Tennis

US Open: Dominic Thiem muss über die Außenplätze angreifen

Von Jens Huiber
Dominic Thiem vor einem Jahr in New York City
© getty

Dominic Thiem eröffnet seine US-Open-Kampagne-2018 gegen den Bosnier Mirza Basic am Montag (viertes Match nach 11 Uhr Ortszeit). Die Platzansetzung überrascht ein wenig.

Von Jens Huiber aus New York City

Eines immerhin lässt sich schon vor Beginn der US Open 2018 aus Sicht von Dominic Thiem festhalten: Die österreichische Nummer eins kann den Turnierauftakt genauso diskret bestreiten wie die Vorbereitung während der letzten Tage. Auf Court 10 (viertes Match am Montag nach 11 Uhr) soll es gegen Mirza Basic gehen, kein Platz, den die Aura der ganz großen Tenniswelt umweht.

Streng genommen ein Affront gegen die Nummer neun der Welt, was interessanterweise auch auf die Damen zutrifft: Julia Görges wird die Vorspielerin Thiems geben, auch die Deutsche ist an Position neun gesetzt. Görges kommt allerdings aus einer einigermaßen erfolgreichen Woche in New Haven, wo sie das Halbfinale erreicht hat. Dominic Thiem hat seit seinem Aus in Toronto gegen Stefanos Tsitsipas regeneriert und trainiert.

Die letzte Erinnerung von Dominic Thiem an die US Open ist keine gute: Gegen Juan Martin del Potro gingen zwei Matchbälle in die Binsen, der Argentinier setzte sich nach 0:2-Satzrückstand durch. Immerhin auf dem Grandstand.

Training mit Kohlschreiber und Goffin

Philipp Kohlschreiber und David Goffin standen etwa am Freitag auf dem Programm des Lichtenwörthers, man kennt und schätzt sich. Mit beiden hat Thiem schon im Doppel gespielt, mit Goffin auch schon bei den US Open. Und auch auf Court 10 oder in dessen näherer Umgebung. Der Belgier ist im Moment auf der Suche nach seiner Höchstform, das Halbfinale in Cincinnati legt nahe, dass Goffin fündig geworden ist.

Kohlschreiber wiederum steht eine rein deutsche Angelegenheit bevor, Trainingspartner Yannick Hanfmann wartet in Runde eins. Der Weg von Dominic Thiem in New York beginnt indes mit Basic, der aktuellen Nummer 81 der Welt.

Der letzte Sieg des Bosniers in einem ATP-Hauptfeld datiert vom Rasenturnier in Antalya, bei den US Open wird schon erstaunlich lange auf Hartplatz gespielt, 2018 auf einer nach allgemeinem Dafürhalten eher langsameren Variante.

Johnson mit guter Form in Winston Salem

Das könnte Thiem bei günstigem Turnierverlauf entgegen kommen, Kevin Anderson in der vierten Runde ist grundsätzlich aber kein Name, der auf der Wunschliste des noch 24-Jährigen steht. Was immer für Thiem spricht, ist das Best-of-Five-Format, auch wenn das angegriffene Immun-System erst wieder aufgepäppelt werden musste.

Steve Johnson, ein potenzieller Zweitrunden-Gegner Thiems, spielt sich gerade in Winston Salem warm, sehr erfolgreich. Johnson hat nach einem Sieg gegen Pablo Carreno Busta das Finale erreicht, Thiem kennt den US-Amerikaner gut. Dreimal haben die beiden gegeneinander gespielt, Thiem führt in der Bilanz mit 2:1-Siegen.

Gegen Mirza Basic ist die Bilanz noch unbefleckt, Court 10 wird also eine Premiere bezeugen. Womöglich mit noch größerer Unterstützung aus dem österreichischen Lager: Dennis Novak hat den Montag frei, kann seinem Kumpel Thiem zum Auftakt zur Seite stehen.

Hier der Spielplan für den Montag bei den US Open

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