Tennis

Scheidl startet mit souveränem Auftaktsieg in die HTT-Freiluftsaison 2018

Von Claus Lippert
Samstag, 07.04.2018 | 00:18 Uhr
© Hobbytennistour

Mit dem HTT-Australian Open-Sieger von 2015 Bernhard Scheidl hat sich am späten Freitag Nachmittag d...

Mit dem HTT-Australian Open-Sieger von 2015 Bernhard Scheidl hat sich am späten Freitag Nachmittag der erste der insgesamt sechs im Vorfeld gehandelten Titelfavoriten für die zweite Runde des März-Masters-Series-1000-Turniers in der Südstadt qualifiziert. Der 32jährige Burgenländer bezwang zum Auftakt des 22. HTT-Saisonturniers seinen Landsmann Martin Pongratz in zwei Sätzen mit 6:3, 6:4, und zog damit zum vierten Mal in Serie ins Achtelfinale des mit 1000 Punkten dotierten Hartplatz-Klassikers am südlichen Stadtrand von Wien ein. Neben dem März-Masters-Series-1000-Finalisten von 2016 waren am gestrigen Eröffnungstag der Freiluftsaison 2018 bei herrlichem Wetter nur mehr Qualifikanten am Start. Ein Bericht von C.L

Bernhard Scheidl bezwingt burgenländischen Landsmann Martin Pongratz zum Auftakt des März-Masters-Series-1000-Turniers in zwei Sätzen

Serve & Volley-König Bernhard Scheidl ist nach einem gelungenen Auftritt und einem in zwei Sätzen errungenen Sieg über Martin Pongratz erfolgreich in die Outdoorsaison 2018 gestartet. Der ehemalige Ranglisten-Dritte aus Neusiedl am See setzte sich im Auftaktmatch seines vierten März-Masters-Series-1000-Turniers gegen seinen burgenländischen Landsmann nach 1:12 Stunden Spielzeit mit 6:3, 6:4 durch, und trifft nun im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Gerald Dominik gegen Marcus Schischlik. Scheidl erwischte im ersten Satz einen Traumstart, führte mit früh gelungenem Break rasch 3:0, und nützte diesen Vorteil auch gleich zur 1:0 Satzführung. Im zweiten Durchgang hielt ein durchaus auf Augenhöhe spielender Gegner mit dem März-HTT-500-Finalisten lange Zeit vorallem beim Aufschlag mit, ehe Scheidl das entscheidende Break zum 4:3 gelang. Minuten später hatte ein solide servierender und am Return noch Reserven besitzender Scheidl die Auftakthürde übersprungen, und durchaus ein positives Fazit nach seinem Freiluft-Saisondebüt zu ziehen. “Der Aufschlag hat schon ganz gut geklappt, beim Return geht noch mehr. Für das erste Match war die Leistung aber ganz in Ordnung”, resümierte der Sieger, der auch seinem Gegenüber eine starke Vorstellung attestierte. “Ich finde der Martin hat recht gut gespielt, und speziell im zweiten Satz auch lange Zeit richtig stark serviert. Von daher bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Das war eine klassische erste Runde, nicht so einfach zu spielen. Da muss man irgendwie drüberkommen”, so der 32jährige, der sich für den restlchen Verlauf des Turniers keine großen Gedanken macht. “In diesem Tableau stehen so viele gute Spieler. Ich schaue nur von Runde zu Runde. Vor zwei Wochen beim Cash4Car Cup hatte ich gegen die Nummer 1 der Tour mit seinen 11000 Punkten vier Matchbälle, von daher ist immer Alles möglich. Der Favorit in diesem hochkarätig besetzten Turnier bin ich nicht, aber für eine Überraschung immer gut”, argumentierte der HTT-Australian-Open-Champion von 2015.

