Auftakt zur 26. Auflage des NABO Mai Grand Slam Turniers im UTC La Ville

Von Claus Lippert
Freitag, 09.06.2017 | 11:28 Uhr
© Hobbytennistour

Das “warm up” für den ersten ganz großen Höhepunkt der HTT-Sandplatzsaison, die 26. Aufl...

Das “warm up” für den ersten ganz großen Höhepunkt der HTT-Sandplatzsaison, die 26. Auflage der HTT-French-Open ist vorüber. Nach 19 Vorbereitungsturnieren auf roter Asche mit 18 verschiedenen Siegern, steht seit Donnerstag Nachmittag das zweite HTT-Grand-Slam-Turnier des Jahres im UTC La Ville auf dem Programm. Mit der Firma NABO als neuem Hauptsponsor und – so HTT-Legende Franz Mayrhuber nicht zu einem Revival seines im Jahre 2010 errungenen HTT-French-Open-Titels ansetzen sollte – auch mit einem neuen “HTT-Sandplatzkönig”. Bevor beim 102. Grand-Slam-Turnier der HTT-Geschichte aber so richtig die Post abgeht, gab es für den Veranstalter noch einen mächtigen Tiefschlag. Das größte, prestigeträchtigste und mit Abstand traditionsreichste Major-Event der Hobby-Tennis-Tour hat mit gewaltigen Einbußen am Teilnehmer-Sektor zu kämpfen, und das schlechteste Nennergebnis seit 2010 zu beklagen. Doch nicht nur die Quantität des Starterfeldes lässt dieser Tage zu wünschen übrig, auch die Qualität des Hauptbewerbsrasters hinkt weit hinter den Erwartungen an ein Mai-Grand-Slam zurück. Selbst der Kreis an potentiellen Sieganwärtern ist mit knapp einem halben Dutzend an Topspielern mehr als überschaubar. Nichtsdestotrotz fliegen seit Donnerstag Nachmittag wieder sieben Tage lang die kleinen gelben Filzkugeln über das Netz, ehe der neue Sandplatzkönig der HTT am Dr. Karl Walt Weg gekrönt wird. Ein Bericht von C.L

Bei nur 4 Top Ten Stars und 11 Spielern aus den aktuellen Top 30 muss man beim zweiten Saison-Major eigentlich den Status “Grand Slam” hinterfragen

Eigentlich war man im Vorfeld des zweiten HTT-Saison-Major-Events seitens des Veranstalters ausgezogen, mit der 26. Auflage des NABO Mai-Grand-Slam-Turniers endlich den zweifelhaften und aus dem Jahre 2014 datierenden Teilnehmerrekord für ein einzelnes HTT-Single-Turnier zu brechen. 123 Aktive tummelten sich im Herbst vor drei Jahren im Tableau des Erste Bank Open Challenger-Turniers und sorgten so für einen Eintrag in die Rekordnücher von Österreichs größten Breitensport-Tennisserie. Mit dem neuen Hauptsponsor NABO, vielen treuen Partnern wie dem UTC La Ville, dem dort etablierten Tennisshop oder dem ATP Turnier in Kitzbühel hatte man im Vorfeld für perfekte Rahmenbedingungen mit tollen Preisen gesorgt, am sich desaströs lesenden Teilnehmerfeld mit 73 Akteuren im Herren-Bewerb und 18 Starterinnnen im Damen-Bewerb änderte dies allerdings nichts. Gerade einmal 4 Top Ten-Stars haben sich zum Kampf um die Sandplatzkrone an den Altmannsdorfer Ast verirrt, mit lediglich 9 Top 20 und gar nur 11 Herren aus den aktuellen Top 30, muss man fast schon den Status “Grand-Slam” für das 41. Turnier der laufenden HTT-Saison hinterfragen.

