ein weiterer Sprinter hier dabei. Achteinhalb Minuten liegt diese Gruppe bereits zurück.
110 km
Im Peloton macht Katusha die Arbeit. Das sorgt jetzt dafür, dass der Abstand zur Spitze etwas schmilzt. Mehr als vier Minuten sind das allerdings nach wie vor.
114 km
Neben den bei der Bergwertung genannten Fahrern sind Gorka Izagirre, Adam Yates, Andrey Amador, Tom-Jelte Slagter, Daniele Bennati und Romain Hardy, der als zwölfter Fahrer in der Abfahrt aufgeschlossen hat. mit von der Partie.
118 km
Die Fluchtgruppe umfasst elf Radprofis. Bestplatzierter im Gesamtklassement ist Bob Jungels. Der Niederländer weist als 13. eine knappe Viertelstunde Rückstand auf - genug, um beim Team um das Gelbe Trikot keinerlei Nervosität heraufzubeschwören. Selbst um es unter die Top 10 zu schaffen, müsste der Mann von Quick Step Floors fast fünf Minuten aufholen.
122 km
Der Vollständigkeit halber nennen wir die weitere Punktvergabe an der Bergwertung der 1. Kategorie: Bauke Mollema (6), Tanel Kangert (4), Bob Jungels (2) und Mikel Nieve (1). Nun geht es in die erste längere Abfahrt des Tages.
122 km
Julian Alaphilippe macht den Sack zu. Ungefährdet holt sich der Franzose in 1.490 Metern Höhe auf dem Col d'Aspin die zehn Punkte und die 650 Euro. Zwar fährt Warren Barguil als Zweiter acht Zähler ein, doch insgesamt hat der Mann im Bergtrikot nun 69 Punkte Vorsprung. Da es bei dieser Tour nur noch maximal 65 zu holen gibt, hat der Mann von Quick Step Floors das Trikot sicher, muss es aber natürlich noch nach Paris bringen.
123 km
Insgesamt gibt es noch 75 Bergpunkte zu holen. Julian Alaphilippe weist im Kampf ums Gepunktete Trikot einen Vorsprung von 67 Zählern auf. Sein ärgster Verfolger Warren Barguil ist vorn dabei. Eventuell steht uns die Entscheidung in dieser Wertung unmittelbar bevor.
124 km
Aufgrund der topografischen Schwierigkeiten dünnt die Spitzengruppe aus. Gaudin, Chavanel, Hardy, Pöstleberger, Vichot und Dilier fallen zurück. Auch für Marcus Burghardt wird das jetzt zu schwer.
125 km
Unterdessen befinden sich die Fahrer auf dem Weg zur ersten schweren Bergprüfung des Tages. Die Straße führt auf den Col d'Aspin. Offiziell wird der Anstieg mit zwölf Kilometern angegeben. Im Schnitt geht es 6,5 Prozent nach oben. Mitunter jedoch geht es in Phasen auch mehr als acht Prozent steil empor.
130 km
Peter Sagan bekam heute frühzeitig Probleme, wurde bereits mehrfach abgehängt und sieht offenbar einem harten Tag entgegen. Für den Weltmeister geht es heute einzig darum, im Rahmen der Karenzzeit das Ziel zu erreichen, um damit die letzte schwere Hürde auf dem Weg nach Paris zu nehmen, wo er zu gern sein Grünes Trikot über die Champs-Elysees tragen möchte.
141 km
So erreichte die Kopfgruppe den Zwischensprint in Sarrancolin und machte die Punkte dort vollends unter sich aus. Damien Gaudin strich die 20 Zähler und die 1.500 Euro für die Mannschaftskasse von Direct Energie ein. Die weiteren Plätze belegten Daniele Bennati (17, Punkte, 1.000 Euro), Tom-Jelte Slagter (15 Punkte, 500 Euro), Marcus Burghardt (13 Punkte), Lukas Pöstlberger (11), Bauke Mollema (10), Julian Alaphilippe (9), Arthur Vichot (8), Tanel Kangert (7), Warren Barguil (6), Silvan Dillier (5), Romain Hardy (4), Adam Yates (3), Sylvain Chavanel (2) und Gorka Izagirre (1).
150 km
Gut eine Viertelstunde später hatten es die Verfolger geschafft, schlossen zur Spitze des Rennens auf und bildeten fortan eine 18-köpfige Ausreißergruppe.
160,5 km
Den zweiten Bergpreis des Tages jedoch machten noch die sechs Spitzenreiter unter sich aus. Bei der Cote de Capvern-les-Bains handelte es sich ebenfalls lediglich um eine 4. Kategorie. Diesmal ergatterte Damien Gaudin den Lohn für das schnellste Erklimmen.
