Tennis

Philipp Jahn muss sich für sein HTT-US-Open-Viertelfinalticket strecken

Von Claus Lippert
© Hobbytennistour

CTP Pötzleinsdorf-Star Philipp Jahn ist am Dienstag Abend endgültig zum “zumindest” kons...

CTP Pötzleinsdorf-Star Philipp Jahn ist am Dienstag Abend endgültig zum “zumindest” konstantesten HTT-Grand-Slam-Spieler des Jahres 2018 avanciert. Der 26jährige meisterte im letzten ausstehenden Achtelfinale der HTT-US-Open 2018 gegen einen lange Zeit großartig spielenden und famos dagegenhaltenden Fabian Mayrhuber eine unerwartet hohe achtelfinale Hürde, und zog mit einem 3:6, 7:5, 6:1 Erfolg ins Viertelfinale des letzten HTT-Saison-Grand-Slam-Turniers ein. Damit ist Jahn neben dem Ranglisten-Ersten Lukas Prüger der einzige Spieler im über 1.200 Spieler umfassenden Circuit, der bei allen vier HTT-Grand-Slam-Turnieren der heurigen Saison das Viertelfinale erreichte. Und dort kommt es nun am Mittwoch Nachmittag zum Treffen mit Lukas Prüger und damit zum Gigantenduell der beiden erfolgreisten HTT-Major-Spieler 2018. Ebenfalls ins Viertelfinale der 27. HTT-US-Open-Ausgabe ist Kalksburg-Open-Sieger Maximilian Wild eingezogen, der sich gegen einen enttäuschend spielenden Dominik Jaros glatt mit 6:1, 6:3 durchsetzen konnte. Aus der Südstadt berichtet für hobbytennistour.at C.L

WAC-Star Fabian Mayrhuber träumt zwei Sätze lang vom Überraschungssieg über die Nr. 5 des Turniers Philipp Jahn

Philipp Jahn hat am Dienstag Nachmitag nach anfänglichen Schwierigkeiten und zwei extrem engen und umkämpften Sätzen gegen den HTT-US-Open-Sieger von 2010 Fabian Mayrhuber doch noch das Viertelfinale des abschließenden HTT-Saison-Grand-Slam-Turniers in der Südstadt erreicht. Der HTT-Australian-Open- und HTTWimbledonfinalist, der so nebenbei heuer auch noch das Semifinale der HTT-French-Open erreichte, musste allerdings in seinem zweiten HTT-Hartplatz-Karriere-Match ans Limit gehen, um WAC-Star Fabian Mayrhuber einen lange Zeit greifbar scheinenden Sieg noch aus der Hand zu nehmen. Die Überraschung – und eine solche wäre sie aufgrund der aktuellen Saisonleistungen der beiden HTT-Spieler gewesen – lag knapp zwei Sätze lang in der Luft, ehe der Favorit doch noch den Kopf aus der Schlinge zog. Es war das nötige Selbstvertrauen, mit dem Mayrhuber die Partie anging, und so lange auch offen halten konnte. Da war zunächst das Wissen, den Gegner im Achtelfinale der Erste Bank Open 2014 schon einmal in drei Sätzen geschlagen zu haben. Dann natürlich auch die Gewissheit ob seines aktuellen Aufwärtstrends und die positiven Erinnerungen, die Mayrhuber an dieses Turnier aus der Vergangenheit hat. Alles zusammen machte einen kompakt spielenden Mayrhuber aus, der mit viel Slice auf der Rückhand und extremer Ballsicherheit, das letzte Achtelfinale zu einer ganz engen Geschichte machte.

