Mittwoch, 02.02.2011

Die SPOX-Blogschau

Die hässlichsten Torwarttrikots aller Zeiten

Für diese Blogschau-Ausgabe empfehlen wir dringend die Einnahme von Augentropfen und Schmerzmitteln. Uli Stein an sich ist schon hart. Uli Stein in den Farben einer explodierten Leuchtstoffröhre? Kaum auszuhalten. Luft anhalten, runterscrollen, sich endlich wieder wie ein Mann fühlen...

Uli Stein versucht auf diesem Bild zu lächeln - doch er sah die eigene Reflektion in der Kamera...
© Getty
Uli Stein versucht auf diesem Bild zu lächeln - doch er sah die eigene Reflektion in der Kamera...

Die Ente bleibt draußen!

"Doktor Müller-Wiese: Herr Müller-Robben, es wäre ja immerhin denkbar, dass es gewisse Argumente gäbe, die dafür sprächen, jetzt Wasser einlaufen zu lassen oder den Ball vor dem Tor auch mal abzuspielen.

Herr Müller-Robben: Wie wollen Sie das beurteilen?

Doktor Müller-Wiese: Mein Gott, ich bade ja nicht zum ersten Mal, und überhaupt habe ich bei der WM 2010 auch eine gute Rolle gespielt.

Herr Müller-Robben: So?

Doktor Müller-Wiese: Und nach meiner Erfahrung ist eben ein warmes Wannenbad mit Wasser zweckmäßiger als ohne. Und ich will auch mal den Ball haben vorm Tor...

Herr Müller-Robben: Das ist Ihre ganz persönliche Meinung, Herr Doktor Müller-Wiese. Aber man darf ja wohl noch anderer Ansicht sein.

Doktor Müller-Wiese: Ach, was.

Herr Müller-Robben: Sie können Sich in meiner Wanne eine eigene Meinung überhaupt nicht leisten.

Doktor Müller-Wiese: Herr Müller-Robben!

Herr Müller-Robben: Herr Doktor Müller-Wiese! Ich lasse jetzt das Wasser ein, wenn Sie mich höflich darum bitten. Und vielleicht spiele ich auch mal wieder ab, wenn Sie auch wirklich freistehen...

Doktor Müller-Wiese: Bitte.

Herr Müller-Robben: Höflich.

Doktor Müller-Wiese: Höflich.

Herr Müller-Robben: Na, also."

FANartisch: Herr Müller-Robben!

 

Entwarnung: Hier geht es nicht um Greuther Fürth

"Sicher - Matze, Hermann und ich waren noch keine offiziellen Mitglieder, sollten erst gewählt werden, und doch wunderte ich mich ein wenig, dass wir nicht auf der Liste standen. Auf meine Nachfrage hin deutete er auf eine kleine Kritzelei in der Ecke seines Blattes: "Doch, natürlich hab ich Euch aufgeschrieben - da oben, das Kleeblatt, das seid Ihr."

Kleeblatt. Ich war etwas verwirrt. Sprachlos, um genau zu sein. Und doch hatte er nicht unrecht. Wir waren tatsächlich jahrelang unzertrennlich gewesen, damals, und auch jetzt hingen wir noch oft und gerne zusammen herum. Damals aber waren wir nicht herum gehangen. Wir hatten Fußball gespielt. Auf der Straße. Im Garten. Auf dem Schulhof. Auf dem Bolzplatz."

Angedacht: Kleeblatt

 

Lose-Lose-Situation

"Die Bedeutung des Revierderbys Leuten beizubringen, die das nicht kennen ist fast ausgeschlossen. Nicht-Fußball-Fans ja eh, aber auch Fans anderer Vereine können das schwer nachvollziehen. Am selben Spieltag findet ja auch das Hamburger Stadtderby statt, aber das lässt sich von der Bedeutung her nicht vergleichen. [...] Klar, für den harten Kern ist das kein Unterschied. Für die ist die Bedeutung genauso groß wie für uns. Aber was einfach fehlt ist, dass die Luft brennt. Diese Gefühl, dass das Derby alles und jeden überlagert, ob er will oder nicht.

Aber dieses Jahr ist alles anders. Die Blauen diskutieren nur über die Höhe ihrer Niederlage und die üblichen Pöbeleien gegen uns sind doch kaum zu finden. Wo sollen die auch Selbstbewusstsein her nehmen? Derby paradox. Aber genau das macht mir eben Angst. Die Fallhöhe für uns ist gigantisch. Wenn wir verlieren brennt bei uns der Baum und die Pack feiert ohne Ende. Ein Sieg macht bei denen alles wett. Die Vorstellung am Freitag zu verlieren macht mir irre.

Hamburg Schwarz-Gelb: Derby paradox

 

Die 20 hässlichsten Torhütertrikots aller Zeiten

"Uli Stein played with distinction in three different decades, claiming six caps for Germany (West Germany, at the time). He was part of a golden generation of German goalkeepers, led by Toni Schumacher and including such names as Eike Immel, Raimond Aumann, Bodo Ilgner, and Andreas Kopke. He also wore some of the ugliest kits ever."