170 km
Doch im Hauptfeld herrschte weiter Unruhe. Nochmals 12 Fahrer suchten ihr Heil in der Flucht - unter ihnen befanden sich Julian Alaphilippe, Warren Barguil, Marcus Burghardt und Bauke Mollema.
185 km
Wenig später ergriff Adam Yates die Initiative. Bob Jungels und Tanel Kangert schlossen sich dem Briten an. Ihnen gelang es, in relativ kurzer Zeit zum Führungstrio aufzuschließen.
193,5 km
Auf dem Weg zur ersten Bergwertung des Tages bildete sich eine erste Fluchtgruppe. Damien Gaudin, Lukas Pöstlberger und Silvan Dillier machten sich aus dem Staub. So kraxelte man über die Cote de Loucrup. Dillier von AG2R stricht den einen Bergpunkt sowie die 200 Euro für den Berg der 4. Kategorie ein.
195 km
Erwartungsgemäß wurden umgehend erste Angriffe gestartet. Marcus Burghardt und Kristijan Koren gehörten zu den ersten ausreißwilligen Pedaleuren. Ihre Unternehmung jedoch führte nicht zum Erfolg.
Lourdes
Zum achten Mal ist Lourdes Etappenort der Tour de France. Vier Zielankünfte erlebte der Wallfahrtsort bereits - die letzte 2011 mit dem Sieg des Norwegers Thor Hushovd. Heute nun wird hier zum vierten Mal ein Tagesabschnitt gestartet.
Start
Gegen 12:15 Uhr wurde die 19. Etappe von Tour-Direktor Christian Prudhomme mit dem üblichen Schwenken der weißen Flagge freigegeben. Die 146 verbliebenen Radprofis machten sich in Lourdes auf den Weg.
Aubisque
Nach der rasenden, beinahe 30 Kilometer langen Abfahrt stellt sich der Col des Borderes in den Weg, der mit einem 8,6 Kilometer langen und im Schnitt 5,8 Prozent Anstieg vermerkt ist und somit nur für die 2. Kategorie taugt. Im Anschluss folgt als Krönung und letzte Bergwertung der diesjährigen Tour der Col d'Aubisque. Der wird von Osten aus über den Col du Soulor angefahren. Dessen Werte fließen in die Kategorisierung ein - 16,6 Kilometer lang und wegen der zwischenzeitlichen kurzen Abfahrt nur 4,9 Prozent steil. In Phasen wartet die Fahrt nach oben mit annähernd zehn Prozent auf. Am Gipfel gibt es letztmals Bergpunkte - in dem Fall sogar verdoppelte 40 Zähler für diese Ehrenkategorie. Anschließend folgt eine 20 Kilometer lange Abfahrt ins Ziel nach Laruns.
Profil
Nochmals warten während der 200,5 Kilometer einige Höchstschwierigkeiten. Stattliche sechs Bergwertungen stehen auf dem Programm. Zunächst geht es sanft los mit zwei Anstiegen der 4. Kategorie. Nach knapp 60 Kilometern folgt der Zwischensprint. Spätestens danach endet das Vorgeplänkel, denn es geht in den zwölf Kilometer langen Anstieg zum Col d'Aspin, der im Schnitt 6,5, im Maximum aber deutlich mehr als acht Prozent steil ist. Dieser Berg der 1. Kategorie dient allerdings lediglich als Vorspeise für den den legendären Col du Tourmalet. Über mehr als 17 Kilometer geht es die durchschnittlich 7,3 Prozent steile Straße hinauf. In Abschnitten warten sogar zehn Prozent auf die Fahrer - bis sie die Passhöhe der Ehrenkategorie auf 2.115 Metern erreicht haben. Dem Ersten winkt dort oben das Souvenir Jacques Goddet, welches 5.000 Euro in die Mannschaftskasse spült.
19. Etappe
Nach der gestrigen, überaus absehbaren Flachetappe mit der unausweichlichen Sprintankunft geht es heute noch einmal richtig zur Sache. Das letzte große Kräftemessen in den Pyrenäen steht an. Dafür hat sich der Tour-Tross noch einmal ganz weit in den Süden Frankreichs begeben, um im Departement Hautes-Pyrenees eine Schleife zu drehen. Zunächst geht es von Lourdes aus in Richtung Osten. Kurz vor Capvern biegt das Peloton nach Süden ab, bevor der Schwenk in Arreau grob nach Westen geht. Etwa 20 Kilometer vor dem Ziel begibt man sich ins Departement Pyrenees-Atlantiques, wo sich der Zielort Laruns befindet.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 19. Etappe der Tour de France, die über 200,5 Kilometer von Lourdes nach Laruns führt.
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19