Adrian Vorhemus fordert HTT-Superstar Lukas Prüger im ersten HTT-1000-Finale des Jahres

Von Claus Lippert
Dienstag, 20.02.2018 | 12:58 Uhr
© Hobbytennistour

Beim ersten HTT-Masters-Series-1000-Turnier des Jahres dürfen sich HTT-Fans auf ein erstklassiges Fi...

Beim ersten HTT-Masters-Series-1000-Turnier des Jahres dürfen sich HTT-Fans auf ein erstklassiges Finale mit zwei der aktuell heißesten Aktien im Circuit der Hobby-Tennis-Tour freuen. Der topgesetzte Ranglisten-Erste Lukas Prüger trifft dabei in seinem 12. Karriere-Endspiel auf Jungstar Adrian Vorhemus vom ULTC Raika Raabs und peilt dabei seinen insgesamt 10 Karriere-Titel und den 5. Turniersieg auf HTT-Masters-Series-1000-Ebene an. Der finale Showdown (LIVE ab 20:15 Uhr auf www.hobbytennistour.at) sieht trotz 33 Plätzen Unterschied im aktuellen HTT-Computer-Ranking keinen Favoriten. Beide Akteure hatten zuletzt mit kleinen Sinn- und Formkrisen zu kämpfen, beide haben im Verlauf des Turniers einen Satz abgegeben, und beide Spieler sind am vergangenen Wochenende dieses 10. Februar-Masters-Series-1000-Turniers wieder in Hochform gekommen. Ein Blick zurück auf den gestrigen Semifinal-Abend im UTC La Ville von C.L

Adrian Vorhemus knackt Neuhauser-Bezwinger Martin Zehetner und träumt nun vom ersten HTT-Turniersieg seiner Karriere

Wer in einem Turnier den Herren Martin Steiner, Kevin Köck, Christoph Csar und Martin Zehetner das Nachsehen erteilt, der kann ganz ohne Zweifel in keiner Formkrise stecken. Wer die erwähnten Kapazunder innerhalb von 72 Stunden in die Knie zwingt, der muss obendrein Selbstvertrauen ohne Ende haben, und für ein finales Duell mit dem besten HTT-Spieler der vergangenen 12 Monate gerüstet sein. In der Tat kann Adrian Vorhemus auf ein geniales Turnier-Weekend zurückblicken. Das vorerst letzte Kapitel seiner persönlichen Heldensaga beim 130. Masters-Series-1000-Turnier der Open Ära schrieb der 16jährige Niederösterreicher am Montag Abend im halbfinalen Vorschlussrunden-Treffen mit dem 2fachen Kitzbühel-Sieger Martin Zehetner. Der hatte seinerseits am Vortag den 13 Spiele lang ungeschlagenen HTT-Australian-Open-Champion Markus Neuhauser entzaubert, und schien nach seiner imposanten Sonntags-Darbietung gerüstet für den schwierigen Kampf gegen die “doppelte Vorhand”. Allerdings hatte Zehetner schon am Sonntag Abend so seine Bedenken vor dem Duell mit dem sowohl links als auch rechts Vorhand schlagenden Jungstar. Und diese Bedenken waren durchaus berechtigt, wie sich spätestens nach dem ersten Satz herausgestellt hatte. Vorhemus hatte mit Zaubertennis den routinierten HTT-French-Open-Finalisten von 2017 mit 6:2 an die Wand gespielt, und eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis gestellt. In der Folge bei 6:2 ,5:3 wurde der Jungstar aber nachlässig, bei 5:4, 40:15 blieben zudem auch noch zwei Matchbälle vom Waldviertler ungenützt, ehe Zehetner im Finish mit 20 Jahren mehr an Routine den zweiten Durchgang im Tie-Break zu seinen Gunsten entschied. Im Finish drehte Vorhemus gegen einen nicht mehr so frisch und spritzig wirkenden Zehetner dann nochmals groß auf, ehe er nach knapp über zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 6:2, 6:7, 6:1 zum zweiten Mal nach Mai 2017 das Endspiel eines HTT-Masters-Series-1000-Turniers erreicht hatte.

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Lukas Prüger fixiert gegen Jungstar Nicolas Moser sein 12. HTT-Karriere-Finale

Während Vorhemus also gegen Zehetner über die volle Distanz von drei Sätzen gehen musste, hatte Lukas Prüger im zweiten Semifinale des Abends im UTC La Ville einen vergleichsweise einfacheren Auftritt um in sein 12. HTT-Karriere-Finale zu gelangen. Allerdings nur was die Anzahl der gespielten Sätze betraf, denn Prügers Gegenüber, der erst 15jährige Nicolas Moser demonstrierte auch in seinem ersten HTT-Semifinale auf Masters-Series-1000-Ebene sein gewaltiges Können und neuerlich höchst eindrucksvoll, welch tolle Entwicklung er in den letzten Wochen und Monaten genommen hat. Moser trat dem HTT-Superstar im ersten direkten Duell rotzfrech spielend und ohne in Ehrfurcht zu erstarren gegenüber, und hielt Durchgang 1 lange Zeit und bis 4:4 offen, ehe sich der HTT-French-Open-Champion mit 1:0 in Sätzen in Führung brachte. In der Folge gewann Prügers Spiel an Sicherheit, während Moser am Montag spät abends vielleicht auch den Strapazen der vorangegangenen Tage mit drei Single-Partien – davon zwei über die volle Distanz – und einem Auftritt im Doppel Tribut zollen musste. “Der Nico hat großartig gespielt und mir alles abverlangt”, lobte der Sieger am Ende, und auch Moser selbst konnte abschließend durchaus ein positives Resümee ziehen. “Insgesamt war es wieder ein starkes Turnier von mir. Ich glaube ich kann damit zufrieden sein”.

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Vorhemus um ersten HTT-Karriere-Titel und Prüger möchte als erst dritter Spieler der Geschichte die 10.000 Punkte Schallmauer knacken

Im Endspiel am heutigen Abend kommt es also zum Duell zwischen Lukas Prüger und Adrian Vorhemus und damit zu einer Revnache für das letztjährige Mai-Masters-Series-1000-Endspiel, das Prüger mit 6:4, 6:4 entschied, und danach seinen sensationellen Erfolgslauf 2017 startete. Am Abend kämpft der 20jährige gegen Vorhemus um seinen 10. Turniersieg auf der HTT, und um seinen 5. Titelgewinn bei einem Masters-Series-1000-Event der HTT. Damit würde er in der ewigen Bestenliste der HTT-1000er-Serie auf Platz 7 springen und zum dort mit ebenfalls 5 Masters-1000-Titeln liegenden Franz Mayrhuber aufschließen. Ein Sieg über Vorhemus würde Prüger aber vorallem einen historischen Meilenstein knacken lassen. Als erst dritter Spieler der Geschichte würde der 20jährige die Schallmauer von 10.000 Ranglistenpunkten im HTT-Entry-Ranking knacken. Das gelang bislang in der Open Ära nur Franz Mayrhuber im Jahr 2013 und Damian Roman, der 2016 sogar den absoluten Punkterekord von 12.600 Zählern aufstellte. Vorhemus hingegen wäre reif für seinen ersten HTT-Karriere-Titel überhaupt. Für Spannung ist also gesorgt.

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