Bei Interwetten auf die Außenseiter tippen

Von Interwetten
Donnerstag, 24.08.2017 | 14:46 Uhr
Pete Sampras, Kim Clijsters & Co: Die Überraschungssieger der US Open
© getty

Die US Open stehen kurz bevor und somit das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres 2017. Die Favoriten stehen fest, doch auch in Flushing Meadows wollen die Außenseiter und Geheimfavoriten zuschlagen. Beispiele für Überraschungen gibt es viele.

Roger Federer, Rafael Nadal und Andy Murray bei den Herren, Garbine Muguruza und Karolina Pliskova sowie Simona Halep zählen in New York zweifelsohne zu den größten Favoriten und Favoritinnen. Doch warum sollte es nicht auch in diesem Jahr wieder Sieger geben, mit denen niemand rechnet?

Fest steht schon vor den diesjährigen US Open, es wird zumindest bei den Herren keine Titelverteidigung geben. Stan Wawrinka musste seine Saison vorzeitig beenden, kann also nicht antreten. Bei den Damen versucht sich Angelique Kerber an der Verteidigung ihres Triumphs von 2016. Zwar wäre ein neuerlicher Sieg der Deutschen durchaus eine Überraschung, eine richtige Außenseiterin ist sie aber nicht.

Im Vergleich zu anderen Kolleginnen oder Kollegen Kerbers. Nicht immer muss der Sieger der US Open jemand sein, der vor dem Turnier als Favorit gilt. So gab es seit der Jahrtausendwende schon mehrere Gewinner im Arthur Ashe Stadium, die man nicht unbedingt auf dem Zettel hatte - großer Name hin oder her.

2000 - Marat Safin

Nicht Marat Safin, dafür aber sein Finalgegner im Jahr 2000, Pete Sampras, war weltbekannt. Der damals 20-Jährige Russe deklassierte Sampras in nur etwas mehr als anderthalb Stunden in drei Sätzen, sicherte sich seinen ersten Grand-Slam-Titel und wurde als Held gefeiert. John McEnroe sagte damals: "Ladies und Gentleman, die neue Geheimwaffe der Russen hat ein Milchgesicht und spielt Tennis."

Sampras war nach der Finalniederlage fassungslos, konnte Safin nur gratulieren. Und er sah Parallelen zu sich: "Heute hat er mich vom Platz gefegt. Es hat mich erinnert an 1990", sagte Sampras, der damals als 19-Jähriger Andre Agassi keine Chance ließ. "Er wird noch viele Turniere gewinnen", prophezeite Sampras Safin eine rosige Zukunft.

Geworden sind es am Ende 15 Titel, sieben davon holte der heute 37-Jährige 2000, seinen letzten 2005 bei den Australian Open. Eine erfolgreiche Karriere, die ohne Safins Temperament und den vielen Verletzungen noch wesentlich erfolgreicher verlaufen hätte können. Sein klarer Sieg gegen Sampras im Endspiel der US Open bleibt jedenfalls in Erinnerung.

2002 - Pete Sampras

Auch weil Sampras, der kurz zuvor Wimbledon gewinnen konnte, lange auf seinen nächsten Turniererfolg warten musste. Genau 791 Tage oder 26 Monate vergingen, ehe der US-Amerikaner wieder eine Sieger-Trophäe überreicht bekam. Der Sieg gegen seinen ewigen Rivalen Andre Agassi am 26. August 2002 glich einer sportlichen Wiederauferstehung. Der Viersatzerfolg bedeutete seinen fünften Sieg bei den US Open sowie seinen 64. und zugleich letzten Einzel-Titel.

"Andre ist der Beste, gegen den ich je gespielt habe. Wie Björn Borg in seiner Karriere John McEnroe gebraucht hat, so brauche ich Andre", erklärte Sampras nach dem befreienden Sieg. Agassi verlor damit auch sein drittes US-Open-Finale gegen Sampras, der im Anschluss kein Spiel mehr bestritt und ein Jahr später seine Karriere für beendet erkläre.

2009 - Kim Clijsters

Im Gegensatz zu Comebackerin Kim Clijsters, die 2009 überhaupt nur dank einer Wildcard mitspielen durfte - und New York als Siegerin verlassen hat. Rückblick, Sommer 2007: Die damals 23-jährige Belgierin beendet wegen anhaltender Verletzungen ihre Karriere, zieht sich zurück. Doch 34 Einzel- und davon "nur" ein Grand-Slam-Titel, sollten noch nicht das Ende Clijsters Fahnenstange bedeuten. 2009 kehrte sie mit 25 auf die Tour zurück, bereitete sich in Cincinnati und Toronto auf die US Open vor und schaffte dort das Unmögliche.