The Goalkeepers' Union: The 20 Ugliest Goalkeeper Jerseys in History, Part II

 

Pinola und seine Oglahila

"Wer sich mal richtig aufregen möchte - Herr Nedfuller hat wie jedes Spiel die Statistiken bemüht. Ich kann mir das nicht angucken, mir wird davon schlecht. 7 Torschüsse in 90 Minuten? Möchte mal jemand umrechnen, was der HSV dann pro Torschuß an Gehalt zahlt..? Ich vermute ja, daß wir dem HSV alle Unrecht tun. Es liegt nicht daran, daß die nicht wollten oder konnten. Vermutlich hat man einfach vergessen, ihnen bei der Platzbegehung zu zeigen, wo die Tore stehen. Und ehe sie sich im großen Easy-Credit-Stadion auf der Suche verlaufen... Sprechen wir lieber von was lustigem. Pinolas Frisur, zum Beispiel. Wie heißt das, was er da trägt? Oglahila? (Oben Glatze, hinten lang)"

Pleitegeiger: Wenn der Glubb a Depp is - was ist dann der HSV?

 

ABC-Schützen

"Am Freitagmittag las ich die Meldung, dass der Blackpool FC zur Zahlung von 25.000 Pfund verdonnert wurde, weil Coach Ian Holloway bei einem Ligaspiel im November gegen Aston Villa seine Mannschaft im Vergleich zur Partie am vorhergehenden Spieltag auf zehn Positionen verändert hatte. Da muss der Trainer aber mächtig wütend gewesen sein, oder es gab ein großes Verletzungspech. Jedenfalls wurde diese stark ausgeprägte Rotation so interpretiert, dass Holloway nur eine "B-Mannschaft" auf das Feld brachte. Okay, das ist vielleicht nicht ganz fair, dachte ich mir, aber wo ist dabei das Problem? Seit wann ist vorgeschrieben, die beste Mannschaft auf das Feld zu stellen? Vor allen Dingen: Wer legt fest, was gerade die beste Mannschaft ist? Müsste dann nicht jeder Verein bestraft werden, der einen Leistungsträger für eine Partie suspendiert, weil er sich falsch verhalten hat?"

Abenteuer Fußball: Bock der Woche (30)

 

Niemals 2kampf!

"Der Abpfiff des Schiedsrichters, der auch heute nicht seinen besten Tag hatte, verbunden mit der neuerlichen Niederlage sorgte für jede Menge Frust und Ernüchterung. Nicht nur, dass wir soeben das kleine Baden-Württemberg-Derby verloren hatten, wir hatten auch 3 Punkte liegen lassen, die am Ende der Saison so wichtig sind. Punkte wie diese entscheiden letztendlich über Abstieg oder Klassenerhalt, nur einem davon sind wir ein deutliches Stück näher gekommen.

Sehenden Auges aber mit leerem Blick starrte ich aufs Spielfeld, als die Mannschaft zur Kurve kam breiteten wir unsere Arme aus als wollten wir sagen "Was jetzt?". Fest steht eines, dass eine schön anzusehende Schalparade mit der Aufschrift "Niemals 2. Liga!" nicht unbedingt heißt, dass die Mannschaft den Kampf auch annimmt. Das Spiel wurde bereits in der 1. Halbzeit verloren, und wer die Fähigkeit, im richtigen Moment einzunetzen, vermissen lässt, darf sich auf Unmut und stürmische Zeiten gefasst machen."

my life. my love. my blog: Niemals 2. Liga! Ganz sicher?

 

Schwach auf der Brust: Der Bayernkader

"Die Tatsache das wir scheinbar an Ivo Illicevic dran waren spricht Bände, wäre mal wieder so ein Alibi-Transfer gewesen der uns nicht weiter bringt. Genauso wie Weis (Hoffenheim), den Hoeneß  letzten Sommer holen wollte. Das Problem ist, man kann sich wahrscheinlich nicht mal bei den Amateuren bedienen im Notfall. Erstens scheint dort gerade kein Talent like Müller und Badstuber rumzulaufen (wäre sonst schon lange im erweiterten Kader gewesen) und zweitens brauchen die jeden Mann um den Klassenerhalt in Liga drei zu schaffen. Klar, die Profis gehen vor, aber für unsere Jugendabteilung ist es enorm wichtig die 3. Liga zu halten!

Es bleibt ein Tanz auf der Rasierklinge! Was in diesem Zug noch unverständlicher erscheint, warum etliche Spieler falsch eingesetzt werden? Dadurch schwächt man sich doch nur selbst. Tymoshchuk ist mehr schlecht als Recht in der Innenverteidigung und Schweinsteiger auf der Zehn ganz blass."

Bayern-Fansite: Die optimale Kadergröße?!

 

Silvester am Hauptbahnhof

"Selbstverständlich gibt es Grund zur Freude, das fabulöse 3:0 gegen den FC Kölle mit 29:3 Torschüssen ist ein Ding -und ich war nicht dabei. Ok, Schwamm drüber, gönne allen Dabeigewesenen die Euphorie, das Feiern und pipapo.

