Hobbytennistour

Erster Sieg seit Mai 2013 – Super-Oldboy Franz Mayrhuber feiert 13. HTT-Karriere-Titel

Von Claus Lippert
Donnerstag, 21.09.2017 | 13:46 Uhr
© Hobbytennistour

Der große alte Mann der Hobby-Tennis-Tour Franz Mayrhuber hat am Dienstag Abend am Rad der Zeit gedr...

Der große alte Mann der Hobby-Tennis-Tour Franz Mayrhuber hat am Dienstag Abend am Rad der Zeit gedreht, und die goldene Ära seiner an Erfolgen so reichen Karriere noch einmal aufleben lassen. Fast viereinhalb Jahre oder exakt 1.593 Tage nach seinem letzten HTT-Titelgewinn beim April-Masters-Series-1000-Turnier 2013, schlug der 52jährige Oberösterreicher im Endspiel der 14. Auflage des September-HTT-250-Turniers im UTC La Ville den 16jährigen Philip Gabmeier in drei Sätzen mit 6:7, 6:0, 6:2, und feierte damit den lange ersehnten und gar nicht hoch genug einzuschätzenden 13. HTT-Turniersieg seiner Laufbahn. Der Sieg im “Finale der Generationen” beschert Mayrhuber zudem einen Platz in den Top Ten der ewigen Bestenliste aller HTT-Turniersieger der Geschichte. Ein Bericht von C.L

74 erfolglose Turnierteilnahmen und 6 verlorene Endspiele musste Mayrhuber seit seinem letzten HTT-Titelgewinn im Mai 2013 durchtauchen

“Ich freue mich sehr über den gewonnenen Titel beim September-HTT-250-Turnier. Ich habe nie aufgehört daran zu glauben und immer gehofft, dass ich irgendwann noch einmal ein Turnier auf der Hobby-Tennis-Tour gewinnen kann”, sagte der ehemalige Ranglisten-Erste am Tag nach seinem Triumph. Der 19. September 2017 wird also ein markantes Datum in Mayrhubers HTT-Karriere darstellen, zumal es zuletzt schon wirklich großen Optimismus bedurfte, um an den ominösen 13. Turniersieg jenes Mannes zu glauben, der in seiner Laufbahn so gut wie alles gewonnen hat. Der mittlerweile 52jährige war mit 104 Wochen an der Ranglisten-Spitze die viertlängste Nummer 1 der HTT-Geschichte, triumphierte 2009 und 2012 beim Masters, gewann 2010 bei den HTT-French-Open seinen einigen Grand-Slam-Titel und krönte seine beispiellose Karriere mit Olympiagold 2009. Dennoch waren zuletzt Zweifel aufgekommen, ob Mayrhuber nach 129 gespielten Turnieren noch einmal den Sprung zurück in die HTT-Siegerlisten schaffen würde. Und Selbstzweifel werden den Routinier vom SK Handelsministerium auch geplagt haben, denn die Durststrecke die der Super-Oldie zuletzt durchtauchen musste, war bereits zu einer Negativ-Serie ausgeartet, bei der andere Spieler längst das Handtuch geworfen hätten. 74 Turniere lang war Mayrhuber seit seinem letzten Titelgewinn im Mai 2013 erfolglos, in sechs verlorenen Endspielen durfte der 52jährige “Titelluft schnuppern”, musste aber immer wieder mitansehen, wie der Gegner am Ende mit der Trophäe in Händen die Siegerehrungen zierte.

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Mayrhuber gewinnt im 31. Finale seiner Karriere gegen den 36 Jahre jüngeren Philip Gabmeier in drei Sätzen

Just am verregneten letzten Wochenende schlug sie dann aber doch, die Stunde des Franz Mayrhuber. Ausgerechnet gegen den spielstarken und 36 Jahre jüngeren Philip Gabmeier endete Mayrhubers Erfolglosigkeit im finalen Showdown der Generationen im Rahmen des September-HTT-250-Endspieles. Dabei lief im 31. Finale seiner Karriere – damit zog Mayrhuber in der ewigen Bestenliste aller Speler mit den meisten Finalteilnahmen mit Patrick Schwing auf Platz Nr. 6 gleich – zunächst scheinbar wieder einmal alles gegen den 12fachen Titelträger, der zwar den ersten Satz durchgehend vorne weg servierte und zwischenzeitlich 3:2, 5:4 und 6:5 führte, mit verlorenem Tie-Break aber wieder einmal auf die Verliererstrasse zu schlittern schien. Entscheidend für die Wende war dann gleich das Eröffnungs-Game des zweiten Satzes, in dem Gabmeier unzählige Chancen zur 1:0 Führung ungenützt ließ, und damit am Ende Mayrhuber zurück in die Erfolgsspur hievte. Der Routinier ließ sich nicht lange bitten, machte sechs Games in Folge und sorgte zu Nul für den Satzausgleich. Damit hatte der Oldie dem Junior den Nerv gezogen, der dritte Satz mit 6:2 war nur mehr Formsache, und der dreizehnte Karriere-Titel nach 1.593 tägiger Durststrecke endlich unter Dach und Fach.

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