Donnerstag, 10.07.2008

DFC

Fortuna endgültig in der NRW-Liga

Duisburg - Am Donnerstagabend um 19.45 Uhr war der erste Aufstieg von Fortuna Köln seit 35 Jahren perfekt. Als letzte Instanz wies das Verbandsgericht des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) den Einspruch des VfL Leverkusen gegen die Nichtzulassung zur NRW-Liga zurück. Als Zweiter rückt Fortuna Köln nun nach.

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© sebastian flügel

"Das ist natürlich nach den langen Wochen eine Befreiung für uns. Jetzt können wir mit voller Kraft loslegen", freute sich Fortuna-Manager Frank Klemmer über die Entscheidung.

Der VfL hätte jetzt nur noch die Möglichkeit, vor einem Zivilgericht zu klagen. Ob der Verein diesen Schritt tun will, dazu wollte sich Präsident Erhard Gipperich auf Anfrage von SPOX.com nicht äußern.

Da das Verbandsgericht die letzte sportgerichtliche Instanz ist, ist das Urteil allerdings unanfechtbar, das heißt, der VfL könnte höchstens erreichen, noch zusätzlich in die NRW-Liga eingegliedert zu werden.

Viel Arbeit für Klemmer

Damit dürfen die Fortuna-Spieler pünktlich zum Trainingsauftakt am Freitag, 11. Juli, den Aufstieg in die NRW-Liga feiern. Auf Manager Klemmer kommt in den nächsten Tagen deshalb viel Arbeit zu: "Jetzt müssen wir natürlich alle Verträge unter Dach und Fach bringen, damit der Kader für die neue Saison möglichst bald steht." Am 17. August ist bereits Spielbeginn in der neu gegründeten NRW-Liga.

Für das Verbandsgericht war das Urteil klar. "Der VfL Leverkusen hat es verpasst, bis zum 15. April, 15.30 Uhr alle Unterlagen zu wirtschaftlichen Zulassung einzureichen", erläuterte der Vorsitzende Heinz-Hubert Werker.

Zwar hatten die Leverkusener in letzter Sekunde aufgrund einer seit Juni 2007 laufenden Betriebsprüfung durch das Finanzamt Leverkusen um eine Fristverlängerung gebeten. Doch das war eindeutig zu spät, befand der Verband und das Gericht stimmte dieser Auffassung zu.

"Dem Verband waren die Hände gebunden"

"Der VfL hätte sich vorher melden können, dass es Probleme gibt und nicht erst mit Ablauf der Frist. So waren dem Verband die Hände gebunden", erklärte Walter Hützen, der als Vize-Präsident den Vorstand des WFLV in Duisburg vertrat.

Auch Leverkusens Anwalt Dr. Peter Orlowski hatte nur das Argument, Gnade vor Recht walten zu lassen, nachdem deutlich wurde, dass ein vom VfL auf den 13. März datiertes Schreiben mit der Bitte um Fristaufschub erst am 14. April verschickt wurde.

Bei Fortuna geht der Blick jetzt nur noch nach vorn. Nach dem ersten Training am Freitag steht für Trainer Matthias Mink und seine Mannschaft schon sechs Tage später das erste Highlight auf dem Programm. Am Mittwoch, 17. Juli tritt die Fortuna auf Norderney zu einem Test gegen Bundesligist Werder Bremen an.

Und wenige Wochen später heißen dann in der NRW-Liga die Gegner Schwarz-Weiß Essen, Westfalia Herne oder Ex-Bundesligist SG Wattenscheid 09.

Dirk Burkhardt

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