Philipp Mayer hofft gegen Teenie-Star Valentin Kaftan auf ersten Titel seit 2012

Von Claus Lippert
Dienstag, 24.07.2018 | 02:05 Uhr
© Hobbytennistour

Maximilian Wild steht also zum zweiten Mal innerhalb einer Woche im Endspiel eines HTT-500-Turniers,...

Maximilian Wild steht also zum zweiten Mal innerhalb einer Woche im Endspiel eines HTT-500-Turniers, und selbiges Kunststück nur ein paar HTT-Etagen tiefer ist am Montag Abend auch dem neuen HTT-Teenie-Star Valentin Kaftan geglückt. Der 15jährige vom 1. Klosterneuburger Tennisverein, der exakt vor einer Woche beim Prater-Cup-Future seinen Premieren-Titel feierte, ist seit seinem Finalsieg über Marco Pecik auf einer scheinbar nicht mehr enden wollenden Erfolgswelle unterwegs. Nach Siegen zum Auftakt über Michael Eder und im Achtelfinale gegen Lokalmatador Elias Joachimsthaler, rang der jüngste der Kaftan-Boys im Viertelfinale auch die Nummer 1 des Turniers Wolfgang Moser in drei Sätzen nieder. Die vorläufige Turnierkür lieferte der 15jährige aber im Semifinale gegen einen müde wirkenden Johannes Skoll ab. Den 23jährigen vom TC Sitzenberg-Reidling schickte Kaftan mit einer Null in den zweiten Satz, wo sich der Gruner-Bezwinger mit Anstand und erst nach im Tie-Break gefallener Entscheidung verabschiedete. “Die letzten Tage mit einem Doppelturnier in Niederösterreich waren doch ein bißchen zu viel für mich” fand Skoll rasch die Gründe für sein semifinales Aus. Kaftan hingegen ist nun seit 8 Spielen unbesiegt, steht zum zweiten Mal binnen 7 Tagen in einem HTT-Finale und ist drauf und dran, sich seinen zweiten HTT-Karriere-Titel zu sichern. Allerdings ist der Junior aus dem Hause Kaftan aufgrund seines aktuellen Erfolgslaufes seit Montag Abend mit einem elementaren Problem beschäftigt. Seine ITN nähert sich mit riesigen Schritten jenem Wert, der seinen Kitzbühel-Start im Challenger-Bewerb verhindert könnte. Ein Bericht von C.L

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Philipp Mayer, HTT-Olympiasieger von 2010 hofft auf ersten Turniersieg seit September 2012

Vielleicht bekommt der Prater-Cup-Future-Champ am Dienstag Abend aber kuriose Schützenhilfe in Form seines Finalgegners. Denn der Widerpart Kaftans im Endspiel des Flötzersteig-Challengers ist ein ganz erfahrener HTT-Mann. Philipp Mayer ist nicht nur 35 Jahre alt und mit der Routinie von 98 HTT-Karriere-Turnierstarts ausgestattet, sondern auch einer, der schon die ganz großen Bühnen der HTT erfolgreich bespielt hat. Natürlich unvergessen und als größter Tag in der seit Sommer 2009 laufenden HTT-Karriere des Schärdingers bleibt der 15. August 2010 in Erinnerung. An diesem Sommertag stellte Philipp Mayer die Hobby-Tennis-Welt auf den Kopf, feierte entgegen aller Prognosen und Bilanzen einen Mega-Erfolg und stieg als HTT-Olympiasieger zu den ganz großen Namen der Tour-Geschichte auf. Im Semifinale des olympischen Tennisturniers 2010 beendete er mit einem Erfolg über den damaligen Ranglisten-Ersten Andreas Harbarth dessen Gold-Träume, und machte im Endspiel selbst dann den letzten Schritt zur glänzendsten aller Medaillen.

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Markus Hobiger spielte beim Flötzersteig Open sein 350. HTT-Karriere-Turnier

Nach dem Mega-Triumph bei HTT-Olympia 2010 folgten dann sportlich betrachtet viele dürre Jahre, ehe Mayer an diesem Wochenende erstmals seit September 2016 wieder ein HTT-Endspiel erreichte. Sein 7:5, 6:4 Erfolg über Matthias Sitta bescherte dem an Nummer 2 gesetzten Oberösterreicher sein insgesamt achtes HTT-Karriere-Finale, in dem der auf Platz Nr. 124 im HTT-Computer-Ranking abgerutschte Mayer seinen fünften Turniersieg auf der Hobby-Tennis-Tour anpeilt. Übrigens: Der letzte Titelgewinn Mayers liegt bald 6 Jahre zurück, und datiert vom September 2012, als er im dortigen Endspiel des September-HTT-150-Turniers einen gewissen Markus Hobiger mit 6:1, 6:3 bezwingen konnte. Und dieser Markus Hobiger wiederum stellte am Flötzersteig-Premieren-Wochenende einen neuen HTT-Rekord in Sachen Turnierteilnahmen auf. 350 Turnierstarts im Rahmen der Hobby-Tennis-Tour hat noch kein Spieler in der 28jährigen Geschichte von Österreichs größter Breitensport-Tennisserie geschafft. Ein phantastischer Rekord des 41jährigen Guntramsdorfers, den nicht einmal das Erstrunden-Debakel vom Freitag gegen Herbert Gruner trüben kann.

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