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Sa, 07.07.2018 Tour de France 2018

Radsport Live-Ticker

Tour de France 2018, 1. Etappe
Beendet
Letzte Aktualisierung: 12:55:59
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201 km
Ende
Morgen geht es ähnlich flach von Mouilleron-Saint-Germain bis nach La Roche-sur-Yon weiter, die Favoriten werden aber weiter gehörig aufpassen müssen. Der heutige Tag war dafür definitiv lehrreich. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Samstag und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Morgen sind wir dann ab 14:00 Uhr wieder für Sie da.
Fazit
Während die letzten Fahrer eintrudeln, blicken wir schon mal auf die heutige Etappe zurück. Marcel Kittel wird als bester Deutscher am Ende Dritter, dennoch ist es ein enttäuschender Tag für die deutschen Sprinter. Viel schlimmer ist die Situation jedoch für Froome, Quintana und Porte, die nun bereits mit einer Hypothek ins Mannschaftszeitfahren gehen.
0 km
Die Gruppe um Froome, Quintana und Richie Porte verliert dagegen 50 Sekunden auf die Spitze, ein herber Rückschlag für die Favoriten zum Beginn der Tour. Es trudeln immer noch Fahrer ein, was ein Auftakt bei der Tour!
0 km
Gaviria gewinnt! Der Kolumbianer schafft tatsächlich den Coup und siegt als erster Rookie seit 2005 bei seinem Tour-Debüt vor Peter Sagan. Der Kolumbianer zieht den Sprint von vorne an und lässt sich dann nicht mehr einholen. Bockstarke Leistung!
1 km
Quick Step kommt für Gaviria ebenfalls nach vorne, gleich folgt die Flame Rouge.
2 km
Lotto-Soudal, Bora und Co. formieren sich vorne, zwei Kilometer noch.
3 km
Die Spitzengruppe macht erbarmungslos Tempo, während die Verfolger 30 Sekunden hinter dem Feld liegen. Die werden es nicht mehr heranschaffen.
4 km
Auch Froome ist vom Sturz betroffen. Der Brite ist ebenfalls in der Verfolgergruppe, während Mitfavorit Quintana ebenfalls mit Reifenschaden 200 Meter vor der Drei-Kilometer-Marke liegen bleibt. Damit ist er nicht abgesichert und wird Zeit verlieren.
5 km
Bora macht vorne das Tempo für Peter Sagan, während Demare auf einer engen Landstraße wohl in den Straßengraben gestürzt ist. Bitter für den Franzosen.
6 km
Die Groupama-FDJ-Mannschaft arbeitet daran, den Franzosen zurück ins Feld zu bringen. Das kostet aber natürlich Kraft - und es sind nur noch sechs Kilometer zu fahren.
8 km
Ein Favorit für den Sprint verabschiedet sich bereits. Arnaud Demare aus Frankreich ist gestürzt, die Ursache noch unklar. Er hat aber den Anschluss verloren.
10 km
Wenige Meter vor der Zehn-Kilometer-Fahne ist der Zusammenschluss erfolgt. Auf ins Finale!
11 km
Noch sechs Sekunden. In wenigen Augenblicken erfolgt der Zusammenschluss.
13 km
Cousin holt sich die erste Zeitbonifikation von der Tour, während Offredo sich zwei Sekunden schnappt. Naesen sammelt die verbliebene Sekunde ein.
13 km
Naesen ist gleich zurück im Hauptfeld, während der Abstand nur noch 15 Sekunden nach vorne beträgt. Sichtkontakt ist vorhanden.
15 km
Naesen liegt jetzt fünf Sekunden vor dem Hauptfeld aber 15 Sekunden hinter den Ausreißern, die jetzt alles geben, um vorne zu bleiben.
16 km
Der Belgier Oliver Naesen prescht jetzt aus dem Peloton heraus, um zu den beiden Ausreißern aufzuschließen. Die Sprinter-Teams werden das aber managen, sie wollen sich die Gelegenheit heute sicher nicht entgehen lassen.
