Radsport

So, 22.07.2018 Tour de France 2018

Radsport Live-Ticker

Tour de France 2018, 15. Etappe
Beendet
Letzte Aktualisierung: 04:57:31
Au revoir
Damit soll es das für heute gewesen sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Morgen dürfen die Fahrer - wie auch wir alle - erst einmal den Ruhetag in Carcassonne genießen. Die Erholung wird auch nötig sein, denn am Dienstag geht es von hier aus in die Pyrenäen - über 218 Kilometer nach Bagneres-de-Luchon. Dann sind wir wieder live zur Stelle. Bis dahin - und einen schönen Sonntag noch!
Trikots
Auch die übrigen Trikotträger hatten heute nichts zu befürchten. So behält Pierre Roger Latour Weiß mit knapp zweieinhalb Minuten Vorsprung. Peter Sagen baute seine Führung in Grün auf sagenhafte 282 Zähler aus. Und auch Julian Alaphilippe vergrößerte den Abstand zu seinem ersten Verfolger Warren Barguil, hat das Bergtrikot nun mit einem Polster von 22 Punkten inne.
Gelb
Im Gesamklassement gab es letztlich keine Veränderungen. Zwar wagte Daniel Martin als Zehnter am schwersten Anstieg des Tages aus dem Hauptfeld einen Angriff, kam auch etwa eine Minute weg, letztlich aber wurde der Ire wieder gestellt. So bleibt das Maillot Jaune auf den Schultern von Geraint Thomas, der seinen Sky-Kapitän Chris Froome auf Distanz hält. Dritter ist weiterhin Tom Dumoulin.
Nielsen
Einen Tag nach Omar Fraile holt Magnus Cort Nielsen den zweiten Tagessieg für Astana. Für den 25-Jährigen, der bereits zwei Vuelta-Etappen auf dem Konto hat, ist es beim Debüt gleich der erste Tour-Etappenerfolg. Der Däne hatte den richtigen Riecher, um die entscheidende Attacke aus der ersten Ausreißergruppe zu erwischen. Im Finale auf der Zielgerade war er seinen beiden Konkurrenten klar überlegen.
Ziel
Etwas mehr als 13 Minuten nach dem Sieger führt jetzt Sky das erste Peloton mit Geraint Thomas ins Ziel.
2 km
Ein paar Kilometer hat das Hauptfeld noch zurückzulegen. Richtig scharf wird dort nicht gefahren. Auch das ist ein Zeichen, dass keiner der Favoriten im Wind in Schwierigkeiten geraten ist. So lässt man es relativ gemütlich austrudeln.
Peloton
Auf der Windkante kam es tatsächlich noch zu einer Teilung des Hauptfeldes. Der Mann in Gelb aber ist vorn dabei. Das gilt auch für Chris Froome - kein Wunder, Sky fährt ja immer ganz vorn. Aber auch Tom Dumoulin und Romain Bardet sind zu sehen - also alle der verbliebenen Favoriten haben sich wohl keine Blöße gegeben.
Ziel
Dann trudeln so langsam die verbliebenen Fahrer der ursprünglichen Fluchtgruppe ein - Nikias Arndt als Neunter mit etwa zweieinhalb Minuten Rückstand. Unter diesen Fahrern, die hinter dem Deutschen platziert sind, passiert eingangs der Ziegeraden auch noch ein Sturz. Offenbar sind einige mit den Kräften am Ende. Drei, vier Profis sind betroffen.
Ziel
Magnus Cort Nielsen pariert den Angriff und erweist sich in der Folge als endschnellster Mann. Souverän fährt der Däne von Astana den Sieg nach Hause.
1 km
Noch immer fahren die Drei zusammen - durch die letzte Kurve. So geht es auf die letzten 500 Meter. Dann eröffnet Izagirre den Sprint.
1,5 km
Ion Izagirre tritt 1.500 Meter vor dem Ziel an. Der Baske aber kommt nicht weg, die anderen passen auf. Kurze Zeit später passieren die Drei die Flamme Rouge.
