Tennis

Dominic Thiem - Perfekt nach Plan

Dominic Thiem hat sich in Melbourne von einer neuen Seite gezeigt
© GEPA

Dominic Thiem geht als klarer Favorit in sein Zweitrunden-Match der Australian Open 2018: Der Lichtenwörther eröffnet den Donnerstag gegen Dennis Kudla aus den USA in der Margaret Court Arena.

Günter Bresnik hat durchaus zufrieden gewirkt am frühen Dienstagabend australischer Zeit. Und warum auch nicht? Sein Schützling Dominic Thiem lieferte eine sehr ansprechende Leistung - und das gegen einen Gegner, der ihm bis dato größere Probleme bereitet hatte: Guido Pella. Besonders positiv sicherlich: Die Komponenten, an denen im Trainingslager auf Teneriffa gearbeitet wurden, stellte Thiem in konsequenter Manier zur Schau, selten hat man die österreichische Nummer eins so häufig seinen Bällen nachgehen sehen. Und der Volley, jene kleine Problemzone, an der Bresnik und Thiem vor der Saison gefeilt haben, funktionierte mindestens hervorragend.

Gute Aussichten sind das für das kommende Match, das aller Voraussicht nach unter deutlich anderen Bedingungen stattfinden wird: Hat Günter Bresnik den Sonnenhut auf Court 2 im Pella-Match noch aus modischen Gründen getragen, so ist davon auszugehen, dass das Auftaktmatch in der Margaret Court Arena am Donnerstag mit sommerlichem Flair daherkommt.

Ein einziger Anhaltspunkt

Dennis Kudla in Runde zwei ist eine sehr anständige Auslosung, auch wenn der US-Amerikaner mit drei Qualifikationssiegen und dem Erfolg gegen Steve Johnson zum Auftakt der Hauptfeld-Action eine ordentliche Form gezeigt hat. Kudla ist in der Weltrangliste nur auf Position 180 notiert, seine Saison hat der 25-Jährige in Brisbane begonnen, dort gleich im ersten Qualifikations-Match gegen Jozef Kovalik aus der Slowakei verloren. 2017 hat Kudla exakt einen Erfolg in einem ATP-Hauptfeld gefeiert, in Newport auf Rasen gegen seinen Landsmann Mitchell Krueger.

Thiem hat gegen seinen in Kiew geborenen Gegner bis dato einmal gespielt, vor etwas mehr als zwei Jahren in Brisbane. Das glatte 6:3 und 6:2 spiegelt die theoretischen Voraussetzungen für das Duell am Donnerstag wider.

Linkshänder wartet

Streng genommen ist Dominic Thiem 2018 ja noch unbesiegt, zum Halbfinale in Doha gegen Gael Monfils konnte der Lichtenwörther krankheitsbedingt nicht antreten. Gegen US-amerikanische Spieler hatte Thiem im vergangenen Jahr ein positive Bilanz (jeweils ein Sieg und eine Niederlage gegen Steve Johnson und Sam Querrey, zwei Erfolge gegen Jared Donaldson, einer gegen Taylor Fritz), der Einfluss dieser Statistik auf den Matchausgang wird eher schwer zu messen sein.

Mit seinem Tweener gegen Pella hat Dominic Thiem die Fans in Melbourne kurz verzaubert, bei den wichtigen Punkten war es vor allem aber auch der Aufschlag, auf den sich der Niederösterreicher verlassen konnte. Gegen Kudla sollte die Kombination aus solidem Service und dominantem Spiel reichen, die Aufgabe danach wäre auf jeden Fall mit einem Linkshänder belegt: In Runde drei träfe Thiem entweder auf Jri Vesely oder Adrian Mannarino.

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