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Mayrhuber im Entscheidungssatz nicht mehr griffig genug

Im ersten Satz blieb Mayrhuber bei seinem sechsten HTT-US-Open-Start ungebreakt, und knackte seinerseits zwei Mal den Aufschlag seines Gegenübers. Im zweiten Satz ging es dann zunächst mit dem Service bis 2:2, ehe der Rest zu einer wahren Breakorgie verkam. Sieben Mal in Folge hatten die Aufschläger das Nachsehen, ehe Jahn bei 6:5 diese Unserie durchbrach und mit 7:5 den Satzausgleich fixierte. Damit hatte Jahn auch die Gegenwehr Mayrhubers gebrochen. Denn während der Ranglisten-Sechste vom CTP Pötzleinsdorf von der Grundlinie kaum mehr Fehler machte, gingen dem WAC-Star auf der anderen Seite des Netzes die Kräfte aus. “Ich war dann nicht mehr griffig genug, und langsam in Armen und Beinen”, beschrieb Mayrhuber sein Gefühl im letztlich mit 1:6 klar verloren gegangenen dritten Satz. Dennoch kann Mayrhuber mit dem Abschneiden beim letzten HTT-Grand-Slam-Turnier des Jahres zufrieden sein. “Ich spüre ich bin auf einem guten Weg und es macht wieder voll viel Spaß Turniere auf der HTT zu spielen”, so der 11fache HTT-Turniersieger.

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Wild und Jaros mit enttäuschender Achtelfinal-Vorstellung

Richtig viel hatte man sich am Dienstag Nachmittag auch vom zweiten Match des Tages am Centercourt zwischen dem Ranglisten-Vierten Maximilian Wild und der Nummer 15 der HTT-Computer-Rangliste Dominik Jaros erwartet. Der brutal starke Aufschläger vom Heeres TC gegen den in Runde 2 kränklich und schwächlich auftretenden Shooting-Star des Jahres, da konnte man schon ein enges und spannendes Duell erwarten. Geworden ist es schließlich ein einseitiger und gerade einmal 66 Minten dauernden Achtelfinal-Auftritt zweier Spieler, die entschieden mehr können, als sie am Dienstag Nachmittag zeigten. Mit 6:1, 6:3, rauschte Wild gegen einen vorallem im ersten Satz komplett auslassenden Gegner in sein zweites HTT-Grand-Slam-Karriere-Viertelfinale, in dem er am Mittwoch auf Martin Zehetner treffen wird. Und da braucht es mit Sicherheit eine Steigerung, denn mit der gezeigten Achtelfinal-Leistung gibt es nicht einmal den berühmten Blumentopf zu gewinnen.

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Noch schwächer als Wild startet allerdings Jaros in das vorletzte Achtelfinale der heurigen HTT-US-Open. Bezeichnend dabei schon das Eröffnungs-Game als Rückschläger, in dem Jaros seine ersten beiden von später insgesamt acht ungenützten Break-Chancen auslässt. Wild hingegen spielte seinen Part solide, hielt seinen eigenen Aufschlag und verwandelte eine rasche 4:0 Führung am Ende mit 6:1 zur 1:0 Satzführung. Was in diesem Match für Jaros möglich gewesen wäre, demonstrierte der 27jährige zumindest in Ansätzen in Durchgang Nr. 2. Mit einer Service-Leistung die man von Jaros gewohnt ist, schraubte er die im ersten Satz teilweise peinlichen Prozentsätze und Quoten in gewohnte Sphären, und kassierte “nur” mehr ein Break und zwar jenes zum 1:2. Nach nur 66 Minuten war dann Schluss, Wild für das Viertelfinale gegen Zehetner qualifiziert, und Jaros mit den Gedanken schon bei der weiteren Saisonplanung. “Im Einzel war es das für heuer für mich. Vielleicht spiele ich noch die HTT-Erste Bank Open, aber ansonsten werde ich im Einzel dieses Jahr nicht mehr antreten. Ich konzentriere mich jetzt auf das Doppel mit meinem Partner Marcus Goldgruber, und dann werde ich mich wieder in Schuss für die neue Einzelsaison bringen”, so der Ranglisten-Fünfzehnte vom Heeres TC.

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