2 km
Mittlerweile baut das Trio an der Spitze auf mehr als eine halbe Minute Vorsprung. So sollte reichen bis ins Ziel. Es bleibt sogar Zeit, noch ein wenig zu taktieren.
4 km
Als kämpferischster Fahrer wird heute Rafal Majka ausgezeichnet und somit morgen die rote Startnummer tragen.
Wind
Unterdessen befindet sich das Hauptfeld auf dem Flachstück zum Ziel. Und durch den kräftigen Wind könnte sich hier noch etwas ergeben.
5 km
So begeben sich die Drei auf die letzten fünf Kilometer. Bauke Mollema übernimmt die Führungsarbeit. Als sonderlich spritzig und spurtstark gilt der Niederländer nicht, womit seine Aussichten nicht so günstig sind.
7 km
Dann geht Bauke Mollema aus dem Sattel. In der Folge klemmen sich Ion Izagirre und Nielsen dran. Calmejane ist am Ende, die anderen halten die Füße still. Das Trio geht vorn weg.
9 km
Domenico Pozzovivo attackiert. Magnus Cort Nielsen hält dagegen. Noch ist das nicht die entscheidende Attacke. Vorübergehend beruhigt sich das Geschehen wieder.
10 km
In der Kopfgruppe befinden sich drei Teams, die mit zwei Fahrern vertreten sind. Das sind Bahrain-Merida mit Pozzovivo und Ion Izagirre sowie Astana mit den beiden Dänen Valgren und Nielsen -. zudem Trek-Segafredo mit Bauke Mollema und Tom Skujins.
12 km
Eine kleine Verfolgergruppe mit Nikias Arndt fährt etwa anderthalb Minuten hinter der Spitze. Dort vorn wird nicht mit totaler Konsequenz Tempo gebolzt. Das Taktieren dort muss die Hoffnung des Deutschen sein, um vielleicht da noch hin zu gelangen. Arndt fährt mit Jesus Herrada.
14 km
Während weiter hinten Daniel Martin an Peter Sagan heranfährt, nähert sich wenig später auch schon das Peloton. Damit ist der Ausflug des Iren beendet. Das Hauptfeld hat übrigens gut 13 Minuten Rückstand zur Spitze des Rennens.
15 km
Exakt 15 Kilometer vor dem Ziel rollt die Gruppe zu Rafal Majka auf. Nun also haben wir acht Fahrer an der Spitze.
18 km
Weiter hinten geht Daniel Martin jetzt doch der Strom aus. Sein Vorsprung vor dem Hauptfeld mit den Favoriten schmilzt auf deutlich unter eine halbe Minute. Vermutlich wird dem Iren die Attacke heute nichts bringen - zumindest keine Zeit.
20 km
Nun wird es langsam flacher. Es bleiben 20 Kilometer zum Ziel, auf denen der heute recht kräftige Wind seinen Einfluss haben wird. Es scheint schwer möglich, dass Rafal Majka das allein auf die Kette bekommt. Ein Zusammenschluss mit der Verfolgergruppe scheint absehbar.
24 km
Drei Tour-Etappen hat Rafal Majka 2014 und 2015 bereits für sich entschieden, gewann zudem 2014 und 2016 das Bergtrikot. Inzwischen bestreitet der Pole seine fünfte Frankreich-Rundfahrt. Und auch eine Vuelta-Etappe hat der 28-Jährige 2017 schon verbucht.
26 km
Gemeinsam holen die Männer auf. Majka sind lediglich 20 Sekunden verblieben. Weiter hinten bewegt sich eine weitere Gruppe mit Nikias Arndt - etwas mehr als eine Minute zurück.
30 km
Dann schließt die zweite Verfolgergruppe mit Calmejane, Pozzovivo, Izagirre, Valgren und Skujins zu Mollema und Nielsen auf. Somit haben wir nun sieben Leute beisammen, die den Spitzenreiter Rafal Majka jagen.