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Starke Routniers in der Quali – Attila Kelemen aus Ungarn und Harald Huber lösen in jeweils zwei Sätzen ein Ticket für den Hauptbewerb

Die 23. Auflage des März-Masters-Series-1000-Turniers und damit gleichzeitig auch die Freiluftsaison 2018 eröffneten aber zwei Stunden zuvor die Herren Attila Kelemen und Vincent Theuer. Um exakt 14:58 Uhr war es soweit, als der ungarische Routinier das Generationen-Duell um einen Platz im Hauptbewerb mit Aufschlag eröffnete. Ein Spiel, das zunächst einseitig und unspannend verlief. Kelemen erwischte sein Gegenüber am sprichwörtlich falschen Fuß, und sicherte sich in einem lediglich 19 Minuten dauernden Geplänkel den ersten Satz mit 6:0. Im zweiten Heat leistete Theuer dann weitaus mehr Widerstand, und hatte durchaus auch seine Chancen, das Eröffnungs-Einzel in einen dritten Satz zu hieven. 51 Minuten benötigte Kelemen schließlich, um Durchgang Nr. 2 mit 7:5 und damit den Einzug in den Hauptbewerb des März-Masters-Series-1000-Turniers zu fixieren. Ebenfalls über ein Ticket für das Hauptfeld darf sich Routinier Harald Huber freuen. Der 50jährige deklassierte Michael Müllner vom AZ Tennisclub mit 6:3, 6:0, und darf sich am Samstag Nachmittag mit März-HTT-500-Champion Martin Mayer messen.

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Elias Hoxha mit HTT-Debüt nach Maß und Martin Spengler düpiert mit Tanja Kienegger eine weitaus höher eingeschätzte Gegnerin

Ein HTT-Debüt nach Maß hat am Freitag Abend im abschließenden Match des Eröffnungstages Elias Hoxha abgeliefert. Der 13jährige vom TC Tulln überzeugte bei seinem Premieren-Auftritt gegen Februar-Challenger-Achtelfinalist Luka Sekulic mit einer höchst reifen und abgebrühten Darbietung und einem letztlich nie gefährdeten 6:2, 6:2 Erfolg über den ein Jahr jüngeren HTT-Junior vom Post SV. Hoxha, der in der renommierten Tennisschule von Norbert Richter in Muckendorf an seinem Tennis arbeitet, imponierte mit einer coolen ruhigen und abgeklärt wirkenden Vorstellung, und das bei seinem HTT-Debüt und bei ungewohnt äußeren Bedingungen. Aggressiv in seinen Grundschlägen, dezent im Umgang mit der ein oder anderen kniffligen Situation am Centercourt der Südstadt, löste Hoxha hochverdient sein Hauptbewerbs-Ticket, wo er sich auf ein Duell mit der einzig verbliebenen Dame beim März-Masters-Series-1000-Turnier der 18jährigen Slowakin Lucia Popluharova freuen darf. Weit hinter den Erwartungen und vorallem hinter seinen persönlichen Möglichkeiten blieb indes der unterlegene Luka Sekulic. Der 12jährige agierte weit weit weg von dem was er zu leisten im Stand ist, und was er auf der HTT zu Beginn des Jahres auch schon zum Besten gab. Waren es die Umstände mit derm ersten Auftritt unter freiem Himmel oder das erstmalige Antreten auf einem Hartplatz? Wie auch immer, Papa Sekulic sparte am Ende des im Debakel endenden Auftritts nicht mit Kritik. “Man kann verlieren, aber nach so einer Vorstellung wie heute muss man sich schon hinterfragen”. Nicht hinterfragen muss sich derweil Tanja Kienegger, obwohl sie zum Auftakt der Qualifikation als höher eingeschätzte Spielerin eine 4:6, 2:6 Niederlage gegen Martin Spengler kassierte. Das Spiel des 25jährigen März-Future-Champions findet man nämlich in keinem Lehrbuch. Doch gerade deshalb ist das unorthodox wirkende Tennis des 2fachen Turniersiegers so schwierig zu “bespielen”.

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