Offenes Match für Thiem und Co. um die Davis-Cup-Weltgruppe gegen Australien

Von Jens Huiber
Dienstag, 10.04.2018 | 15:07 Uhr
Diese Herren haben gegen Weißrussland
© GEPA
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Österreich hat für das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Weltgruppe im Davis-Cup-Weltgruppe ein so attraktives wie aber auch nicht unlösbares Los gezogen: Den Rekord-Champion Australien.

Geht es nach der Weltrangliste, dann müsste das australische Team in Bestbesetzung mit Nick Kyrgios an der Spitze nach Österreich kommen. Kyrgios ist im Moment die Nummer 24 der Welt, danach klafft eine große Lücke bis zu Matthew Ebden (77). John Millman, der in Brisbane gegen Deutschland wohl das vierte Einzel gespielt hätte, folgt auf Position 89. Unter den besten 100 Spielern findet sich noch Jordan Thompson (99).

Ebden hat gegen Deutschland mit John Peers das Doppel bestritten, dort gegen Jan-Lennard Struff und Tim Pütz in fünf Sätzen verloren. Nicht zu vergessen natürlich Thanasi Kokkinakis, der in Miami Roger Federer besiegte und in den Planungen von Teamchef Lleyton Hweitt immer eine Rolle spielt.

Laver Cup droht

Allerdings: Eine Woche nach der Davis-Cup-Partie in Österreich steht der Laver Cup auf dem Programm. Nick Kyrgios wurde dort vor wenigen Wochen bereits als erster Spieler präsentiert. Es darf zumindest angezweifelt werden, dass der Mann aus Canberra die Flugroute New York City - Wien (zumindest als Zielflughafen) - Chicago antut. Andererseits stand Dominic Thiem bei der Erstauflage in Prag 2017 auch im europäischen Team, eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

Alex de Minaur schließlich, der zu Jahresbeginn Alexander Zverev am Rande einer Niederlage hatte, liegt in den aktuellen ATP-Charts als 114. einen Platz hinter der österreichischen Nummer zwei Gerald Melzer.

Thiem mit positiver Bilanz

Aus Sicht der Gastgeber ist indes zu hoffen, dass Dominic Thiem, wie schon 2017, nach den US Open für Österreich antreten wird. Damals war Thiem gegen Rumänien mit zwei Einzel-Siegen am souveränen 4:1-Erfolg beteiligt, ebenso wie beim 5:0 gegen Weißrussland.

Die Anzahl der Vergleiche mit den potenziellen australischen Gegnern fallen für Thiem spärlich aus: Ein Match gegen Kyrgios hat es gegeben, 2015 in Nizza, da musste der Australier aufgeben. Gegen Millman und de Minaur hat Thiem jeweils bei den US Open gespielt, beide Matches gewonnen.

Die Ergebnisse von Dominic Thiem gegen potenzielle australische Gegner

GegnerATP-NummerTurnierSiegerErgebnis
Nick Kyrgios (Bilanz 1:0)14Nizza 2015 (Sand)Thiem4:3 w.o.
Matthew Ebden (0:0)77-
John Millman (2:0)89US Open 2016 (Hartplatz)Thiem6:3, 2:6, 5:7, 6:4, 6:3
Cincinnati 2016 (Hartplatz)Thiem7:5, 6:1
Jordan Thompson (1:0)99Australian Open 2017 (Hartplatz)Thiem6:2, 6:1, 6:7 (4), 6:4
Alex de Minaur (1:0)114US Open 2017 (Hartplatz)Thiem6:4, 6:1, 6:1
Thanasi Kokkinakis (0:0)146-

Erster Sieg in Davis-Cup-Weltgruppe

An australische Gäste, die sich in Österreich auf Sand (dies strebt der ÖTV an - die Suche nach einem Austragungsort hat schon begonnen) versuchen, gibt es übrigens beste Erinnerungen. 1989 gab es im Ferry-Dusika-Stadion den ersten Sieg für Rot-Weiß-Rot in der Davis-Cup-Weltgruppe überhaupt - gegen Australien. 5:0 behielten die Österreicher die Oberhand. Horst Skoff besiegte zum Auftakt Pat Cash, Thomas Muster folgte mit einem Triumph über Mark Woodforde.

Die eigentliche Sensation war aber der Sieg von Muster und Alexander Antonitsch im Doppel gegen die favorisierten Pat Cash und John Fitzgerald in fünf Sätzen. In Runde zwei war für Österreich dann Schluss. Gegen Schweden. Und ohne Thomas Muster, der in Key Biscayne seine schwere Knieverletzung erlitten hatte.

Österreich gegen Australien im Davis Cup in der Weltgruppe

JahrAustragungsortÖsterreichAustralianErgebnis
2005Sydney (Endstand 5:0 AUS)Alexander PeyaLleyton Hewitt2:6, 3:6, 4:6
2005SydneyJürgen MelzerWayne Arthurs6:7 (5), 2:6, 4:6
2005SydneyKnowle/MelzerArthurs/Woodbridge6:4, 3:6, 6:2, 4:6, 5:7
2005SydneyMarco MirneggTodd Woodbridge3:6, 6:4, 5:7
2005SydneyAlexander PeyaChris Guccione3:6, 4:6
1989Wien (Endstand 5:0 AUT)Horst SkoffPat Cash7:6 (1); 7:5, 6:3
1989WienThomas MusterMark Woodforde6:4, 6:7 (4), 6:2, 6:3
1989WienMuster/AntonitschCash/Fitzgerald6:3, 7:6 (4), 3:6, 3:6, 6:2
1989WienHorst SkoffMark Woodforde2:6, 6:4, 6:2
1989WienThomas MusterPat Cash6:2, 6:0

Stefan Koubek, der österreichische Davis-Cup-Kapitän zeigte sich jedenfalls zufrieden - er hatte sich gelich nach dem Sieg in Moskau ein Heimspiel gewünscht. "Wenn man die Rankings anschaut, wird es schwer, gegen Australien zu gewinnen", wird Koubek in einer Presseaussendung des ÖTV zitiert. "Aber mit der Euphorie, die in Russland entstanden ist, ist alles möglich."

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