34 km
Unterdessen gibt Daniel Martin weiterhin voll Stoff, tritt richtig kraftvoll in die Pedale. Der Ire ist dem Hauptfeld inzwischen auf etwa eine Minute enteilt.
36 km
Nun bleibt abzuwarten, inwieweit das alles wieder zusammenrollt.
40 km
Fortan geht es bergab in Richtung Ziel. Rafal Majka ist bemüht, sich in der Abfahrt zu behaupten. 25 Sekunden dahinter kurbeln Bauke Mollema und Magnus Cort Nielsen. Erst dann folgt eine weiterer Vierergruppe.
41,5 km
Nun holt sich Rafal Majka die zehn Punkte auf dem Pic de Nore. Für den Berg der 1. Kategorie gibt es zudem 650 Euro für das Team Bora-Hansgrohe. Die weiteren Zähler gehen an Bauke Mollema (8), Magnus Cort Nielsen (6), Lilian Calmejane (4), Michael Valgren (2) und Domenico Pozzovivo (1).
42 km
Weiter hinten fährt Daniel Martin nach wie vor allein. Die Attacke des Iren aus dem Hauptfeld heraus hat bislang etwa 40 Sekunden gebracht. Im Peloton kontrolliert Sky das Geschehen.
43 km
Majka tritt kraftvoll und flüssig den Berg nach oben. Dann wird offenbar ein Zuschauer auf die Straße gestoßen. Der Pole entgeht dem Zusammenstoß nur knapp. 40 Sekunden hat der 28-Jährige bislang herausgefahren.
45 km
Hinter Rafal Majka bildet sich eine Verfolgergruppe mit fünf Fahrern. Dort sind Bauke Mollema, Domenico Pozzovivo, Julien Bernard, Michael Valgren und Magnus Cort Nielsen unterwegs. Calmejane, Skujins, Soler und Ion Izagirre gesellen sich wenig später dazu.
46 km
Unterdessen schnupft Majka die Jungs dort vorn nacheinander auf. Zumindest Julien Bernard ist versucht, das Hinterrad des Polen zu halten. Das jedoch gelingt nur vorübergehend. Majka ist fortan allein unterwegs.
47 km
Inzwischen befindet sich auch das Peloton im Anstieg. Daniel Martin attackiert! Als Zehnter des Gesamtklassements möchte der Ire vom Team Emirates Zeit gut machen. Eine Reaktion von Sky bleibt aus - ist auch erst einmal nicht nötig.
47 km
Nun möchte es Rafal Majka wissen. Als starker Bergfahrer setzt sich der Pole beinahe spielend ab. Da vermag keiner, nachhaltig gegen zu halten.
48 km
Dann zeigt sich Nikias Arndt an der Spitze der Gruppe. Zumindest Peter Sagan und Sonny Colbrelli hat man auf diese Weise inzwischen distanziert. Auch Greg van Avermaet und Daryl Impey sind abgehängt.
50 km
Jetzt zuckt es in der Gruppe. Serge Pauwels ergreift die Initiative. Durch die Tempoverschärfung wird die Auslese forciert. Ion Izagirre hilft dabei. Dann spannt sich Michael Valgren davor. Auf diese Weise schrumpft der Abstand zu dem Duo ganz vorn auf 70 Sekunden.
51 km
Die Rennsituation stellt sich unverändert stabil dar. Das Duo ganz vorn fährt den Berg rhythmisch nach oben - mit inzwischen knapp zwei Minuten Vorsprung. Die Verfolgergruppe ist noch weitgehend beisammen. Unterdessen ist der Rückstand des Hauptfeldes auf fast 13 Minuten angewachsen.
53 km
Mittlerweile hat der Grüne Peter 452 Punkte auf dem Konto - unglaubliche 282 Vorsprung auf Alexander Kristoff. Und allzu viele werden auf dem Weg nach Paris nicht mehr vergeben. 48 davon benötigt der Slowake noch, um das Trikot auch rechnerisch sicher zu haben.
