Tennis

RADO Day in der Wiener Stadthalle - "Da hätte ich mit der Pendeluhr einlaufen können"

Von tennisnet
Dominic Thiem ist am Donnerstag in Wien im Einsatz
© RADO

RADO ist einer der Hauptsponsoren beim ATP-World-Tour-500-Turnier in Wien. Brand Manager Peter Gauss im Gespräch mit Alexander Antonitsch, dem Turnierdirektor in Kitzbühel.

tennisnet: Herr Gauss. RADO ist einer der traditionsreichsten Sponsoren im Tennis überhaupt. Seit wann gibt es diese Verbindung mit dem Tennissport?

Peter Gauss: Eigentlich fast seit Beginn der ATP-Tour, und zwar als Titelsponsor der RADO Swiss Open in Gstaad. Das haben wir 20 Jahre lang gemacht, letztmals vor zehn Jahren.

tennisnet: warum hat sich RADO für den Tennissport entschieden? Damals und heute?

Gauss: Tennis ist eine der wenigen Sportarten, die weiblich und männlich besetzt ist. Dann ist es immer noch ein elitärer, gleichzeitig ein Sport für Jugendliche, aber auch ältere Spieler. Wir haben also eine breite Zielgruppe. Und es ist kein brutaler Sport. Und es ist kein "schwitzender" Sport, das heißt, die Profis sind selten schmutzig oder verschwitzt.

Alexander Antonitsch: Kurz gesagt: Es ist nicht Rugby.

tennisnet: Wie wichtig sind Testimonials für RADO? Vor ein paar Jahren haben Sie ja Andy Murray hier nach Wien gebracht.

Gauss: In dieser Hinsicht haben wir unser Konzept geändert, fördern jetzt die jungen Spieler. Wir versuchen, den Jungen beim Eintritt in den Profisport zu helfen. Und wenn sie dann erfolgreich sind, lassen wir sie los. Das ist aus meiner Sicht auch das bessere System. Weil Spieler brauchen das Geld, wenn sie jung sind.

"Karen Khachanov ist jetzt uhrenlos"

Antonitsch: Im Moment ist das etwa Hyeon Chung, der schon als Jugendlicher von RADO unterstützt wurde.

tennisnet: Auch Karen Khachanov ...

Gauss: Genau. der hat dann geglaubt, er bekommt einen anderen Uhrenpartner. Und ist jetzt uhrenlos.

Antonitsch: Zu unserer Zeit hatten nicht nur die Spieler Uhren, es gab auch einen ATP-Chronograph, mit den verschiedenen Farben und mit dem Tennisspieler oben. Gibt es jetzt ja auch noch. Das perfekte Weihnachtsgeschenk. Natürlich hat es für uns da einen guten Preis gegeben, und da war ich nicht der einzige Spieler, der seinem Vater einen Chronographen gekauft hat. RADO war damals die offizielle ATP-Uhr.

Gauss: Es hat auch viele Spieler gegeben, die die Badge getragen haben, wie etwa Tommy Haas.

Antonitsch: Und damals hat man auch begonnen, darüber nachzudenken, wo man beim Tennis eigentlich eine Uhr benötigt. Die Uhrzeit, die Spielzeit. Da hat es einen Schweizer gegeben, mittlerweile eine Legende im Tenniszirkus, der Herbert Breitenmoser, den sieht man heute noch bei Events auf der ATP-Tour. Ich kann mich auch erinnern, dass RADO als erstes die Aufschlagmessung bei Turnieren gemacht hat.

Gauss: Wir sehen uns ja nicht nur als Sponsor von Turnieren, sondern auch als Partner. Und wir sind dann mit den Smash-Cornern durch das ganze Land gefahren, in Österreich von einem Juwelier zum nächsten. Für uns war immer wichtig, das Turnier auch außerhalb zu begleiten.

Neugestaltung des Siegerpokals

Antonitsch: Und heuer habt Ihr Euch was ganz Besonderes einfallen lassen, für den Sieger.

Gauss: Genau. Wir haben mit unserem Designer den Siegerpokal neu gestaltet. Unten wie der Griff eines Tennisschlägers, oben Spiegelungen der Wiener Kaffeehauskultur. Und vor allem: Der letzte Ball, den der Sieger von Wien spielt, den kleben wir da ein. Und mit dem Pokal sind wir auch durch ganz getourt.

Antonitsch: Eine Möglichkeit, die Leute mitzunehmen, ist natürlich auch das ProAm-Turnier, wie wir das in Kitzbühel auch jedes Jahr machen. Auch da war RADO immer federführend. Wie auch bei der Professionalisierung der Shot Clock beim #NextGen-Finale. Aber RADO hat andererseits nie die Spieler aufgefordert, mit der Uhr zu spielen.

Gauss: Nein, das muss immer die freiwillige Entscheidung der Spieler sein. Es gibt ganz, ganz wenige, die sich da wohl fühlen. Du, Alex, hast damit gespielt auf der Senior Tour.

Antonitsch: Gut, da hätte ich auch die Pendeluhr dabeihaben können ...

Gauss: Manche fühlen sich wohl, die spielen dann damit, gerade bei den Damen wie etwa Julia Görges oder Agnieszka Radwanska. Aber die tragen natürlich auch Uhren, die weniger wiegen.

tennisnet: Am heutigen Donnerstag ist RADO-Day in der Wiener Stadthalle. Wie sieht der aus?

Gauss: Das Konzept war, dass jeder, der ein RADO-Besitzer ist, zu uns in die Boutique kommen kann und zwei Karten von uns bekommt. Und die Leute haben von sieben in der Früh bis zehn gewartet, bis die Geschäfte aufgemacht haben. Und so werden wir also mehr als 1.000 Besucher in der Stadthalle begrüßen können.

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