17 km
In wenigen Kilometern zeigt sich dann auch erstmal eine Neuerung der diesjährigen Tour: In Maillezais werden 13 Kilometer vor dem Ziel Zeitbonifikationen für die ersten drei Fahrer vergeben, drei, zwei oder eine Sekunde. Dies soll die Schlussphase des Rennens nochmal spannender machen.
19 km
Ledanois wurde bereits vom Hauptfeld geschluckt, das Duo Cousin/Offredo wird wohl auch nicht mehr lange vorne durchhalten. 25 Sekunden bleiben ihnen noch.
20 km
Der Abstand zum Peloton ist mittlerweile auf 29 Sekunden gefallen - Offredo attackiert erneut. Cousin kann ihm diesmal folgen.
21 km
Im Zielbereich herrscht leichter Seitenwind von rechts, der die Fahrer aber eigentlich nicht weiter behindern sollte. Eins steht fest: Es wird schnell, es wird hektisch - und hoffentlich kommen alle Athleten ohne große Blessuren über die Ziellinie.
23 km
Natürlich darf auch Marcel Kittel für den Schlussspurt nicht vergessen werden, der zwar nur etwa die Hälfte der Etappensiege von Cavendish zu verbuchen (14:30), aber auch nur halb so viele Tourteilnahmen auf dem Konto. Aber: Beide haben auch etwas gemeinsam. Sie sind die einzigen Tour-Fahrer in diesem Jahrhundert, die sich das Maillot jaune am ersten Tag der Tour im Massensprint geholt haben. Kittel 2013 und 2014, Cavendish 2018.
25 km
Damit bricht auch das Etappenfinale an. Die Fahrer sind enorm schnell unterwegs und dürften weit vor 16 Uhr in Fontenay-le-Comte ankommen. Ab jetzt gibt es kaum noch nennenswerte Hügel, einziges Hindernis ist eine Linkskurve 1400 Meter vor dem Ziel.
27 km
Lokalmatador Ledanois holt sich an der Côte de Vix den einzigen Bergpunkt des Tages und damit auch das Gepunktete Trikot. Sicherlich ein tolles Gefühl für den Franzosen, der nur 30 Kilometer vom Startort der Etappe aufgewachsen ist.
28 km
Das Trio begibt sich nun in den Anstieg hinauf zur Bergwertung. Der Vorsprung schrumpft unterdessen weiter. Nun sind es nur noch 46 Sekunden.
30 km
Aber Ledanois und Cousin haben schon wieder aufgeschlossen. Die Gruppe befindet sich nun knapp eine Minute vor dem Peloton.
31 km
Offredo attackiert! Der Franzose löst sich knapp vier Kilometer vor der Bergwertung von seinen beiden Begleitern, die Lücke ist bestimmt schon zehn Sekunden groß.
33 km
Die Côte de Vix ist mit einer Länge von nur 700 Metern zwar kurz, 4,2 Prozent im Schnitt sind dafür aber recht knackig. Dennoch: Niemand dürfte wirklich Probleme bekommen, selbst die bulligsten Sprinter sollten nicht zurückfallen.
36 km
Das Feld kommt wieder näher heran, kurz vor dem einzigen Anstieg des Tages ist der Abstand mit 1:10 Minuten auf einem neuen Tiefpunkt.
39 km
Mark Cavendish, im Sprint des Pelotons nur Fünfter, peilt heute übrigens seinen 31. Etappensieg an. Dem Briten fehlen nur noch vier Erfolge, um mit Legende Eddy Merckx gleichzuziehen. Das Maillot jaune wird er im Gegensatz zum Belgier aber wohl nie in Paris überstreifen.
42 km
Das Peloton hat das Tempo übrigens in der letzten Rennstunde nicht nachhaltig erhöht, vielmehr sind es die Ausreißer, die im Tempo nachlassen. Der Vorsprung ist aber wieder auf knapp 1:45 Minuten gewachsen. Das Peloton lässt das Trio an der langen Leine verhungern.
