Trash-Talk zwischen SK und den AllStars

Von Jan-Hendrik Böhmer
Donnerstag, 11.09.2008 | 19:22 Uhr
Das Highlight des Abends war das Heimspiel des Abends. Die Lokalmatadoren TBH wollten ihren Sieg von Stuttgart wiederholen
© turtle entertainment

Das dritte Intel Friday Night Game der 13. ESL-Pro-Series-Saison startet in der Münchner Tonhalle: Und schon vor dem Start geht es heiß zur Sache. Die Spieler von SK-Gaming und den eSportBL AllStars liefern sich ein hartes Wortgefecht.

Beide Teams sind mit mehreren Nationalspielern bestückt und die AllStars (aktuell Platz drei) peilen bereits in ihrer ersten EPS-Saison die Finalteilnahme an. "Seit unserer Gründung haben wir nur ein Ziel: SK als EPS-Sieger abzulösen", sagt Team-Manager Marco "rheuma.Kai" Behrens. "Wir werden alles dafür geben, um schon auf diesem IFNG ein Zeichen zu setzen."

Kleine Sticheleien inklusive. "SK hat einen Vorteil", so Behrens ironisch. "Ein Papiertaschentuch-Hersteller ist seit der WCG Partner einiger Spieler. Denn die Fans der besten FIFA-Spieler haben gesehen, dass sich ihre Idole nach Niederlagen die Tränen abtupfen müssen. Und Gerüchten zufolge soll ja nach dem Spiel in München eine eigene SK-Taschentuchkollektion vorgestellt werden", lästert Behrens.

Schellhase schlägt zurück

Daniel „hero“ und Dennis „styla“ Schellhase haben natürlich etwas dagegen. Sie möchten mit dem derzeit fünftplatzierten Team SK-Gaming den Titelgewinn der Vorsaison wiederholen. Und die Herausforderung zum Trash-Talk nimmt Dennis gerne an.

"Team Reich & Schön gegen die Bewohner aus dem armen Bereich", sagt er über das Duell mit den der Insolvenz bedrohten AllStars. "Wir werden also mit Peter Zwegat bewaffnet anreisen, um wenigstens unsere drei Punkte mitzunehmen. Denn wenn man den EPS-Titel verteidigen will, muss man hier klar gewinnen. Und genau das wollen und werden wir tun."

Meister oder Abstieg?

Doch genug Trash-Talk. Anschließend messen sich Alternate und Speedlink in Counter-Strike:Source. Alternate konnte bislang dreimal den Titel gewinnen. Und auch jetzt rechnet alles mit einem Sieg.

"Mit den letzten drei Partien haben wir einen guten Saisonstart hingelegt und werden natürlich alles dafür tun, damit unsere Siegesserie in München nicht abreißt", erklärt Alternate-Teammanager Marek "eSca" Giebel. "Besonders, weil wir am Freitag die erste Chance haben, uns in dieser Saison auch offline und vor Publikum zu beweisen."

Für das Team Speedlink geht es nach nur einem Sieg aus drei Spielen hingegen darum, nicht auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. "Dennoch freuen wir uns wirklich sehr, in München zu spielen, da 80 Prozent unseres Stamm-Lineups um München herum angesiedelt ist."

Heimvorteil für TBH

Das Highlight des Abends ist aber ohne Zweifel das "Counter-Strike 1.6"-Match zwischen dem Taufkirchener Team TBH.eSports und dem amtierenden deutschen Meister mousesports, der den Titel bereits sechs Mal erringen konnte. In der laufenden Saison belegt das Team den zweiten Platz. TBH-eSports ist mit Platz vier ebenfalls auf Finalkurs.

TBH|todiJ im Interview: David gegen Goliath in München

"Es wird ein schweres Spiel", sagt deshalb mousesports-Teammanager Andreas "andreas_N" Noack. "Die Fans von TBH werden die Halle zum Beben bringen und versuchen uns zu schlagen. Die Bayern sind einer der schwersten Gegner in der Saison. Aber wir reisen nicht dorthin, um zu verlieren. Wir wollen einen weiteren Schritt für das Finale machen."

Doch auch TBH hat ernsthafte Sieg-Ambitionen. "Wir sind höchst motiviert und wollen unseren Fans natürlich einen heißen Kampf bieten", sagt Spieler Hannes "Hanso" Dunkel. "Natürlich sind wir klarer Underdog, aber trotzdem rechnen wir uns auf de_train gute Chancen aus und hoffen, dass sich bei mouz nach der Klatsche gegen MYM eine Art psychische Spätfolgen entwickelt haben."

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