Aber insgesamt bin ich angenervt. Von den Nickeligkeiten drumrum. Diese Kölner Fans, die meinten, auf dem Hauptbahnhof schon mal Silvester 2011 zu proben und von den Kölnern Forianern, die selbst den Videoaufnahmen eine presseseitige Übertreibung unterstellen und meinen, es sei alles ok. Ausschreitungen gegenüber der Polizei gab es natürlich auch nicht, alles von der Polizei erfunden. Wie mir diese Schönrederei auf die Nerven geht - mir fehlen da wirklich die passenden Worte.

Als nächstes wird dann wieder rumgeheult, wenn es Sicherheitsspiele gibt und kein alkoholhaltiges Bier, weil irgendwelche Knallschoten wieder Rauch im Block als Bestandteil ihrer Fanrechte sehen. Ich habe bisher fast ausschließlich gute Erfahrungen mit Kölner Fans gemacht, wobei das wohl daran liegt, dass ich mich von den einschlägigen Kreisen auch wohlweislich fernhalte, sofern ich die Möglichkeit hatte. Und Vollhonks gibt es überall, auch bei uns - jaja. Die ohnehin schon von einigen in Frage gestellte Fanfreundschaft dürfte damit auch erledigt sein. Wofür sind Fanfreundschaften überhaupt gut? Gibt es überhaupt noch "echte"? Pah."

Fabulous Sankt Pauli: Wenn ich mal eskalieren dürfte?

 

Asien-Cup - das ist keine Tassen-Nudelsuppe!.

"Bis auf die heillosen Inder haben alle 15 Teilnehmer die Grundzüge modernen Fußballs verstanden. Taktisches Verständis und Flexibilität im Positionsspiel sind bei praktisch allen teilnehmenden Teams grundsätzlich vorhanden. Bei den meisten Mannschaften gehen auch die Außenverteidigier durchaus mit nach vorne, nur die in ihrer Spielanlage generell eher vorsichtigen Kataris, die Bahrainis und jene aus den VAE hielten sich da eher zurück. Bevorzugtes System ist, wie es fast weltweit der Fall ist, verschiedene Variationen des 4-2-3-1 bzw. 4-1-4-1 (Offensiv bei Japan, Südkorea und in Ansätzen bei Kuwait. Kompakt bei Usbekistan, Iran, VAE und Syrien. Eher vorsichtig bei Jordanien, Irak, Bahrain). Das herkömmliche 4-4-2 bzw. 4-4-1-1 (wie bei China, Saudi-Arabien, Indien und Nordkorea) ist auch in Asien immer mehr am Rückzug. Funktioniert hat es nur bei den konterstarken Kataris - und bei Australien. Wobei es bei den Socceroos eher die individuelle Klasse und die Erfahrung der einzelnen Spieler war, die das Team trugen. Und nicht das System."

Ballverliebt: Das war Katar 2011

 

Ein Festival der Langeweile

"Das Spiel selber war an Langeweile ebenfalls kaum zu überbieten. Natürlich, über mangelnde Torchancen konnte man sich beim 11:10-Sieg von Team Lidstrom natürlich nicht beklagen, Unterhaltung sieht meiner Meinung nach allerdings anders aus. Unterhaltsam ist ein Spiel doch insbesondere dann, wenn es spannend ist und der Zuschauer am Fernsehschirm gefangen ist. Ich erinnere nur an das Finale der Handballer gestern in Schweden. Oder die letztjährige Playoff-Serie zwischen Philadelphia und Boston. Das ist Unterhaltung!

Ich jedenfalls bin froh, dass die DEL im vergangenen Jahr und hoffentlich auch in Zukunft auf diese Show-Einlage verzichten wird. Der Gastauftritt von Oliver Pocher vor zwei Jahren hat eindeutig bewiesen, wie wenig eine solche Veranstaltung mit dem Sport gemeinsam hat, den wir so gerne sehen. Es ist ein Spiel, das niemand braucht."

Eishockey-Blog: Ein Spiel, das niemand braucht

 

Was man außerdem unbedingt lesen sollte

Der traurige Abschied eines Stadions - illustriert mit wunderbaren Fotos. Das gibt's beifußball, soccer, calcio & co. Das Racingblog liest sich dagegen derzeit wie eine Infobroschüre für eine Schönheitsklinik. Im Vordergrund steht die Form von Nasen und ihrer Länge. Fritten, Fußball & Bier berichtet von einem DSDS-Format für Fußballer und Jens Weinreich von einer lesenswerten Diplomarbeit zum Thema Sportjournalismus und Doping. Zuguterletzt die Bestätigung eines uralten Sprichworts: Wer den Karimi hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

 

 

Die nächste Blogschau erscheint in einer Woche, am Mittwoch, den 09. Februar. Alle früheren Ausgaben finden Sie im Blogschau-Archiv oder unter http://www.spox.com/blogschau

 

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Max-Jacob Ost

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