45 km
Offredo zeichnete sich übrigens bereits im Vorjahr als Ausreißer aus und riss 373 Kilometer auf der Flucht ab. Sollte er bis Kilometer 15 vor dem Ziel kommen, hätte er bereits die halbe Distanz des Vorjahres absolviert.
48 km
Diese wird nun das Ziel für die Ausreißer sein, denn wer als Erster oben auf dem Berg ankommt, holt sich den einzigen Punkt des Tages und damit das Gepunktete Trikot für die morgige Etappe.
51 km
Langsam aber sicher pirscht sich das Peloton heran, bei nur noch 1:20 Minuten Vorsprung könnte der Zusammenschluss schon vor der Bergwertung erfolgen.
54 km
Der Wind kommt den Fahrern übrigens entgegen, was entlang der französischen Küste allerdings deutlich angenehmer ist als der gefürchtete Seitenwind, der das Peloton gerne mal auseinanderreißt.
57 km
Es ist jetzt das Peloton, dass ein wenig mehr Tempo macht und den Abstand nun auf 1:40 Minuten drückt. Lange werden die Ausreißer so vorne nicht mehr überleben.
60 km
Die nächsten knapp 30 Kilometer sind flach wie ein Teller. Hier können die Ausreißer richtig Tempo machen - wenn sie den wollen beziehungsweise können.
65 km
65 Kilometer noch bis zum Ziel, das Peloton kontrolliert jetzt den Abstand zu den Ausreißern. Aktuell sind es 2:25 Minuten Unterschied zwischen Spitzengruppe und Hauptfeld.
70 km
Gaviria wäre der erste Tour-Rookie seit David Zabriskie 2005, der bei seiner Debüt-Etappe die Hände zum Jubeln hochreckt. Zabriskie gewann ironischerweise das Zeitfahren in Noirmountier 2005, bevor er disqualifiziert wurde. Ein Jahr zuvor hatte mit Fabian Cancellara aber ebenfalls ein Tour-Neuling die erste Etappe, in diesem Fall den Prolog, gewonnen.
75 km
Die Spitzengruppe ist schon längst durch, im Hauptfeld wird aber für den Sprint geprobt. Quick-Step-Fahrer Fernando Gaviria, für viele als Geheimfavorit angesehen, schnappt sich die verbliebenen 13 Zähler vor André Greipel und Arnaud Demare.
81 km
Cousin sichert sich die ersten 20 Zähler für die Sprintwertung, gefolgt von Ledanois und Offredo. Mal schauen, wer die verbleibenden Punkte im Hauptfeld einsackt.
90 km
Jetzt beginnt natürlich das Taktieren im Peloton: Zu früh wollen die Sprinter-Teams das Feld natürlich nicht wieder beisammen haben, idealerweise erst nach der einzigen Bergwertung des Tages 27 Kilometer vor dem Ziel.
100 km
Nun steigen wir bei knapp 100 Kilometern aber ein ins Renngeschehen. Der Vorsprung der Spitzengruppe ist mittlerweile auf zwei Minuten reduziert worden. Scheint so, als würde ihr Ausreißversuch heute schon früh scheitern.
141 km
Natürlich sind die üblichen Verdächtigten wieder am Start: Peter Sagen, Mark Cavendish, aber auch die Deutschen André Greipel und John Degenkolb können sich Chancen auf den Sieg ausrechnen. Gegen Sagan spricht die vielleicht für ihn zu einfache Zielgerade, Cavendish und Greipel gehen als Favoriten ins Rennen.
151 km
Die Strecke lädt allerdings auch zum Tempobolzen ein, die Etappe ist bis auf einen Anstieg kurz vor dem Ziel flach wie ein Teller, die Zielgerade ist bei einer länge von 800 Metern wie gemacht für die Sprinter.
161 km
Das Spitzentrio legt einen guten Stundenkilometerschnitt an den Tag, mit 46,2 Kilometern im Schnitt sind die ersten Drei im Moment unterwegs.