56 km
Der Pic de Nore wartet mit einer 12,3 Kilometer langen Steigung, die im Schnitt 6,3 Prozent steil ist. Die Punkte für diese 1. Kategorie werden in 1.205 Metern Höge vergeben. Auf dem Weg dort hoch, wird sich die Situation an der Spitze noch einmal neu sortieren.
58 km
Unmittelbar nach der Sprintwertung steigt die Straße allmählich an. Wir nähern uns der letzten topografischen Schwierigkeit des Tages.
59 km
Das ist die Komplette Punktvergabe beim Sprint: Julien Bernard (20), Fabien Grellier (17), Peter Sagan (15), Greg Van Avermaet (13), Pawel Poljanski (11), Rafal Majka (10), Daryl Impey (9), Arthur Vichot (8), Damian Howson (7), Silvan Dillier (6), Imanol Erviti (5), Sonny Colbrelli (4), Daniel Bennati (3), Romain Sicard (2), Magnus Cort Nielsen (1).
60 km
Ganz vorn wird nicht gesprintet. Julien Bernard fährt als Erster über die Linie, streicht 20 Punkte ein. Mehr interessieren ihn sicherlich die 1.500 Euro. Immerhin 1.000 gibt es auch noch für Fabien Grellier und Direct Energie. In der Verfolgergruppe lässt es sich Peter Sagan nicht nehmen, weitere 15 Zähler zu verbuchen - und 500 Euro.
63 km
So bewegt sich das Duo in Richtung Mazamet, wo der einzige Zwischensprint des Tages ansteht. Eigentich eine Sache für Peter Sagan, um sein Grünes Trikot schon in Kürze auch rechnerisch abzusichern.
66 km
Jetzt schließt Bernard vorn auf. Zwei Franzosen kurbeln jetzt also an der Spitze. Noch lässt sich gewiss nicht von einer Vorentscheidung sprechen, schließlich wartet der Pic de Nore, da sind nochmals Bergqualitäten gefragt.
68 km
Während das Hauptfeld jetzt genau zehn Minuten zurückliegt, hat sich Julien Bernard allein auf die Verfolgung von Fabien Grellier begeben.
70 km
Noch behauptet Grellier einen kleinen Vorsprung. Allenfalls 15 Sekunden sind das. Es scheint weiterhin ein aussichtsloses Unterfangen zu sein, was der Franzose dort treibt.
74 km
Direct Energie hat drei Fahrer vorn dabei und die probieren, die Gruppe zu sprengen. Fabien Grellier geht auf und davon, findet aber keine Begleiter. So wird das sicher nicht funktionieren.
77 km
Jetzt haben sich Greg van Avermaet, Tom Skujins und Fabien Grellier aus dem Staub gemacht. In der Verfolgung muss Peter Sagan viel arbeiten. Dem guten Abfahrer wird es aktuell aber nicht ganz so schwer gemacht. Und kurze Zeit später rollt alles wieder zusammen.
80 km
Den Flüchtigen ist bewusst, dass die Zusammensetzung der Kopfgruppe keinen dauerhaften Erfolg verspricht. In dieser Phase ist man versucht, die Auslese zu forcieren.
82 km
Auf jeden Fall hat sich damit gezeigt, dass vollumfängliche Einigkeit in der großen Gruppe nicht besteht. Da stehen zu viele Einzelinteressen entgegen. Irgendwann wird sich das noch deutlicher offenbaren.
84 km
In einer Abfahrt hat es Peter Sagan ordentlich rollen lassen und etwas Vorsprung gewonnen. Tom Skujins und Niki Terpstra sezten nach und bilden derzeit eine dreiköpfige Gruppe. Die aber hat nicht lange Bestand, weitere Fahrer steigen hinterher und irgendwann findet sich alles wieder zusammen, auch wenn die Nachführarbeit nicht sehr koordiniert erfolgt
86 km
Nun folgt auch noch die Verpflegungszone. Auch da stehen vor allem im Hauptfeld erst einmal andere Dinge im Vordergrund. Zunächst einmal sollten die Fahrer auf dem Rad bleiben und nicht etwa irgendwie zu Sturz kommen. Dann gilt es, den Inhalt der Beutel in den Trikottaschen zu verstauen, den einen oder anderen Bissen zu sich zu nehmen, bevor wieder intensiver in die Pedale getreten wird.
