Tennis

Österreichs Davis-Cup-Kapitän Koubek: "Dennis Novak hat die Nase vorn"

Von Nikolaus Fink
Dienstag, 11.09.2018 | 19:56 Uhr
Stefan Koubek wird wohl Dennis Novak im zweiten Einzel aufstellen
© GEPA

Im Rahmen der Pressekonferenzen vor dem Davis-Cup-Spiel Österreich gegen Australien gaben die beiden Teamkapitäne Stefan Koubek und Lleyton Hewitt Einblicke in das jeweilige Befinden ihrer Mannschaften.

Beim österreichischen Team wartet man noch auf Superstar Dominic Thiem. Der US-Open-Viertelfinalist wird am Dienstagabend oder Mittwochvormittag zu den Österreichern stoßen und sich ab dann akribisch auf das Einzel am Freitag vorbereiten. Wer das zweite Match bestreiten wird, ist noch nicht ganz geklärt.

Dennis Novak Favorit für das zweite Einzel

Momentan hat Dennis Novak die besseren Karten. "Über das gesamte Jahr gesehen hat Dennis die besseren Ergebnisse als Gerald Melzer erzielt. Sand ist aber Geralds Lieblingsbelag, deshalb habe ich mich noch nicht ganz entschieden. Derzeit hat Dennis aber die Nase vorn", so Koubek. Eine endgültige Entscheidung ist für Mittwochabend zu erwarten.

Ausschlaggebend dafür werden die Trainingsleistungen am Grazer Sandplatz sein. Allgemein sei der Court in einem sensationellen Zustand, gepaart mit der herausragenden Organisation dürfen die Steirer sich auf ein Tennisfest freuen. "Es ist eine 50:50-Partie. Der Heimvorteil kann entscheidend werden", sagt Koubek.

Bittere Ausfälle auf beiden Seiten

Einziger Wermutstropfen sei laut dem österreichischen Teamkapitän der Ausfall des Entertainers Nick Kyrgios, der mit seiner extrovertierten Art die Zuschauer auf der ganzen Welt in seinen Bann zieht. "Der zügige Belag und der hohe Ballabsprung wären ihm sicher zugute gekommen. Daher ist sein Ausfall sicher nicht so schlecht, auch wenn die Australier dennoch ein gutes Team haben", erklärt Koubek.

Auf der österreichischen Seite fehlt Doppelspezialist Alexander Peya. "Jürgen Melzer wird ihn aber sicher adäquat vertreten." Die Aufstellung für das möglicherweise entscheidende Doppel scheint demnach bereits festzustehen. Die Routiniers Oliver Marach und Jürgen Melzer sind wohl gesetzt. Ihnen gegenüberstehen werden wohl John Peers und Playing-Captain Lleyton Hewitt.

"Ich bin von der ITF enttäuscht"

Hewitt selbst ließ bei der Pressekonferenz alle Optionen offen. "Es besteht die Möglichkeit, dass ich im Doppel spiele. Aber wir müssen den ersten Tag abwarten und dann sehen wir weiter", so der ehemalige Weltranglistenerste. In den Einzeln wird er wohl John Millman und Alex de Minaur aufbieten.

Für beide Teams geht es um einen Platz in der Weltgruppe. Dass Australien unabhängig vom Ausgang des Aufeinandertreffens in dieser mitspielen wird, konnte Hewitt nicht bestätigen. "Ich weiß genauso wenig wie ihr. Das ist ein absoluter Witz. Ich bin von der ITF enttäuscht", ließ der 37-Jährige kein gutes Haar am Weltverband.

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