171 km
Das Peloton scheint die drei Angreifer ziehen zu lassen, fast vier Minuten Vorsprung haben sie schon herausgefahren.
181 km
Die ersten Ausreißer machen sich kurz nach Rennstart auf in die Ferne. Kevin Ledanois (Fortuneo-Samsic), der aus der Region stammt, Landsmann Jerome Cousin (Direct Energie) und Yoann Offredo (Wanty - Groupe Gobert) bilden das rein französische Trio an der Spitze.
191 km
Während das Feld losrollt, blicken wir auf den Grand Depart der diesjährigen Tour. Noirmoutier-en-l'Ile, gelegen an der Atlantikküste in der Vendée, verfügt nicht nur über eine wunderschöne Burg, sondern auch über eine der wenigen Straßen, die bei Flut komplett mit Wasser bedeckt und nicht befahrbar sind. Bereits 2011 startete die Tour von diesem historischen Ort aus, Philippe Gilbert schnappte sich damals Gelb und den Etappensieg.
201 km
Genug der langen Vorrede. Auf geht's in die Tour de France 2018!
vor Beginn
Wer ein wenig Geld auf einen Außenseiter setzen möchte, der ist bei Fahrern wie Adam Yates oder Rigoberto Uran gut beraten. Auch interessant: Der slowenische Ex-Skispringer Primoz Roglic feiert seine Premier bei la Grande Boucle und hat sich in diesem Jahr bei einwöchigen Etappenrennen bereits in guter Verfassung gezeigt.
vor Beginn
Das Favoritenfeld hat ansonsten die üblichen Verdächtigen im Gepäck: Lokalmatador Romain Bardet, Vincenzo Nibali, Richie Porte oder auch Tom Dumoulin können sich Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen, auch wenn Froome der Tour-Favorit bleibt.
vor Beginn
Allerdings scheint die Konkurrenz bei dieser Tour, die Froome als "größte Herausforderung" seines Lebens bezeichnet, größer zu sein als in den Vorjahren. Kletterspezialist Nairo Quintana (Movistar) hat ein exzellentes Helferteam an seiner Seite und profitiert von den wenigen Zeitfahrkilometern dieser Tour: Neben einem 35 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren in Cholet warten nur 31 Kilometer Einzelzeitfahren auf die Teilnehmer. Ein Wettbewerb, indem Froome in den Vorjahren seine Gesamtsiege jeweils manifestierte.
vor Beginn
Unabhängig von Froomes Doping-Gerüchten - wir müssen uns in diesem Fall mit der Entscheidung des Radsport-Weltverbandes UCI anfreunden - könnte dem Sky-Fahrer Historisches gelingen: Nach Marco Pantani 1998 könnte er der erste Fahrer werden, der das Double aus Tour und Giro d'Italia in einem Jahr für sich entscheidet. Mit Tour und Vuelta hat Froome bereits im Vorjahr gezeigt, dass er zwei der drei großen Rundfahrten in einem Jahr gewinnen kann.
vor Beginn
Natürlich liegt der mediale wie sportliche Fokus auf Christopher Froome. Der in Kenia geborene Brite hat erst in letzter Sekunde die Starterlaubnis für die Tour bekommen, nachdem ein positiver Doping-Test bei der vergangenen Vuelta für Aufsehen gesorgt hatte. Dennoch darf der viermalige Sieger der Tour de France heute in Noirmountier-en-l'Ile an den Start gehen - es bleibt ein fader Beigeschmack.
vor Beginn
Während in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft so langsam in die heiße Phase geht, begegnen wir in Frankreich einem ganz anderen sportlichen Groß-Event: La Grande Boucle, das berühmteste Radrennen der Welt, steht an. Begleiten Sie uns auf dem Weg nach Paris. Salut und allez!
vor Beginn
Herzlich willkommen zur 1. Etappe der Tour de France, die über 201 Kilometer von Noirmoutier-en-l'Ile nach Fontenay-le-Comte führt.
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19