Davis Cup: Nach Moskau mit Edel-Joker Jürgen Melzer

Von Pressemitteilung
Dienstag, 27.03.2018 | 14:52 Uhr
Jürgen Melzer ist Österreichs Ass im Ärmel
© GEPA
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Jürgen Melzer hat sich fit gemeldet. Der 36-Jährige bildet mit Ofner, Novak, Oswald und Weissborn jenes Daviscup-Team, mit dem Kapitän Stefan Koubek in Russland überraschen möchte.

Nach dem 5:0 gegen Weißrussland in St. Pölten, muss die österreichische Daviscup-Mannschaft in der zweiten Runde der Europa/Afrika-Zone I am 6. und 7. April gegen Russland antreten. Gelingt in Moskau ein Sieg, wird im September in der Relegation um den Aufstieg in die Weltgruppe gespielt. Mit einer Niederlage wiederum wäre das Jahr für die Tennis-Nationalmannschaft beendet. Im direkten Duell der beiden Länder führt Russland 2:1, zuletzt siegte Rot-Weiß-Rot 2012 in Wiener Neustadt in der ersten Runde der Weltgruppe 3:2, die Punkte holten Jürgen Melzer (2) und Andreas Haider-Maurer.

Am Dienstag gab Stefan Koubek den Kader bekannt. Aufgrund der Modus-Änderung (zwei statt drei Tage, jedes Match auf nur zwei Gewinnsätze) durfte der Kapitän fünf Spieler nominieren, es sind dies Sebastian Ofner, Dennis Novak, Jürgen Melzer sowie die Doppel-Spezialisten Philipp Oswald und Tristan-Samuel Weissborn.

Dominic Thiem fehlt verletzt

Der Weltranglisten-Siebente Dominic Thiem musste wegen seiner Knöchelverletzung passen. Gerald Melzer, der in St. Pölten auf Sand zwei Punkte beigesteuert hatte, fehlt ebenso auf eigenen Wunsch wie Andreas Haider-Maurer - beide rechnen sich auf Hartplatz gegen die starken Russen keine Chancen aus. Australian-Open-Champion Oliver Marach sagte aus privaten Gründen ab, Alexander Peya möchte sich auf sein Doppel-Ranking konzentrieren.

Koubek sieht sein Team in der Außenseiterrolle. Viel werde aber davon abhängen, in welcher Besetzung die Russen tatsächlich antreten (Kader heute ab 16 Uhr unter www.daviscup.com). Immerhin stehen vier Spieler in der Weltrangliste in den Top-100. Zum Vergleich: Sebastian Ofner, die österreichische Nummer 1, ist derzeit 142. Dazu kommt, dass der 21-jährige Steirer noch nie im Daviscup angetreten ist und heuer erst ein Match auf ATP-Level gewonnen hat.

"Sebastian war schon drei Mal im Kader, kennt das Drumherum. Er wird sich dem Druck vor Ort stellen müssen. Das ist ihm voriges Jahr in Wimbledon und in Kitzbühel hervorragend gelungen, wo er Top20-Spieler geschlagen hat." Novak, 24, weist in der Nationalmannschaft eine Bilanz von 2:2 auf, beim Sieg in St. Pölten zeigte die Nr. 205 das große Potenzial. "Dennis hat einen guten Saisonstart hingelegt, er konnte sich in Australien für den Hauptbewerb qualifizieren. Auf Hartplatz kann er den Russen weh tun, vor allem, weil im Best-of-Three alles sehr schnell gehen kann", sagt Koubek.

Im Doppel ist Philipp Oswald gesetzt, neben ihm dürfte Tristan-Samuel Weissborn debütieren. Der 26-jährige Wiener hat sich auf Position 107 der Welt vorgearbeitet.

Jürgen Melzer feiert Comeback

Besonders freut sich Koubek, dass die Youngsters Unterstützung von Jürgen Melzer bekommen werden. Der 36 jährige Niederösterreicher, der sein bisher letztes Turniermatch Anfang Juli in der ersten Qualifikationsrunde von Wimbledon gespielt hatte und Anfang Oktober am Ellbogen operiert wurde, startete diese Woche sein Comeback beim Challenger in Marbella. In Moskau könnte der österreichische Daviscup-Rekordspieler sein 73. Match bestreiten.

"Man muss natürlich schauen, wie er sich fühlt, ob körperlich alles passt", sagt Koubek. "Er kann uns mit all seiner Erfahrung, mit seinem riesigen Kämpferherz, im Einzel und Doppel helfen." Der Kärntner wird Ofner, Novak und Melzer im Training genau unter die Lupe nehmen. "Wenn Jürgen unglaublich drauf ist, kommt er natürlich als Edel-Joker in Betracht."

Der neue ÖTV-Präsident Werner Klausner hofft auf eine Überraschung in Moskau. "Russland ist eine Top-Tennisnation und hat aktuell vier Spieler in den Top 100. Unser, zum großen Teil, sehr junges Team kann dort enorm viel an Erfahrung sammeln. Aber im Sport ist sehr viel möglich, und der Druck des Favoriten liegt bei Russland."

ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda wird die rotweißrote Delegation nach Russland begleiten. "Ich würde mir wünschen, dass die Burschen die Hürde nehmen und wir uns im September noch einmal zeigen können, am liebsten vor Heimpublikum, wenn es um den Aufstieg in die Weltgruppe geht. Aber die Aufgabe in Moskau wird alles andere als leicht."

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