92 km
Derzeit werden im Peloton Geschäfte erledigt. Einige müssen mal eben austreten. Dadurch geht Tempo verloren. Prompt wächst der Abstand nach vorn wieder an und bewegt sich in Richtung des heutigen Maximums bei sieben Minuten.
96 km
Auf den nun erst einmal anstehenden vorwiegend abschüssigen Kilometern ist Calmejane natürlich auch besser in der Gruppe aufgehoben. Gemeinsam lässt sich die Arbeit einfacher bewerkstelligen. Es deutet sich allerdings an, dass Sky die Flüchtigen heute nicht so weit weg lässt wie gestern. Aktuell sind das etwa sechs Minuten.
101 km
Nun jedoch ist der Alleingang von Lilian Calmejane beendet. Der Franzose findet sich ab sofort wieder im Schutz der großen Fluchtgruppe wieder, die knapp sieben Minuten vor dem Hauptfeld unterwegs ist.
104 km
Der 25-Jährige fährt seine zweite Tour de France. Gleich bei seinem Debüt 2017 holte der Franzose seinen ersten Etappensieg, tat das ebenfalls als Solist. Seine Alleinfahrt zum Ziel gestaltete sich mit knapp 20 Kilometern deutlich kürzer. Auch bei der Vuelta (2016) sicherte sich Calmejane übrigens bereits einen Tageserfolg. Der Mann also hat durchaus das Potenzial für einen weiteren großen Wurf.
105 km
Unverändert stellt sich die Rennsituation dar. Nach wie vor kurbelt Lilian Calmejane allein an der Spitze. Eine Minute dahinter folgt die 28-köpfige Gruppe. Das Peloton weist sieben Minuten Rückstand auf.
106 km
Nun blicken wir mal voraus zum heutigen Etappenziel. Carcassonne liegt etwa 90 Kilometer südöstlich von Toulouse. Bis zum Mittelmeer sind es von hier aus allenfalls noch etwa 60 Kilometer Luftlinie (Richtung Osten). Näher allerdings werden die Radprofis diesem Gewässer im Laufe dieser Tour nicht mehr kommen. Carcassonne ist zum 13. Mal Etappenort der Tour de France - zum sechsten Mal gibt es hier eine Ankunft.
109 km
Aufgrund des geringen Tempos im Hauptfeld gelingt es Arnaud Demare, Ramon Sinkeldam und Guillaume van Keirsbulck, den Anschluss zum Peloton wieder herzustellen. Die Karenzzeit sollte heute also niemandem zum Verhängnis werden.
112 km
Nach einer kurzen Abfahrt wird es dann gleich hoch auf den Col de la Bassine gehen. Dieser Anstieg ist allerdings nicht klassifiziert und wird entsprechend nicht mit Punkten oder gar Geld honoriert.
116 km
Serge Pauwels kommt damit jetzt auf insgesamt 66 Bergpunkte, bleibt Dritter der Wertung hinter Alaphilippe (92) und Warren Barguil (70). Lilian Calmejane weist nun in der Summe elf Zähler auf, Tom Skujins acht.
117 km
Lilian Calmejane strampelt der Bergwertung entgegen und streicht nun die fünf Punkte für den Berg der 2. Kategorie ein. Gut eine Minute später sind auch die Verfolger oben auf dem Col de Sie. Serge Pauwels sichert sich drei Punkte. Zwei gehen an Tom Skujins, einen ehemaligen Träger des Bergtrikots. Ein Zähler bleibt für Arthur Vichot, was dessen erster überhaupt ist.
