Franz Sterba tritt als WTV-Präsident und ÖTV-Vizepräsident zurück

Offene Vorwürfe – Sterba legt Ämter nieder

Freitag, 06.01.2017 | 22:45 Uhr
Franz Sterba zieht sich aus seinen ehrenamtlichen Funktionen im Landes- und Bundesverband zurück
© GEPA

Wurde der Druck nun doch zu groß? Der schwer belastete WTV-Präsident sowie ÖTV-Vizepräsident Franz Sterba hat den Rücktritt aus seinen bisherigen Ämtern erklärt.

Schwerwiegende Vorwürfe waren im Herbst des Vorjahres gegen Franz Sterba lautgeworden. Dem WTV-Präsidenten und ÖTV-Vizepräsidenten werden in einer durch Obmänner mehrerer Wiener Tennisklubs eingebrachten Strafanzeige statutenwidrige Geschäftsabwicklungen bzw. Handlungen zur Last gelegt. Auch wenn diese für ihn persönlich lediglich eine - wortwörtlich - "hinterhältige Rufmordkampagne" darstellen würden, hat der 57-Jährige laut einer (auch auf der Webseite des Wiener Tennisverbands am Donnerstag veröffentlichten) Presseaussendung seine Funktionen im Landes- und Bundesverband niedergelegt. Er war im WTV 35 Jahre lang tätig gewesen.

"Nach einem längerem Urlaub und den Feiertagen hatte ich viel Zeit, über die vergangenen Wochen und Ereignisse nachzudenken", wird Sterba zitiert. "Die im Zusammenhang mit den erhobenen Vorwürfen stehende enorme Belastung, die nicht enden wollenden Querelen trotz beschlossener klarer Vorgangsweise via Sonderprüfung und anhaltende Kritik einiger weniger Vereinsvertreter lassen eine konstruktive Arbeit für den Verband nicht zu. Ich habe mich daher entschlossen, meine Funktionen in WTV und ÖTV zurückzulegen, um die mir zur Verfügung stehende Lebenszeit für andere Aufgaben zu nützen", erklärte er.

Unabhängige Sonderprüfung im Gang

Sterba war im Oktober im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung im Haus des Sports im 4. Wiener Gemeindebezirk zwar im Amt bestätigt worden, um ein Vertrauensvotum hatte es sich bei der auch hohen Anzahl an Gegenstimmen allerdings nicht wirklich gehandelt. Außerdem war eine unabhängige Sonderprüfung unter der Aufsicht des Ex-ÖTV-Präsidenten Ernst Wolner beschlossen worden. "Mir liegt jetzt sehr daran, in der laufenden Sonderprüfung alle Vorwürfe lückenlos aufzuklären (und stehe dafür selbstverständlich zur Verfügung) und mich damit klar zu rehabilitieren", drückte Sterba seine Kooperationsbereitschaft aus. Jedoch hatte es bei der Beauftragung der Sonderprüfung bereits zahlreiche Aufschreie gegeben, dass diese in dieser Form nicht dem in der außerordentlichen Generalversammlung festgehaltenen Willen entspreche. Auf die Ergebnisse der Untersuchung muss momentan jedenfalls gewartet werden, dann sollte mehr Klarheit herrschen.

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