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Finnlands Timo Nenonen prolongiert mit sechster Erstrunden-Niederlage in Serie seinen Negativ-Run auf der Hobby-Tennis-Tour

Zumindest das Wetter zeigte sich am gestrigen Eröffnungstag des 26. NABO-Mai-Grand-Slam-Turniers im UTC La Ville aber “major-würdig”, an dem die Challenger- und Future-Stars der HTT ihren ersten großen Auftritt bei einem der “big four-Events” hatten. Die überzeugendste Darbietung bot dabei Max Weselik, der bei seinem HTT-Grand-Slam-Debüt gleich am Centercourt ran durfte, und dieses Privileg mit einem klaren 6:3, 6:0 Erfolg in der ersten von drei Qualirunden über den Tour-Newcomer Manuel Zecevic auskostete. Für den 20jährigen, der heuer schon im Semifinale des April-Future-Turniers stand, geht es am Freitag Nachmittag mit dem Duell gegen Routinier Harald Huber weiter, der sich in einem kuriosen Match gegen Deutschlands einzigen NABO-Mai-Grand-Slam-Starter Christian Börner mit 2:6, 6:1, und 6:0 durchsetzen konnte. Weiter in der Krise befindet sich indes Finnlands Nummer 1 Timo Nenonen. Der 37jährige Skandinavier prolongierte am Donnertag Abend mit einer 2:6, 3:6 Klatsche gegen Serbiens Slobodan Vasiljevic seine aktuelle Niederlagenserie im HTT-Circuit, und kassierte gegen die Nr. 868 der HTT-Computer-Rangliste bereits die sechste Erstrundenpleite in Serie. “Es wird schon wieder aufwärts gehen”, kommentierte der “coole Nordländer” seinen momentanen Unlauf auf der HTT.

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Bernhard Hauer wird vom Serve & Volley des Alex Kuzmanovic aus Serbien überrascht und wartet bei den HTT-French–Open weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis

Neben der Qualifikation standen am ersten Spieltag des NABO-Mai-Grand-Slam-Turniers auch schon drei Matches zum Hauptbewerb auf dem Programm. In den Spielen zur Runde der letzten 64 waren die Augen vorallem auf Bernhard Hauer gerichtet, der sich zum Auftakt eigentlich über ein gutes Los und sein Duell mit dem serbischen HTT-Neuling Aleksandar Kuzmanovic freuen durfte. Der 22jährige hatte erst vor einer Woche sein Debüt auf der HTT gefeiert, und war in Runde 1 beim Mai-HTT-250-Turnier gegen Maximilian Schett in drei Sätzen unterlegen. Bei seinem zweiten Auftritt machte es Kuzmanovic aber besser, und überraschte einen abermals enttäuschend spielenden Bernhard Hauer mit viel Serve & Volley und einem letztlich nicht unverdienten 6:4, 6:4 Erfolg. Für den 15jährigen Challenger-Stadthallen-Finalisten von 2015 eine herbe Enttäuschung, die er sich nach der Auftaktpleite auch nicht erklären konnte. Übrigens bleiben die HTT-French-Open für den Jungstar vom Heeres TC damit weiter ein rotes Tuch, denn auch bei seinem HTT- und Grand-Slam-Debüt im Mai 2015 setzte es für Hauer bei den HTT-French-Open einen Nackenschlag. Damals gab es das Aus schon in der ersten Quali-Runde gegen einen gewissen Oliver Wild. Was tat sich sonst noch am ersten Spieltag des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres? Der 16jährige Constantin Kletter fightete in einem Teenie-Duell zur ersten Hauptrunde den zwei Jahre jüngeren Laurenz Rattasits mit 6:4, 7:5 nieder, und darf zur Belohnung heute Nachmittag im Eröffnungsspiel des Tages am Centercourt gegen die Nummer 4 des Turniers und den Masters-Finalisten Alexander Schager aus der Steiermark ran. Ebenfalls eine Runde weiter ist Danil Yefimov aus der Ukraine, der gegen eine tapfer kämpfenden Markus Göbel mehr Mühe als erwartet hatte, um mit 7:5, 6:4 sein Zweitrundenduell mit der Nummer 2 des Turniers Philipp Schneider zu fixieren.

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