118 km
Im Hinblick auf die Mannschaftswertung, die Movistar gut zehn Minuten vor Bahrain-Merida anführt, könnten sich diese beiden Teams heute weiter von der übrigen Konkurrenz absetzen. Letztlich dürften die dann den Sieg in dieser Wertung auf dem weiteren Weg Richtung Paris unter sich ausmachen.
119 km
Sechs Teams sind an der Spitze übrigens nicht vertreten. Sky, Emirates, Katusha, Lotto NL - Jumbo, Lotto-Soudal und Wanty-Groupe Gobert finden sich einzig im Hauptfeld. Dafür haben fünf Teams sogar drei Fahrer in der Gruppe vorn dabei: Bahrain-Merida, Movistar, Bora-Hansgrohe, Direct Energie und Trek-Segafredo.
121 km
Natürlich gibt es auf dem Gipfel der 2. Kategorie zusätzlich 500 Euro. Die würden sich in der Mannschaftskasse von Direct Energie sicherlich gut machen.
122 km
Was genau Lilien Calmejane dort vorn treibt, scheint nicht ganz klar. Bergauf kann er natürlich sein Tempo fahren. Doch der Weg ins Ziel ist noch weit. Allein wird der Franzose das sicher nicht schaffen. Angesichts von sechs Bergpunkten auf dem Konto, stellt das Bergtrikot für ihn auch nicht unbedingt ein Thema dar.
124 km
Unterdessen befindet sich die Spitze, die aktuell Lilian Calmejane bildet, bereits im zehn Kilometer langen Anstieg zur zweiten Bergwertung des Tages. Knapp fünf Prozent ist der Weg hinauf zum Col de Sie steil.
125 km
Interessant für das Bergtrikot, welches sich diesmal nicht in der Spitzengruppe befindet, ist die Personalie Serge Pauwels. Der Dritte im Klassement um das Gepunktete Textil könnte seinen Rückstand von 27 Punkten auf Julian Alaphilippe reduzieren. Einholen aber wird er ihn heute nicht.
127 km
Einem anderen Sprinter steht ein schwerer Tag bevor. Bereits seit geraumer Zeit ist Arnaud Demare abgehängt, fährt zusammen mit Ramon Sinkeldam weitere viereinhalb Minuten hinterher. Guillaume van Keirsbulck ist da auch dabei.
129 km
Allerdings scheint es wenig wahrscheinlich, dass diese Gruppe in der Zusammensetzung in Carcassonne ankommen wird, denn mit Peter Sagan und Sonny Colbrelli sind ganz schnelle Leute dabei. Die anderen sollten das Interesse haben, die Angelegenheit gegen Ende anders zu regeln. Aber erst einmal gilt es, einen richtig beruhigenden Vorsprung aufzubauen. Vier Minuten sind es bereits.
132 km
Die deutschen Hoffnungen gelten ab sofort ausnahmslos Nikias Arndt. Der Mann von Sunweb gehört zur Ausreißergruppe. Bestplatzierter im Gesamtklassement ist Greg van Avermaet. Der Olympiasieger, der bei dieser Tour bereits Gelb trug, stellt für das Maillot Jaune keine Gefahr dar, weist als 21. fast eine halbe Stunde Rückstand auf.
133 km
Schnell gewinnt die Fluchtgruppe an Vorsprung. Der Abstand wächst zügig auf mehr als eine Minute. Also wird der heutige Etappensieger unter diesen 29 Fahrern zu finden sein. Zu denen gehört mal wieder der Grüne Peter.
135 km
Ja, im Hauptfeld hat man sich mit der Situation angefreundet. In breiter Front rollt das Peloton dahin - vorwiegend mit Leuten von Sky vorn. Es kehrt Ruhe ein.
136 km
Jetzt schaffen es gut 20 Fahrer, eine Lücke aufzureißen. Doch es probieren noch immer Profis, den Anschluss dorthin zu schaffen. Dennoch deutet sich an, dass es sich um die entscheidende Situation handeln könnte.
