Tennis

HTT vor Generationswechsel – HTT-French-Open-Aus für Schneider & Co

Von Claus Lippert
© Hobbytennistour

Der “Super-Sunday” bei der 27. Auflage der HTT-French-Open im UTC La Ville ist für weite...

Der “Super-Sunday” bei der 27. Auflage der HTT-French-Open im UTC La Ville ist für weitere Titelfavoriten und Topstars des zweiten HTT-Saison-Grand Slams zum Stolperstein geworden. An einem Bilderbuch-Tennistag gab es für Asse wie den 3fachen HTT-Wimbledonsieger Vladimir Vukicevic, den 2fachen HTT-Tour-Finals-Gewinner Philipp Schneider, den steirischen Tennisexport Nr. 1 Alexander Schager, den von vielen Insidern als Geheimfavoriten gehandelten Mai-HTT-500-Sieger Matthias Wolf und den HTT-Australian-Open-Champion von 2015 Bernhard Scheidl ein böses Erwachen. Das Aus der einstigen und aktuellen Superstars zeigt erneut wie bombastisch stark die heurigen Ausgabe des tennislife.at Mai-Grand-Slam-Turniers besetzt ist, stärkt aber auch die Meinung und Position so mancher HTT-Experten, die bereits über einen längst in Gang gekommenen Generationswechsel philosophieren. Aus dem UTC La Ville vom Altmannsdorfer Ast berichtet für hobbytennistour.at C.L

Werren, Mucic, Adochitei & Co – Next Gen läutet Generationswechsel auf der HTT ein

Es ist Samstag bei den 27. HTT-French-Open 2018, und der dritte Spieltag des zweiten HTT-Saison-Major-Events hatte am Centercourt des UTC La Ville ein extrem “junges und frisches Programm” zu bieten. Es war “HTT Next Gen Day” am Dr. Karl Waltl Weg und man bekam auf den beiden Show-Courts eine phantastische Leistungsschau jener jungen Herren geboten, die aktuell gerade sowas wie einen Generationswechsel einläuten, und das Tennis der Zukunft auf Österreichs größter Breitensport Tennisserie prägen werden. Der ein oder andere hat sogar noch viel höhere Ziele, und man darf jetzt schon gespannt sein, wer womöglich einen Ausreißer nach ganz oben vollbringen wird können. Egal ob der junge slowakische Qualifikant Martin Priban, Toptalent Paul Werren, oder die aussichtsreichen Jungstars Nico Mucic und Eric Adochitei, es wurde den Zusehern Jugendtennis vom Allerfeinsten geboten. Zwei Tage später hat es von den hochgelobten Zukunftsaktien nur Rumäniens Titelhoffnung Eric Adochitei unter die Top 8 des mit 2000 Punkten dotierten Sandplatz-Klassikers geschafft.

img_8676

img_9220

Martin Zehetner steht zum fünften Mal in Serie im Viertelfinale der HTT-French Open und trifft dort auf “Shapovalov-Kopie” Eric Adochitei aus Rumänien

Die “Shapovalov-Kopie” mit langen unter dem Cap hervorhängenden Haaren und mit einer imposanten Performance auf dem Court, scheidet zur Zeit noch die Geister. Während die einen von einem jungen Mann sprechen, der in seinen drei bisherigen Partien maximial 30 Prozent seines Könnens abrief, und bislang noch nicht wirklich gefordert war, sehen die anderen den Damian-Roman-Nachfolger für höchst überbewertet und nicht annähernd in der Rolle Mitfavorit auf den Titel zu sein. Das heutige Viertelfinale – übrigens LIVE ab 16 Uhr auf www.hobbytennistour.at – wird da schon einen ersten Aufschluss geben. Dann wartet auf “Shapo” nämlich der Vorjahresfinalist in Person von Martin Zehetner, und der wiederum hat jede Menge Routine wenn es in einem Viertrunden-Match bei den HTT-French-Open um Alles geht. Immerhin steht der 37jährige nach Sonntags-Erfolgen über Paul Werren und Filip Markovic zum fünften Mal in Serie im Viertelfinale der HTT-French-Open. Locker und lässig war der gestrige Tag für den an Nummer 6 gesetzten Deutsch Wagram-Star aber nicht über die Bühne gegangen. Zunächst wurde ihm von Toptalent Paul Werren in einem “durchschnittlichen” Match bei “überdurchschnittlchen Temperaturen” alles abverlangt, und auch sein 90. Einzelsieg – im Achtelfinale gegen Filip Markovic – war alles andere als einfach errungen.

