Tennis

Caro Ilowska – unumschränkte Tenniskönigin Wiens

Von Claus Lippert
© Hobbytennistour

Die Tenniskönigin der Wiener Landesmeisterschaften heißt Carolina Ilowska. Die 19jährige holte sich ...

Die Tenniskönigin der Wiener Landesmeisterschaften heißt Carolina Ilowska. Die 19jährige holte sich am Freitag letzter Woche in ganz beeindruckender Manier den Tennislandesmeistertitel der Bundeshauptstadt, und servierte im vorgezogenen Finale die an Nummer 3 gesetzte Jovana Peric vom TC Vienna 2013 in knapp mehr als einer Stunde mit 6:2, 6:2 vom Centercourt. Mit ihrem achten Einzelsieg in Serie krallte sich die Power-Lady vom Colony Club auch das Objekt der Begierde dieser Landesmeisterschaften, nämlich eine Wildcard für das ITF Ladies Future Vienna von 16. bis 21. Juli 2018 im UTC La Ville. Die unterlegene Finalistin darf sich derweil mit einer Wildcard für die Quali des mit 15.000 Dollar dotierten Damen-Events trösten. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

Austragung des Finales wäre beinahe an einer Leggings gescheitert

Es war ein Bild mit Symbol-Charakter! Wolkenverhangen präsentierte sich der fünfte und vorletzte Spieltag der Wiener Landesmeisterschaften 2018 powered by Hobby-Tennis-Tour im UTC La Ville, bis, ja bis die beiden Top-Ladies dieser Veranstaltung knapp nach 16:30 Uhr den Centercourt am Dr. Karl Waltl Weg betraten. Mit “Caro & Jovana” war plötzlich auch die in den Tagen zuvor schon schmerzlich vermisste Sonne wieder da. Auf einmal war es wieder richtig warm am Altmannsdorfer Ast, so warm, dass Oberschiedsrichter Ch. Albrecht das modische Outfit von Jovana Peric bemängelte, und dem TC-Vienna 2013 Star ein Antreten in Leggings untersagte. So musste Peric kurzerhand im vor Ort befindlichen Tennisshop Heiss nach einer kurzen Hose Ausschau halten, um der Kleiderordnung für das Endspiel der Wiener Landesmeisterschaften genüge zu tun. Mit “Hotpans” ging es dann für Peric an ein schier unmachbares Unterfangen, nämlich die große Titelfavoritin Caro Ilowksa im Kampf um den Wiener Landesmeistertitel 2018 zu fordern.

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Ilowska marschiert unaufhaltsam durch das Tableau und deklassiert im Semifinale auch Wiens Nummer 1 Selina Pichler

Für Ilowska war es ein halbes Heimspiel und die Heimkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Am Altmannsdorfer Ast hatte sie noch im Vorjahr ihre Tenniskünste zum Besten gegeben und mitgeholfen, den Landesmeistertitel in der Mannschaft erstmals ins UTC La Ville zu holen. Danach wurde die Erfolgsmannschaft “gesprengt”, und die jungen erfolgreichen Damen in alle Himmelsrichtungen verweht. Ilowska spielt seither am westlichen Stadtrand Wiens für den Colony Club, und dennoch war es am Ende irgendwie wie ein halber Heimsieg für die 19jährige Blondine. Deren Spiel übrigens an Strahlkraft in den Tagen der “Landes” die Konkurrenz zu Statisten degradierte. “Caro” marschierte ohne voll gefordert zu werden durch das Tableau, und gab in ihren vier Matches auf dem Weg zum Titel gerade einmal acht Games ab. In den ersten drei Runden holte die 19jährige sogar vier der sechs gespielten Sätze zu Null, darunter auch einen im Semifinale mit Österreichs Nr. 7 und der topgesetzten Selina Pichler vom TWR 21. Die Nummer 1 der Stadt deklassiert, da war auch der bis ins Endspiel stark in Form agierenden Jovana Peric spätestens klar, dass die Mission im Finale lediglich “Schadensbegrenzung lauten kann”.

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Ilowska mit 6:2, 6:2 Finalsieg und mächtigem Reisestress in den kommenden Tagen nach der Landesmeisterschaft

Was der 16jährigen Jung-Serbin – die im Semifinale den Erfolgrun von Supertalent Zusana Sopkova mit einer Doppel-Null stoppte – zumindest im ersten Satz auch gelang. Da hielt die Nummer 3 des Turniers gegen die haushohe Favoritin mit 2:3 mit, ehe Ilowska den totalen Zugriff auf die Partie fand, und mit drei Games in Serie Durchgang 1 mit 6:2 für sich entschied. Die 19jährige war längst nicht mehr zu stoppen, legte mit drei weiteren Games zu Beginn von Satz Nr. 2 nach und hatte Peric damit den letzten Glauben an ein Wunder geraubt. Die mit neuem Coach spielerich sichtlich verbesserte Peric bekam in der Folge noch die Gelegenheit zur Ergebniskosmetik, für mehr hatte Ilowska angesichts ihres anstehenden Reisestresses für die kommenden Tage nichts über. Bundesliga in Klagenfurt, – letztlich aufgrund einer Krankheit abgesagte – Staatsmeisterschafts-Quali in Oberpullendorf und zwei ITF-Futures in Holland, die 19jährige hatte keinen Sinn für Überstunden oder ähnliche Spielchen an diesem finalen Landesmeisterschafts-Nachmittag. 6:2, 6:2 laueteten am Ende die nüchternen Zahlen, ehe sich Ilowska mit dem bislang größten Pott ihrer Karriere dem Blitzlichtgewitter der HTT-Presse stellte.

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