Manuel Wachta holt ersten HTT-Karriere-Titel bei HTT-Turnier Nr. 1200

Von Claus Lippert
Freitag, 02.02.2018 | 12:36 Uhr
© Hobbytennistour

17 Ausgaben Jänner-HTT-250-Turnier seit der Premiere im Jahr 2002 mit 17 verschiedenen Siegern! Auch...

17 Ausgaben Jänner-HTT-250-Turnier seit der Premiere im Jahr 2002 mit 17 verschiedenen Siegern! Auch nach der aktuellen Auflage des ersten HTT-250-Saisonturniers im UTC La Ville hält sie also an, jene beeindruckende Serie, wonach es noch keinem Spieler gelungen ist, den Saison-Auftakt auf HTT-250er-Ebene im UTC La Ville zwei Mal zu gewinnen. Für den neuesten Eintrag in die Siegerliste des Jänner-HTT-250-Turniers sorgte am Mittwoch Abend WAC-Star Manuel Wachta. Der 32jährige profitierte nach seinem Viertelfinalsieg über den an Nummer 2 gesetzten Slowaken Ondrej Breza bereits zum zweiten Mal im Verlauf dieses Turniers von der verletzungsbedingten Aufgabe eines Gegners, und musste in seinem ersten Karriere-Finale gegen Seniors-Star Alois Posch nur 6 Games spielen, ehe er bei einer 5:1 Führung im ersten Satz die Gratulation seines an den Adduktoren verletzten Gegenübers zum Titelgewinn entgegennehmen durfte. Am Ende aber feierte Wachta einen hochverdienten Titelgewinn bei einem ganz besonderen Turnier. Zwei runde Jubiläen zierten nämlich diese 17. Auflage des Jänner-HTT-250-Turniers am letzten Jänner-Wochenende 2018. Ein Bericht von C.L

Manuel Wachta als 443. Turniersieger der HTT-Open Ära seit 1990

Manuel Wachta hat das erste 250er-Turnier der HTT im neuen Jahr gewonnen, und sich als 443. Spieler der Open Ära einen Titel auf Österreichs größter Breitensport-Tennisserie gesichert. Der 32jährige, der im Semifinale den Erfolgsrun des russischen Wunderkindes Aljona Kasatkina eindrucksvoll beendet hatte, wurde keine 24 Stunden nach seinem grandiosen Auftritt gegen das 12jährige Ausnahmetalent aus Moskau schon wieder mit einem ganz “speziellen Match” konfrontiert. Diesmal wartete im Endspiel des 5. Saisonturniers in Gestalt von Alois Posch ein 58 Jahre alter Routinier, der sich linkshändig servierend und mit nur einem abgegebenen Satz im Viertelfinale gegen HTT-Newcomer Kevin Weber gleich bei seinem ersten HTT-Antreten bis ins Finale vorspielte. Dort hatte der Debütant dann allerdings kein Glück. Wachta zog rasch mit einem Doppel-Break 4:0 davon, ehe sich Posch bei 1:4 an den Adduktoren verletzte. Der 58jährige versuchte im folgenden Game zwar noch einmal sein Bestes, am Ende musste er aber bei 1:5 das Handtuch werfen.

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“Ich habe im gesamten Turnier nur einen schlechten Satz gespielt”

“Prinzipiell freut mich der Turniersieg schon sehr. Es war schon ein Saisonziel von mir ein 250er-Turnier der HTT zu gewinnen. Das schon am 31. Jänner zu erreichen, ist jetzt etwas lustig. Damit kann ich eigentlich die Saison schon beenden. Nein Spaß: Der Weg dahin war halt jetzt ein sehr kurioser. Ich habe zwei Mal durch Aufgabe gewonnen, einmal gegen einen angeschlagenen Gegner gespielt, dann noch gegen eine 12jährige, also das war nicht unbedingt ein alltäglicher Turnierverlauf. So wie heute will man natürlich nicht gewinnen. Ich muss aber schon dazusagen, dass ich eigentlich nur einen schlechten Satz im gesamten Turnier gespielt habe. Der war besser gesagt inferior und im Viertelfinale gegen Breza. Ansonsten traue ich mich schon die Aussage zu treffen, dass ich mit dem gespielten Level dieser Tage dieses Turnier auch so hätte gewinnen können”, so der frischgebackene Jänner-HTT-250-Champion in einer ersten Stellungnahme.

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Jänner-HTT-250-Turnier 2018 mit “doppeltem Jubiläum”

Und Manuel Wachta hat am Mittwoch Abend nicht nur das Jänner-HTT-250-Turnier und damit seinen ersten Titel gewonnen, sondern bei einem statistisch betrachtet ganz besonderen Turnier triumphiert. Die 17. Ausgabe des Jänner-HTT-250-Turniers im UTC La Ville war bereits Single-Event Nr. 1200 seit Gründung der Hobby-Tennis-Tour im September 1990. Dazu baute auch das UTC La Ville seine führende Ausnahmestellung als gastgebender Tennisverein weiter aus. Mittlerweile hat man die altehrwürdige Tennisanlage in der Leberstraße mit ihren 225 ausgetragenen Einzel-Veranstaltungen weit abgehängt, und am letzten Jänner-Weekend eine weitere beeindruckende Bestmarke aufgestellt. Der Tennistempel am Altmannsdorfer Ast steht mit 300 veranstalteten HTT-Einzelturnieren souverän an vorderster Front aller Austragungsorte der HTT-Geschichte. Und auch in Sachen Hallenturnieren liegt das von GF Raimund Stefanits betreute Tennisjuwel mittlerweile mit 218 Turnieren weit vor dem einstigen Spitzenreiter dem Tennispoint Vienna, das von 1996 bis 2011 exakt 160 Indoor-Singleturniere beheimatete.

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