138 km
Nun tritt ein Mann von Movistar an. Erneut bildet sich an dessen Hinterrad eine nicht enden wollende Schlange weiterer Rennfahrer. Auch diese Aktion also führt nicht zum Erfolg.
139 km
Jetzt schaltet sich auch wieder Peter Sagan mit ein, tritt an der Spitze des Feldes. Offenbar aber möchte der Weltmeister den Weg für einen Teamkollegen bereiten. Doch nach wie vor schlagen derzeit alle Bemühungen fehl, eine Gruppe zu bilden.
142 km
Somit bleibt die Hoffnung unter den Fahrern bestehen, den richtigen Zug nach vorn zu erwischen. Beinahe permanent wird attackiert. Doch es dauert heute ungewöhnlich lange, bis sich die richtige Gruppe zusammenfindet, die vom Hauptfeld dann auch geduldet wird.
146 km
Dann ist es um das Ausreißertrio geschehen. Die Fahrer haben erkannt, dass sich einfach nicht der nötige Abstand entwickelt. Nun nehmen sie die Beine hoch und werden vom Hauptfeld gestellt. Quick Step Floors macht mit Tim Declercq und Philippe Gilbert die Arbeit.
152 km
Darüber hinaus sorgte die anspruchsvolle Anfangsphase dafür, dass sich das Peloton teilte. Die wichtigen Leute und alle Trikots jedoch befinden sich alle beisammen im ersten großen Teil.
160 km
Aktuell fahren Georg Mühlberger, Warren Barguil und Adam Yates an der Spitze. Doch richtig weg kommt das Trio nicht. Zwar arbeiten die Drei konsequent und ziehen an einem Strang. Doch hinten ist man mit der Konstellation offenbar noch nicht zufrieden.
165 km
Im Anschluss blieb das Rennen nervös. Man tat sich schwer, eine stabile Situation zu schaffen. Immer wieder wurden neue Attacken gestartet.
172,5 km
Es überraschte also wenig, dass sich der Mann im Gepunkteten Trikot an der Cote de Luzencon die Bergwertung der 3. Kategorie sicherte. Zwei Punkte und 300 Euro waren der Lohn. Daniel Martinez holte sich den anderen Zähler.
Angriffe
Natürlich musste wieder nicht lange auf Attacken gewartet werden. Erste Versuche hatten keinen Erfolg. Doch da die erste Bergwertung schon recht bald auf dem Programm stand, zeigte sich auch Julian Alaphilippe selbstverständlich sehr aktiv.
Start
Seit Tour-Direktor Christian Prudhomme gegen 13:25 Uhr das Rennen freigegeben hat, rollen die 151 verbliebenen Radprofis bei erneut schönstem Sommerwetter und etwa 25 Grad über die Straßen Südfrankreichs.
Trikots
Auch alle anderen Trikots stehen heute eigentlich nicht zur Debatte. Peter Sagan müsste angesichts fehlender Konkurrenz schon vom Rad fallen. Sollte dem Weltmeister nichts derartiges passieren, wird er das Grüne Trikot nach Paris tragen. Ebenfalls sicher hat Julian Alaphilippe für heute das Bergtrikot. Seine 20 Punkte Vorsprung auf Warren Barguil sind nicht einzuholen, denn es gibt maximal 17 Zähler zu verdienen. Darüber hinaus erwarten wir im Gesamtklassement, wie schon angedeutet, keine großen Veränderungen, womit das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrer wohl bei Pierre Roger Latour verbleiben dürfte.
