Tennis

"Domi" Thiem mit Freilos im Hammer-Feld

Dominic Thiem eröffnet in Brisbane auf jeden Fall gegen einen aufschlagstarken Gegner
© GEPA

Die Hauptfeld-Auslosung ist am Samstag vorgenommen worden - Dominic Thiem kennt beim Brisbane International die Namen seiner zwei möglichen ersten Kontrahenten.

Die bisher mit Abstand beste Saison seiner Karriere hat er auf dem sensationellen achten Platz der Herren-Weltrangliste beendet. Diesen so imposanten Erfolg gedenkt Dominic Thiem 2017 zu bestätigen - oder im Idealfall sogar noch zu toppen. Den Anfang will der 23-Jährige so wie 2016 beim Brisbane International machen. Dort, wo für ihn in der eben abgelaufenen Spielzeit erst in der Vorschlussrunde gegen Roger Federer (Schweiz) Endstation gewesen war, erwartet ihn dieses Mal zwar definitiv nicht wieder der "Maestro", dafür allerdings nicht minder starke Konkurrenz. Milos Raonic (Kanada/1), Stan Wawrinka (Schweiz/2), Kei Nishikori (Japan/3), nach ihm in der Setzliste der 14-fache Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal (Spanien/5), Jungstar Lucas Pouille (Frankreich/6), der "Baby-Federer" Grigor Dimitrov (Bulgarien/7) bzw. der Ex-Weltranglisten-Dritte David Ferrer (Spanien/8) - eine Besetzung, die sich für ein ATP-World-Tour-250-Turnier wahrlich sehen lassen kann.

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Am Samstag zu Mittag ist bei dem Hartplatzevent in Australien die Hauptbewerbs-Auslosung vorgenommen worden. Thiem hat als Viertgereihter als letzter Spieler ein Freilos, kennt indes aber immerhin die Namen seiner zwei möglichen ersten Kontrahenten. Der Niederösterreicher trifft im Achtelfinale jedenfalls auf einen servicestarken Gegner - den australischen Wildcard-Inhaber und Aufschlaggeschwindigkeits-Weltrekordhalter Sam Groth (ATP 180) oder auf den Doppel-Weltranglisten-Zweiten Pierre-Hugues Herbert (ATP 78). Gegen den Franzosen kann der Lichtenwörther noch auf keinerlei Erfahrungswerte im Einzel zurückgreifen, hat lediglich im Doppel beide bisherigen Duelle verloren. Gegen Groth hingegen setzte sich Thiem sowohl in Miami (7:5, 6:2) als auch in Stuttgart 2016 (7:6 (3), 7:6 (2)) durch, jeweilig in zwei Sätzen. Und sollte der Schützling von Österreichs Starcoach Günter Bresnik die erste Hürde meistern, so würde im Viertelfinale dann der Papierform nach Dimitrov warten. Im Doppelbewerb trifft er beim allerersten gemeinsamen Auftritt mit Nishikori auf die zweitgesetzten Henri Kontinen (Finnland) und John Peers (Australien), die Sieger der ATP World Tour Finals in London und Titelverteidiger in Brisbane.

Mit "unglaublicher Vorbereitung" im Gepäck

Thiem war nach seinem Premierenantritt bei den ATP World Tour Finals in London zu einem knapp einwöchigen Urlaub auf den Malediven aufgebrochen, ehe es vom 3. bis 20. Dezember ins Fünf-Sterne-Hotel Bahia del Duque in Adeje auf Teneriffa gegangen war. Dort hat der rot-weiß-rote Shootingstar mit seinem Team intensiv für einen guten Sprung in die bevorstehende Saison gearbeitet. "Ich hab auf Teneriffa eine unglaubliche Vorbereitung erlebt, jeder Tag war besonders anstrengend", sagte der siebenfache ATP-Titelträger laut "Kronen Zeitung". "Umso mehr freue ich mich, dass bald wieder das Tour-Leben losgeht." Die Winterpause, die man als Tennisspieler habe, sei "nicht lang", und so trat Thiem, nachdem er Weihnachten im Kreis der Familie verbracht und bis zum Christtag noch in der Südstadt für den Aufbau geschuftet hatte, am 26. Dezember mit seiner Mutter Karin und seinem Stallkollegen Riccardo Bellotti (Italien) die Reise nach Australien an.

Nach Brisbane wird der "Dominator" in Sydney und schließlich beim ersten Höhepunkt in der neuen Saison, den Australian Open in Melbourne, aufschlagen. Und nicht zuletzt aufgrund der so problemfrei abgelaufenen Vorbereitung blickt Headcoach und Manager Bresnik, der so wie Physiotherapeut Alexander Stober noch nach "Down Under" nachreist, 2017 positiv entgegen: "'Domi' hat sich im Winter weiter verbessert, und ich hoffe auf gute Ergebnisse bei den Grand Slams", erklärte der 55-Jährige laut "Kronen Zeitung". Und allzu gern sähe er es, laut "Austria Presse Agentur - APA", wenn Thiem wieder so viele Matches wie dieses Jahr spielen müsste. "Das wäre mein Wunschtraum, und wenn er das wieder erreicht, bin ich über alle Maße froh." Eine Ranglisten-Vorgabe gäbe es jedoch nicht. Denn darauf habe man lediglich bedingt selbst Einfluss. "Mein Ziel ist, dass er körperlich und spielerisch besser wird. Passiert dies, wird sich das anderweitig hoffentlich niederschlagen." Sein Wunsch sei jedenfalls glasklar - und müsse sein, "den Abstand zu den Besten zu verringern".

Hier die Ergebnisse und Auslosungen aus Brisbane: Einzel, Doppel, Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

Dominic Thiem im Steckbrief

Editorial - Tennisnet und SPOX: We are One!

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