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Die acht Säulen des Yoga

Von wecarelife
Freitag, 27.10.2017 | 11:26 Uhr
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Heute erfahren Sie, welche weiteren Bestandteile den sogenannten achtgliedrigen Yoga-Pfad ausmachen.

Spricht man in der westlichen Welt von Yoga, denkt jeder sofort an Beweglichkeit, Flexibilität, Körperübungen und sanftes Training. Dabei besteht Yoga aus so viel mehr als "nur" Asanas, wie die Übungen und Positionen genannt werden.

Ganzheitliches Yoga

Der indische Gelehrte Patanjali war es, der in Form des sogenannten Yogasutra einen achtgliedrigen Leitfaden erstellte, welcher nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf geistiger Ebene wirken und zu Glückseligkeit führen sollte.

Es geht dabei also nicht nur um einen geschmeidigen Körper, Kraft und Balance, sondern auch um die innere Haltung. Hier sind die acht Säulen, die Patanjali dafür niedergeschrieben hat:

1. Yamas - Der Umgang mit der eigenen Umwelt: Hier spielen Werte wie Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen, Maßhalten und Nicht-Horten eine Rolle.

2. Niyamas - Der Umgang mit sich selbst: Reinheit, Zufriedenheit, Selbstdisziplin, Selbstreflexion und das Vertrauen in eine höhere Kraft. Die Yamas und Niyamas stellen damit quasi eine Art Verhaltenskodex dar.

3. Asana - Der Umgang mit dem eigenen Körper: Körperübungen, wie wir sie als "Yoga" kennen, die schlussendlich v. a. auf die Meditationshaltungen vorbereiten sollen und für die weiteren Schritte (v. a. 6 bis 8) wichtig sind.

4. Pranayama - Der Umgang und die Kontrolle des eigenen Atems: Atem ist Lebensenergie. Durch spezielle Atemübungen kann der Atem und damit die Energie (Prana) kontrolliert und gesteuert werden.

5. Pratyahara - Der Rückzug der Sinne: Das Zurückziehen der Sinne dient insbesondere zur Vorbereitung auf die Konzentrationsübungen.

6. Dharana - Konzentration des Geistes: die wichtigste Übung in den verschiedenen Yoga-Meditationstechniken.

7. Dhyana - Meditation.

8. Samadhi - Zustand der inneren Freiheit und Glückseligkeit.

Yoga ganzheitlich erfasst ist somit mehr als nur Asanas praktizieren; auch die anderen Bestandteile werden bei diesem integralen Ansatz als genauso wichtig erachtet, um die positiven Wirkungen des Yoga zu ermöglichen und sich körperlich, mental und emotional fit und gesund zu halten.

Es geht beim Yoga also nicht nur darum, kraftvoller, ausdauernder, beweglicher, geschmeidiger, entspannter und gelassener zu werden, Rückenschmerzen und Verspannungen hinter sich zu lassen, konzentrierter, mutiger und selbstbewusster zu sein, sondern auch darum, seine eigenen Bedürfnisse und sich selbst besser kennenzulernen, sich und andere zu akzeptieren und lieben zu lernen und schlichtweg im Einklang mit sich und der Welt zu sein.

Buchtipp für Einsteiger

Yoga for EveryBody. 44 Basic-Asanas für Einsteiger. Inge Schöps.

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