img_9010

Was ist los mit dem 3fachen HTT-Wimbledon-Sieger? Vladimir Vukicevic mit frühester Grand-Slam-Niederlage seiner Karriere

Für viele andere Topstars der HTT ging der gestrige dritte Spieltag aber ohne Erfolgserlebnis zu Ende. Am auffälligsten dabei war natürlich das neuerlich frühe Aus des Ranglisten-Zweiten Vladimir Vukicevic. Der 3fache serbische HTT-Wimbledonsieger hatte nach einem glanzlosen Auftaktsieg über einen großartig spielenden und famos kämpfenden Sebsatian Hickl die zweite Runde erreicht, und dort dann die früheste Niederlage seiner Karriere bei einem HTT-Grand-Slam-Turnier einzustecken. Am “Stars for you-Court” ging es gegen Sandplatz-Roboter Bernd Steiner, und am Ende fast erwartungsgemäß schief. Vukicevic schleppte sich weit weit weg von seiner Bestform und auch körperlich nicht in optimaler Verfassung über die rote Asche des UTC La Ville, und musste am Ende mit 5:7, 2:6 so früh wie noch nie bei seinem 16. HTT-Grand-Slam-Start aus dem Turnier Abschied nehmen. 2016 bei den HTT-French Open war auch eine Runde vor dem Achtelfinale Schluss mit lustig, damals allerdings musste der 15fache Turniersieger aus Sombor aus gesundheitlichen Gründen aus dem Bewerb rausziehen. Am Ende des Tages bleibt aus Sicht des HTT-Superstars eine ernüchternde Saisonbilanz 2018: Bei noch keinem seiner Turnierstarts im heurigen Jahr schaffte es der ehemalige Ranglisten-Erste über das Viertelfinale hinaus.

img_8740

Schneider & Scheidl mit frühen HTT-French-Open-Niederlagen

Ernüchterung brachte der supersonnige vierte Spieltag aber auch im Lager anderer ehemaliger HTT-Superhelden. So zum Beispiel für Philipp Schneider, den an Titeln gemesssen erfolgreichsten rot-weiss-roten HTT-Star der letzten fünf Jahre. Zwei Mal triumphierte er bei den HTT-Tour-Finals, holte insgesamt 16 Erfolge bei HTT-500 und Masters-1000-Turnieren und strahlte von ganz oben auf der Nummer 1 Position der HTT-Computer-Rangliste auf die Konkurrenz herab. Der Makel niemals ein Grand-Slam-Turnier gewonnen zu haben, machte Schneider aber fast berühmter als all seine großartigen Erfolge, der Grand-Slam-Fluch des Philipp S. war geboren. Davon ist mittlweile nichts mehr zu hören, denn Schneider wäre wohl aktuell schon froh, ein Major-Finale überhaupt bestreiten zu können. Im Moment ist der Routinier aus Horn nicht in der Lage um die großen Titel mitspielen zu können. Den letzten Beweis lieferte der 38jährige am frühen Sonntag Nachmittag, wo er gegen den HTT-Erste Bank Open 500 Sieger von 2014 Dominik Negrin mit drei Games nach Hause geschickt wurde, und damit bei seinem fünften HTT-French-Open-Antreten erstmals überhaupt das Viertelfinale verpasste. Noch schlimmer erwischte es “one-slam-wonder-man” Bernhard Scheidl. Der HTT-Australian-Open-Champ von 2015 wurde in Runde 2 von Jungstar Benedikt Schlederer mit 6:0, 6:1 abgefertigt und beinahe schon gedemütigt. “Es ist ganz sicher ein Generationswechsel im Laufen, darüber gibt es keine Diskussion”, brachte es Philipp Schneider am vierten Spieltag auf den Punkt. Es brechen also schwere und womöglich erfolgstechnisch magere Zeiten für Vukicevic, Schneider, Scheidl & Co an.

img_8908

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung