Tennis

Lukas Prüger peilt HTT-French-Open-Titelverteidigung an

Von Claus Lippert
© Hobbytennistour

Alle Aufmerksamkeit der Tennis spielenden Bundeshauptstadt ist dieser Tage wieder Richtung UTC La Vi...

Alle Aufmerksamkeit der Tennis spielenden Bundeshauptstadt ist dieser Tage wieder Richtung UTC La Ville gerichtet, wo Österreichs größte Breitensport-Tennisserie zur 27. Auflage der HTT-French-Open – diesmal unter der Patronanz von tennislife.at – ihre Zelte aufgeschlagen hat. Und es gibt längst keine Zweifel mehr unter den Tennisfachleuten dieses Landes, dass die HTT-French-Open – heuer als tennislife.at Mai Grand Slam – das wichtigste und prestigeträchtigste, vorallem aber das mit Abstand größte Breitensporttennisturnier Österreichs ist. Und auch wenn zur bereits 27. Auflage des Sandplatz-Klassikers am Altmannsdorfer Ast der absolute Teilnehmerrekord wieder knapp verpasst wurde, sprechen doch alle Spieler und Fachleute aufgrund einer unfassbaren Dichte an angereisten Topstars vom stärksten Hobbyturnier aller Zeiten. Eines das zudem jede Menge Spannung verspricht, auch was die Frage nach der Titelvergabe betrifft. Denn im Vorfeld des zweiten HTT-Saison-Grand-Slam-Turniers haben sich einige Herausforderer für Vorjahressieger Lukas Prüger herauskristallisiert. Der 20jährige startet übrigens zudem ohne Vorbereitung und ohne ein einziges Turniermatch auf roter Asche im Vorfeld der HTT-French Open in die Mission Titel “Titelverteidigung”. Aus dem UTC La Ville berichtet C.L

Lukas Prüger ohne Vorbereitung aber mit Superserien im Gepäck zur Mission Titelverteidigung angereist

Der große Favorit auf den Titel beim wichtigsten Sandplatzturnier des Jahres bleibt trotz widriger Vorbereitung und trotz eines gigantischen Teilnehmerfeldes der überlegene Ranglisten-Erste Lukas Prüger, der als heimlicher Sandplatzkönig im Vorjahr auf roter Asche nicht ein einziges Mal von der Gegnerschaft zu bezwingen war. Prüger peilt als erst fünfter Spieler der Geschichte das Kunststück einer erfolgreichen Titelverteidigung an, und trotz fehlender Turnierpraxis im Vorfeld kann der 20jährige auf seine aktuellen Superbilanzen auf Sand zurückgreifen. Prüger ist auf roter Asche seit 18 Spielen ungeschlagen und könnte mit einem Sieg zum Auftakt über Wildcardbesitzer Daniel Pfeifer und seinem 19. Sandplatzsieg in Folge zu Markus Seitner und Alexander Geisler aufschließen, die mit ebenfalls 19 Sandsiegen en suite die drittbeste Sandplatzsiegesserie aller Zeiten halten. Zudem hat Prüger zuletzt vier Titel auf Sand in Folge geholt, damit fehlt ihm noch ein Turniersieg auf Victor Stabrawa, der fünf Sandtitel hintereinander gewinnen konnte, und noch zwei Titelgewinne auf Rekordhalter Klaus Hofer, der einst sogar sechs Sandplatzturniere in Serie für sich entscheiden konnte.

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HTT-Australian-Open-Champion Markus Neuhauer als erster Herausforderer einer riesigen Meute an Prüger-Jägern

Herausforderer für den HTT-Sandplatzkönig gibt es heuer so viele wie “Sand” am Meer. Bei den Vorbereitungsturnieren spielte sich natürlich Markus Neuhauser mit seinem Erfolg beim Mai-Masters-Series-1000-Turnier in die Rolle des ersten Herausforderers. Der HTT-Australian-Open-Champion liebt das Spiel auf der roten Asche, klagte aber unmittelbar vor Beginn des Turniers über eine fiebrige Erkältung. Den letzten großen Test vor dem 27. tennislife.at Mai-Grand-Slam-Turnier entschied Matthias Wolf beim Mai-HTT-500-Turnier für sich, dem Experten aber auf Major-Ebene noch nicht den ganz großen Wurf zutrauen. Schon eher spekulieren Experten und Insider da mit Namen wie Bernd Steiner oder Christoph Niedhardt. Zu beachten, auch wenn der anstehende Saisonhöhepunkt auf Sand stattfindet, sind mit Sicherheit auch der Ranglistensiebente Alexander Schager und Jungstar Markus Klaus.

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Findet der 3fache HTT-Wimbledonsieger Vladimir Vukicevic ausgerechnet bei den HTT-French-Open aus der Krise?

Wie schnell sich das HTT-Geschäft dreht, und vorallem wie schnell große Erfolge der Vergangenheit in der Gegenwart keinerlei Aussage- und Strahlkraft mehr besitzen, zeigt das Beispiel zweier höchst verdienter und hochdekorierter HTT-Superstars, die anno 2018 noch nicht in die Spur gefunden haben. Da reden wir immerhin vom 3fachen HTT-Wimbledonsieger und Ranglisten-Zweiten Vladimir Vukicevic aus Serbien, der in der heurigen Saison überhaupt noch nie über das Viertelfinale eines HTT-Turniers hinausgekommen ist, und bei den HTT-French-Open noch nie weiter als ins Achtelfionale vorstoßen konnte. Und dann natürlich auch von Philipp Schneider, der mit 16 Turniersiegen und zwei Titeln bei den HTT-Tour-Finals zu den drei erfolgreichsten Spielern der letzten 5 Jahre gehört, und dem die breite Touröffentlichkeit endlich seinen ersten HTT-Grand-Slam-Titel gönnen würde.

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Martin Zehetner reif für ersten HTT-Grand-Slam-Titel seiner Karriere

Ein ganz heißer Kandidat auf den Sieg bei den 27. HTT-French-Open ist aber ein Mann, der beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres mit schöner Regelmäßigkeit Topleistungen abruft, den ganz großen letzten Schritt aber “noch” nicht gehen konnte. Die Rede ist von Martin Zehetner, der nach drei Semifinalteilnahmen en suite 2014, 2015 und 2016, im Vorjahr endlich zum ersten Mal das Endspiel erreichte, und dort einem entfesselt spielenden und in Hochform befindlichen Lukas Prüger glatt in drei Sätzen unterlag. Kann der 37jährige Ranglisten-Achte diesmal auch den letzten Schritt gehen? Vorbereitet hat sich der Routinier vom TC Deutsch Wagram wie immer mit seinem Auftritt bei den Marchegg Open, wo er zum dritten Mal in Folge zu Titelehren kam.

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