Clijsters schlug auf ihrem Weg ins Finale unter anderem sowohl Venus, als auch Serena Williams, damals immerhin die Nummern 3 bzw. 2 der WTA-Rangliste, und gewann dieses gegen die blutjunge Caroline Wozniacki. Kim Clijsters war zurück, der Liebling aller Tennis-Fans gewann als erste Spielerin überhaupt ein Grand-Slam-Turnier mit einer Wildcard.

Dafür bedankte sich Clijsters damals ausgiebig, zuvor nahm sie mit ihrer anderthalbjährigen Tochter Jada die Trophäe entgegen. Ein Jahr später gewann sie die US Open erneut und damit zum dritten Mal, kurz darauf triumphierte Clijsters noch bei den Australian Open. Im August 2012 erklärte sie ihrer Karriere für endgültig beendet.

2014 - Marin Cilic

Noch aktiv ist dagegen Marin Cilic, der sich 2014 seinen ersten Grand-Slam-Sieg sicherte. Der Kroate startete in diesem Jahr durchaus vielversprechend in die Hartplatz-Saison, schied zwar bei den Australian Open früh aus, setzte sich anschließend aber in Zagreb und Delray Beach durch, dazwischen erreichte er in Rotterdam das Finale. Auf Sand und Rasen lief es danach nicht nach Wunsch, große Erfolge blieben aus und auch die Vorbereitung auf die US Open in Toronto und Cincinnati verlief nicht ideal.

Doch das sollte Cilic nicht stören. "Ich habe das beste Tennis meines Lebens gespielt", sagte er nach dem gewonnenen Endspiel gegen Kei Nishikori. Zuvor schlug er unter anderem Gilles Simon, Tomas Berdych und Roger Federer. Den 6:3, 6:3, 6:3-Erfolg gegen den Japaner beschrieb Cilic als den Lohn für seine Arbeit. "Für alle Spieler, die hart an sich arbeiten, ist das ein gutes Zeichen, dass es sich irgendwann auszahlt." Bis heute blieb es der letzte Erfolg bei einem Grand-Slam-Bewerb für Cilic, bei den diesjährigen US Open will er erneut angreifen.

2015 - Flavia Pennetta

Nicht mehr aktiv eingreifen wird Flavia Pennetta, die nach ihrem Überraschungserfolg im Jahr 2015 gegen ihre Landsfrau Roberta Vinci gleich ihr Karriereende bekanntgab. "Das ist die Art und Weise, goodbye zum Tennis zu sagen. So wollen alle Spieler aufhören - mit so einer großen Trophäe", sagte sie nach dem größten Erfolg ihrer Karriere.

Im "ältesten" US-Open-Finale überhaupt schlug die 33-jährige Pennetta, die zuvor noch nie ein Grand-Slam-Finale bestritt, die 32-jährige Vinci in knapp 90 Minuten klar mit 7:6, 6:2. Seit Sommer 2016 ist die elffache Einzel- und 17-fache Doppel-Gewinnerin mit Fabio Fognini verheiratet, im Mai kam ihr gemeinsamer Sohn Federico zur Welt.

Quoten der Außenseiter bei Interwetten

Ein Sieg Fogninis bei den US Open 2017 wäre eine Sensation, der 30-Jährige könnte es seiner Gattin gleichtun und seinen ersten Grand-Slam-Titel einfahren. Die Buchmacher von Interwetten führen den Italiener mit der Siegquote von 300. Mit schon eher realistischeren Chancen, aber dennoch als Außenseiter geltend, gehen Gael Monfils (Quote 75), Tomas Berdych (60) oder David Goffin (100) ins Turnier. Den US-Amerikanern Jack Sock oder Sam Querrey könnte man eine Überraschung zutrauen, allerdings wäre auch hier schon ein Finaleinzug mit einer Sensation verbunden.

Bei den Damen ist das Spitzenfeld viel breiter gefächert, als bei den Herren, überraschen könnte womöglich Eugenie Bouchard (60). Vielleicht lebt aber auch Pennettas Finalgegnerin von 2015, Roberta Vinci (100), ihren Traum und holt sich ihrerseits ihren ersten Grand-Slam-Einzel-Titel?

Wer gewinnt die US Open bei den Herren und was sind eure Favoritinnen bei den Damen?

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