Gelb
So ruht das Maillot Jaune weiterhin auf den Schultern von Geraint Thomas. Der Waliser trägt Gelb nun bereits zum vierten Mal und dürfte seinem Sky-Kapitän so langsam unheimlich werden. Der 32-Jährige fährt Titelverteidiger Chris Froome mit 1:39 Minuten Vorsprung unverdrossen vor der Nase herum. Als einzig ernsthafte Verfolger sind Tom Dumoulin und Primoz Roglic geblieben. Eventuell besitzen Romain Bardet und Mikel Landa noch Chancen, wobei es denen an Konstanz auf höchstem Niveau fehlt. Gut hält sich nach wie vor auch Steven Kruijswijk, ob dem Niederländer allerdings die Pyrenäen bekommen, bleibt abzuwarten. Der achtplatzierte Nairo Quintana hat es bislang eigentlich an der nötigen Form vermissen lassen, um ernsthafte Ansprüche auf den Toursieg anmelden zu dürfen. Doch noch lassen seine 4:23 Minuten Rückstand zumindest den Blick in Richtung Podium zu - so der Kolumbianer denn in der kommenden Woche doch noch in Schwung kommt.
Rückblick
Für Ausreißer jedoch besteht durchaus Hoffnung. Bereits gestern kam erstmals bei der diesjährigen Tour de France eine Fluchtgruppe durch. Zumindest Teile davon machten den Etappensieg in Mende unter sich aus. Während viel weiter hinten Team Sky dem Hauptfeld zunächst einen Schontag verordnete, kurbelten 32 Fahrer munter vorn weg - zum Teil mit mehr als 20 Minuten Vorsprung. Von denen hatte Omar Fraile am letzten steilen Anstieg kurz vor dem Ziel das beste Timing und holten sich seinen ersten Tour-Etappensieg. An der knackigen Cote de la Croix Neuve ging es im Peloton dann auch noch um Sekunden fürs Gesamtklassement. Primoz Roglic machte mit seiner Attacke ein wenig Boden gut. Die Top 3 Thomas, Froome und Dumoulin kamen zeitgleich ins Ziel. Alle anderen jedoch (Bardet und Co.) verloren etwas den Anschluss.
Profil
Noch handelt es sich nicht um Hochgebirge, dennoch erscheint die Bezeichnung hügelig fast schon untertrieben. Dabei steigen die Schwierigkeiten im Etappenverlauf an. Viel Zeit zum Einrollen bleibt nicht, denn bereits nach knapp sechs Kilometern beginnt der gut 3.000 Meter lange Anstieg zur Cote de Luzencon. Der Berg der 3. Kategorie weist eine durchschnittliche Steigung von 5,9 Prozent auf. Weitere Berge folgen, die nicht alle klassifiziert sind - der Col de Sie allerdings schon. Mehr als zehn Kilometer geht es hier bergauf - im Schnitt mit knapp fünf Prozent (2. Kategorie). Der Zwischensprint nach 121,5 Kilometern wird wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen. Unmittelbar im Anschluss jedoch wartet der Pic de Nore. Über 12,3 Kilometer führt die Straße im südlichsten Ausläufer des Zentralmassivs bis auf 1.205 Meter Höhe nach oben - bei Steigungswerten von 6,3 Prozent. Anschließend sind es allerdings noch gut 40 Kilometer bis zum Ziel, was reichlich Gelegenheit bietet, Lücken zu schließen. Im Gesamtklassement sollte heute also nichts passieren.
Millau
In Millau gastiert die Tour übrigens zum elften Mal. Nach stattlichen 28 Jahren Pause wird in der südfranzösischen Kleinstadt zum sechsten Mal eine Etappe gestartet. Das soll heute so gegen 13:15 Uhr geschehen. Wir werden etwa eine Dreiviertelstunde später in die Liveberichterstattung einsteigen.
15. Etappe
Zielgerichtet arbeitet sich der Tour-Tross Richtung Südwesten vor - die Pyrenäen fest im Blick. Auf den 181,5 Kilometern des Tages schauen die Radprofis in drei Departements vorbei. Los geht es im Aveyron. Genau an der zweiten Bergwertung wird die Grenze nach Tarn überschritten. Und etwas mehr als 40 Kilometer vor dem Ziel kommt das Peloton im Departement Aude an, wo dann auch der Zielort Carcassonne liegt.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 15. Etappe der Tour de France, die über 181,5 Kilometer von Millau nach Carcassonne führt.
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19