Dienstag, 10.01.2017

Gerald Melzer ringt bei ATP-Challenger in Canberra Nummer 634 der Welt nieder

Um 2 Punkte am Auftakt-Aus vorbei

Gerald Melzer kämpft sich beim ATP-Challenger in der australischen Hauptstadt gegen einen 19-jährigen Herausforderer durch und steht in der Runde der letzten 16.

Gerald Melzer schrammt beim ATP-Challenger in Canberra nur haarscharf am Aus vorbei
© getty
Gerald Melzer schrammt beim ATP-Challenger in Canberra nur haarscharf am Aus vorbei

So knapp liegt's heutzutage im Herrentennis beisammen. Im Achtelfinale des ATP-Turniers in Doha hatte er dem Weltranglisten-Ersten Andy Murray beim 6:7 (6), 5:7 alles abverlangt. Nur sechs Tage danach wäre für Gerald Melzer beinahe die Nummer 634 der Welt ein Stolperstein geworden. Doch der 26-Jährige hat beim ATP-Challenger in Australiens Hauptstadt, Canberra im Südosten des Landes, mit großer Mühe eine Erstrunden-Niederlage abwenden können. Der zweitgesetzte Niederösterreicher (ATP 84) zwang beim 75.000-US-Dollar-Hartplatzevent den 19 Jahre jungen Australier Daniel Nolan (ATP 634) nach 2:34-stündigem Kampf mit 4:6, 7:5, 7:6 (6) in die Knie. Österreichs Nummer zwei trennten im Tiebreak des dritten Abschnitts nur zwei Punkte vom Auftakt-Aus. Nun geht's im Achtelfinale gegen Aufschlaggeschwindigkeits-Weltrekordhalter Sam Groth (ATP 179), der 29-jährige Australier besiegte den Inder N. Vijay Sundar Prashanth (ATP 563) ebenso erst nach beinhartem, 2:39-stündigem Kampf mit 6:7 (1), 7:6 (8), 6:3.

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Melzer war gut in die Partie gestartet, breakte Nolan sogleich nach vier Gamebällen bei seiner vierten Chance, doch vergab bei 2:0 und 15:40 zwei Gelegenheiten zum Doppelbreak, musste darauf bei 3:2 nach 40:15 und bei 4:5 zu null den Aufschlag hergeben. Im zweiten Satz ließ er keine Breakbälle gegen sich zu, jedoch seinerseits zunächst fünf liegen: einen bei 2:2, drei bei 3:3 und 0:40, einen bei 5:5. Ehe ihm das Break zum 6:5 glückte, das er nach 0:30 ausservierte. Ein dritter Durchgang musste also her, dort war es Melzer, der mehrmals die Vorentscheidung verabsäumte - ein 1:0 und 30:0 bei eigenem Service, je eine Breakmöglichkeit bei 2:2 und 3:3 reichten nicht aus, ein nach 2:3-Rückstand erspieltes 6:3 im finalen Tiebreak gleichfalls nicht. Erst ein Schlagfehler von Nolan beim vierten Matchball ließ den Deutsch-Wagramer letztlich erleichtert aufatmen. Während sein Gegner alle drei Breakbälle verwertete, nützte Melzer nur drei von 15 - dennoch gab es ein Happy End.

Oswald gewinnt Österreicher-Duell

Im Doppel war Melzer indes kein Erfolgserlebnis vergönnt. Er verlor in der ersten Runde mit dem Deutschen Mats Moraing das Österreicher-Duell gegen den Vorarlberger Philipp Oswald und den US-Amerikaner James Cerretani nach Satzführung noch mit 7:6 (6), 3:6 und 4:10 im Match Tiebreak. Cerretani/Oswald erwarten im Viertelfinale nun die zwei Argentinier Carlos Berlocq und Andres Molteni.

Hier die Ergebnisse aus Canberra: Einzel, Doppel, Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

Gerald Melzer im Steckbrief

Philipp Oswald im Steckbrief

Manuel Wachta

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Manuel Wachta

Manuel Wachta(Redaktion)

Manuel Wachta, Jahrgang 1985, ist seit 2003 Sportjournalist und schreibt seit der ersten Stunde für tennisnet.com. Aufgewachsen in Wien, absolvierte er nebenberuflich den Universitätslehrgang Sportjournalismus in Salzburg-Rif (Abschluss als akademischer Sportjournalist) und ist seit Kindertagen begeisterter Hobbytennis- und seit Ende der 90er-Jahre Mannschaftsmeisterschafts-Spieler. Der "weiße Sport" ist seine ganz große Leidenschaft.

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